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Kulturnachrichten

Samstag, 4. April 2015

Schlagzeuger Robert Burns bei Autounfall gestorben

Erfolgreich mit Hits wie "Sweet Home Alabama"

Robert Burns, Gründungsmitglied der US-amerikanischen Band Lynyrd Skynyrd, ist in der vergangenen Nacht bei einem Verkehrsunfall im US-Staat Georgia ums Leben gekommen. Er sei in einer Kurve von der Straße abgekommen und habe mit seinem Auto einen Baum gerammt, sagte Polizeisprecherin Tracey Watson. Burns war an Hits wie "Sweet Home Alabama", "Gimme Three Steps" und "Free Bird" beteiligt, bevor er die Band 1974 verließ. Der Musiker wurde 64 Jahre alt.

Erster Schweizer "Tatort"-Kommissar gestorben

Mathias Gnädinger starb gestern in Zürich

Der erste Schweizer "Tatort"-Kommissar ist tot. Der Schauspieler Mathias Gnädinger starb gestern im Alter von 74 Jahren in der Universitätsklinik Zürich, wie seine Familie heute mitteilte. Ursache waren Komplikationen nach einem Unfall. Gnädinger hat in mehr als 70 Filmen und 130 Theaterstücken mitgewirkt, darunter an der Berliner Schaubühne. In dem 1989 vom Schweizer Fernsehen produzierten "Tatort: Howalds Fall" spielte er den Berner Hauptkommissar Walter Howald, der es mit einem mysteriösen Waffenhandel zu tun bekommt und mit familiären Problemen ringt. Sein erster Auftritt als "Tatort"-Kommissar war zugleich der letzte: Das Drehbuch des ungewöhnlichen Krimis wollte es, dass der Kommissar zum Täter wird und sich selbst erschießt. Zwischen 2004 und 2012 verkörperte Gnädinger in der Schweizer Krimi-Serie "Hunkeler" den gleichnamigen Basler Kommissar.

Kurt Cobains Tochter produziert Film über ihren Vater

Der Film läuft ab 9. April im Kino

Zum 21. Todestag von Rocklegende Kurt Cobain bringt seine Tochter Frances Bean als Produzentin einen Dokumentarfilm über ihren berühmten Vater ins Kino. "Montage of Heck" heißt der Film. Er ist benannt nach einem frühen Mixtape des Nirvana-Frontmanns, der sich am 5. April 1994 im Alter von nur 27 Jahren in den Kopf schoss. Der Film von Regisseur Brett Morgen zeigt bislang unveröffentlichtes Video-Material - von Cobains zweitem Geburtstag bis hin zum ersten Geburtstag seiner Tochter. Morgen kombiniert Bilder aus Kindertagen, Home-Videos, Demo-Tapes, Skizzen, Gemälde und Skulpturen aus dem bislang weitgehend unbekannten Nachlass Cobains und Interviews mit seiner Familie und seinen Freunden zu einem einzigartigen Porträt. Es wird vom 9. April an für kurze Zeit im Kino zu sehen sein.

IS-Video zeigt wahrscheinlich Zerstörung von Hatra

Kunstwerke mit Vorschlaghämmern und Maschinenpistolen zerstört

Die Terrormiliz Islamischer Staat hat ein Video von ihren Zerstörungen in der als Weltkulturerbe geschützten antiken Stadt Hatra veröffentlicht. Die Aufnahmen erschienen in der Nacht zu heute auf einer vom IS genutzten Webseite. Zu sehen sind Extremisten, die mit Vorschlaghämmern auf Skultpuren von unschätzbarem Wert einschlagen und Maschinenpistolen auf die Kunstwerke abfeuern. Die Zerstörungen in Hatra waren bereits Anfang März bekannt geworden. Berühmt ist die Stadt für antike Spuren des einstigen Partherreichs in Mesopotamien. Der IS brüstet sich immer wieder mit Videos der Zerstörung unwiderbringlicher Kulturgüter.

Neue Museen für Kulturhauptstadt Mons

Im Juli wird der restaurierte Glockenturm wiedereröffnet

Die belgische Kulturhauptstadt Mons eröffnet heute vier neue Museen. Dazu zählen eine Artothek mit Sammlungen regionaler Kunst sowie ein Weltkriegsmuseum. Auch der Doudou von Mons, eine jahrhundertealte Tradition, bekommt ein eigenes Museum. Das Prozessionsspiel um den Kampf von Sankt Georg mit dem Drachen steht seit 2005 auf der Unesco-Liste des immateriellen Kulturerbes. Ein weiteres Unesco-Weltkulturerbe, dem die wallonische Stadt ein Museum widmet, sind die neolithischen Feuersteinbergwerke von Spiennes. Mit dem Eröffnungsreigen, zu dem noch die Einweihung eines neuen Konzertsaals gehört, startet Mons in die zweite Phase seines Kulturhauptstadtprogramms. Im Juli ist dann nach jahrelanger Renovierung auch die Eröffnung des Belfrieds vorgesehen. Der barocke Glockenturm, der zwischen 1661 und 1672 erbaut wurde, zählt ebenfalls zum Unesco-Weltkulturerbe und ist das Wahrzeichen der Stadt. Dort wird künftig die Geschichte des Bauwerks dokumentiert.

David Bowie schreibt Musik für Broadway-Stück

"Lazarus" startet im Winter

Für den Broadway in New York schreibt David Bowie gemeinsam mit dem irischen Autor Enda Walsh an einer Bühnenfassung des 70er-Jahre-Films "Der Mann, der vom Himmel fiel". Bowie wird allerdings - anders als im Film - nicht selbst auftreten. Eine Sprecherin des 68-Jährigen bestätigte einen entsprechenden Bericht der "New York Times". In der Filmversion hatte der britische Ausnahmemusiker ("Heroes") in der Hauptrolle einen Außerirdischen gespielt. Die Bühnenfassung des auf dem Roman von Walter Tevis basierenden Science-Fiction-Stoffes soll unter dem Titel "Lazarus" im Winter auf die Bühne kommen. Bowie wird sowohl eigens komponierte Songs als auch Neufassungen älterer Stücke beitragen. Regie wird der Belgier Ivo van Hove führen.

Joni Mitchell auf dem Wege der Besserung

Sängerin war am Dienstag in Klinik eingeliefert worden

Die Folkmusik-Legende Joni Mitchell befindet sich nach ihrer Krankenhaus-Einlieferung auf dem Wege der Besserung. Der 71-Jährigen gehe es jeden Tag besser, hieß es heute auf Mitchells Website. Sie mache "ermutigende Fortschritte". Mitchell war am Dienstag in ein Krankenhaus in Los Angeles eingeliefert worden, nachdem sie bewusstlos in ihrem Haus gefunden worden war. Nach eigenen Angaben leidet die Musikerin an der Morgellons-Krankheit, bei der Betroffene von Jucken oder Stechen am ganzen Körper berichten. Die medizinische Diagnose des Leidens ist umstritten, einige Ärzte gehen von einer psychologischen Erkrankung aus. Mitchell, die eigentlich Roberta Joan Anderson heißt, gehört zu den bedeutendsten Singer-Songwriterinnen der 70er und 80er Jahre und gilt als Symbol der Woodstock-Generation. Zu ihren Hits zählen "The Circle Game", "Big Yellow Taxi" und "Help Me". Im Laufe ihrer Karriere wurde sie mit acht Grammys ausgezeichnet.

Medien: Festnahmen nach Anschlag auf Universität in Kenia

Bisher keine Verbindungen der Attentäter zur Universität entdeckt

Nach dem Massaker der somalischen Al-Shabaab-Miliz in einer kenianischen Universität sind nach Medienangaben mehrere Verdächtige festgenommen worden. Der britische Sender BBC berichtete heute morgen unter Berufung auf eine nicht näher genannte Quelle, auf dem Campus in Garissa seien vier Überlebende gefunden worden. Zwei von ihnen würden als Verdächtige gelten. Einer soll aus Tansania kommen. Er habe keine bekannten Verbindungen zur Universität. Der US-Nachrichtensender CNN berichtete, die kenianische Polizei habe im Zusammenhang mit dem Terrorakt fünf Verdächtige festgenommen. Dies habe Innenminister Joseph Nkaissery gestern erklärt. CNN berief sich auf seinen Partner NTV. Bei dem Anschlag der Al-Shabaab-Miliz an der Universität in der Stadt Garissa waren nach neusten Behördenangaben 148 Menschen ums Leben gekommen. Mindestens vier Mitglieder der Terrorgruppe hatten am Donnerstag die Universität in Garissa im Osten Kenias gestürmt und ein Blutbad angerichtet. Die meisten Opfer waren Studenten.

Jerusalem: Katholiken feiern Ostermesse

Orthodoxe Kirchen feiern Ostern dieses Jahr erst in einer Woche

Bei sonnigem Wetter haben in Jerusalem die Osterfeierlichkeiten begonnen. Zur Feier der Osternacht in der Grabeskirche versammelten sich heute am frühen Morgen Hunderte katholische Christen. Vor der Kapelle, die nach frühester christlicher Überlieferung als Ort der Auferstehung Jesu gilt, zelebrierte der Lateinische Patriarch von Jerusalem, Erzbischof Fouad Twal, die Auferstehungsfeier. Die katholische Osternacht wird in der Grabeskirche bereits am frühen Samstagmorgen gefeiert, gemäß dem Regelwerk "Status quo" aus dem 19. Jahrhundert, das den Gebetsplan der an der Kirche beteiligten sechs Konfessionen festlegt. Die Zeremonie in Jerusalem dürfte deshalb alljährlich der erste Ostergottesdienst weltweit sein. Seit Gründonnerstag strömen Tausende Pilger zu den zentralen Feiern des Leidens und der Auferstehung Jesu. Am Abend des Karfreitag begann zugleich das einwöchige jüdische Pessach-Fest, das an die Befreiung des Volkes Israel aus Ägypten erinnert. Wegen unterschiedlicher Kalenderberechnungen begehen die Kirchen der Orthodoxie Ostern in diesem Jahr eine Woche später als die Westkirchen. Das israelische Tourismus-Ministerium rechnete für die Feiertage mit 130.000 christlichen und jüdischen Besuchern.

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