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Kulturnachrichten

Freitag, 1. April 2016

Wolfgang-Hahn-Preis für Huang Yong Ping

Huang sei einer der wichtigsten Vertreter der chinesischen Avantgarde

Der chinesische Künstler Huang Yong Ping erhält den diesjährigen Wolfgang-Hahn-Preis des Museums Ludwig. Huang sei einer der wichtigsten Vertreter der chinesischen Avantgarde, erklärte das Museum Ludwig in Köln. Seine oft großformatigen skulpturalen Arbeiten enthielten subtile Querverweise zwischen konzeptueller, westlich geprägter und traditioneller fernöstlicher Kultur. Mit dem Wolfgang-Hahn-Preis werden seit 1994 zeitgenössische Künstler geehrt, die sich in der Kunstwelt einen Namen gemacht haben, der breiten Öffentlichkeit aber bislang wenig bekannt sind. Die Auszeichnung wird am 12. April im Museum Ludwig verliehen. Zeitgleich startet auch die Preisträgerausstellung, die bis zum 28. August Werke Huangs aus den Jahren 1983 bis 2004 zeigt. Die Gesellschaft für Moderne Kunst, der Förderverein des Museums, stellt bis zu 100.000 Euro für den Ankauf eines oder mehrerer Werke der Preisträger zur Verfügung.

Operndirektorin wechselt von Stuttgart nach Straßburg

Eva Kleinitz leitet künftig die Opéra national du Rhin

Die Vize-Chefin der Oper Stuttgart, Eva Kleinitz, wechselt als Generalintendantin an die Nationaloper in Straßburg. Die 44-Jährige übernehme am 1. September 2017 die Leitung der Opéra national du Rhin von Marc Clémeur, teilte das Staatstheater in Stuttgart mit. Die Berufung gehe auf ein Verfahren des französischen Kulturministeriums zurück. Kleinitz ist seit 2011 Operndirektorin und Vertreterin von Intendant Jossi Wieler. Seit 2013 ist sie Präsidentin von Opera Europa, einem Verband von mehr als 150 europäischen Opernhäusern und Festivals.

Museumsinsel: Richtfest für Empfangsgebäude Mitte April

Eröffnung für 2018 geplant

Mit mehrjähriger Verzögerung feiert das neue Empfangsgebäude zur Berliner Museumsinsel am 13. April Richtfest. Das teilte die verantwortliche Stiftung Preußischer Kulturbesitz mit. Ursprünglich sollte das vom britischen Stararchitekten David Chipperfield geplante Gebäude schon 2013 in Betrieb gehen. Jetzt ist die Eröffnung für 2018 geplant. Massive Schwierigkeiten mit dem Baugrund hatten mehrfach für Verzögerungen gesorgt. Die Kosten sind mit 134 Millionen Euro inzwischen auf fast das Doppelte der ursprünglichen Planung gestiegen. Das Geld kommt vom Bund, Bauherr ist die Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Die sogenannte James-Simon-Galerie soll den Zugang zu den fünf Häusern der Museumsinsel zentral regeln.

Fotograf Hutchinson erhält Stipendiumspreis

Künstlerbuch über Hip-Hop-Szene in Bangalore überzeugte die Jury

Der in Berlin lebende deutsch-irische Fotograf Paul Hutchinson wird mit dem Eberhard-Roters-Stipendium für Junge Kunst geehrt. Die mit insgesamt 15 500 Euro dotierte Auszeichnung beinhaltet ein Jahresstipendium für den 1987 geborenen Künstler. Zudem kauft die Berlinische Galerie eines seiner Werke an. Der Preis wird im Herbst von der Stiftung Preußische Seehandlung verliehen. Wie Stiftungsvorstand Walter Rasch mitteilte, überzeugte die Jury vor allem Hutchinsons Künstlerbuch über die Hip-Hop-Szene im indischen Bangalore. "Was auf den ersten Blick erscheint wie eine spontane Momentaufnahme, ist vielmehr eine sorgsame fotografische Komposition", hieß es.

Musiker Andy "Thunderclap" Newman gestorben

Newman starb mit 73 Jahren in London

Der britische Musiker Andy Newman ist im Alter von 73 Jahren gestorben. Der Pianist der Band Thunderclap Newman starb in London, wie die Band, ein enger Freund und Kollege sowie die Band The Who bestätigten. The Who-Gitarrist Pete Townshend hatte Thunderclap Newman mitgegründet. Mit dem Song "Something In The Air", der drei Wochen an der Spitze der britischen Charts stand, hatten Thunderclap Newman im Jahr 1969 ihren größten Hit. Schlagzeuger Mark Brzezicki nannte Newman ein "unbesungenes Musik-Genie", das schmerzlich vermisst werde. Es sei ihm "eine Ehre gewesen, Andy zu kennen und mit ihm zu arbeiten", schrieb er auf Facebook.

Friedrichswerdersche Kirche: Wiedereröffnung unklar

Wiederherstellung aber grundsätzlich möglich

Die Wiedereröffnung der von Bauschäden bedrohten Friedrichswerderschen Kirche in der historischen Mitte Berlins ist nicht absehbar. Senatsbaudirektorin Regula Lüscher teilte der Linken-Abgeordneten Katrin Lompscher auf eine schriftliche Anfrage hin mit, der Senat gehe zwar davon aus, dass der Schinkel-Bau wiederhergestellt werden könne. Der technische, finanzielle und zeitliche Aufwand dafür lasse sich derzeit allerdings nicht abschließend einschätzen. Die Kirche, ein einzigartiges Baudenkmal des preußischen Hofbaumeisters Karl Friedrich Schinkel (1781-1841), hat durch den Bau von Luxuswohnungen in unmittelbarer Nähe erhebliche Schäden erlitten. Sie ist seit 2012 deshalb geschlossen.

Modeschöpfer Hedi Slimane verlässt Yves Saint Laurent

Nachfolger steht noch nicht fest

Das Pariser Luxusmodehaus Yves Saint Laurent verliert seinen Kreativdirektor Hedi Slimane. Der 47-jährige Franzose wird die Leitung der legendären Marke nach vier Jahren abgeben, teilte der Yves-Saint-Laurent-Mutterkonzern Kering in Paris mit. Ein Nachfolger für den gefeierten Modeschöpfer steht noch nicht fest. Der in Paris geborene Designer mit tunesischen und italienischen Wurzeln hatte im März 2012 die Verantwortung über alle Kollektionen von Yves Saint Laurent übernommen, zuvor hatte er für Dior gearbeitet. Mit seinen androgynen Entwürfen hat Slimane, der auch ein passionierter Fotograf ist, die Männermode revolutioniert. Seine dunklen und engen Anzüge wurden von zahlreichen Marken nachgeahmt.

"Harry Potter"-Stück erscheint im Herbst auf Deutsch

Titel noch unklar

Das Textbuch zum Theaterstück "Harry Potter and the Cursed Child" (etwa: Harry Potter und das verwunschene Kind) wird im Herbst auf Deutsch im Hamburger Carlsen Verlag erscheinen. Das teilte das Unternehmen, das auch die erfolgreichen "Harry Potter"-Romane publiziert hat, mit. Der deutsche Titel und der genaue Termin würden spätestens Anfang August bekannt gegeben. Die neue Geschichte von J.K. Rowling, Jack Thorne und John Tiffany ist das erste Potter-Abenteuer, das im Original im Hinblick auf eine Bühnenfassung geschrieben wurde. Das danach entstandene Schauspiel in zwei Teilen aus der Feder von Tiffany wird am 30. Juli im Londoner West End uraufgeführt. Es erzählt von einer Zeit, in der Harry 19 Jahre älter geworden ist. Als überarbeiteter Angestellter des Zaubereiministeriums, Ehemann und Vater drei schulpflichtiger Kinder ist sein Leben noch immer schwierig. Und zusätzlich wirft die Vergangenheit ihre Schatten auf ihn und seinen Sohn Albus.

Papst-Fiat für 300.000 US-Dollar versteigert

Neuer Besitzer kommt wohl aus Kanada

Mit einem Höchstgebot von zuletzt 300.000 US-Dollar (rund 265.000 Euro) ist die Versteigerung eines von Papst Franziskus bei dessen New-York-Besuch genutzten Fiats zu Ende gegangen. Bei der vom Erzbistum New York initiierten Auktion für den Fiat 500 L auf der Auktions-Webseite Charitybuzz waren die Gebote in den vergangenen Tagen rasant in die Höhe geklettert. Kurz vor Ende der Versteigerung stand das Höchstgebot beim Zwölffachen dessen, was der Fiat beim Händler kostet. Von offizieller Seite wurde der Gewinner bislang nicht bekanntgegeben, auf Twitter meldete sich allerdings ein kanadischer Unternehmer: Er sei der "stolze Besitzer" des Papst-Fiats aus New York, schrieb er. Der Erlös der Auktion soll einer Schule und Hilfsorganisationen zugutekommen.

Noel Gallagher kritisiert junge Musiker als zu unpolitisch

"Da draußen brennt die Welt" und Adele singt "buhuu"

Der britische Musiker Noel Gallagher (48) sieht jüngere Kollegen in der Pflicht, politisch Stellung zu beziehen. "Das Letzte, was die in dem Alter wollen, ist, dass ihre Väter ihnen mit Moral kommen", sagte er der Süddeutschen Zeitung. Nur junge Menschen könnten etwas ändern, so Gallagher: "Soll ich mich mit fast fünfzig hinstellen und denen irgendwas predigen? Die lachen mich doch aus." Der frühere Oasis-Sänger findet, Künstler wie Justin Bieber, Adele oder One Direction sollten sich politisch engagieren: "Da draußen brennt die Welt, Terroristen nieten Menschen um, halb Syrien ist auf der Flucht nach Europa, das reinste Armageddon, und was macht Adele? Singt Hello, buhuu, mein Freund hat mich verlassen, schnüff." Er sei milder geworden - allerdings nur was den Umgang mit Menschen angehe, so Gallagher: "Aber wenn es um Musik geht - es läuft so viel unfassbarer, abscheulicher, grauenhafter Dreck, da hat Milde nichts verloren." Mit seiner Band High Flying Birds ist Gallagher gerade auf Welttournee.

Chinesen kaufen französischen Luxus-Modekonzern

Marken von SMCP beliebt in China

Der chinesische Textilkonzern Shandong Ruyi übernimmt die Mehrheit am französischen Luxus-Modekonzern SMCP. Angaben zum Kaufpreis wurden nicht gemacht. Insidern zufolge könnte dieser bei 1,3 Milliarden Euro inklusive Verbindlichkeiten liegen. SMCP gehört mehrheitlich dem US-Finanzinvestor KKR. Nach der Übernahme wird KKR einen Minderheitsanteil halten, genau wie die Firmengründer - die Schwestern Evelyne Chetrite und Judith Milgrom. Zu SMCP gehören die Marken Sandro, Maje und Claudie Pierlot. Das Unternehmen ist dafür bekannt, Kleider im 200-Euro-Bereich vor allem für jüngere Kunden anzubieten. Bereits jetzt greift die chinesische Mittelklasse gern bei den Kleidungsstücken zu.

Kein Vergleich zwischen Achenbach und Aldi-Familie

Gespräche werden aber fortgesetzt

Im millionenschweren Schadensersatz-Streit zwischen dem inhaftierten Kunstberater Helge Achenbach und der Familie des gestorbenen Aldi-Erben Berthold Albrecht wird es vorerst keinen Vergleich geben. "Wir haben es jetzt noch nicht geschafft", sagte Achenbachs Anwalt Urs Breitsprecher. Beide Parteien führen ihre Vergleichsgespräche aber fort. Am kommenden Donnerstag ist am Oberlandesgericht ein weiterer Termin in dem Berufungsverfahren angesetzt. Möglich wäre laut Breitsprecher, dass die Kammer das Verfahren zurück ans Landgericht verweist. Dann müsste es neu aufgerollt werden.

Mario Adorf bekommt Ehrenpreis beim Jupiter

Adorf wird für sein schauspielerisches Lebenswerk geehrt

Mario Adorf (85) soll einen Preis für sein Lebenswerk bekommen. Die Zeitschriften "Cinema" und "TV Spielfilm" wollen dem Schauspieler, der mit Werken wie "Winnetou", "Die Blechtrommel", "Kir Royal", "Rossini", "Der Schattenmann" oder "Der große Bellheim" zur Kino- und TV-Legende wurde, ihren Ehrenjupiter verleihen. Der Publikumsfilmpreis Jupiter der beiden Burda-Marken wird zum 37. Mal verliehen. "Mario Adorf hat uns alle über Jahrzehnte mit seinem Schauspiel nachhaltig beeindruckt", sagte Lutz Carstens, "TV Spielfilm"-Chefredakteur. Der Ehrenjupiter wird am 6. April in Berlin überreicht.

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Fazit

Zum Tod von Sigmund JähnDer Kosmonaut der Herzen
Sigmund Jähn, früherer Kosmonaut und erster Deutscher im Weltall, steht im Kosmonautenzentrum in Chemnitz vor dem Modell des Raumschiffes Mir. Jähn besuchte die Einrichtung aus Anlass des 40. Jahrestages der Namensgebung Kosmonautenzentrum "Sigmund Jähn". (Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa)

"Ein unglaublicher Brückenbauer" sei Sigmund Jähn gewesen, sagt Raumfahrt-Experte Dirk Lorenzen über den deutschen Raumfahrt-Pionier, der nun im Alter von 82 Jahren gestorben ist. In der Bundesrepublik hätte Jähn mehr gewürdigt werden müssen.Mehr

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