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Kulturnachrichten

Dienstag, 7. April 2015

Deutsche Rektorin für Wiener Musik-Uni

Erste Frau an der Spitze der Hochschule

Die deutsche Musikwissenschafterin Regula Rapp leitet künftig die Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Sie tritt ihr Amt am 1. Oktober an. Derzeit ist Rapp Rektorin der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart. Die 53-jährige ist sehr erfahren im Hochschulmanagement. Von 2005 bis 2012 leitete sie bereits die Hochschule für Alte Musik in Basel. Neben ihrer Lehr- und Forschungstätigkeit war Rapp auch als Dramaturgin tätig. Sie arbeitete als Chefdramaturgin und Mitglied des Leitungsteams an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin sowie als Gastdramaturgin an der Oper Zürich und bei den Salzburger Festspielen.

Wird die Weserburg kaputtgeschrumpft?

Neues Gutachten für Bremer Museum für moderne Kunst vorgestellt

Helmut Friedel, der frühere Direktor des Münchener Lenbachhauses und jetzige Intendant des Frieder-Burda-Museums in Baden-Baden hat heute seine Empfehlungen für die Zukunft der Weserburg vorgestellt. Der Stiftungsrat hatte ihn um inhaltlich-konzeptionelle Expertise gebeten. Museumsdirektor Peter Friese zeigte sich im Deutschlandradio Kultur zunächst erleichtert, dass ihn sein Kollege im bisher eingeschlagenen Kurs bestätigt. Man wolle junge Sammlungen vorstellen, das Haus grundsätzlich verjüngen und Kunst mit politischen, philosophischen und ästhetischen Überzeugungen zeigen. Friese möchte am wissenschaftlichen Anspruch des Museums festhalten. Allerdings bestünde nach wie vor die Gefahr, dass das Haus seinen Museumsstatus verliere und somit zu einem beliebigen Ausstellungszentrum werden würde. "Dann könnte man dort auch Motorräder ausstellen", sagte Friese im Deutschlandradio Kultur. Die räumliche Verlegung der Weserburg sei noch nicht vom Tisch, aber das neue Gutachten plädiere dafür, das Museum am jetzigen Standort zu belassen. "Wir haben im Moment 6000 Quadratmeter Gesamtfläche, davon 5000 Quadratmeter Ausstellungsräume. Wenn wir tatsächlich, wie es in dem Gutachten steht, auf ein Viertel der Gesamtfläche reduziert werden müssen, dann kann unser Anspruch nicht mehr erfüllt werden."

Länder sollen in Hochschulen investieren

Appell der Bundesbildungsministerin

Der Bund nimmt den Ländern seit Jahresbeginn die Bafög-Kosten ab. Doch Bundesbildungsministerin Johanna Wanka mahnt, dass die freigewordenen 1,2 Milliarden Euro nicht -wie vereinbart- zu 100 % in den Hochschulsektor fließen. Mit der freigewordenen Summe könne man „über 10.000 neue Professoren-Stellen schaffen". Doch es gäbe Länder, „die Null Euro in die Hochschulen geben." Bislang investieren nur Hessen, Bayern und Sachsen das Geld komplett in den Hochschulbereich. Andere Bundesländer stecken es z.B. in den Ausbau von Kitas.

Kein Geld für Kultur in Serbien

Nationaltheater in Belgrad sagt Ballettvorstellungen ab

Obwohl das wichtigste Theater im Land den Antrag auf die übliche Förderung durch das Kulturministerium eingereicht habe, seien die Gelder ausgeblieben, heißt es in einer Mitteilung des Nationaltheaters. In Serbien sind wegen der schlechten Finanzlage die wichtigsten Kultureinrichtungen zum Teil seit über zehn Jahren geschlossen. Dazu gehören das Nationalmuseum und das Museum für Moderne Kunst in der Hauptstadt Belgrad.

Magdeburger Reiter war bunt

Farbreste belegen Vermutungen

Restauratoren des Kulturhistorischen Museums Magdeburg hatten die Sandsteinskulptur "Magdeburger Reiter" seit Dezember 2014 untersucht. Ihre nun vorgelegten Untersuchungsergebnisse belegen, dass das um 1250 entstandene Reiterdenkmal vor seiner Vergoldung im 17. Jahrhundert blau, grün, rot und weiß gewesen sein muss, so Museumsdirektorin Gabriele Köster. "Solch eine bunte Färbung war typisch für das 13. Jahrhundert", so Köster. Farben wie das Azuritblau seien sehr wertvoll gewesen.

Düsseldorfer Schauspielhaus muss wieder saniert werden

Ausweichquartier für mehrere Monate

Im Düsseldorfer Schauspielhaus müssen die veraltete Lüftungs- und Heizungstechnik sowie die Rohrleitungssysteme grundsaniert werden. Als Ersatzbühne soll von Januar bis Herbst 2016 die Probebühne Central nahe des Hauptbahnhofs dienen, sagte der Düsseldorfer Kulturdezernent Hans-Georg Lohe. Das Schauspielhaus werde "etwas später als geplant" zur Spielzeit 2016 wieder öffnen. Der neue Intendant Wilfried Schulz soll zum 1. November 2016 -wie geplant- im Großen Haus am Gustaf-Gründgens-Platz beginnen.

Ausstellung in der Gedenkstätte des KZ-Buchenwald

70 Jahre nach der Befreiung

Am 11. April wird in der Gedenkstätte des ehemaligen KZ-Buchenwald bei Weimar eine Ausstellung eröffnet, die Medaillen und Gravuren des französischen Häftlings Pierre Provost (1895- 1986) zeigt. Goethe-Eiche, Stacheldrahtzaun, Holzbaracken und Lagertor sind die millimeterkleinen Gravuren - mit bloßem Auge sind sie kaum zu erkennen. "Mit seiner Kunst - den Skizzen und Gravuren - fand Provost die Lebenskraft, psychisch zu überstehen, worauf keiner der Häftlinge vorbereitet gewesen war", sagte die Leiterin der Kunstsammlungen der KZ-Gedenkstätte Buchenwald, Sonja Staar. Die Ausstellung ist ein Projekt der Vereinigung der französischen Buchenwald-Häftlinge, des Musee de la Résistance nationale und der Tochter des Künstlers, Gisèle Provost. Die Arbeiten sind bis zum 30. August in Weimar zu sehen.

Musical- Schauspielerin Julie Wilson gestorben

Kabarettsängerin wurde 90 Jahre alt

Nach zwei Schlaganfällen in den vergangenen Tagen ist die Musica-Schauspielerin und Sängerin Julie Wilson gestern in New York gestorben. Das teilte ihr langjähriger Begleiter Christopher Denny mit. Wilson wurde am 21. Oktober 1924 in Omaha im US-Bundesstaat Nebraska geboren. Ihren größten Erfolg auf der Musical-Bühne feierte sie mit ihrer Rolle als «Flo» im Broadway-Stück «Legs Diamond» von Peter Allen, das 1988 Premiere feierte. Für ihre Leistung wurde sie für einen Tony Award nominiert, dem wichtigsten amerikanischen Theaterpreis. Vor allem tat sie sich mit Songs von Stephen Sondheim, Kurt Weill, Jerome Kern und Cole Porter hervor. Zu ihren bekanntesten Alben zählen "My Old Flame", "Live From the Russian Tea Room" und "Julie Wilson at the St. Regis".

Proteste nach Absetzen von Richard Wagners "Tannhäuser" in Russland

Wiederaufnahme des Stückes und Rücktritt des Kulturministers gefordert

Nach dem Absetzen einer Inszenierung von Richard Wagners "Tannhäuser" haben in der russischen Stadt Nowosibirsk etwa 2500 Menschen gegen "Kirchenradikalismus" und Zensur protestiert. Die Demonstranten forderten die Wiederaufnahme des von der orthodoxen Kirche kritisierten Stücks und den Rücktritt von Kulturminister Wladimir Medinski, wie die Agentur Interfax am Montag meldete. Auch der neue Operndirektor Wladimir Kechman müsse abtreten. Er hatte das Stück von Regisseur Timofej Kuljabin vor kurzem abgesetzt. Der Skandal in der Millionenstadt gilt als beispiellos in Russland. Menschenrechtler und Künstler werfen dem Kulturministerium Zensur vor.

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