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Kulturnachrichten

Freitag, 24. April 2015

Dercon holt fünfköpfiges Künstlerteam an Berliner Volksbühne

Personalpläne

Chris Dercon startet seine Intendanz an der Berliner Volksbühne zusammen mit einem fünfköpfigen Künstlerteam. Dazu gehören der französische Tänzer und Choreograf Boris Charmatz, Filmregisseur Romuald Karmakar („Der Totmacher) und Filmemacher und Medienwissenschaftler Alexander Kluge. Ebenfalls dabei: Die deutsche Theaterregisseurin Susanne Kennedy und die dänische Choreografin Mette Ingvartsen. Das gaben Dercon und Berlins Regierender Bürgermeister und Kultursenator Michael Müller heute auf einer Pressekonferenz bekannt. Dercon wird im Sommer 2017 Frank Castorf als Volksbühnen-Chef ablösen.

Berliner Staatsballett weitet Streik aus

Ausstand wird fortgesetzt

Im Tarifkampf um das Staatsballett Berlin setzen die 72 fest angestellten Tänzer und Tänzerinnen ihre Streiks fort. Morgen wird an der Staatsoper im Schiller Theater voraussichtlich der Ballettabend "Duato/Forsyth/Goecke" ausfallen, teilte die Gewerkschaft Verdi mit. Auch am Abend soll eine Aufführung an der Deutschen Oper bestreikt werden. Die Stiftung Oper in Berlin verweigere weiterhin Gespräche über einen Haustarifvertrag, erklärte Verdi. Bei dem Vertrag geht es unter anderem um die Staffelung der Gagen, Arbeitszeit, freie Tage und den Gesundheitsschutz.

Bassbariton Quasthoff erhält Buber-Plakette

"Meister des Wortes"

Der Bassbariton Thomas Quasthoff erhält die deutsch-niederländische Martin-Buber-Plakette. Gewürdigt werde seine Art, sich für andere einzusetzen und die richtigen Worte zu finden, teilte das Kuratorium in der niederländischen Grenzstadt Kerkrade mit. Der 55-Jährige habe trotz seiner Beeinträchtigung als Contergan-Geschädigter gezeigt, dass er eine Stimme habe. Er sei ein Meister des Wortes und der Kunst. Die Martin-Buber-Plakette wird am 27. November 2015 im Rahmen des Kulturfestivals Euriade in Kerkrade verliehen. Dort wird Quasthoff mit zahlreichen Jugendlichen aus der ganzen Welt für Frieden und Vertrauen in den Dialog treten. Der Preis ist nach dem jüdischen Philosophen Martin Buber (1878-1965) benannt. Mit ihm sollen Menschen ausgezeichnet werden, die sich für Humanität und verantwortungsvolles Zusammenleben stark machen.

Gedenkfeier für Günter Grass am 10. Mai in Lübeck

Termin zum Gedenken

Die zentrale Gedenkfeier für Günter Grass soll am 10. Mai im Theater Lübeck stattfinden. Dazu wird Bundespräsident Joachim Gauck erwartet. Zugesagt haben auch Altkanzler Schröder, Bundeswirtschaftsminister Gabriel, Kulturstaatsministerin Grütters und Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Albig. Der US-Schriftsteller John Irving will die Hauptrede halten, Helene Grass und Mario Adorf wollen Passagen aus Werken des Literaturnobelpreisträgers lesen. Grass war am 13. April im Alter von 87 Jahren in Lübeck gestorben.

John Moore erhält Sony World Photography Awards

„Iris d’Or

Der US-Amerikaner John Moore hat mit seiner Bilderserie über den Ausbruch der Ebola-Epidemie in Liberia den Hauptpreis bei den Sony Photography Awards 2015 gewonnen. Der Münchner Bernhard Lang gewann den Sony Award in der Kategorie Reise mit einer Bilderserie von Sonnenanbetern unter Schirmen an der italienischen Adriaküste zwischen Ravenna und Rimini, teilten die Veranstalter in London mit. Der Hauptpreis für den Getty-Fotografen John Moore, auch „Iris d'Or genannt, ist mit 25 000 US-Dollar dotiert. Appel erhält wie Lang 5000 Dollar. Preise wurden in insgesamt 17 Kategorien vergeben. Der Hobbyfotograf Armin Appel aus Biberach setzte sich in der Offenen Kategorie mit einem Foto von einem Paraglider aus geschossenen Foto eines Schulhofes in seiner Heimatstadt gegen über 70 000 Mitbewerber durch.

Impressionismus-Expressionismus-Ausstellung in Berlin

"ImEx" ab Mai in Alter Nationalgalerie

Meisterwerke des Impressionismus und des Expressionismus im Dialog - die Berliner Nationalgalerie will beide Kunstrichtungen erstmals zusammen zeigen. Die Ausstellung "ImEx" soll vom 22. Mai bis zum 20. September in der Alten Nationalgalerie auf der Museumsinsel zu sehen sein. Insgesamt sollen mehr als 160 impressionistische und expressionistische Werke vor allem von deutschen und französischen Künstlern zu sehen sein. Etwa die Hälfte der Bilder kommt aus eigenen Beständen, die anderen sind Leihgaben. Möglich wird die Gemeinschaftsausstellung durch die Sanierung der Neuen Nationalgalerie. Weil das Haus am Potsdamer Platz derzeit geschlossen ist, können die dort untergebrachten Expressionisten mit den Impressionisten auf der Museumsinsel zusammengeführt werden.

W. Michael Blumenthal-Auszeichnung

Berliner Ehrenbürger

Der Gründungsdirektor des Jüdischen Museums Berlin, W. Michael Blumenthal, ist im Roten Rathaus zum Berliner Ehrenbürger ernannt worden. Der US-Amerikaner ist damit der 118. Ehrenbürger Berlins. Es ist die bedeutendste Auszeichnung der Stadt und wird vom Senat und dem Abgeordnetenhaus verliehen. An dem Festakt nahmen Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller und der Präsident des Abgeordnetenhauses, Ralf Wieland, teil. Blumenthal wurde 1926 in Oranienburg geboren. Mit dem Machtantritt der Nationalsozialisten emigrierte er mit seiner Familie in die USA. Von 1997 bis September 2014 war er Direktor des Jüdischen Museums Berlin. Heute ist er als Berater des Museums aktiv.

Entscheidung im Kunststreit "Mannheimer Loch"

Stadt muss Installation nicht wieder aufbauen

Die Stadt Mannheim muss die Installation "HHole for Mannheim" der Künstlerin Nathalie Braun Barends in der Kunsthalle nicht wieder aufbauen lassen. Das hat das Landgericht am Vormittag entschieden. Die Klage der Künstlerin wurde abgewiesen. Allerdings soll ihr die Stadt eine Restvergütung von 66 000 Euro für das Kunstwerk zahlen. Die Prozesskosten sollen Braun Barends zu 70, die Stadt zu 30 Prozent tragen. Die Installation zog sich durch mehrere Stockwerke eines Trakts der Kunsthalle, die teilweise neu gebaut wird. Braun Barends wollte, dass das Werk nach den Arbeiten wieder aufgebaut wird, was die Stadt jedoch ablehnte. Die Künstlerin erwägt, in die nächste Instanz zu gehen.

Österreicher gestalten Denkmal für Judenretter

"Wald der Erinnerung" auf Warschauer Ghettogelände

Die österreichische Architektin Gabu Heindl und der Wiener Künstler Eduard Freudmann haben den Internationalen Architekturwettbewerb für die Gestaltung des Denkmals zur Erinnerung an polnische Retter von Juden gewonnen. Die Jury habe sich nach langer Beratung für den von den beiden Österreichern konzipierten Wald der Erinnerung entschieden, teilte eine Sprecherin der Stiftung "Erinnerung und Zukunft" in Warschau mit. Auf dem einstigen Gelände des Warschauer Ghettos sollen rund 10 000 Espenbäume gepflanzt werden, die die unbekannte Zahl geretteter Juden symbolisieren. Das Denkmal wurde von Zygmunt Rolat initiiert, einem Holocaust-Überlebenden und erfolgreichen Geschäftsmann in den USA.

Reformations-Museum in Südbrandenburg öffnet

Altes Stadtmuseum zeigt Schlacht um Mühlberg von 1547

Ein neues Reformations-Museum in Südbrandenburg zeigt die große Schlacht bei Mühlberg im Jahr 1547. Die Dauerausstellung in der Probstei des Klosters in Mühlberg (Elbe-Elster) wird am Nachmittag eröffnet. Dazu wird auch Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) erwartet. Am Samstag öffnet das Haus für Besucher mit einem Tag der offenen Tür. Das ehemalige Stadtmuseum wurde rund drei Jahre saniert und heißt künftig "Museum 1547". Die Schau zeigt die Schlacht, bei der katholische Truppen von Kaiser Karl V. den Schmalkaldischen Bund - einen Zusammenschluss von protestantischen Fürsten und Städten - besiegten. Die Dauerausstellung steht im Kontext des Reformationsjubiläums 2017.

Zwei weitere Filme bei Filmfestspielen Cannes

Nun fünf französische Filme im Hauptwettbewerb

Das Filmfestival von Cannes hat seine Wettbewerbsliste um zwei Filme ergänzt. Zu den 17 Beiträgen, die dieses Jahr um die Goldene Palme konkurrieren, kamen zwei Filme hinzu: "Cronic" des mexikanischen Jungregisseurs Michel Franco und das Drama "The Valley of love" von Guillaume Nicloux, teilten die Organisatoren mit. Mit dem Drama des 48-jährigen Franzosen, in dem Isabelle Huppert und Gérard Dépardieu mitspielen, hat Frankreich mit fünf Filmen die meisten Beiträge im Hauptwettbewerb. Die Filmfestspiele von Cannes finden vom 13. bis 24. Mai statt.

"Shades of Grey"-Fortsetzung kommt im Februar 2017

Universal Pictures kündigt Teil Zwei und Drei an

Die Verfilmung des Erotik-Bestsellers "Fifty Shades of Grey" wird fortgesetzt. Teil Zwei der Trilogie, "Fifty Shades Darker" werde am 10. Februar 2017 veröffentlicht, gab das Filmproduktionshaus Universal Pictures auf der Filmmesse CinemaCon in Las Vegas bekannt. Teil drei, "Fifty Shades Freed", komme am 9. Februar 2018 in die Kinos. Der Auftaktfilm war in diesem Jahr am Valentinstag herausgebracht worden. Weltweit spielte er 568 Millionen Dollar (rund 525 Millionen Euro)ein und wurde damit zu einem der erfolgreichsten Streifen mit einer Altersfreigabe ab 16 Jahren. Die Hauptdarsteller Dakota Johnson und Jamie Dornan werden nach Angaben von Universal weiterhin dabei sein, während das Drehbuch für "Darker" vom Ehemann der Buchautorin E.L. James geschrieben wird.

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Fazit

Solidaritätslesung für HongkongJeder ist die Revolution
Die Künstlerin Alice Kahei Yu aus Hongkong sitzt hinter einem Blumenstrauß auf dem Pflaster, sie trägt eine Sonnenbrille und auf ihrem Pullover steht "Steht Hongkong bei" (Tomas Fitzel)

Die Proteste in Hongkong gegen den wachsenden Einfluss der chinesischen Regierung finden weltweite Aufmerksamkeit und Unterstützung. In Berlin organisierte die deutsche Sektion der Schriftstellervereinigung P.E.N. eine spontane Solidaritätslesung.Mehr

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