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Kulturnachrichten

Samstag, 11. April 2015

Abschied von Regisseur Helmut Dietl

Trauerfeier in München

Knapp zwei Wochen nach dem Tod von Helmut Dietl haben heute alle Münchner die Gelegenheit, sich von dem beliebten Regisseur zu verabschieden. Dietl wurde durch Fernsehserien wie "Monaco Franze" und die "Münchner Geschichten" berühmt. Bereits gestern hatten Freunde und Weggefährten auf dem Münchner Nordfriedhof Abschied genommen. Etwa 200 prominente Gäste waren zu der Trauerfeier gekommen, die strikt geheim gehalten worden war. Unter den Gästen waren auch die Schauspieler Heiner Lauterbach, Uwe Ochsenknecht und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter. Helmut Dietl war am 30. März an den Folgen von Lungenkrebs gestorben.

Grüne fordern längere Öffnungszeiten in Museen

Viele Berliner Museen schließen schon um 18 Uhr

Die Kulturexpertin der Berliner Grünen, Sabine Bangert, hat sich für längere Öffnungszeiten in den Museen ausgesprochen. "Wenn Berlin wirklich Weltstadt sei will, sollten auch die Museen etwas besucherfreundlicher werden", sagte Bangert. Derzeit haben die Staatlichen Museen in Berlin nur bis 18.00 Uhr auf, lediglich am Donnerstag können die Besucher bis 20.00 Uhr bleiben. Die Landesmuseen schließen zum Teil noch früher. Eine flexiblere Regelung sei nicht nur im Interesse hunderttausender Touristen, sondern vor allem auch mit Rücksicht auf die berufstätigen Berliner nötig. Dennoch müsse es für das Personal insgesamt bei einer vertretbaren Belastung bleiben. Zudem kritisierte Bangert die gleichzeitige Schließung mehrerer publikumsträchtiger Häuser. "Es kann doch nicht angehen, dass der Pergamon-Saal, die Neue Nationalgalerie, das Georg Kolbe Museum und die Berlinische Galerie alle gleichzeitig saniert werden", sagte sie. Als Ersatzstandort für die Neue Nationalgalerie schlägt Bangert den früheren Flughafen Tempelhof vor.

Römischer Grenzabschnitt soll Weltkulturerbe werden

NRW, Rheinland-Pfalz und drei niederländische Provinzen bereiten Antrag vor

Deutsche und Niederländer wollen den nördlichen Grenzabschnitt des römischen Reiches, den niedergermanischen Limes, zum Weltkulturerbe machen. Die bereits bestehende Welterbestätte "Grenzen des Römischen Reiches" solle entsprechend erweitert werden. Dazu wollen die Partner am kommenden Donnerstag in Bonn eine gemeinsame Vereinbarung unterzeichnen, wie das nordrhein-westfälische Ministerium für Stadtentwicklung mitteilte. Die Niederlande sollen die Bewerbung einreichen. Bis die Vorbereitungen abgeschlossen sind, könnten aber nach Einschätzung von Fachleuten noch einige Jahre vergehen. Der 385 Kilometer niedergermanische Limes reichte von der niederländischen Nordsee in Katwijk aan Zee bis ins rheinland-pfälzische Remagen. Teile Deutschlands und der Niederlande lagen vor 2000 Jahren im Römischen Reich. Der Limes sei ein besonders beeindruckendes Beispiel dieser gemeinsamen Vergangenheit mit Kastellen, Schiffen, Wegen und Siedlungen entlang des Rheins.

Jeder wird sich Karte für Elbphilharmonie leisten können

Der Intendant will ein Haus für alle

Christoph Lieben-Seutter, der Intendant der Elbphilharmonie, will das Konzertgebäude im Hamburger Hafen zu einem Haus für alle machen. "In der Elbphilharmonie wird sich jeder eine Karte leisten können", sagte Lieben-Seutter in einem Interview mit der Zeitung "Die Welt". "Wir als Hamburg Musik werden keinen Preissprung machen, nur weil die Elbphilharmonie da ist." Bei den anderen Veranstaltern werde es höchstens kleine Anpassungen geben. Lieben-Seutter bekräftigte, dass die Elbphilharmonie nach dann zehnjähriger Bauzeit am 11. Januar 2017 eröffnet werden soll. Mitte Januar hatte Bürgermeister Olaf Scholz dieses Datum bekanntgegeben. Ursprünglich sollte das Konzerthaus bereits 2010 eröffnet werden. Der Termin wurde jedoch mehrfach verschoben. Parallel zu den Verzögerungen explodierten auch die Kosten für das Konzerthaus. Sie stiegen seit dem Spatenstich im Frühjahr 2007 von ursprünglich geplanten 77 Millionen Euro auf inzwischen 789 Millionen Euro.

Philologenverband sieht Abitur "entwertet"

Die Prüfungen seien leichter, als früher

Der Deutsche Philologenverband sieht das Abitur "entwertet", wenn mehr als 50 Prozent eines Jahrgangs die Reifeprüfung machen. "Studien unter anderem in Nordrhein-Westfalen oder Hamburg belegen: Die Qualität des Abiturs hat gelitten." Das sagte der Verbandsvorsitzende Heinz-Peter Meidinger in einem Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Hinter einer Studienberechtigung müsse immer auch die Studienbefähigung stehen, mahnte der Oberstudiendirektor. "Wir haben die berufliche Förderung vernachlässigt". Die Folge sei, dass Akademiker mit einem mittelmäßigen Abschluss, speziell in Sozial- und Geisteswissenschaften oder auch in Jura, nur schlecht bezahlte Stellen fänden. Dagegen klage das Handwerk über einen Mangel an Lehrstellenbewerbern. "Ein Maurerlehrling bekommt mittlerweile genau so viel Gehalt wie ein Lehramts-Referendar. Das illustriert die Fehlsteuerung", sagte Meidinger.

ZDF plant Comeback für "Literarisches Quartett"

Ein prominenter Kandidat für die Sendung sei Harald Schmidt

Das ZDF will nach einem Bericht des "Spiegel" noch in diesem Herbst eine Neuauflage des "Literarischen Quartetts" starten.
Programmdirektor Norbert Himmler rede derzeit noch mit Literaturkritikern, Autoren und Verlegern, die bei der Bücherdebatte dabei sein sollen. Der Ex-Late-Night-Talker Harald Schmidt sei von der Idee angetan, habe sich aber noch nicht entschieden. Ob die Wiederbelebung des TV-Klassikers exakt nach dem Vorbild des Format-Erfinders Marcel Reich-Ranicki erfolgt, ist laut Bericht noch nicht geklärt. Reich-Ranicki hatte meist zu einer festen Dreierrunde jeweils einen Gast eingeladen. Denkbar sei auch, diesmal ein festes Quartett zu benennen. Das "Literarische Quartett" lief von 1988 bis 2001 im ZDF. In der Spitzenzeit erreichte die Sendung bis zu 1,5 Millionen Zuschauer. Eine Pilotfolge der neuen Büchershow soll in den nächsten Wochen gedreht werden.

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