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Kulturnachrichten

Mittwoch, 16. April 2014

Grundschüler haben keinen Anspruch auf Ethik als Fach

Eltern in Deutschland haben keinen Anspruch darauf, dass ihre Kinder schon in der Grundschule Ethikunterricht bekommen - und zwar als Alternative zum Fach Religion.

Das hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig entschieden. Die Richten wiesen damit eine Klage einer Mutter zurück. Die Frau aus Baden-Württemberg hat drei konfessionslose Kinder und wollte durchsetzen, dass sie statt Religion in der Grundschule im Fach Ethik unterrichtet werden. Nach Ansicht der Mutter sind ihre Kinder benachteiligt, wenn es für sie keinen Werteunterricht ohne religiösen Bezug gibt. Das sehen die Richter anders. In ihrer Begründung heißt es, das Grundgesetz schütze den Religionsunterricht und schreibe vor, dass es ihn gibt. Für ein Ersatzfach gelte das nicht.

Ob und ab welchem Schuljahr es ein Fach wie Ethik angeboten wird, ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich.

Jahn: Zugang zu Stasi-Unterlagen auch nach 2019 gewährleisten

Egal, wie die Stasi-Akten in Zukunft verwaltet werden - sie müssen zugänglich bleiben.

Das betonte der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Roland Jahn, in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. Jahn sagte, die Akten sollten für Forschung und Bildungsarbeit weiterhin zur Verfügung stehen. Wichtig sei darüber hinaus, dass die Stasi-Papiere in der Hand einer Institution blieben und nicht auseinandergerissen würden. Derzeit wird über eine mögliche Schließung der Stasi-Unterlagen-Behörde ab 2019 diskutiert. Zur Debatte steht, die historischen Dokumente in das Bundesarchiv zu überführen.

Springer-Chef Döpfner warnt vor Macht von Google

Google macht Mathias Döpfner Angst.

Das hat der Vorstandsvorsitzende des Springer-Konzerns in einem offenen Brief an die Betreiber der Internet-Suchmaschine eingestanden, der in der F.A.Z. veröffentlich wurde. Darin warnt Döpfner vor der wachsenden Macht von Google und den Folgen. Die Suchmaschine besitze ein globales Netzmonopol und wolle einen "Supra-Staat" einrichten. Verlage wie Springer seien auf die Zusammenarbeit mit Google angewiesen und von dem Unternehmen abhängig. Döpfner kritisiert, die Europäische Kommission zeige sich diesem Problem nicht gewachsen. - Der Springer-Chef antwortet mit seinem Brief auf einen F.A.Z.-Beitrag des Google-Verwaltungsratschefs Eric Schmidt, der die deutschen Presseverlage zu mehr Kooperation aufgerufen hatte.

Münchener Abendzeitung: Preiserhöhung soll Insolvenz verhindern

"Wir verkaufen uns nicht mehr unter Wert."

Mit diesem Slogan eröffnet die "Münchener Abendzeitung" den Kampf gegen die Insolvenz und hebt die Preise an. Die Zeitung soll dann ab Ende April 40 Cent mehr pro Ausgabe kosten - unter der Woche also einen Euro, am Wochenende 1,20 Euro. In den vergangenen Jahren habe sich die Zeitung viel zu billig verkauft und mit jedem Exemplar Verlust gemacht, erklärte der Insolvenzverwalter Axel Bierbach der "Süddeutschen Zeitung". Die Preiserhöhung soll die Verluste des Verlags verringern und es einfacher machen, einen Investor zu finden. Das Unternehmen hatte Anfang März einen Insolvenzantrag gestellt.

Twitter will kein Büro in der Türkei eröffnen

Der Kurznachrichtendienst Twitter will kein Büro in der Türkei eröffnen.

Das Unternehmen sagte dem "Wall Street Journal", die Entscheidung über die Niederlassungen würden auf der Grundlage wirtschaftlicher Überlegungen getroffen. Führungskräfte des Kurznachrichtendiensten verhandeln seit Anfang der Woche mit Regierungsvertretern in Ankara. Neben der Eröffnung eines Büros im Land verlangt die Regierung von Twitter auch Steuerzahlungen.

Nach Korruptionsvorwürfen im Internet hatte Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan Twitter im März blockieren lassen. Er war aber vom Verfassungsgericht zur Aufhebung der Sperre gezwungen worden.

Petition: Keine Diskriminierung von Homosexuellen im Gastland der Olympischen Spiele

Die Olypmischen Spiele sollen künftig nur noch in Ländern stattfinden, in denen Homosexuelle nicht per Gesetz diskriminiert werden.

Das fordert die internationale Organisation "All Out" in einer Petition, die sie an das Internationale Olympische Kommitee geschickt hat. Die Organisation will erreichen, dass eine entsprechende Klausel in die Charta des IOC aufgenommen wird. Den Initiatoren zufolge haben mehr als 70.000 Mitglieder die Unterschriftensammlung unterzeichnet, weitere 41.000 haben sich mit einem eigenen Schreiben an das IOC gewandt. Das Komitee hat bis gestern öffentliche Anträge und Vorschläge für mögliche Reformen entgegengenommen. Über die eingegangenen Anträge soll im Dezember entschieden werden.

"All Out" setzt sich für die Rechte von Schwulen und Lesben ein.

Panzer der Roten Armee bleiben in Berlin

Wegen des russischen Vorgehens in der Ukraine wird über zwei alte Panzer in Berlin diskutiert.

Die Panzer gehören zum Ehrenmal für gefallene sowjetische Soldaten im Zweiten Weltkrieg - sie sollen auch in Zukunft am Mahnmal stehen bleiben. Das hat die Bundesregierung deutlich gemacht. Zuvor hatten die beiden Boulevardzeitungen "Bild" und "B.Z." eine Petition gestartet, in der sie fordern, dass die Panzer verschwinden. Begründet hatten sie dies mit dem aktuellen Vorgehens Russlands in der Ukraine.

Die Bundesregierung erklärte, dass sie sich gegenüber Russland verpflichtet habe, das Ehrenmal zu erhalten und zu pflegen. Zudem respektiere sie diese Form des russischen Erinnerns. Auf dem Gelände des Ehrenmals sind rund 2.500 Soldaten der Roten Armee bestattet.

Virtuelle Produktplatzierungen sind grundsätzlich nicht verboten

Virtuelle Produktplatzierungen sind nicht grundsätzlich verboten.

Das hat die Kommission für Zulassung und Aufsicht der Landesmedienanstalten deutlich gemacht. Anlass war eine Folge des Formats "Berlin - Tag & Nacht" von RTL II. Hier war ein Filmplakat zu Werbezwecken digital eingefügt worden. Dies sei jedoch in den Ablauf eingebettet und nicht zu sehr hervorgehoben gewesen. In diesem Einzelfall sei die Produktplatzierung daher zulässig. In Zukunft etwartet die Kommission eine deutliche Zunahme von so genannten virtuellen Produktplatzierungen. Hierbei sei es wichtig, dass stets die Unabhängigkeit des Senders gewahrt werde.

Lammert: Geplante SWR-Orchesterfusion ist "unsensible Fehlentscheidung"

Die geplante Fusion der Orchester beim Südwestrundfunk ist eine "unsensible Fehlentscheidung".

Das sagte Bundestagspräsident Norbert Lammert den "Badischen Neuesten Nachrichten" in Karlsruhe. Er sei entsetzt darüber, dass das Radiosinfonieorchester Stuttgart mit dem Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg von 2016 an verschmolzen werden soll. Der SWR will durch die Fusion rund fünf Millionen Euro sparen. Eine Sprecherin des Senders verteidigte die Pläne. Man habe keine andere Wahl, denn abgesehen vom SWR gebe es keine finanzielle Unterstützung von anderer Seite.

Jugendkanal von ARD und ZDF - Entscheidung im Herbst

Kommt er oder kommt er nicht? Der Jugendkanal von ARD und ZDF.

Wenn es nach der SPD-Politikerin Jaqueline Kraege geht, wird eine Entscheidung über das neue Programm im Herbst fallen. Dann werden sich die Ministerpräsidenten der Bundesländer festlegen, erklärte die Chefin der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz. Über den gemeinsamen Jugendkanal von ARD und ZDF wird bereits seit gut einem Jahr diskutiert. Die endgültige Entscheidung für das Programm wurde jedoch immer wieder vertagt. Der neue Jugendkanal soll Angebote aus Radio, Fernsehen und Internet bündeln.

Massengrab im Kosovo geöffnet - Leichen von Albanern vermutet

Im serbischen Rudnica ist ein weiteres Massengrab aus dem Kosovo-Krieg geöffnet worden.

Wie die Zeitung "Politika" in Belgrad berichtet, werden dort die Leichen von bis zu 400 Albanern vermutet, die im Kosovo-Krieg getötet wurden. Rudnica liegt in der Nähe der Grenze zum Kosovo. Bisher hatten sich die serbischen Behörden vor Ort geweigert, Nachforschungen anzustellen. Über der Stelle befand sich zuletzt das Gebäude einer Straßenbaufirma, das jedoch abgerissen wurde. Deswegen konnte man erst jetzt mit den Untersuchungen beginnen. Bislang wurden sechs Leichen entdeckt. Die Behörden suchen auf der Grundlage von Zeugenaussagen auch nach weiteren Gräbern. Seit dem Ende des Kosovo-Krieges 1999 wurden zahlreiche Massengräber gefunden, in denen Kosovo-Albaner verscharrt wurden.

AC/DC vor dem Aus? - Australische Presseberichte

Es wäre eine traurige Nachricht für die Hardrock-Fans dieser Welt.

Die australische Band AC/DC steht laut Presseberichten vor dem Aus. Grund ist demnach eine schwere Erkrankung von Leadguitarrist, Frontmann und Hauptsongschreiber Malcom Young. Er soll wegen eines Blutgerinnsels im Hirn sein Instrument nicht mehr spielen können. Das melden mehrere Zeitungen unter Verweis auf Freunde der Band. AC/DC haben seit 1975 weltweit mehr als 200 Millionen Tonträger verkauft.

Chiles Präsidentin Bachelet kündigt Wiederaufbauplan für Valparaíso an

Aus der Feuersbrunst in der historischen chilenischen Stadt Valparaíso sollen die nötigen Lehren gezogen werden.

Präsidentin Michelle Bachelet kündigte in verschiedenen Medien einen Masterplan zum Wiederaufbau der zerstörten Stadtteile an. Dabei würden aber die Fehler der Vergangenheit vermieden, die die Entstehung des Großfeuers begünstigt hätten, sagte Bachelet. Sie verwies auf die vielen meist illegal gebauten Holzhäuser an den Hängen Valparaìsos. Bei dem Brand waren mindestens 15 Menschen getötet und 2.500 Gebäude zerstört worden. Das zum Weltkulturerbe zählende Stadtzentrum mit seinen charakteristischen bunten Holzhäusern wurde vom Feuer verschont.

Isabel Allende bestürzt über Großbrand in Valparaíso

Die Feuersbrunst in der historischen chilenischen Stadt Valparaíso kommentiert Isabel Allende mit einer Mischung aus Bestürzung und Fatalismus.

Die Bestseller-Autorin sagte in New York, es sei schrecklich, dass Teile dieses malerischen Ortes den Flammen zum Opfer gefallen seien. Ihr Land habe mit zwei Erdbeben in diesem Jahr eigentlich schon genug mitmachen müssen. Allende fügte hinzu, Chile sei aber nun mal ein Land aller Arten von Katastrophen. Wenn es zu gut laufe, machten sich die Chilenen Sorgen.

"Der Samurai" einziger deutscher Beitrag auf Tribeca-Festival

Großer Erfolg für einen Jungfilmer:

Die Produktion "Der Samurai" des Berliner Regisseurs Till Kleinert ist der einzige deutsche Beitrag beim Tribeca Filmfestival in New York, wie dort bekanntgegeben wurde. Der Schüler der Deutschen Film- und Fernsehakademie hatte seinen Horrorfilm mit Hilfe zweier Kommilitonen, dem Filmemacherpaar Linus und Anna de Paoli, gedreht. Das Tribeca-Festival, das von Robert de Niro mitgegründet wurde, beginnt heute Abend und zeigt 80 Produktionen aus aller Welt.

Neuer Spiderman-Film erhält überwiegend positive Kritiken

Die Zeiten, in denen Superhelden-Filme von den Kritikern missachtet wurden, sind lange vorbei.

Die neue Hollywood-Produktion "The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro" erhält in den Feuilletons viel Aufmerksamkeit. Die "Süddeutsche Zeitung" spricht von einem bezaubernden Film mit einem entspannten Erzählrythmus. Er zeige, wie das Genre auf Dauer funktionieren könne, ohne die Zuschauer zu langweilen. Der Berliner "Tagesspiegel" attestiert den Produzenten eine kurzweilige, technisch brilliante Blockbuster-Unterhaltung, deren Plot sich allerdings bis zur Unübersichtlichkeit verzettele. Ähnlich die Kritik in der F.A.Z: Die Handlung sei überfrachtet, heißt es dort. Außerdem bleibe die Liebesgeschichte der Hauptfiguren auf Seifenoper-Niveau hängen.

Liam Neeson für Erhalt der Kutschen im Central Park

Liam Neeson kämpft für Pferdekutschen.

Der irisch-amerikanische Hollywood-Schauspieler will verhindern, dass sie aus dem New Yorker Central Park verschwinden. Er schrieb in einer Gastkolumne für die "New York Times", die Kutschen seien seit hunderten Jahren ein Wahrzeichen der Stadt und eine Attraktion für Bürger und Touristen. Er wies auch Vorwürfe der Tierquälerei zurück. Pferde seien am glücklichsten, wenn sie arbeiteten. Neeson lebt seit 20 Jahren in New York. Dessen neuer Bürgermeister Bill de Blasio hat angekündigt, die Kutschen abzuschaffen.

Klage gegen Bob Dylan wegen Äußerungen über Kroaten abgewiesen

Bob Dylan hat einen juristischen Erfolg errungen.

Ein französisches Gericht hat eine Klage wegen Äußerungen der US-Musiklegende über den Konflikt zwischen Kroaten und Serben zurückgewiesen. Es begründete seine Entscheidung damit, dass Dylan das entsprechende Interview nicht für die französische Ausgabe des Magazins "Rolling Stone" freigegeben habe. Geklagt hatte der französische Rat der Kroaten. Dylan hatte gegenüber dem amerikanischen "Rolling Stone" den Krieg zwischen Kroaten und Serben in den Neunzigern mit der Judenverfolgung durch die Nazis in Beziehung gesetzt. Doch anstatt Dylan muss sich nun der französische "Rolling Stone" vor Gericht verantworten: Dessen Herausgeber klagte das Gericht wegen Verleumdung und Anstachelung zum Hass an.

Riesiges Tyrannosaurus-Skelett in Washington eingetroffen

In Washington ist demnächst ein riesiger Tyrannosaurus Rex zu sehen.

Die Knochen des Dinos sind nach einer 3.200 Kilometer langen Reise im Museum für Naturgeschichte in der US-Hauptstadt eingetroffen. Sie sollen das neue Schmuckstück der dortigen Saurier-Ausstellung werden. Die Museumsleitung erklärte, es handele sich um eines der vollständigsten Tyrannosaurus-Skelette überhaupt. Bislang stand der T-Rex in einem Museum in Montana. In dem Bundesstaat hatte ein Ranchbesitzer die Überreste im Jahr 1988 entdeckt.

Kirche von polnischem Priester-Rebell geschlossen

Die Gemeinde des polnischen Priesters Wojciech Lemanski steht derzeit vor verschlossenen Türen.

Der Grund: Der polnische Bischof Henryk Hoser hat die Kirche in der Stadt Jasienica schließen lassen, deren Pfarrer Lemanski ist. Dadurch sollen Solidarkundgebungen seiner Gemeinde in dem Haus verhindert werden. Hoser unternimmt damit einen weiteren Schritt zur Maßregelung des kircheninternen Kritikers, der unter anderem eine bessere Aufarbeitung von Pädophilie-Fällen in den eigenen Reihen fordert. Zuvor war Lemanski bereits mit einem Predigtverbot belegt und zwangsweise in den Ruhestand versetzt worden.

Kulturstaatsministerin wirbt für Humboldt-Intendanten

Das Humboldt Forum braucht nach Ansicht von Monika Grütters einen Gesamtverantwortlichen.

Die Kulturstaatsministerin hat in einem Interview mit der F.A.Z. ihr Vorhaben verteidigt, einen Intendanten für das geplante Kultur- und Wissenschaftszentrum in Berlin zu berufen. Sie sagte, die derzeit agierenden Vertreter der drei im Forum beheimateten Institutionen verträten Partikularinteressen. Das Haus brauche aber eine Person, die das große Ganze kommuniziere. Ein Intendant könne da ganz anders auftreten. Sie betonte, die Stiftung Preußischer Kulturbesitz könne die Entwicklung des Humboldt-Forums nicht allein schultern.

Bundesgericht urteilt über Ethik-Unterricht an Grundschulen

Muss Ethik-Unterricht schon an Grundschulen angeboten werden?

Über diese Frage entscheidet heute das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig. Verhandelt wird die Klage einer Mutter, die einen grundgesetzlichen Anspruch auf das Fach Ethik analog zum Religionsunterricht an Grundschulen geltend macht. Sie argumentiert, derzeit würden konfessionslose Kinder benachteiligt. Diese hätten aber das Recht auf ethisch-moralische Bildung. In den beiden Vorinstanzen war die Klägerin erfolglos geblieben. Einige Bundesländer bieten bereits Ethikunterricht in der Grundschule an.

Banksy-Rätsel von Internet-Nutzern gelöst

Das Banksy-Rätsel war schnell gelöst.

Der Streetart-Künstler hatte seine Fans auf seiner Internet-Seite auf eine Art Schatzsuche geschickt: Er zeigte dort zwei Fotos: Eines seines neuesten Kunstwerks, das ein sich umarmendes Paar zeigt, das auf seine Handys starrt. Auf dem zweiten Foto war eine Nahaufnahme des Ortes zu sehen, auf den Banksy anschließend seine Schablonen-Kunst aufsprühte. Seine Anhänger wurden rasch fündig: Binnen 24 Stunden fanden einige von ihnen heraus, dass sich der neue Banksy auf einer kleinen Tür an einer Mauer in Bristol befindet - der Geburtststadt des Künstlers.

Kroatischer Geheimdienstagent wird an Deutschland ausgeliefert

Die Ermordung des jugoslawischen Dissidenten Djurekovic vor mehr als 30 Jahren ist ein Stück Nachkriegsgeschichte.

Bei der Aufklärung dieser Episode des Kalten Krieges kann die deutsche Justiz nun einen Teilerfolg verbuchen: Der ehemalige kroatische Geheimdienstgeneral Mustac muss an die Bundesrepublik ausgeliefert werden. Das entschied in letzter Instanz das Oberste Gericht des Landes, wie Medien in Zagreb berichten. Mustac wird vorgeworfen, an der Ermordung Djurekovics 1983 im bayerischen Wolfratshausen beteiligt gewesen zu sein. Ende Januar war wegen des Falls bereits der frühere Geheimdienstler Perkovic ausgeliefert worden.

Entlassene Musiker des Musicals "War Horse" scheitern vor Gericht

Das Musical "War Horse" wird in London weiterhin ohne Live-Musiker gespielt.

Fünf Streicher und Bläser sind mit dem Versuch gescheitert, ihren Ausschluss von den Aufführungen am National Theatre per einstweiliger Verfügung des High Court rückgängig zu machen. Wie die BBC berichtet, lehnte das Gericht den Antrag ab und will zunächst die vertragliche Situation klären. Das Theater hatte die Musiker entlassen und spielt die Musik seitdem vom Band ab - nach eigenen Angaben aus künstlerischen und finanziellen Gründen.

Russische Aktivistin warnt vor "Ideologisierung" der russischen Kultur

Droht der russischen Kultur eine Ideologisierung?

Die Menschenrechtsaktivistin Irina Scherbakowa sieht diese Gefahr. Zur Begründung verwies sie im Deutschlandradio Kultur auf einen kürzlich veröffentlichten Entwurf des russischen Kultusministeriums. Darin erkennt Scherbakowa eine Absage an westliche Werte wie Demokratie, Toleranz und Rechtsstaatlichkeit, aber auch an eine Modernisierung Russlands. Als Beispiel nennt die Historikerin den Satz, dass Russland eine einzigartige und eigenständige Zivilisation sei, die weder zum Westen noch zum Osten neige. Einen solch "blühenden Nationalismus" habe sie noch nie erlebt, sagte Scherbakowa, die für die Menschenrechtsorganisation Memorial arbeitet.

Getötete Fotografin Anja Niedringhaus wird durch neuen Preis geehrt

Die in Afghanistan getötete Fotografin Anja Niedringhaus soll durch einen nach ihr benannten Preis geehrt werden.

Das gab die Internationale Stiftung für Frauen in den Medien bekannt. Der 'Anja Niedringhaus Preis für Mut im Foto-Journalismus' solle künftig jedes Jahr an eine weibliche Fotografin vergeben werden, die mit ähnlicher Hingabe wie die Reporterin der US-Nachrichtenagentur AP an die Arbeit gehe. Für die Auszeichnung stiftete Howard Buffett, Sohn des Investors Waren Buffett, eine Million US-Dollar. Anja Niedringhaus war Anfang April von einem afghanischen Uniformierten erschossen worden.

Londoner Friseur verärgert Nordkorea

Ein Londoner Friseur hat sich Ärger mit dem Regime in Nordkorea eingehandelt.

Er hatte in seinem Salon ein Foto gezeigt, das den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un mit seinem auffälligen Haarschnitt zeigt. Darunter stand der Werbespruch: 'Bad Hair Day? 15 Prozent Rabatt auf alle Herren-Haarschnitte im April.' Wie der Friseur dem "London Evening Standard" erzählte, seien daraufhin zwei Beamte der nordkoreanischen Botschaft in seinem Salon erschienen, hätten das Plakat als "respektlos" bezeichnet und ihn aufgefordert, es abzunehmen. Er habe die beiden darauf hingewiesen, dass sie sich nicht in Nordkorea befänden, so der Friseur. Der Auftritt der Botschaftsangestellten hinterließ aber offenbar den nötigen Eindruck: Das Bild von Kim Jong Un hängt inzwischen nicht mehr aus.

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