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Kulturnachrichten

Dienstag, 12. April 2016

Koalition will Einheitsdenkmal in Berlin kippen

Kosten des geplanten Baus sind auf fast 15 Millionen Euro gestiegen

Die Regierungsparteien CDU und SPD wollen das seit 2007 geplante Einheits- und Freiheitsdenkmal in Berlin kippen. Der zuständige Berichterstatter im Haushaltsausschuss, Rüdiger Kruse (CDU), sagte der dpa, das Projekt stehe unter keinem guten Stern. "Deshalb ist es jetzt an der Zeit, die Reißleine zu ziehen." Über einen entsprechenden Beschlussvorschlag soll am Mittwoch im Haushaltsausschuss entschieden werden. Der Bau des Denkmals hat sich mehrfach verzögert, die Kosten sind auf fast 15 Millionen Euro gestiegen. Es sollte neben dem rekonstruierten Berliner Schloss an die deutsche Wiedervereinigung erinnern.

Berlinale-Fotografin Erika Rabau ist tot

Seit 1972 war Rabau offizielle Festivalfotografin

Erika Rabau, offizielle Festivalfotografin der Berlinale, ist tot. Das habe die Familie bestätigt, sagte eine Sprecherin des Festivals. Die Fotografin Erika Rabau lichtete seit 1972 als offizielle Festivalfotografin die Stars der Internationalen Filmfestspiele Berlin ab. In diesem Jahr hatte sie krankheitsbedingt gefehlt. Wie alt die gebürtige Danzigerin wurde, ist nicht bekannt. Rabau hat sich über ihr Alter immer ausgeschwiegen. 2004 erhielt die Bildjournalistin für ihre Verdienste am roten Teppich selbst eine Berlinale-Kamera. 2008 entstand eine Dokumentation über sie: "Erika Rabau - Der Puck von Berlin" lief auch im Festival-Programm. Mit ihrer schwarzen Lederkluft und dem blonden Schopf wurde sie selbst ein "Original" - und Filmemacher wie Rainer Werner Fassbinder, Lothar Lambert und Wim Wenders engagierten sie für Rollen vor der Kamera.

Schwedischer Schriftsteller Göran Palm gestorben

Palm hatte sich zeitlebens als Gesellschaftskritiker hervorgetan

Der schwedische Dichter und Schriftsteller Göran Palm ist tot. Er starb im Alter von 85 Jahren, wie sein Verleger Björn Eklund sagte. "Er war nicht dramatisch krank, aber er hatte Probleme zu atmen." Palm hatte sich in seiner Heimat über Jahrzehnte vor allem als Schriftsteller und Gesellschaftskritiker hervorgetan, war aber auch als Übersetzer und Journalist tätig. "Seine Bücher sind in einer klaren und einfachen Sprache geschrieben und machten ihn zu einer literarischen Inspiration für die schwedische 68er-Generation", schrieb die Tageszeitung "Dagens Nyheter" über Palm. Unter anderem veröffentlichte der Schwede in den 70er Jahren zwei Bücher, in denen er seine Erfahrungen als Arbeiter in einer Fabrik des Telekommunikationsunternehmens LM Ericsson beschrieb.

Okwui Enwezor verlängert als Chef im Haus der Kunst

Neuer Vertrag gilt ab dem 1. Oktober 2016 und läuft für fünf Jahre

Okwui Enwezor bleibt für weitere fünf Jahre Direktor des Hauses der Kunst in München. Das bayerische Kabinett gab grünes Licht für die Vertragsverlängerung, wie Kunstminister Ludwig Spaenle (CSU) mitteilte. Der neue Vertrag gilt ab dem 1. Oktober 2016 und läuft für fünf Jahre. "Okwui Enwezor ist einer der herausragenden Kuratoren für zeitgenössische Kunst weltweit", sagte Spaenle. "Wie kaum ein anderer ist er in der europäischen und außereuropäischen Kunstszene verankert und hat so den Horizont der europäischen Gegenwartskunst um eine globale Perspektive erweitert." Der aus Nigeria stammende Enwezor ist seit 2011 als Nachfolger von Chris Dercon Chef im Haus der Kunst. Er war künstlerischer Leiter der 56. Biennale in Venedig 2015 und der Documenta 11 in Kassel 2002.

Nürnberg erhält 143 Dürer-Originale

Millionenschweres Kunst-Geschenk der Industriellenfamilie Diehl

Originalwerke des berühmtesten Sohnes der Stadt waren in Nürnberg bislang Mangelware. Eine private Schenkung schafft nun Abhilfe. 143 sehr gut erhaltene Kupferstiche, Radierungen und Holzschnitte wurden von der Nürnberger Industriellenfamilie Diehl übergeben. Acht Jahre nach dem Tod des Nürnberger Unternehmers Karl Diehl schenkte die Familie nun dessen bedeutende Kunstsammlung der Stadt. Der Bestand habe eine Qualität, die den Vergleich mit den großen Museen der Welt nicht scheuen müsse, betonte der Kunsthistoriker und Dürer-Spezialist Thomas Schauerte. "Ich habe bislang viel zu Dürer ohne Dürer machen müssen. Diese sauren Zeiten sind jetzt vorbei", sagte er. Ausgewählte Exemplare der Sammlung werden vom 15. April bis zum 17. Juli im Albrecht-Dürer-Haus in einer Sonderausstellung zu sehen sein. Kunsthistoriker schätzen, dass der Wert der Sammlung im siebenstelligen Bereich liegt. Mit der Stadt sei ein "Ewigkeitsvertrag" abgeschlossen worden, wonach die Werke niemals weitergegeben oder veräußert werden dürfen.

Led Zeppelin muss wegen Plagiatsvorwürfen vor Gericht

Kläger ist Nachlassverwalter des Gitarristen der Band Spirit

Die britische Rockband Led Zeppelin muss ihren Welthit "Stairway to Heaven" vor einem US-Gericht gegen Plagiatsvorwürfe verteidigen. Der Nachlassverwalter des Gitarristen der Band Spirit, Randy Wolfe, wirft Led Zeppelin vor, von Wolfes Song "Taurus" abgekupfert zu haben, wie die "Washington Post" berichtete. Die beiden Bands seien in den 1960er Jahren gemeinsam aufgetreten. Es bestehe genügend Ähnlichkeit zwischen den beiden Songs, um die Entscheidung einer Jury zu übergeben, befand der zuständige Richter. Die Klage richtet sich allerdings nur gegen Led-Zeppelin-Sänger Robert Plant und den Gitarristen Jimmy Page, die den Song gemeinsam geschrieben haben. Der Bassist und Keyboarder John Paul Jones soll nicht beteiligt gewesen sein. Der Prozess beginnt am 10. Mai.

Modigliani-Gemälde von Staatsanwalt beschlagnahmt

Schweizer Fahnder schlugen nach Enthüllungen durch Panama Papers zu

Ein Gemälde von Amedeo Modigliani ist in Genf laut einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung" beschlagnahmt worden. Nach vorausgegangenen Recherchen eines internationalen Journalistenteams, darunter Reporter der Süddeutschen Zeitung, lagerte im Freeport Modiglianis Porträt eines sitzenden Mannes. Es war vom jüdischen Kunstsammler Oscar Stettiner 1939 auf der Flucht vor den Nazis in Paris zurückgelassen worden. Der Enkel Stettiners, Philippe Maestracci, hatte die Kunstsammlerfamilie Nahmad 2011 in den USA auf Herausgabe verklagt. Die Familie behauptete daraufhin, das Gemälde sei im Besitz der panamaischen Firma International Art Center S.A. Die Recherche der Journalisten in den Panama Papers zeigte nun, dass diese Firma offenbar Davide Nahmad gehört. Das Gemälde wurde in einem der Räume der Firma Rodolphe Haller gefunden, einem der größten Mieter des Freeports.

Wolfgang-Hahn-Preis geht an Huang Yong Ping

Der mit 100000 Euro dotierte Preis wird in Form von Werkankäufen ausgezahlt

Erstmals seit mehr als 20 Jahren geht der mit 100 000 Euro dotierte Wolfgang-Hahn-Preis wieder an einen Künstler außerhalb Europas oder Nordamerikas. Geehrt wird Huang Yong Ping, der 1954 in China geboren wurde und seit 1989 in Paris lebt. Das Besondere sei, dass man ihn weder auf den einen noch auf den anderen Kulturkreis festlegen könne, sagte der Direktor des Kölner Museums Ludwig, Yilmaz Dziewior. Der hochdotierte Preis der Gesellschaft für Moderne Kunst am Museum Ludwig wird in Form von Werkankäufen ausgezahlt. "Wir schätzen uns glücklich, dass Huang Yong Ping die Erwerbung seiner Arbeit "Memorandum" von 2004 ermöglicht", teilte die Gesellschaft mit. Aus Anlass der Preisvergabe zeigt das Museum Ludwig vom 13. April bis zum 28. August eine kleine Ausstellung mit Werken von Huang aus den Jahren 1983 bis 2004.

Türkischer Sender zeigte bizarren Beitrag zu Böhmermann

Reporter von "A-Haber" versuchte unangemeldet in ZDF-Zentrale zu gelangen

Mit einem bizarren Fernsehbeitrag hat der Erdogan-nahe türkische Sender A Haber auf das Schmähgedicht des ZDF-Satirikers Jan Böhmermann reagiert. Ein A-Haber-Reporter versucht dabei in Mainz, unter Berufung auf die Pressefreiheit mit laufender Kamera auf das Gelände der ZDF-Zentrale zu gelangen. Dass dem türkischen Team der Zutritt nicht gestattet wird, soll als Beleg für den schlechten Zustand der Pressefreiheit in Deutschland dienen. Dem ZDF wird vorgeworfen, dass ein Sender-Verantwortlicher, der offenbar gerade mit einem Übersetzer über die ungebetenen Besucher spricht, dabei abwechselnd seine Hände in den Hosentaschen hat und gestikuliert. Der Reporter verurteilt das als "flegelhaft" und fragt die Zuschauer: "Benimmt man sich so gegenüber einem Gast?" Die Analyse liefert der Journalist den Zuschauern zu Hause gleich mit: "Sie sehen also den Punkt, an dem die Pressefreiheit in Deutschland angekommen ist." Der Reporter spricht in dem bereits am Samstag ausgestrahlten Beitrag, als würde er nicht aus Mainz, sondern unter persönlicher Gefahr aus einem Krisengebiet berichten.

Experte hält gefundenen Caravaggio für echt

Gemälde wurde bereits 2014 durch Zufall entdeckt

Beim dem bereits 2014 durch Zufall auf einem Dachboden gefundenen Bild "Judith und Holofernes" handle es sich um einen "echten" Caravaggio, sagte der französische Gutachter Eric Turquin in Paris. Das französische Kulturministerium hatte kürzlich eine Ausfuhrgenehmigung für das Ölgemälde verweigert, weil es von dem italienischen Barockmaler stammen könnte. Ein Auktionshaus beauftragte Eric Turquin nach dem Fund mit einem Gutachten. "Dieses Licht, diese für Caravaggio typische Energie, keine Korrekturen, die sichere Hand und das Bildmaterial zeigen, dass dieses Gemälde echt ist", sagte Turquin nun bei einer Pressekonferenz. Zugleich warnte der Experte, es werde über das Bild "mehr Kontroversen als Gutachten" geben. Experten sind geteilter Meinung, ob das Gemälde wirklich von dem als Caravaggio bekannten Maler Michelangelo Merisi stammt.

Nachrichtenportal "Watson" bekommt neuen Chef

Mitgründer und Chefredakteur Hansi Voigt verlässt das Unternehmen

Das Schweizer Nachrichtenportal "Watson" stellt sich an der Spitze neu auf. Mitgründer, Geschäftsführer und Chefredakteur Hansi Voigt verlässt das Unternehmen. Der Verwaltungsrat und der 52-jährige Voigt hätten sich nicht auf einen gemeinsamen Weg und eine neue Führungsstruktur für die nächste Phase einigen können, teilte Verleger Peter Wanner mit. Voigt und Wanner, Chef der AZ Medien, hatten 2014 das Newsportal aus der Taufe gehoben. Es hatte sich schnell in der Schweizer Medienlandschaft etabliert, ist aber noch von der Gewinnschwelle entfernt. Voigt kam von "20minuten.ch". Neuer Geschäftsführer wird Verlegersohn Michael Wanner. "Weil ich vom langfristigen Erfolg von Watson überzeugt bin, werde ich weiter in den Ausbau des Portals investieren", versicherte Peter Wanner.

Außenamt zweifelt an Strafverfahren gegen Böhmermann

Türkischer Präsident hat zusätzlich als Privatperson Strafantrag wegen Beleidigung gestellt

Im Auswärtigen Amt wird ein mögliches Strafverfahren gegen den Satiriker Jan Böhmermann kritisch gesehen. "Wir sind skeptisch, ob das Strafrecht der richtige Weg sein kann", verlautete aus dem Umfeld von Außenminister Frank-Walter Steinmeier. Die Türkei verlangt, dass der ZDF-Moderator wegen eines "Schmähgedichts" über Staatschef Recep Tayyip Erdogan strafrechtlich verfolgt wird. Die Bundesregierung prüft deshalb derzeit, ob sie die Staatsanwaltschaft ermächtigt, Böhmermann wegen Beleidigung eines Staatsoberhaupts zu verfolgen. "Von einer Hängepartie hat niemand etwas", hieß es aus dem Außenministerium. Erdogan hat zudem in Mainz, dem Sitz des ZDF, als Privatperson einen Strafantrag wegen Beleidigung gestellt.

Petrenko tritt im Herbst beim Musikfest Berlin auf

Dirigent ist mit dem Bayerischen Staatsorchester zu Gast

Der designierte Chefdirigent der Berliner Philharmoniker, Kirill Petrenko, macht eine erste Stippvisite in seinem künftigen Konzerthaus. Der 44-Jährige ist im September mit dem Bayerischen Staatsorchester beim Musikfest Berlin 2016 zu Gast, wie die Veranstalter mitteilten. Etwa 20 Orchester, Ensembles und viele Solisten treten bei dem Festival vom 2. bis 20. September auf. Petrenko wird mit dem Bayerischen Staatsorchester am 14. September in der Philharmonie unter anderem György Ligetis "Lontano" spielen. Petrenko soll 2019 in Berlin anfangen, vorübergehend dann mit doppeltem Engagement, denn auch der Bayerischen Staatsoper bleibt er in jener Saison noch erhalten.

Bayerische Kabarettisten solidarisch mit Böhmermann

In Beiträgen für die "Passauer Neue Presse" äußern sich bayerische Kollegen über Böhmermanns Schmähgedicht

Bayerische Kabarettisten zeigen sich solidarisch mit Jan Böhmermann. "Ich stehe völlig auf der Seite von Böhmermann", sagte der langjährige Fastenprediger auf dem Nockherberg, Michael Lerchenberg, der "Passauer Neuen Presse" (PNP). "Es gibt die Freiheit der Kunst", betonte er. Böhmermann hatte mit einem Schmähgedicht auf den türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan dessen Unmut auf sich gezogen und wurde inzwischen von Erdogan persönlich wegen Beleidigung angezeigt. Böhmermann hatte in seinem Gedicht beleidigende Formulierungen benutzt, um - wie er selbst erläuterte - die Unterschiede zwischen in Deutschland erlaubter Satire und verbotener Schmähkritik deutlich zu machen. Der Passauer Kabarettist Sigi Zimmerschied kritisierte in der PNP den "Menschenrechtslehrling" Erdogan und betonte: "Satire darf alles." Wolfgang Krebs, Imitator von Politikern wie Edmund Stoiber, Markus Söder und Horst Seehofer, sagte in seiner Paraderolle als Stoiber in einem Facebook-Video: "Beleidigen Sie weiter, Herr Böhmerwald! Meinen Segen haben Sie! Verteidigen Sie die Demokratie und zusätzlich auch noch Bayern! Ich bin Jan Böhmermann."

Volker Schlöndorff erhält französischen Filmpreis

Henri-Langlois-Filmpreis für Gesamtwerk

Starregisseur Volker Schlöndorff hat den französischen Henri-Langlois-Filmpreis bekommen. Der deutsche Filmemacher erhielt die Auszeichnung für sein Gesamtwerk am Montagabend in Paris. "Schlöndorff ist einer der bedeutendsten Regisseure Deutschlands. Als Meister der Verfilmung literarischer Werke beherrscht er wie kaum ein anderer die Kunst des Erzählens", sagte der künstlerische Direktor Stephen Melchiori. Der Henri-Langlois-Filmpreis ist nach dem Gründer der französischen Cinémathèque benannt. Die Auszeichnung wurde erstmals 2006 vergeben. Sie würdigt unter anderem Schauspieler, Filmkomponisten und Direktoren von Filmmuseen. Im Jahr 2011 war der Preis an die deutsche Schauspielerin Hanna Schygulla gegangen.

Münchner Philharmoniker in Moskau

Gergijew dirigiert Prokofjew und Bruckner

Mit Präsident Wladimir Putin unter den Zuhörern haben die Münchner Philharmoniker gemeinsam mit dem Orchester des St. Petersburger Mariinski-Theaters ein Konzert in Moskau gespielt. Im Großen Saal des Konservatoriums erklangen unter Leitung von Dirigent Waleri Gergijew am Montagabend Werke von Sergej Prokofjew und Anton Bruckner. Rund 1500 Besucher verabschiedeten die Musiker nach insgesamt drei Stunden mit Bravo-Rufen und rhythmischem Klatschen. Beide Orchester waren bereits gemeinsam aufgetreten. Gergijew hatte Putins Politik etwa während der Krim-Krise öffentlich unterstützt. Dies hatte ihm in Deutschland Kritik eingebracht.

"Legende" und "Pionier": Grönemeyer wird 60.

Kollegen würdigen den Künstler

Sein Erfolg kam spät, aber mit voller Wucht. Herbert Grönemeyer gilt vielen als der Sänger, der den Deutschen aus der Seele spricht. Erst wurde Grönemeyer als Schauspieler bekannt (1981 in "Das Boot"), dann gelang ihm auch als Musiker der Durchbruch (mit "4630 Bochum"). Am Dienstag wurde der Künstler 60 Jahre alt und viele Kollegen würdigen ihn zu seinem Geburtstag. Tim Bendzko: "Er macht sensationelle Sachen. Textlich reicht da in Deutschland nicht so viel ran." Barbara Schöneberger nennt ihn einen ihrer "absoluten Lieblingskünstler" und der frischgebackene dreifache "Echo"-Preisträger Joris meint: "Er und einige andere haben große Pionierarbeit für die deutsche Musik geleistet. Davon darf auch ich heutzutage profitieren."

Lauper und Fierstein mit Hollywood-Sternen geehrt

Für ihr Musical "Kinky Boots"

Hollywood ehrt Cyndi Lauper (62) und Harvey Fierstein (61): Für ihr Hitmusical "Kinky Boots" sind die beiden Stars des amerikanischen Showbusiness mit Sternen auf dem Walk of Fame ausgezeichnet worden. Die US-Sängerin und Songschreiberin erhielt die 2577. Plakette auf dem Hollywood Boulevard, Fierstein die 2578. - sie in der Musik-Kategorie, er in der Sparte Theater. Zur Enthüllung der zwei Sterne in Anwesenheit beider Künstler gab es reichlich Lob, Musik und Applaus.

Billboard Music Awards: Auch Deutsche nominiert

DJ Felix Jaehn und Zedd stehen auf der Liste

Die Nominierungen für die renommierten Billboard Music Awards stehen fest. Größter Favorit ist in diesem Jahr der kanadische R&B-Sänger The Weeknd (26) mit 19 Nominierungen in 16 Kategorien. Auch zwei weitere Kanadier könnten bei der Verleihung groß abräumen: Justin Bieber (22) wurde für elf, Rapper Drake (29) für zehn Preise nominiert. Bei den weiblichen Künstlern gelten Adele (27) und Taylor Swift (26) als Favoriten. Deutsche Musiker könnten auch einen Billboard Music Award bekommen. Der Produzent Zedd (26) aus Kaiserslautern ist als bester elektronischer Künstler und für das beste Dance-Album ("True Colors") nominiert, der in Hamburg geborene DJ Felix Jaehn (21) könnte mit "Cheerleader" den Preis für den bestverkauften Song einheimsen. Die Preise werden am 22. Mai in Las Vegas verliehen.

Kanye West mit Streaming-Album auf Platz eins

"The Life of Pablo" gibt es nicht als CD

Hip-Hop-Star Kanye West (38) hat mit seinem Album "The Life of Pablo" die Spitze der US-Hitparade gestürmt - obwohl es die Platte gar nicht im Handel zu kaufen gibt. Sein Erfolg beruht auf Streams der 19 Songs des Albums und zu einem kleineren Teil auf Downloads. Eine CD gibt es nicht. 99 Millionen Mal sind die Songs in der Woche vor dem 7. April gestreamt worden, hinzu kamen noch die Downloads (28 000 Einheiten), die Kanye West kurzfristig über seine Webseite angeboten und die er den Besuchern seiner Album-Show in New York mit den Tickets verkauft hatte.

Gestohlenes Artefakt kehrt nach Rom zurück

Terracotta-Fragment wurde aus Forum Romanum gestohlen und nach Deutschland verkauft

Ein antikes römisches Terracotta-Fragment, das 1961 gestohlen und von einem deutschen Archäologieliebhaber für seine Sammlung gekauft worden war, kehrt nach mehr als 50 Jahren nach Italien zurück. Das Fragment mit dem Antlitz eines menschlichen Gesichts war von Unbekannten aus dem Forum Romanum entwendet worden und später in die Privatsammlung gelangt. Die Witwe des Deutschen habe das Fundstück nach dem Tod ihres Mannes 2014 an die griechische Botschaft in Berlin geschickt - in der Annahme, dass es ursprünglich dorther stamme. Der griechische Kulturminister Aristidis Baltas habe das wertvolle Artefakt bei einem Treffen in Athen seinem italienischen Amtskollegen Dario Franceschini überreicht, teilte das Ministerium in Rom mit.

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Fazit

Solidaritätslesung für HongkongJeder ist die Revolution
Die Künstlerin Alice Kahei Yu aus Hongkong sitzt hinter einem Blumenstrauß auf dem Pflaster, sie trägt eine Sonnenbrille und auf ihrem Pullover steht "Steht Hongkong bei" (Tomas Fitzel)

Die Proteste in Hongkong gegen den wachsenden Einfluss der chinesischen Regierung finden weltweite Aufmerksamkeit und Unterstützung. In Berlin organisierte die deutsche Sektion der Schriftstellervereinigung P.E.N. eine spontane Solidaritätslesung.Mehr

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