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Kulturnachrichten

Dienstag, 14. April 2015

Percy Sledge mit 73 Jahren gestorben

Bekannt wurde er 1966 mit "When a Man loves a Woman"

Der amerikanische Soul-Sänger Percy Sledge, geboren am 25. November 1940, erlag in seinem Haus in Baton Rouge, Louisiana, seinem Leberkrebsleiden. Das bestätigte sein Agent Steve Green. "When a Man loves a Woman" war seine erste Aufnahme. Sie macht den Krankenpfleger nicht nur international bekannt, sondern brachte ihm auch eine Goldene Schallplatte ein. Titel wie "Warm and Tender Love", "Take Time to Know Her" und "Cover Me" folgten. 2005 wurde Percy Sledge in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen

Erstmals höhere Profite mit Netzmusik als mit Tonträgern

Ermittelte der Verband der Musikunternehmen (IFPI) in London

2014 haben die Plattenfirmen weltweit erstmals mehr Geld mit digital verbreiteter Musik eingenommen als mit dem Verkauf von CDs. Die Branche geht davon aus, dass künftig das Geschäft mit Streams die Downloads deutlich überholen und der Musikkanal der Zukunft sein wird. Allerdings weist der drittgrößte Musikmarkt der Welt, nämlich Deutschland, noch immer 70 Prozent der Einnahmen durch CDs aus. In Japan wird noch mehr Musik auf Tonträgern verkauft. Insgesamt gaben die Umsätze wegen weiter zurückgehender CD-Verkäufe leicht um 0,4 Prozent auf 14,17 Milliarden Euro nach.

Studenten in Köln und Hagen zum Semesterstart verärgert über ihre Unis

35.000 Studenten erhalten Unterlagen verspätet oder fehlerhaft

Weil neue Versandsysteme der Universität Köln und der Fernuniversität Hagen nicht richtig funktionieren, haben Studenten ihre Unterlagen verspätet oder mit Fehlern erhalten. Die Materialien für Studenten der Fernuniversiät Hagen landeten zum Beginn des neuen Semesters mit einer Verzögerung von bis zu zwei Wochen im Briefkasten. An der Universität Köln führte eine Systempanne dazu, dass Computer mehrere tausend fehlerhafte Studienausweise ausstellten. Das teilten Sprecher der beiden Hochschulen mit.

Ausstellungen zur Rolle der Uni Tübingen im Nationalsozialismus

Außerdem gibt es Vorträge, Diskussionen und eine Filmreihe

70 Jahre nach Kriegsende stellt die Universität Tübingen mit mehreren Ausstellungen ihre Rolle in der NS-Zeit dar. Ziel sei es, die Universitätsgeschichte einem größeren Interessentenkreis zu vermitteln, als es die "bereits existierenden, zuweilen jedoch etwas abgelegenen Forschungsbeiträge erlauben", sagte der Leiter des Universitätsmuseums Ernst Seidl. Eine Schau über Hans Fleischhacker (1912-1992) ist ab Donnerstag zu sehen. Er hatte im Ghetto Lodz geforscht. Im Mai beginnt die Ausstellung "Forschung - Lehre - Unrecht". Geplant ist überdies, über Fritz Bauer zu berichten, der in Tübingen studiert hatte und als hessischer Generalstaatsanwalt für die juristische Aufarbeitung des Holocaust gekämpft hatte.

Gedenkfeier für Günter Grass Anfang Mai im Lübecker Theater

Ein genauer Termin steht noch nicht fest

"Wir sprechen mit der Familie und offiziellen Stellen in Berlin noch das Datum und den Ablauf der Feierlichkeiten Anfang Mai ab", sagte der Leiter des Günter-Grass-Hauses, Jörg-Philipp Thomsa. Grass habe ihm gesagt, mit einem Gedenken im Lübecker Theater einverstanden zu sein. Nina Hagen, Feridun Zaimoglu und andere Künstler werden am 26. April in Hamburg mit einer konzertanten Lesung an den Literaturnobelpreisträger erinnern. Günter Grass hatte sein Erscheinen zum fünfjährigen Bestehen des Lese-Festivals zugesagt.

Auch Harper Collins trifft Einigung mit Amazon

Das meldet "Publishers Weekly"

Eine Sprecherin von Harper Collins sagte dem Wall Street Journal, ihre Bücher werden auch in den kommenden Jahren als Printausgaben und E-Books beim Internetkonzern Amazon verfügbar sein. Der Verlag, der zum Imperium von Rupert Murdoch gehört, habe dabei das Recht, seine Preise selbst festzulegen. Nach Hachette, Simon & Schuster, Macmillan und Harper Collins ist Penguin Random House nach eigenen Angaben der einzige Großverlag, der noch keine neue Einigung mit Amazon erzielt hat.

167 Titel für den Deutschen Buchpreis 2015 eingereicht

110 Verlage haben sich beteiligt

Noch nie seit Gründung des Preises vor zehn Jahren sei die Zahl der teilnehmenden Verlage so hoch gewesen, teilte der Börsenverein des Deutschen Buchhandels mit. 90 der eingereichten Bücher stammen aus dem aktuellen Frühjahrsprogramm, 66 werden im Herbst auf den Markt kommen. Elf sind bereits im vergangenen Herbst erschienen. Weitere Titel können der Jury empfohlen werden. Die Jury wählte auf ihrer ersten Sitzung die freie Kritikerin Claudia Kramatschek zu ihrer Sprecherin. Das siebenköpfige Gremium wird jedes Jahr neu gewählt.

Bewerbungsfrist für Neubau Dessauer Bauhaus-Museum beendet

Architekten aus der ganzen Welt nahmen teil

Insgesamt wurden 815 Entwürfe für das neue Bauhaus-Museum Dessau eingereicht, teilte die Stiftung mit. Die Bewerbungsfrist war am Montag um 24.00 Uhr abgelaufen. Juroren wollen nun rund 30 herausragende Bewerber aussuchen. Der Sieger wird am 3. September gekürt. Bis 2019 - zum 100-jährigen Bestehen des Bauhauses - soll das Museum im Stadtpark fertig sein. Geplant ist eine Ausstellungsfläche von 2100 Quadratmetern. Bund und Land investieren zusammen rund 25 Millionen Euro in das Vorhaben.

Theaterfestival von Avignon in diesem Jahr im Zeichen Shakespeares

Eröffnet wird mit "König Lear" im Ehrenhof des Papstpalastes

Das Theaterfestival von Avignon ehrt dieses Jahr William Shakespeare. "König Lear" wird von Hausherr Olivier Py inszeniert. Insgesamt werden vom 4. bis zum 25. Juli mehr als 35 Theater- und Tanzaufführungen gezeigt. Dazu gehört auch Thomas Ostermeiers "Richard III"-Inszenierung mit Lars Eidinger in der Titelrolle. Insgesamt stehen vom 4. bis zum 25. Juli mehr als 35 Theater- und Tanzaufführungen auf dem Programm. Wegen des reduzierten Budgets ist das Festival in diesem Jahr zwei Tage kürzer als gewöhnlich. 2014 mussten wegen eines Streiks der Kulturschaffenden mehrere Aufführungen gestrichen werden.

Istanbuler Filmfestival wegen Eklat um kurdische Doku ohne Wettbewerb

Veranstalter unterstützten die Entscheidung von Filmemachern

Der Wettbewerb und die Abschlussgala des alljährlichen Istanbul Film Festivals ist nach dem Boykott mehrerer Regisseure wegen staatlicher "Zensur" abgesagt worden. 23 Regisseure hatten ihre Beiträge zurückgezogen, teilte die Festivalleitung mit. Zuvor hatten mehr als hundert türkische Filmemacher in einem offenen Brief erklärt, das Filmfest aus Protest zu boykottieren. In dem Schreiben warfen sie der türkischen Regierung "Unterdrückung und Zensur" vor. Diese hatte zuvor angeordnet, dass die Dokumentation "Bakur" ("Norden"), die vom Alltag in der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK handelt und auch einige ihrer Funktionäre zu Wort kommen lässt, nicht auf dem Festival gezeigt werden darf. Als Grund wurde angegeben, dass dem Film ein Zertifikat für die Registrierung fehlte.
"Die Entscheidung, den Film zu verbieten, wurde vor langer Zeit getroffen", glaubt Regisseur Zeki Demirkubuz. Der diesjährige Vorsitzende der Jury für den internationalen Wettbewerb, Rolf de Heer, sagte, die Jurymitglieder hätten sich von ihrem Posten zurückgezogen, da sie in der Anordnung der Regierung "einen Angriff auf die Meinungsfreiheit" sähen. Das Kulturministerium in Ankara wies den Vorwurf der Zensur als "haltlos" zurück und nannte die Entscheidung der Festivalleitung zur Absage des Wettbewerbs "verantwortungslos".

Europäisches Kulturerbesiegel für Münster und Osnabrück

Morgen erfolgt die offizielle Auszeichnung in Brüssel

Die historischen Rathäuser von Münster und Osnabrück sind die ersten deutschen Orte mit europäischem Kulturerbe-Status, teilte die Kultusministerkonferenz mit. Beim offiziellen Festakt in Brüssel werden insgesamt 16 Stätten aus zehn Ländern ausgezeichnet. Auch das Hambacher Schloss bei Neustadt an der Weinstraße erhält das Europäische Kulturerbe-Siegel als "Stätte des Westfälischen Friedens". Die Auszeichnung soll Städte und Orte würdigen, die die europäische Einigung und die Geschichte der EU symbolisieren. Das Kulturerbe-Siegel soll künftig alle zwei Jahre für maximal eine Stätte pro EU-Mitgliedsstaat vergeben werden. Die Oberbürgermeister von
Münster und Osnabrück werden am 15. Mai die entsprechenden Plaketten an den beiden Rathäusern anbringen.

Manuskript von Alan Turing für fast eine Million Dollar verkauft

Die Auktion in New York dauerte nur zwei Minuten

Ein Notizbuch des britischen Mathematikers und Nazi-Code-Knackers Alan Turing ist für 950.000 Euro unter den Hammer gekommen. Der neue Besitzer will anonym bleiben, teilte das Auktionshaus Bonhams mit. Das 56seitige Manuskript war Mitte der 40er Jahre entstanden und enthält Aufzeichnungen über Grundlagen der Mathematik und Computerwissenschaft. Es gehörte zu einer Reihe von Unterlagen, die Turing einem engen Freund vermacht hatte. Dieser hütete die Papiere bis zu seinem Tod. Turings Biograph Andrew Hodges betonte, das Notizbuch habe besonderen Wert, da Turing sehr geizig mit Worten gewesen sei. Eine der wenigen erhaltenen, voll funktionstüchtigen Enigma-Maschinen wechselte für 269.000 Dollar den Besitzer.

Rostocker Bürgerschaft: Latchinian soll Intendant bleiben

Oberbürgermeister Methling will Beschluss "prüfen"

Sewan Latchinian soll nach dem Willen der Rostocker Bürgerschaft Intendant des Volkstheaters bleiben. Sie wies am Abend mit deutlicher Mehrheit den parteilosen Oberbürgermeister Roland Methling an, diesen Beschluss umzusetzen. Der Hauptausschuss der Bürgerschaft hatte Latchinian Ende März nach einem umstrittenen Vergleich der Theaterpolitik des Landes mit Kulturzerstörungen der Terrormiliz Islamischer Staat gekündigt. Methling hat nun zwei Wochen Zeit, den Beschluss umzusetzen oder in Widerspruch zu gehen.

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Solidaritätslesung für HongkongJeder ist die Revolution
Die Künstlerin Alice Kahei Yu aus Hongkong sitzt hinter einem Blumenstrauß auf dem Pflaster, sie trägt eine Sonnenbrille und auf ihrem Pullover steht "Steht Hongkong bei" (Tomas Fitzel)

Die Proteste in Hongkong gegen den wachsenden Einfluss der chinesischen Regierung finden weltweite Aufmerksamkeit und Unterstützung. In Berlin organisierte die deutsche Sektion der Schriftstellervereinigung P.E.N. eine spontane Solidaritätslesung.Mehr

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