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Kulturnachrichten

Freitag, 3. April 2015

Gemälde von Monet werden versteigert

Frühjahrsauktion bei Sotheby's

Sechs Gemälde des französischen Impressionisten Claude Monet kommen bei der diesjährigen Frühjahrsauktion von Sotheby's in New York unter den Hammer. Das Auktionshaus rechnet für die "Monets" mit einem Erlös von 78 bis 110 Millionen Dollar - umgerechnet 72 bis 102 Millionen Euro - wie es heute mitteilte. Bei der Auktion am 5. Mai werden eine Reihe verschiedener impressionistischer und moderner Werke angeboten. Einer der höchsten Preise dürfte für ein Gemälde Monets aus seiner Serie Seerosen aus dem Jahr 1905 gezahlt werden. Es war seit 1955 in Händen privater Eigentümer und wird auf 30 bis 45 Millionen Dollar geschätzt. Ein weiteres Werk des Künstlers, das die Kulisse Venedigs zeigt, könnte bis zu 20 Millionen Dollar einbringen, schätzt das Auktionshaus. Der Sammler Jakob Goldschmidt hatte das von den Nazis geraubte Werk 1960 zurückbekommen. Nun wird es aus der Sammlung seines verstorbenen Enkels verkauft. Im vergangenen Jahr hatte Sotheby's 18 Monets für insgesamt 190,5 Millionen Dollar versteigert. Fünf weitere wechselten im Februar in London für 83,8 Millionen Dollar den Besitzer.

Uneinigkeit über Karfreitagsruhe

Bundesweite Proteste gegen Tanzverbot

In mehreren Städten gab es heute Proteste gegen das sogenannte Tanzverbot . Auf dem Stuttgarter Schloßplatz versammelten sich rund 25 Anhänger der Piraten unter dem Motto "Abzappeln gegen das Tanzverbot". Auf Facebook hatten sich am Vortag rund 400 Menschen für die Veranstaltung angekündigt. Mit Strafen muss die Menge jedoch nicht rechnen, denn der stille Feiertag blieb still: Die Anwesenden hatten sich Kopfhörer umgelegt, so dass Musik nicht zu hören war. Weitere Proteste waren in Bochum, Köln, Frankfurt am Main, Mainz und Augsburg geplant. Der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm hingegen betonte, der Karfreitag habe eine Bedeutung über die christliche Religion hinaus und sollte als stiller Tag gesetzlich geschützt bleiben. Die ehemalige EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann sagte, am Karfreitag gehe es darum, innezuhalten und zur Ruhe zu kommen. An den sogenannten stillen Tagen wie dem Karfreitag, dem Totensonntag und dem Volkstrauertag besteht in weiten Teilen Deutschlands ein Verbot öffentlicher Tanz- und Sportveranstaltungen. Einige Bundesländer haben die Tanzverbote in der jüngsten Zeit gelockert.

Papst segnet in 3D

Gezeigt wird die Technologie nur im Bezahlsender

Die Ostermesse mit Papst Franziskus und der traditionelle Segen "Urbi et orbi" werden erstmals in 3D-Technologie übertragen. Nach einer Meldung des bischöflichen italienischen Pressedienstes SIR zeigt der Bezahlsender Sky die Feierlichkeiten auf seinem italienischen Kanal für dreidimensionales Fernsehen. Der Ostersegen des Papstes gilt ausdrücklich auch Teilnehmern an Rundfunk- und Fernsehgeräten. Laut der Meldung sind für die Übertragung der Ostermesse auf dem Petersplatz acht Kameras des vatikanischen Fernsehdienstes CTV im Einsatz. Vor fünf Jahren hatte die TV-Abteilung des Vatikan massiv aufgerüstet und den HD-Standard für hochauflösende Bilder eingeführt. Die 3D-Technik wurde bereits bei der Heiligsprechung der Päpste Johannes XXIII. und Johannes Paul II. im vergangenen April für eine Kino-Dokumentation, sowie an Weihnachten erprobt.

Bedford-Strohm nimmt Familie des Germanwings-Copiloten in Schutz

Manchmal sei es besser, zu schweigen

Im Umgang mit dem Flugzeugabsturz der Germanwings-Maschine und der Trauer darüber hat der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland , Heinrich Bedford-Strohm, zu mehr Zurückhaltung aufgerufen. "Ich glaube, dass es tatsächlich manchmal besser ist zu schweigen", sagte er in einem heute veröffentlichten Interview auf heute.de. "Alles hat seine Zeit. Das Schweigen hat seine Zeit und das Reden hat seine Zeit." Zugleich betonte der bayerische Landesbischof, dass auch der Familie des Copiloten, der den Absturz mutmaßlich herbeiführte, sein Mitgefühl gelte.

Protest aus Deutschland gegen "Tannhäuser"-Skandal

Es gehe um die Freiheit der Kunst

Nach dem Skandal um die Wagner-Oper «Tannhäuser» in Russland gibt es Protest aus Deutschland. Der Präsident der Akademie der Künste Berlin, Klaus Staeck, forderte, die Entlassung des Nowosibirsker Opern-Intendanten Boris Mesdritsch zurückzunehmen. Er sagte der "Leipziger Volkszeitung": "Es ist nicht das erste Unheil, das die russisch-orthodoxe Kirche im Bereich von Kunst und Kultur anrichtet. Es gehört zur Freiheit der Kunst, eine Oper verschieden zu interpretieren. Die Blasphemie-Keule ist die falsche Antwort." Nach Kritik der russisch-orthodoxen Kirche an der Inszenierung von Regisseur Timofej Kuljabin war Operndirektor Mesdritsch entlassen und das Stück abgesetzt worden. Die Leiterin des Berliner Theatertreffens, Yvonne Büdenhölzer, sagte, das Theatertreffen erkläre sich solidarisch mit Kuljabin und Mesdritsch. "Wieder einmal erhebt sich die Macht von Kirche und Staat gegen die künstlerische Freiheit in Russland."

Philippiner lassen sich wie Jesus ans Kreuz nageln

Sie wollen damit die Leiden Jesu nachvollziehen

Mehrere strenggläubige philippinische Christen haben sich am heutigen Karfreitag ans Kreuz schlagen lassen, um die Leiden Jesu Christi nachzuvollziehen. Als römische Legionäre verkleidete Männer trieben auf einem Hügel im Dorf San Pedro Cutud Nägel durch die Hände und Füße von mindestens sechs Philippinern. Einige von ihnen schrien vor Schmerzen. Die Kirchenführung kritisiert das jährliche Ritual. Auch in anderen philippinischen Ortschaften finden diese Zeremonien statt, zu denen insgesamt 60 000 Schaulustige kamen.

Neue Bachgesellschaft für Christian Brödel

Der Kirchenmusiker wird neuer Vorsitzeder

Christfried Brödel ist neuer Vorsitzender der Neuen Bachgesellschaft in Leipzig. Das teilte die Bachgesellschaft mit. Die Stelle war seit dem Tod des Theologieprofessors und langjährigen Vorsitzenden Martin Petzoldt Mitte März vakant. Christfried Brödel wurde 1947 im sächsischen Elsterberg im Vogtlandkreis geboren. Von 1988 bis 2013 leitete er als Rektor und Professor für Chorleitung die Hochschule für Kirchenmusik in Dresden. Schwerpunkte seiner Arbeit waren die Werke Johann Sebastian Bachs (1685-1750). Seit seiner Emeritierung ist er als Dirigent und Autor tätig und gibt Chorleitungskurse. Brödel ist seit der Gründung 1990 Mitglied im Direktorium der Neuen Bachgesellschaft. Die Neue Bachgesellschaft hat eigenen Angaben zufolge das Ziel, die Musik Bachs zu pflegen und zu verbreiten und Leben und Werk des Komponisten wissenschaftlich zu erschließen. Der am 13. März mit 68 Jahren gestorbene Theologe Petzoldt war seit 1996 Vorsitzender.

Ukraine verbietet pro-russiche Filme

positive Darstellungen von Staatsorganen werden mit Geldstrafen belegt

Mit einem kulturpolitisch umstrittenen Gesetz hat die Ukraine alle Filme mit positiver Darstellung russischer und sowjetischer Staatsorgane verboten. Betroffen sind unabhängig vom Herkunftsland alle Streifen, die nach dem 1. August 1991 produziert wurden, heißt es in dem von Präsident Petro Poroschenko unterzeichneten Dokument. Betroffen sind demnach auch Hollywood-Filme, wenn sie Russen als Mitarbeiter des Staats in gutem Licht zeigen. Wer ein "positives Bild von Angestellten des Aggressorstaates" zeichnet, muss demnach mit einer Geldstrafe rechnen. Das vom Parlament in Kiew veröffentlichte Gesetz ist eine Reaktion auf den Krieg in der Ostukraine und auf die international kritisierte Annexion der Schwarzmeerhalbinsel Krim durch Russland vor einem Jahr. Russland wird in dem Gesetz nicht namentlich genannt, sondern nur als "Okkupant" und "Aggressor» bezeichnet.Bisher prägen russische Filme und Serien ukrainische TV-Programme. Kritiker werfen der von der EU und den USA unterstützten Regierung in Kiew "Zensur" vor. Russische Kulturpolitiker warnten, dass dieses Verbot die ukrainische Gesellschaft noch tiefer spalten werde. Die Führung in Moskau kritisiert einen zunehmenden "Russenhass" in dem Nachbarland. Zuvor hatte die prowestliche Führung dort auch russisches Fernsehen verboten. Zudem sind mehr als ein Dutzend russischer Künstler, die das Vorgehen des Kreml im Ukraine-Konflikt rechtfertigen, mit Einreiseverboten belegt. Das Kulturministerium in Kiew arbeitet an einem System, nach dem künftig auch Bücher in russischer Sprache für den ukrainischen Markt lizenziert werden sollen.

Portugal trauert um Filmemacher Manoel de Oliveira

Er war mit 106 Jahren der älteste aktive Filmregisseur

Portugal trauert um den Filmemacher Manoel de Oliveira. Der Regisseur starb gestern im Alter von 106 Jahren. Dies meldete die staatliche Nachrichtenagentur Lusa unter Berufung auf Familienkreise. De Oliveira galt als der älteste aktive Filmregisseur der Welt und der einzige, der seine Karriere zur Zeit des Stummfilms begonnen hatte. Staatspräsident Aníbal Cavaco Silva bezeichnete den Regisseur als ein "Vorbild für die jüngeren Generationen". Die Regierung ordnete eine zweitägige landesweite Trauer an. De Oliveira soll heute in Porto beigesetzt werden. Ministerpräsident Pedro Passos Coelho sagte, die portugiesische Kultur habe eine ihrer bedeutendsten Figuren verloren. Der Chef der Mitte-Rechts-Regierung kündigte an, dass er am Nachmittag an der Trauerfeier in der Cristo-Rei-Kirche in Porto teilnehmen werde. De Oliveira hatte fast bis zu seinem Lebensende Filme gedreht und bis zuletzt Pläne für neue Streifen gehabt. Seinen ersten Film, die Dokumentation "Douro, faina fluvial" - Harte Arbeit am Fluss Douro - veröffentlichte er mit 23 Jahren. Seine Begeisterung für das Kino bewog ihn dazu, seine Karriere als Autorennfahrer aufzugeben. De Oliveira hinterließ etwa 40 Filme. Der Regisseur erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter 2004 in Venedig den "Goldenen Löwen" für das Lebenswerk und 2007 den Ehrenpreis der Europäischen Filmakademie.

Intendant von Gera und Altenburg verlängert Vertrag

Erfolgreiche künstlerische Arbeit kann weitergehen

Der Generalintendant der Theater Gera und Altenburg, Kay Kuntze, hat seinen Vertrag bis Juli 2018 verlängert. Darauf hätten sich Kuntze und die drei Gesellschafter - die Städte Gera und Altenburg sowie der Kreis Altenburger Land - verständigt, teilte der Aufsichtsratsvorsitzende Michael Wolf mit. Damit sei der Grundstein für eine konsequente Fortsetzung der erfolgreichen künstlerischen Arbeit von Theater und Philharmonie für die nächsten Jahre gelegt, erklärte Wolf, der Oberbürgermeister von Altenburg ist. Kuntze sagte, neben einem anspruchsvollen Theaterangebot werde die "auskömmliche Finanzierung" des Fünf-Sparten-Hauses Schwerpunkt seiner Arbeit sein. Der alte Vertrag des 1966 in Berlin geborenen Generalintendanten galt bis Ende der Spielzeit 2016.

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