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Kulturnachrichten

Freitag, 25. April 2014

Wiener Brugtheater: Bilanzverluste mehr als doppelt so hoch wie angenommen

Mit einem Minus von acht Millionen hatte man gerechnet - die Bilanz des Wiener Burgtheaters fällt aber viel schlechter aus.

Interimsintendantin Karin Bergmann teilte mit, dass man einen Gesamtverlust von fast 20 Millionen Euro für die vergangene Spielzeit kalkuliert habe. Grund seien etwa drohende Steuernachzahlungen und eine Risikovorsorge, die nun mit einberechnet worden seien. Auch die Folgen einer derzeit laufenden Entschädigungsklage des
entlassenen Intendanten Matthias Hartmann sei berücksichtigt worden. Zudem präsentierte Bergmann einen einhundert Punkte umfassenden Katalog, der die finanziellen Ergebnisse für die nächste Spielzeit verbessern soll.

Türkischer Verfassungsrichter: Gerichte sind keine Befehlsempfänger

Mit deutlichem Worten ist der türkische Verfassungspräsident Hasim Kilic der Kritik an der Justiz des Landes entgegengetreten.

In einer Rede sagte er, dass Gerichte keine Befehlsempfänger seien. Dabei richtete er sich auch direkt an Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogans, der ebenfalls im Publikum saß. Die Justiz der Türkei sei mitnichten von Gegnern Erdogans unterwandert, so Kilic. Zu jeder Zeit habe es Versuche politischer Kräfte gegeben, die Justiz zu kontrollieren. In einer Demokratie, müsse dem willkürlichen Handeln der Regierung aber Grenzen gesetzt werden. Kilic reagiert damit auf Anfeindungen Erdogans. Dieser hatte die Aufhebung der Twitter- und YouTube-Sperre in der Türkei scharf kritisiert.

Tribeca-Chef Boyer: Deutschland ist nicht unterrepräsentiert

Den Deutschen hängt das Klischee an, sehr hochwertige, aber auch langweilige Filme zu machen.

Frédéric Boyer, Leiter des Tribeca-Filmfestivals, möchte mit diesem Vorurteil im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur aufräumen. Wenn deutsche Filme jemals überhaupt langweilig gewesen seien, dann sei das längst vorbei. Ganz im Gegenteil: Deutsche könnten aufregende Filme machen, die dabei noch ästhetisch und poetisch seien, findet Boyer. Er widerspreche auch dem Eindruck, dass Deutschland mit nur einem Film in Tribeca unterrepräsentiert sei. Die meisten Länder würden nur durch ein einzelnes Werk vertreten. Für ihn sei "Der Samurai" des Regisseurs Till Reinert zudem einer der besten Debutfilme, den er je gesehen habe.

Ägypten: Verlängerte Zwangspause für Satire-Sendung

Erst sollte die Satire-Sendung des Ägypters Bassem Jussif nur zwei Wochen Zwangspause einlegen, nun hat der Sender die Funkstille verlängert.

Im Fernsehprogramm MBC soll erst nach der Präsidentenwahl Ende Mai wieder eine Folge der beliebten Sendung "Al-Barnameg" ausgestrahlt werden. Das Nachrichtenportal "Motaded" befürchtet nun, man wolle Jussif endgültig absetzen. Hoffnung setze man vor allem auf die Deutsche Welle, die die Show in ihrem arabischsprachigen Programm ebenfalls ausstrahlt. Jussif ist besonders beliebt, weil er nicht mit Kritik spart, weder an den Islamisten noch am aktuellen Präsidentschaftskandidaten Abdel Fattah al-Sisi. Das US-Magazin "Time" zählte ihn im vergangenen Jahr zu einem der 100 einflussreichsten Personen weltweit.

Russland treibt Gesetz gegen Blogger voran

Bürgerrechtler sprechen von einem weiteren Schritt, die Meinungsfreiheit in Russland einzuschränken.

Der Grund: Das Parlament in Moskau hat die Voraussetzungen für eine stärkere Kontrolle regimekritischer Blogger geschaffen. Die Abgeordneten verabschiedeten eine Verordnung, die unter anderem vorsieht, dass Blogger sich registrieren lassen müssen. Außerdem dürfen sie dem Vorhaben zufolge keine Informationen über das Privatleben anderer veröffentlichen. Der Chef des Menschenrechtsrates im Kreml, Fedotow, forderte Präsident Putin auf, das Gesetz nicht zu unterschreiben.

Putin selbst erklärte nach Angaben der russischen Agentur Interfax, Blogs sollten ähnlichen Bedingungen unterliegen wie andere Massenmedien, weil ihre Autoren über das Internet zehntausende Menschen beeinflussten.

Ostukraine: Verschleppter US-Reporter wieder frei

Der in der Ostukraine verschleppte US-Reporter Simon Ostrovsky ist wieder frei.

Der Journalist war Anfang der Woche von prorussischen Separatisten entführt worden. Die Milizen, die Slawjansk unter ihrer Kontrolle haben, hätten ihn offenbar gezielt gesucht, teilte der 33-Jährige mit. Er sei geschlagen und gefesselt worden. Bei seiner Freilassung habe man ihm nur gesagt, er solle verschwinden.

Ostrovsky arbeitet für das US-Magazin "Vice", einem Medium, das sich überwiegend mit zeitgenössischer Jugendkultur beschäftigt. Ostrovskys Berichte waren bei den ostukrainischen Separatisten auf Missfallen gestoßen.

Jahn: Aufarbeitung der SED-Diktatur ist gesamtdeutsche Aufgabe

Der Stasi-Unterlagenbeauftragte Roland Jahn sieht die Aufarbeitung der SED-Diktatur als eine gesamtdeutsche Angelegenheit.

Jahn sagte dem Sender "MDR Info", auf der einen Seite habe es viele Menschen aus der DDR gegeben, die in den Westen geflohen seien. Auf der anderen Seite erinnerte er daran, dass es auch in Westdeutschland einige Stasi-Mitarbeiter gegeben habe. All das müsse weiter aufgearbeitet werden, betonte Jahn. Der sächsische Stasi-Unterlagenbeauftragte Rathenow sich hatte wegen vieler Anfragen aus dem Westen auch für Landesbeauftragte in den alten Bundesländern ausgesprochen.

Am Wochenende tagen die Stasi-Unterlagenbeauftragten und die Bundesstiftung Aufarbeitung in Dresden.

Konrad Wachsmanns Holzhaus in Niesky übergeben

Von Konrad Wachsmanns Holzhäusern gibt es nur drei Exemplare in Deutschland - eines davon wurde heute an den Eigentümer übergeben.

Die Stadt Niesky in Sachsen nahm die Schlüssel des Hauses entgegen, das sie für 1,6 Millionen Euro hat sanieren lassen. Im September soll das Denkmal für das Publikum öffnen, bis dahin will die Stadt noch eine Ausstellung über Holzhäuser in der Moderne installiert haben. Konrad Wachsmann war unter anderem Assisstent von Le Corbusier und arbeitete später mit Walter Gropius zusammen. Das weiteren Holzhäuser stehen im brandenburgischen Caputh und in Frankfurt/Oder.

Leipziger Rektorin: Mitarbeiter mit pflegebedürftigen Eltern brauchen Hilfsangebote

Es ist nach wie vor schwierig, Familie und Beruf unter einen Hut zu kriegen.

Das gilt auf der einen Seite für Familien mit Kindern - auf der anderen Seite aber auch für Erwachsene, die ihre pflegebedürftigen Eltern pflegen müssen. Die Universität Leipzig will jetzt zumindest im ersten Fall helfen. Die Rektorin Beate Schücking sagte dem Evangelischen Pressedienst, es werde demnächst eine neue Kita eröffnet. Gleichzeitig betonte Schücking, dass auch Studierende und Mitarbeiter der Hochschule, die ihre Eltern pflegten, Hilfsangebote benötigten.

DGB fordert Ausbildungsprämie von 2.500 Euro für Arbeitslose

Wer eine Weiterbildung anstrebt, braucht Durchhaltevermögen.

Deshalb fordert der Deutsche Gewerkschaftsbund eine Fortbildungsprämie für Arbeitslose. Wie die "Passauer Neue Presse" aus einem Konzeptpapier zitiert, sollten Arbeitslose bis zu 2.500 Euro erhalten, wenn sie eine Berufsausbildung machen wollten. Der DGB befürwortet demnach eine Prämie von zunächst 1.000 nach bestandener Zwischenprüfung. Weitere 1.500 Euro soll es nach Abschluss der Berufsausbildung geben. Damit sollen Arbeitslose motiviert werden, ihre Ausbildung auch zu beenden, hieß es.

Mehrheit der Deutschen gegen Heiligsprechungen

Die Mehrheit der Deutschen hält nichts mehr von Heiligsprechungen in der Katholischen Kirche.

Das ist Ergebnis des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap, das im Auftrag des ARD-Morgenmagazins über 1.000 Bundesbürger befragte. 62 Prozent finden die Heiligsprechung von Johannes Paul dem Zweiten und Johannes dem 23. am kommenden Sonntag demnach für unzeitgemäß. Auch der Religionssoziologe Michael Ebertz kritisiert das Ritual. Er sagte dem "Kölner Stadt-Anzeiger", wenn die Oberhäupter der Katholischen Kirche anfingen, einander durch die Bank heiligzusprechen, dann sei das noch mal eine Steigerung des Papstkults. Der Soziologe vermutet aber, dass Papst Franziskus, anders als sein Vorgänger Benedikt, Heiligsprechungen nicht weiter vorantreiben werde. Das sei - Zitat - "nicht sein Ding".

Zu der Heiligsprechung der beiden verstorbenen Päpste werden am Sonntag in Rom bis zu eine Million Besucher erwartet.

Schweden: Theaterstück über Tsunami-Katastrophe

"9,3 auf der Richterskala" - so heißt ein Theaterstück, das in Malmö auf die Bühne kommen soll.

Es widmet sich der Tsunami-Katastrophe vor zehn Jahren in Thailand, und zwar aus schwedischer Sicht. Südostasien ist bei Schweden ein sehr beliebtes Urlaubsziel. Auch Weihnachten 2004 waren viele dort im Urlaub. Als aber die Flutwelle ganze Landstriche verwüstete und die Menschen zurück in ihre Heimat wollten, waren die Behörden zu Hause mit dem Krisenmanagement völlig überfordert. Wegen der Feiertage konnte man sie nicht erreichen und viele verfügten nicht über einen Notdienst. Der Autor des Stücks, Andreas Norman, sagte, er habe genau darauf abgezielt, die Unfähigkeit der schwedischen Behörden vorzuführen. Es sei eine höllische Schilderung.

Norman war 2004 übrigens selbst als Diplomat an der schwedischen Botschaft in Bangkok.

China: Studentinnen protestieren oben ohne gegen Diskriminierung

Was in Europa die Aufmerksamkeit erweckt, das kann in China auch funktionieren.

Mehrere chinesische Studentinnen haben vor der Universität Guangzhou oben ohne gegen Diskriminierung protestiert. Wie die Proteste der Vorbilder der Initiative Femen aus der Ukraine hat auch der Protest der Chinesinnen einen ernsten Hintergrund. Die BWL-Studentinnen stellen sich damit gegen die Ungleichbehandlung bei der Stellenvergabe. So würden etwa häufig ausdrücklich Männer gesucht, weil man den weiblichen Absolventinnen das Ausmaß der Überstunden nicht zutraue. Der staatliche chinesische Frauenverband kritisiert regelmäßig die ganz offen praktizierte Diskriminierung von Frauen in der chinesischen Wirtschaft.

Unbekannte Warhol-Werke von 1985 auf Floppy-Disks aufgetaucht

Bedeutende Werke von Künstlern entdeckt man nicht nur in Wohnungen, wie im Fall Gurlitt.

Das Andy-Warhol-Museum hat mehrere Werke des Pop-Art-Künstlers auf alten Floppy-Disks gefunden. Experten konnten den Inhalt auf den veralteten Datenträgern jetzt wieder herstellen. Darauf haben sie zum Beispiel pixelige Skizzen der berühmten Campbell's-Soup-Dosen gefunden - aber auch eine Version von Botticellis "Die Geburt der Venus". Der Chef-Archivar des Warhol-Museums sagte über die Pixel-Werke, es sei für Warhol wahrscheinlich frustrierend gewesen, mit der neuen Technologie Bilder zu erzeugen - schließlich habe er vorher 50 Jahre lang seine gute Hand-Auge-Koordination entwickelt. Andy Warhol hatte Mitte der 80er Jahre mit dem Amiga-1000-Computer von Commodore herumexperimentiert.

Mehr Informationen finden Sie hier und unter diesem Link.

Anonymes Künstlerkollektiv versteigert Banksy-Kunstwerke

Das Kollektiv setzt auf Anonymität - genau wie der Künstler selbst.

In einem Londoner Hotel wurden mehrere Werke des Streetart-Künstlers Banksy vorgestellt, die am Wochenende bei einer Online-Auktion versteigert werden sollen. Die Veranstalter ließen sich dabei von Sicherheitsleuten vertreten und lehnten sämtliche Interviewanfragen ab. Einige der wenigen Informationen: Die Graffitis sollen auf Wunsch der jeweiligen Immobilieneigentümer aus der Wand gestemmt und restauriert worden sein. Ihr Gesamtwert wird auf umgerechnet rund drei Millionen Euro geschätzt. Banksy selbst distanzierte sich von der Auktion. In einer Erklärung auf seiner Webseite teilte er mit, der Verkauf finde ohne seine Zustimmung statt.
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Die Identität des Künstlers Banksy ist nach wie vor unbekannt.

Museum zu Balladenkomponisten Carl Loewe eröffnet

"Was Goethe für die Balladendichtung ist, ist Carl Loewe für die Balladenkomposition."

Dem in Vergessenheit geratenen Musiker richtet die Internationale Carl-Loewe-Gesellschaft jetzt ein Museum ein. Es wird in Löbejün eröffnet, seinem Geburtsort im heutigen Sachsen-Anhalt. Dort kam er 1796 zur Welt. Der Präsident der Gesellschaft, Andreas Porsche sagte, im Haus seien alle Räume so gestaltet, dass man seine Musik hören könne. Der Komponist schrieb etwa 500 Balladen. Zu den bekanntesten zählen die Vertonungen von Goethes "Erlkönig" oder "Zauberlehrling".

Außerdem komponierte er 17 Oratorien, sechs Opern sowie Sinfonien, Kantaten und Kammermusik. Loewe starb 1869 in Kiel.

Feuilletons würdigen Hans Hollein

Hans Hollein hatte etwas gegen einen "trivialen Funktionalismus" in der Architektur.

Das schreibt die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" in einem Nachruf über den verstorbenen Wiener. Hollein habe sein Schaffen nicht so verstanden, einfach bewohnbare Skulpturen zu entwerfen. Für ihn war Architektur - Zitat - "Rahmen, Bühne und Ermutigung für ein anderes soziales Miteinander". Auch die "Neue Zürcher Zeitung" geht auf Holleins antifunktionalistische Kritik ein. Demzufolge sollten Architekten die menschliche Umwelt in einem umfassenden Sinne gestalten. Die "Süddeutsche Zeitung" hebt hervor, dass Hollein - Zitat - eine "Absolute Architektur" verwirklichen wollte. Mit "absolut" sei gemeint, jegliche bauliche Alltäglichkeit und Normalität zu vermeiden.

Hans Hollein ist gestern im Alter von 80 Jahren gestorben.

Okwui Enwezor: Kultur ist qualitatives Kapital der Gesellschaft

Kultur ist ein qualitatives Kapital, das man nicht in Geld messen kann.

Das sagte Leiter des Hauses der Kunst in München, Okwui Enwezor, der "Süddeutschen Zeitung". Eine Stadt sei besonders attraktiv, wenn sie Vielfalt zu bieten habe. Ein Ort werde vollständig durch seine spirituellen, emotionalen und intellektuellen Angebote, also durch Theater, Konzerte und Museen. Mit Kultur selbst könne man zwar keine Profite machen, sagte Enwezor. Trotzdem sei kulturelles Engagement aber vergleichbar mit einer Währung. Wenn Bürger sich für ihre Kultur einsetzten, entstünden neue Ideen, kritisches Denken und Forschung. Das sei der Stoff, aus dem sich eine Kultur nähre, betonte er.

Nobelpreisträger Vargas Llosa stärkt Venezuelas Opposition den Rücken

Die Regierungsgegner in Venezuela haben einen prominenten Unterstützer.

Literatur-Nobelpreisträger Mario Vargas Llosa erklärte sich mit der Opposition in dem südamerikanischen Land solidarisch, wie die Zeitung "El Universal" berichtet. Der Peruaner Vargas Llosa sagte demnach bei einer Konferenz in Caracas, in Venezuela lebe derzeit die Freiheit wieder auf. Zudem habe der Schriftsteller die Nachbarstaaten aufgefordert, klarer Stellung zu beziehen. Sie machten sich sonst zum Komplizen der Regierung.

Die venezolanische Opposition protestiert seit mehr als zwei Monaten gegen Versorgungsengpässe, die hohe Kriminalität und den autoritären Stil der linkspopulistischen Führung.

US-Uni verbietet Selfies bei Zeugnisübergabe

Mit dem Handy kann man heute schnell mal ein Foto von sich selbst machen.

Aber nicht überall und zu jeder Zeit sind die sogenannten "Selfies" angemessen, findet eine Universität im US-Staat Florida. Der Dekan wies die Absolventen daher laut der örtlichen Studentenzeitung dazu an, während der Abschlussfeierlichkeiten keine Selbstporträts zu machen. Zuletzt hätten immer mehr Studenten Smartphones in ihrer Robe versteckt, um dann bei der Übergabe ihres Abschlusszeugnisses ein Foto von sich und der Unipräsidentin zu machen. Der Dekan sagte der Zeitung, das sei "ein bisschen respektlos".

Israel will Holocaust-Unterricht schon im Kindergarten

Israelische Kinder sollen künftig schon im Kindergarten etwas über den Holocaust lernen.

Nach Informationen der israelischen Online-Zeitung "Ynet-News" hat das Bildungsministerium entsprechende Lehrpläne für verschiedene Altersgruppen erstellt. Es gehe darum, die Kindern am "Holocaust-Gedenktag" in altersgerechter und angemessener Form über die schweren Zeiten zu informieren, zitiert das Portal aus einer Erklärung. Darin betone das Ministerium außerdem, dass in keiner Weise Ängste geweckt werden sollten.

Senegalesischer Rapper über Einfluss auf Migration

Wir Rapper haben versucht, die Leute von der Flucht nach Europa abzuhalten.

So äußerte sich der senegalische Musiker Gunman Xuman in der "Neuen Zürcher Zeitung". Er gilt in Westafrika als einer der einflussreichsten Rapper. Xuman beklagte die hohe Zahl von Flüchtlingen, die in den letzten zehn Jahren über das Mittelmehr nach Europa gelangen wollten. Früher habe er versucht, die Leute in seinen Songtexten dazu motivieren, in ihrem eigenen Land zu bleiben und dort für Veränderungen zu sorgen. Heute sieht er das anders. Xuman betonte, wegen der Armut und Korruption könne man niemanden dazu überreden, zu bleiben.

Autorin Ilse Gräfin von Bredow gestorben

Die Schriftstellerin Ilse Gräfin von Bredow ist tot.

Nach Angaben ihres Verlegers starb sie bereits am Ostersonntag in Hamburg. Sie wurde 91 Jahre alt. Der größte Erfolg der aus Schlesien stammenden Autorin war ihr erstes Buch "Kartoffeln mit Stippe". Es erschien 1979. Ihr neuester Erzählband "Bei uns zu Haus" ist erst seit gestern im Handel.

Von Bredow arbeite seit den 50er Jahren auch für Zeitungen und Magazine, für die sie Reportagen und Kurzgeschichten schrieb.

Kreuz erschlägt jungen Italiener

Ein 21-jähriger Italiener ist von von einem Kreuz erschlagen worden, das zu Ehren von Papst Johannes Paul II. errichtet worden war.

Laut der italienischen Tageszeitung "Avenire" war der junge Mann mit einer Pilgergruppe in der Lombardei unterwegs, wo das Kreuz seit 2005 steht. Als die Gruppe unter dem Kruzifix Rast machte, löste es sich aus seiner Verankerung. Der Mann war sofort tot.

1998 war das 30 Meter hohe Kreuz ursprünglich für einen Besuch des Papstes im norditalienischen Brescia errichtet worden. Entworfen hatte es der mittlerweile verstorbene Enrico Job.

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