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Kulturnachrichten

Freitag, 18. April 2014

Trauer um Gabriel Garcia Marquez

Politiker und Kulturschaffende haben mit Bestürzung auf den Tod des kolumbianischen Literatur-Nobelpreisträgers Gabriel Garcia Marquez reagiert.

Der kolumbianische Präsident Santos ordnete eine dreitägige Staatstrauer an. Mexikos Präsident Pena Nieto würdigte Garcia Marquez als einen der größten Schriftsteller unserer Zeit. Der peruanische Literatur-Nobelpreisträger Mario Vargas Llosa erklärte, seine Werke hätten der spanischen Sprache und Literatur großes Ansehen gebracht.

Gabriel Garcia Marquez war gestern im Alter von 87 Jahren in seinem Haus in Mexiko-Stadt gestorben. Zu seinen bekanntesten Romanen gehören "Hundert Jahre Einsamkeit" und "Liebe in Zeiten der Cholera".

Wachsmann-Haus in Niesky fertig saniert

In Deutschland stehen nur noch zwei Holzbauten des Architekten Konrad Wachsmann.

Eines der Häuser in der Stadt Niesky im Landkreis Görlitz ist nun nach mehreren Jahren für 1,6 Millionen Euro fertig saniert worden. Es soll am 25. April offiziell an die Stadt übergeben werden. Die will darin bis September ein Museum einrichten. Konrad Wachsmann gilt als einer der Wegbereiter für die industrielle Herstellung von Fertighäusern. In Niesky war er Chefarchitekt eines Holzbauunternehmens. Wegen seiner jüdischen Wurzeln musste Wachsmann Deutschland 1941 verlassen. Er starb 1980 in den USA.

Kein Durchbruch bei Tarifverhandlungen für Redakteure

Für die rund 14.000 Zeitungsredakteure in Deutschland gibt es immer noch keinen neuen Tarifvertrag.

Auch nach der zehnten Verhandlungsrunde konnten sich Verleger und Gewerkschaften nicht einigen. Am 23. April soll deshalb weiterverhandelt werden. Verdi und der Deutsche Journalistenverband fordern einen Gehaltszuwachs von sechs Prozent. Die Verleger haben bislang angeboten, die Gehälter in den nächsten 30 Monaten um insgesamt vier Prozent anzuheben.

Heidelberg testet neue Feiertagsregelung

Seit Mitternacht wird in Heidelberg eine neue Feiertagsregelung getestet.

Die Absprache zwischen der Kommune, den Kirchen und den Disco-und Clubbesitzern sieht unter anderem vor, dass am gesamten Karfreitag, sowie an Allerheiligen und am Totensonntag keine Tanzveranstaltungen stattfinden. Zum Ausgleich dürfen Diskotheken beispielsweise am Karsamstag öffnen - was bislang in Baden-Württemberg verboten war. Bürgermeister Wolfgang Erichson erklärte, mit der Einigung räumten die Kirchen ein, dass man auch an Ostern oder Weihnachten tanzen könne, während die Club-und Diskothekenbetreiber respektierten, dass es auch stille Feiertage gebe.

Israel lässt arabischen Journalisten nach sechs Tagen Haft frei

Sechs Tage lang saß er im Gefängnis - jetzt hat Israel den arabischen Journalisten Madschd Kajal wieder freigelassen.

Eine Sprecherin des Inlandsgeheimdienstes sagte, er stehe aber weiter unter Hausarrest. Medienberichten zufolge war Kajal am vergangenen Wochenende festgenommen worden, nachdem er im Libanon an einer Konferenz teilgenommen hatte. Ihm wird vorgeworfen, dass er sich dort mit feindlichen Agenten getroffen hat. Seine Familie wies die Anschuldigungen zurück - die Reise habe ausschließlich journalistische Gründe gehabt.

Sehenswürdigkeiten in Pompeji wieder geöffnet

In der Ruinenstadt Pompeji sind drei bekannte Sehenswürdigkeiten wieder zugänglich.

Es handelt sich um das Haus des Marcus Lucrezius Fronto, das Haus des Romulus und Remus und das Haus des Triptolemus. Das antike Pompeji war im Jahr 79 bei einem Ausbruch des Vesuv verschüttet und so weitgehend konserviert worden. Es ist heute eine der wichtigsten Quellen über die Antike. Experten werfen der italienischen Regierung vor, den Erhalt der Ruinen zu vernachlässigen.

Rachmaninovs 2. Sinfonie wird versteigert

Ein halbes Jahrhundert lang galt es als verschollen - jetzt soll es im Auktionshaus Sotheby's versteigert werden.

Die Rede ist vom Manuskript der 2. Sinfonie von Sergej Rachmaninov. Experten schätzen den Wert des Dokumentes eine bis 1,5 Millionen Euro. Die Notenhandschrift war 2004 wieder aufgetaucht und zunächst als Leihgabe an das British Museum in London gegangen.Die Sinfonie wurde 1908 zum ersten Mal in Sankt Petersburg aufgeführt. Rachmaninov dirigierte damals selbst.

Ehemalige Ceaucescu-Residenz steht zum Verkauf

Dem rumänischen Staat wird der Unterhalt zu teuer.

Deshalb will die Regierung in Bukarest den Wohnpalast des ehemaligen Diktators Nicolae Ceaucescu verkaufen. Das Gebäude war 1965 nach den Wünschen von Ceaucescus Frau Elena mit großem Luxus ausgestattet worden. Nach dem Sturz des Diktators wurde es vom rumänischen Staat als Gästehaus genutzt. Das rentiert sich aber nach offiziellen Angaben nicht mehr.

Bristol will Banksy zum Spendensammeln nutzen

Das neueste Werk des Grafitti-Künstlers Banksy beschäftigt zur Zeit die Lokalpolitiker der britischen Stadt Bristol.

Das Bild mit dem Titel "Mobile Lovers" zeigt ein sich umarmendes Pärchen, das auf seine Handys starrt. Es wurde an einem mit Holz verrammelten Hauseingang entdeckt. Nun versucht die Stadt zu klären, wem das Werk eigentlich gehört. Es war zunächst von einem Jugendklub-Betreiber abgenommen worden und hängt nun im Stadtmuseum. Der Bürgermeister von Bristol erklärte, er wolle mit Hilfe des Bildes Spenden für den verschuldeten Klub sammeln. Wer genau Banksy eigentlich ist, ist noch immer unbekannt. Er sprüht seine Werke an Wände im öffentlichen Raum. Weil ein echter Banksy hunderttausende Euro wert sein kann, hat seine Kunst wiederholt Streit über den rechtmäßigen Besitzer ausgelöst.

Gründonnerstag: Papst wusch Behinderten die Füße

Statt einem verdienten Priester oder Bischof hat Papst Franziskus einem 75 Jahre alten Muslim die Füße gewaschen.

Der Mann ist einer von zwölf Behinderten aus Rom, die an der Gründonnerstags-Liturgie teilnahmen. Sie fand in einem katholischen Therapiezentrum in der italienischen Hauptstadt statt. Es ist das zweite Mal, dass Franziskus die Liturgie nicht wie üblich in der Lateran-Basilika feierte. Im vergangenen Jahr fand sie in einem Jugendgefängnis statt. Mit der Zeremonie wird an das letzte Abendmahl erinnert, bei dem Jesus seinen Jüngern die Füße wusch. Unter Franziskus Vorgängern war es üblich, dass der Papst so besonders verdiente Geistliche auszeichnete.

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