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Kulturnachrichten

Mittwoch, 30. April 2014

Ukraine: Journalisten beklagen zunehmende Propaganda-Berichte

"Über die Medien wird bewusst eine Feindschaft zwischen der Ukraine und Russland geschürt",

sagte die russische Internet-Aktivistin Alena Popowa auf einer Veranstaltung der "Deutschen Welle". Die Berichterstattung über den Konflikt werde in beiden Ländern zunehmend von politischer Propaganda dominiert, kritisierten Journalisten aus beiden Ländern. Oksana Roamniuk, die die Organisation "Reporter ohne Grenzen" in der Ukraine vertritt, wies auf die gefährliche Lage für Berichterstatter in ihrem Land hin. Vor allem in der Ostukraine könne die Sicherheit einheimischer und ausländischer Journalisten nicht gewährleistet werden.

Verlagslektor Nolte enttäuscht über Plagiatsaffäre bei C.H. Beck

Der Wissenschaftler Olaf Rader hat für sein Buch "Große Seeschlachten" nicht nur bei Wikipedia abgeschrieben.

Der Autor habe auch Passagen eines elf Jahre alten Internet-Artikels wörtlich übernommen, sagte der Lektor des Buches, Ulrich Nolte, im Deutschlandradio Kultur. Zwar sei die Übernahme von Informationen aus anderen Quellen nicht per se verwerflich. Der C.H.Beck-Verlag verlange aber von seinen Autoren, dass sie ihre Themen mit der eigenen Beschreibungskunst behandelten und nicht mit der eines Anderen. Nolte fügte hinzu, er gehe davon aus, dass er bei Buchprojekten künftig häufiger mit Plagiats-Suchmachinen arbeiten müsse. Der C.H. Beck-Verlag hatte gestern die Auslieferung des Buches gestoppt. Rader war Co-Autor von "Große Seeschlachten" und hat die Übernahme fremder Texte bereits bedauert.

F.A.Z: Grimme-Institut bleibt unabhängig

Der Grimme-Fernsehpreis soll auch künftig von einer unabhängigen Jury vergeben werden.

Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet, dass der Plan, zwei Sitze des Gremiums dauerhaft an Vertreter der Landesmedienanstalt Nordrhein-Westfalen zu vergeben, gestoppt worden sei. Der Aufsichtsrat des Grimme-Instituts habe beschlossen, den entsprechenden Vertrag mit der Behörde neu zu verhandeln. Der frühere Grimme-Geschäftsführer Uwe Kamman hatte mit der Medienanstalt ausgehandelt, dass sie das Institut mit jährlich 850.000 Euro unterstützt und dafür je zwei Posten im Institutsbeirat und in der Preis-Jury erhält. Der Grimme-Preis ist die wohl wichtigste Auszeichnung für deutsche Fernsehproduktionen.

Schriftstellerin Lewitscharoff bemängelt Sexuelle Revolution

Die sexuelle Revolution hat ihr Glücksversprechen nicht eingelöst, findet Sybille Lewitscharoff.

Die Autorin und Büchner-Preisträgerin sagte bei einer Veranstaltung in Berlin, der großen sexuellen Befreiungswelle in den 60er Jahren sei rasch ein Katzenjammer gefolgt. Kaum jemand von damals sei zu einer dauerhaften Beziehung fähig gewesen. Lediglich die Homosexuellen hätten von der Entwicklung profitiert, fügte sie hinzu. Diese seien von Unterdrückung und Diffamierung befreit worden. Lewitscharoff äußerte sich bei einer Podiumsdiskussion über die Zehn Gebote. Der ursprünglich als Moderator vorgesehene evangelische Theologe Christoph Markschies hatte seine Teilnahme wegen der umstrittenen Äußerungen der Schriftstellerin im März über Retortenkinder abgesagt.

Gesetzentwurf beschlossen: Mehr Kontrollen für Künstlersozialkasse

Die Künstlersozialkasse gilt als bedroht.

Nun will die Bundesregierung die finanzielle Basis der Krankenversicherung für Kulturschaffende sichern. Das Kabinett stimmte heute einem Gesetzentwurf von Arbeitsministerin Andrea Nahles zu. Dieser sieht schärfere Kontrollen bei den abgabepflichtigen Unternehmen vor. Viele haben bislang ihren Zahlungen nicht geleistet, weshalb die Beiträge erhöht wurden. Experten fürchteten ein Ende des Systems. - Die KSK ermöglicht rund 180.000 freien Künstlern und Publizisten eine Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung. Wie angestellte Arbeitnehmer zahlen sie 50 Prozent der Beiträge. Die andere Hälfte tragen der Bund und die Unternehmen, die von der Arbeit der Freischaffenden profitieren.

Schauspieler Bob Hoskins gestorben

Als rauer Arbeitertyp mit Herz und als Ganove konnte er in seinen Filmen begeistern.

Der britische Schauspieler Bob Hoskins ist im Alter von 71 Jahren gestorben. Das teilte sein Agent mit. Als eine der bekanntesten Rollen des Schauspielers gilt die des Privatdetektivs in dem Film "Falsches Spiel mit Roger Rabbit". Außerdem wirkte er in zahlreichen anderen Filmen mit, darunter "Cotton Club", "Brazil" und "Beyond the Sea".

Neuer "Star Wars"-Film mit alter Schauspielergarde

Für die "Star Wars"-Fangemeinde ist es eine frohe Nachricht:

Im nächsten Film der Science-Fiction-Kinoreihe treten wieder die Hauptdarsteller der ersten drei Produktionen aus den siebziger Jahren auf. Wie Produzent J.J. Abrams in Los Angeles bekanntgab, hat er für "Star Wars - Episode 7" Harrison Ford, Carrie Fisher und Mark Hammil verpflichtet. Sie spielen dann ihre alten Rollen Han Solo, Prinzessin Leia und Luke Skywalker. Mit dabei sind unter anderem auch die Schauspieler Max von Sydow, Adam Driver und Oscar Isaac.

Forscher suchen Grab von Mona Lisa: DNA Proben genommen

Wo liegt die Frau begraben, die Leonardo da Vinci vermutlich als "Mona Lisa" porträtierte?

Das fragen sich Anthropologen aus aller Welt seit langer Zeit. Jetzt haben italienische Wissenschaftler einen neuen Versuch unternommen, das Rätsel zu lösen. In Florenz öffneten sie dafür das Familiengrab des Kaufmanns Francesco del Giocondo, um DNA-Proben zu nehmen. Sie sollen mit Knochen aus einem Kloster verglichen werden, in dem die Frau des Kaufmanns gestorben ist. Viele Forscher vermuten, dass Lisa del Giocondo diejenige ist, die Leonardo da Vinci auf seinem berühmten Gemälde verewigte.

Gute Kritiken für Film "Fruitvale Station"

Die Zeitung "Die Welt" spricht von der "universellen Erzählung einer existenziellen Ungerechtigkeit".

Das Blatt ist voll des Lobes über den Film "Nachster Halt: Fruitvale Station", in dem die reale Geschichte des jungen Farbigen Oscar Grant gezeigt wird, der 2009 von der US-Polizei hinterrücks erschossen wurde. Auch die "Tageszeitung" lobt den Film: Er mache erfahrbar, was es bedeute, wenn ein junger Mensch aus dem Leben gerisse werde, und zeige den alltäglichen Rassismus in den USA. Die F.A.Z. lobt die Leistung von Hauptdarsteller Michael B. Jordan, der eine ganze Bandbreite von Emotionen zeige. Bereits gestern hatte die "Süddeutsche Zeitung" den Film als "außergewöhnlich" bezeichnet.

"Reporter ohne Grenzen" kritisieren Urteil gegen saudischen Blogger

"Das Urteil ist typisch für die Verachtung, die saudische Behörden gegenüber Grundfreiheiten - insbesondere der Informationsfreiheit - zeigen"

So reagierte die Organisation "Reporter ohne Grenzen" auf ein Urteil gegen den saudischen Menschenrechtler und Blogger Fadhel Al-Manafes. Er wurde zu 15 Jahren Haft verurteilt. Ihm wird unter anderem vorgeworfen, die nationale Sicherheit gefährdet und andere zur Volksverhetzung angestiftet zu haben. - Manafes ist eines der Gründungsmitglieder des Al-Adalah-Zentrums für Menschenrechte. Die Nichtregierungsorganisation dokumentiert Menschenrechtsverletzungen in Saudi-Arabien und unterstützt deren Opfer. Als Blogger kritisierte er die Diskriminierung von Schiiten in Saudi-Arabien.

Vertreter der Muslime soll erstmals Mitglied eines Rundfunkrates werden

In den Rundfunkräten der öffentlich-rechtlichen Sender sitzen Mitglieder verschiedener gesellschaftlicher Gruppen.

Radio Bremen wird voraussichtlich als erster Sender einen muslimischen Vertreter in das Aufsichtsgremium berufen. Nach bisherigen Plänen, wird die Stelle im Laufe der zweiten Jahreshälfte besetzt. Das berichtete der Medienfachdienst "Funkkorrespondenz". Die Anzahl der Gremiumsmitglied wird sich dann auf 26 erhöhen. - Die rot-grüne Regierung hatte im Juni 2013 darauf verwiesen, dass Muslime in Bremen eine Gruppe von großer gesellschaftlicher Relevanz seien. In Bremen und Bremerhaven sind Schätzungen zufolge acht Prozent der Bevölkerung muslimisch.

Schwedisches Literaturgeschichtsbuch seit Jahrzehnten mit Begriff "Neger"

Besonders aufmerksam scheinen die schwedischen Studenten das Standardwerk "Literaturgeschichte der Welt" bislang nicht gelesen zu haben.

Sonst wäre ihnen vielleicht früher aufgefallen, dass in der Jahrzehnte alten Uni-Pflichtlektüre der Begriff "Neger" verwendet wird. So wird der US-Bürgerrechtler Martin Luther King als "Negerführer" bezeichnet. Doch erst jetzt ist das Werk nach einem Artikel in einer Studentenzeitung in die Kritik geraten. Der Verlag "Studentlitteratur", der das Buch im vergangenen Monat neu aufgelegt hatte, kündigte prompt Änderungen an. Eine Redakteurin erklärte, die Literaturgeschichte sei schon so lange auf dem Markt und so hoch angesehen, dass man keinen Bedarf gesehen habe, den Inhalt noch einmal zu überprüfen.

Büdenhölzer: "Die Bühne macht aus Laien Darsteller"

"Unsere Lebensrealitäten scheinen für rein fiktives Theater mancherorts zu komplex geworden zu sein."

So erklärt die Leiterin des Theatertreffens, Yvonne Büdenhölzer, die Bedeutung des dokumentarischen Theaters. Zwar gebe es Klassiker-Inszenierungen, die viel über die Welt und Gegenwart erzählen könnten, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. Doch manchmal gebe es Themen, die sich besser über dokumentarisches Material erzählen ließen. Die Tendenz, die "sogenannte Wirklichkeit" auf der Bühne abzubilden, bestehe schon seit 15 Jahren. Allerdings gebe es keine Authentizität im Theater. Die Bühne mache auch aus Laien, die ihre Lebensgeschichte erzählen, Darsteller.

"Scorpions" beginnen Tournee ohne inhaftierten Schlagzeuger

Die "Scorpions"-Tournee begann ohne Schlagzeuger James Kottak.

Beim ersten Auftritt der Hannoverschen Hardrocker in München saß gestern Abend ein Aushilfs-Drummer auf der Bühne. Das Fehlen von Kottak kommentierte die Band während des "Unplugged"-Konzerts nicht. Der Schlagzeuger verbüßt derzeit laut einem Bericht der Zeitung "Arab News" eine einmonatige Haftstrafe in Vereinigten Arabischen Emiraten. Ein Gericht befand ihn demnach für schuldig, auf dem Flughafen in Dubai in betrunkenem Zustand die Hosen heruntergelassen und muslimische Reisende beschimpft zu haben. Sein Anwalt hatte vor Gericht erfolglos argumentiert, Kottak habe den Umstehenden lediglich seine Rückentätowierung zeigen wollen.

Kritik an Konzert der kroatischen Gruppe "Thompson" in Essen

Wenn am Samstag in Essen die kroatische Gruppe "Thompson" auftritt, werden die städtischen Behörden genau hinhören.

Denn die Rock-Band soll auf früheren Konzerten faschistisches Gedankengut verbreitet haben. Die Stiftung "Erinnerung, Verantwortung, Zukunft" hat deshalb gefordert, den Auftritt abzusagen. Ein Sprecher verwies darauf, dass "Thompson" in einem Lied das Morden im Vernichtungslager Jasenovac während des Zweiten Weltkriegs verherrliche. Die Stadt Essen sieht sich dennoch außer Stande, das Konzert zu verhindern. Die kroatische Band habe sich in Deutschland bisher nicht strafbar gemacht. Ein Dolmetscher soll nun darauf achten, ob "Thompson" bei dem Auftritt am Samstag diskriminierende Texte singen.

Berliner Professorin schlägt geschlechtsneutrale x-Endungen vor

Geht es nach Lann Hornscheidt, dann wird es künftig anstatt "Professor" oder "Professorin" nur noch "Professx" heißen.

Die Dozentin an der Berliner Humboldt-Universität hat vorgeschlagen, mit der neutralen X-Endung die geschlechtsspezifischen Wortendungen abzuschaffen. Sie sagte der Deutschen Presse-Agentur, viele Menschen wollten weder Mann noch Frau sein. Das X solle deshalb die herkömmlichen Geschlechts-Vorstellungen auch bildlich durchkreuzen. Die Wissenschaftlerin verweist auf das Beispiel Schweden. Dort sei neben "er" und "sie" ein neues drittes Pronomen eingeführt worden, das sich in wenigen Monaten durchgesetzt habe.

Freundeskreis beklagt Zensur gegen Ai Weiwei in Shanghai

Ai Weiwei ist erneut ein Opfer der chinesischen Zensur geworden.

Nach Angaben der deutschen Unterstützer des Künstlers und Dissidenten hat sich ein Museum in Shanghai dem Druck der Behörden gebeugt und eine geplante Weiwei-Austellung wenige Tage vor der Eröffnung abgesagt. Die Direktion des Hauses habe ihre anderen Projekte nicht gefährden wollen, teilte der Zusammenschluss "Freunde Ai Weiweis" in Berlin mit. Die Werke des Künstlers sind in China verboten. Außerdem darf er seit drei Jahren das Land nicht mehr verlassen. Ai Weiwei kann deshalb seine Gastprofessur an der Berliner Universität der Künste nicht ausüben.

Dirigent Nelsons : "Für Wagner benötigt man ein gewisses Alter"

Um die Werke Richard Wagners oder Anton Bruckners zu dirigieren, benötigt man ein gewisses Alter.

Das findet Andris Nelsons, der neue Chefdirigent des Boston Symphony Orchestras. Der Lette sagte der Fachzeitschrift "Opernwelt", für Wagner und Bruckner brauche man nicht nur musikalische Erfahrung, sondern auch Lebenserfahrung. Man sei dann eher bereit für diese langsame und besondere Musik. Als junger Dirigent wolle man immer nur Energie auf der Bühne. Außerdem wisse man dann noch nicht, dass es Momente gebe, in denen das Orchester keinen Dirigenten brauche. Schließlich säßen da selbstbewusste und hervorragende Musiker.

Indianer beharren auf Rückgabe von Skalp aus Karl-May-Museum

Im Streit um einen Skalp geben die nordamerikanischen Ojibwa-Indianer nicht nach.

Angehörige des Stammes haben das Radebeuler Karl-May-Museum erneut aufgefordert, einen Skalp zurückzugeben, der von einem ihrer Vorfahren stammen soll. Er dürfe nicht länger in einem Depot lagern, sondern müsse angemessen bestattet werden, erklärten sie über die Nichtregierungsorganisation "Survival International". Museumsdirektorin Claudia Kaulfuß wies die Forderung zurück. Da die Herkunft des Skalps unklar sei, komme eine Herausgabe vorerst nicht in Frage. Allerdings habe man Stammesvertreter zu den Karl-May-Festtagen Ende Mai eingeladen, um über die Angelegenheit zu sprechen.

Bischöfe verurteilen Vandalismus gegen christliche Stätten in Israel

Die katholischen Bischöfe des Heiligen Landes beklagen Vandalismus gegen christliche Stätten in Galiläa.

Das Lateinische Patriarchat in Jerusalem forderte die israelischen Behörden in einer Erklärung auf, die Zerstörungen zu ahnden. Nach Angaben der Bischöfe haben jüdische Jugendliche auf dem Klostergelände von Tabgha am See Genezareth Kreuze beschädigt, einen Altar beschmiert und einen Gläubigen angegriffen. Der Prior des deutschen Benediktinerklosters erstattete Anzeige.

Amnesty wirft pakistanischem Geheimdienst Mord an Journalisten vor

Amnesty International bezichtigt den pakistanischen Geheimdienst ISI eines brutalen Vorgehens gegen Journalisten.

Amnesty erklärte in London, das Vorgehen des ISI folge meist einem bekannten Muster: Zunächst gebe es Drohanrufe. Wenn sich die Journalisten nicht einschüchtern ließen, folgten Entführungen oder gar Folter und Anschläge. Laut Amnesty gab es in dem Land seit 2008 mindestens 34 Morde an Medienschaffenden. Erst vor eineinhalb Wochen hatte der prominente TV-Moderator und Armeekritiker Hamid einen Anschlag verletzt überlebt. Seine Familie macht den ISI für die Tat verantwortlich.

Peter Alexanders Sohn scheitert mit Klage gegen Regenbogenblätter

Michael Alexander wollte einen juristischen Streit seines Vaters gegen die Boulevardpresse nach dessen Tod fortsetzen.

Doch damit ist der Sohn des österreichischen Sängers und Entertainers Peter Alexander jetzt gescheitert. Der Bundesgerichthof entschied in einem Urteil, dass Ansprüche aus dem Persönlichkeitsrecht nicht vererbt werden können. Peter Alexander hatte einen Tag vor seinem Tod im Februar 2011 mehrere Regenbogenblätter auf Schadenersatz geklagt, die unter anderem über den Unfalltod seiner Tochter Susanne berichtet hatten. Sein Sohn führte die Klage weiter und scheiterte nun in letzter Instanz.

Radiosender FFH kritisiert gescheiterte Bewerbung für NRW-Frequenzen

Der Radiosender FFH will seine Niederlage bei der Frequenzvergabe in Nordrhein-Westfalen nicht hinnehmen.

Hessens Hörfunk-Marktführer prüft juristische Schritte gegen die Entscheidung der nordrhein-westfälischen Landesmedienanstalt, FFH keine Sendefrequenzen in dem Bundesland zu gewähren. Die Behörde hatte den Beschluss damit begründet, dass die Bewerbungsunterlagen des Senders zu spät eingegangen seien. FFH-Geschäftsführer Hans-Dieter Hillmoth sagte der Deutschen Presseagentur, dies sei nicht nachvollziehbar. Der Sender will mit dem Angebot "Planet Radio NRW" ein Programm für junge Leute etablieren.

Dänisches Klatschblatt soll Königshaus ausgespäht haben

Was der dänische Autor Ken Rasmussen in seinem neuesten Roman über die Machenschaften eines Boulevardreporters schreibt, ist möglicherweise mehr als Fiktion.

Diesen Verdacht hat die dänische Tageszeitung "Berlingske Tidende" geäußert und damit Ermittlungen der Polizei gegen das Klatschblatt "Se og Hør" ausgelöst. Dabei geht es um mutmaßliche Spähaktionen gegen das Königshaus, die Rasmussen in seinen Roman andeutet. Der Autor selbst war früher Mitarbeiter von "Se og Hør". "Berlingske Tidende" vermutet, dass die Boulvardzeitung das Königshaus jahrelang über dessen Kreditkartennutzung ausspioniert hat. "Se og Hør" wies die Vorwürfe zurück und erklärte, Rasmussens vermische in seinem Buch Fiktion mit seiner Auffassung von der Realität.

Chinese entdeckt wertvolle Figur beim Wildpinkeln

Eine archäologische Entdeckung beim Wildpinkeln:

Das ist einem Mann in der südwestchinesischen Stadt Chengdu passiert. Wie die Zeitung "Chengdu Business Daily" berichtet, hatte er am Straßenrand uriniert und dabei im Sand eine kleine Figur freigelegt. Der Mann gab sie an das lokale Archäologie-Museum weiter, das die Keramik-Figurine untersuchte. Das Ergebnis: Sie ist fast 1.000 Jahre alt und stammt aus der Song-Dynastie. Vermutlich wurde sie damals in der Nähe eines Toten vergraben, um böse Geister abzuhalten.

Saudisches Paar heiratet via Skype

Er wollte einen Studienaufenthalt in den USA nicht für seine Hochzeit unterbrechen.

Deshalb hat ein Student seine in Saudi-Arabien lebende Braut über den Internet-Kommunikationsdienst Skype geheiratet. Ein islamischer Religionslehrer traute das Paar online. Die Feier soll in den nächsten Semesterferien nachgeholt werden, sagte der Bräutigam der saudischen Zeitung "Okaz". Das Blatt "Gulf News" berichtete, derartige "Proxy-Hochzeiten" seien etwas Neues in Saudi-Arabien.

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