Seit 05:05 Uhr Studio 9

Freitag, 22.11.2019
 
Seit 05:05 Uhr Studio 9

Kulturnachrichten

Montag, 14. April 2014

Pulitzer-Preis für Aufdeckung des NSA-Skandals

Die US-Ausgabe des britischen "Guardian" und die "Washington Post" haben den Pulitzer-Preis erhalten.

Sie werden für die Aufdeckung des Abhörskandals um den amerikanischen Geheimdienst NSA geehrt, wie das Vergabekomitee an der Columbia Universität in New York mitteilte. Beide Blätter hatten das Material des Informanten Snowden veröffentlicht und damit eine Debatte über das Verhältnis zwischen Regierung und Öffentlichkeit über die Themen Sicherheit und Privatsphäre ausgelöst. Die Nachrichtenagentur Reuters wurde für ihre Berichterstattung über die Verfolgung der muslimischen Minderheit Rohingya in Birma ausgezeichnet. - Der Pulitzer-Preis wird in 14 Kategorien vergeben.

Heimlicher Einfluss auf Schulen? Stadt Birmingham prüft Vorwürfe gegen Islamisten

An Birminghams Schulen sorgt die sogenannte "Operation Trojanisches Pferd" für Aufregung.

Es geht um Vorwürfe, die der Verfasser eines anonymen Briefs erhebt: Radikale Islamisten sollen versucht haben, im Verborgenen ihren Einfluss auf das Schulsystem der britischen Stadt auszuweiten. Lokale Zeitungen zitieren Berichte, wonach nicht-muslimische Lehrer und Verwaltungsmitarbeiter gemobbt wurden. Zudem habe es Versuche gegeben, Schulklassen nach Geschlechtern zu trennen und den Aufklärungsunterricht zu verhindern. Die Stadtverwaltung kündigte an, die Vorgänge an mindestens 25 Schulen zu prüfen.

Mehr dazu lesen Sie hier.

Mailänder Scala: Aufsichtsrat befragt designierten Intendanten Pereira zu Opern-Deal mit Salzburg

Im Oktober wird Alexander Pereira, bislang Intendant der Salzburger Festspiele, Chef der Mailänder Scala.

Sechs seiner eigenen Opern-Produktionen bringt er aus Österreich mit nach Italien. Dafür bezahlt die Scala knapp anderthalb Millionen Euro. Jetzt überprüft allerdings das italienische Kulturministerium diesen Deal. Eine sehr heikle Diskussion sei im Gange, zitieren mehrere Zeitungen Giuliano Pisapia, den Bürgermeister von Mailand und Präsident der Stiftung, die die Scala kontrolliert. Heute wurde Pereira selbst vom Aufsichtsrat der Oper befragt; seine Aussagen und Unterlagen will das Kulturministerium jetzt prüfen.

Pariser Auktionshaus sagt Versteigerung von Nazi-Objekten ab

Die Ankündigung dieser Auktion hatte für Empörung gesorgt.

Ein Pariser Aufktionshaus verzichtet darauf, persönliche Gegenstände von Adolf Hitler und Hermann Göring zu versteigern. Das teilte die zuständige Aufsichtsbehörde mit. Kulturministerin Aurélie Filippetti bezeichnete die Absage als historisch und moralisch notwendig.

Bei den Objekten handelt es sich um Bücher, Pässe und Haushaltswaren aus Hitlers Residenz am Obersalzberg und dem benachbarten Haus Görings. Französische Soldaten hatten die Gegenstände nach Ende des Zweiten Weltkriegs mitgenommen. Gegen die geplante Versteigerung hatten unter anderem jüdische Organisationen protestiert.

Wissenschaftsrat betont Bedeutung der Berufsausbildung

Was kommt nach dem Abi - ein Studium oder eine Ausbildung?

Schüler, die vor dieser Entscheidung stehen, sollten beide Optionen als gleichberechtigte Möglichkeiten vorgestellt bekommen. Darauf hat - vor dem Hintergrund des Ansturms auf die Hochschulen - der Wissenschaftsrat hingewiesen. Die Entscheidung zwischen akademischer und beruflicher Laufbahn dürfe sich nicht auf Vorurteile, Image- oder Prestige-Aspekte stützen.

Zudem plädiert das Gremium, das Bundes- und Landesregierungen berät, für mehr Durchlässigkeit zwischen Berufs- und Hochschulbildung: Der Übergang müsse erleichtert werden - und zwar in beide Richtungen.

Beschwerdestelle für Kinder: Zusatzprotokoll zur Kinderrechtskonvention tritt in Kraft

Kinder und Jugendliche haben eine neue Möglichkeit, sich gegen die Verletzung ihrer Rechte zur Wehr zur setzen.

Heute tritt das dritte Zusatzprotokoll der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen in Kraft. Es sieht vor, dass sich Minderjährige direkt beim Genfer UNO-Ausschuss über Fälle von Gewalt, Misshandlung oder Vernachlässigung beschweren können. Das Deutsche Kinderhilfswerk begrüßte das Inkrafttreten der neuen Regelung. Dadurch könne die Kinderrechtskonvention wirksamer als bisher zur Anwendung kommen. Kritisch sieht die Organisation die Vorgabe, dass vor einer Beschwerde der Rechtsweg des Heimatlandes ausgeschöpft werden muss. Das führe zu langen Verfahrenszeiten. Die Kindernothilfe fordert, auch kindgerechte Beschwerdeformen zuzulassen, etwa Zeichnungen oder Videos.

Journalistenverband kritisiert geplantes Pornografie-Gesetz

Das geplante Pornografie-Gesetz ist nicht klar genug formuliert.

Diese Ansicht vertritt der Deutsche Journalisten-Verband. Der DJV-Bundesvorsitzende Michael Konken kritisierte, der Begriff "bloßstellende Bildaufnahme" sei subjektiv und könne im Zweifel beispielsweise von Prominenten gegen die Presse ausgelegt werden. Unklare Formulierungen könnten den Zweck des Gesetzes verwässern und den Bildjournalismus beschädigen, mahnte Konken.

Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) plant, die Regeln für den Umgang mit Nackt-Fotos oder -Filmen zu verschärfen. Hintergrund ist der Fall des ehemaligen SPD-Bundestagsabgeordneten Sebastian Edathy.

Beginn des Pessachfestes in Jerusalem: Zugang zum Tempelberg stark eingeschränkt

Zum jüdischen Pessachfest rechnet die israelische Polizei mit Unruhen.

Deshalb hat sie den Zugang zum Tempelberg in der Altstadt von Jerusalem stark eingeschränkt. Den Angaben zufolge werden derzeit nur Männer über 50 zum Tempelberg durchgelassen. Für Frauen gibt es keine Beschränkungen. - Gestern hatte es auf dem Tempelberg, auf dem die Al-Aksa-Moschee und der Felsendom stehen, Zusammenstöße zwischen der israelischen Polizei und muslimischen Demonstranten gegeben.

Bulgarische Fahnder beschlagnahmen antiken Goldschatz

In letzter Minute wurde verhindert, dass dieser Goldschatz ins Ausland geschmuggelt wurde:

Die Behörden in Bulgarien haben Schmuck aus dem dritten Jahrtausend vor Christus beschlagnahmt. Es handelt sich um etwa 15.000 Teile dreier goldener Halsketten, die heute im Nationalen Historischen Museum nahe der Hauptstadt Sofia präsentiert wurden. Ein Verkauf im Ausland hätte den Schmugglern nach den Worten von Museumsdirektor Boschidar Dimitrow mehrere Millionen Euro eingebracht. Bemerkenswert sei aber vor allem der wissenschaftliche Wert: Es seien auf dem Gebiet des heutigen Bulgariens die ersten Spuren einer hochentwickelten Zivilisation aus der Mitte des dritten Jahrtausends vor Christus.

Studie: Fernsehkonsum bringt Kinder um den Schlaf

Diese Studie dürfte den Argwohn vieler Eltern bestärken.

Wissenschaftler in den USA haben festgestellt, dass Fernsehkonsum Kinder um den Schlaf bringt. In der Fachzeitschrift "Pediatrics" berichten sie über ihre Studie an 1800 Kindern im Alter von 6 Monaten bis 8 Jahren. Bei der Untersuchung stellten die Forscher nach eigenen Worten einen "kleinen aber durchgehenden Zusammenhang" fest: Jede zusätzliche Stunde vor dem Fernseher reduzierte den Schlaf der Kinder um etwa sieben Minuten pro Tag. Dieser Effekt zeigte sich stärker bei Jungen als bei Mädchen. Kinder mit einem eigenen Fernseher in ihrem Zimmer schliefen pro Tag sogar eine halbe Stunde weniger.

Spätes Osterfest steigert den Absatz von Schokoladenhasen

Der späte Oster-Termin ist schlecht für die Figur.

Das legen Zahlen des Bundesverbands der Deutschen Süßwarenindustrie nahe: Danach werden in diesem Jahr insgesamt mehr als 200 Millionen Schokoladen-Osterhasen hergestellt. Das sind gut acht Prozent mehr als im Vorjahr. Zur Begründung verwies der Verband auf die Tatsache, dass Ostern in diesem Jahr fast einen Monat später stattfindet als 2013 - und Osterschokolade somit deutlich länger angeboten wird. 120 der 200 Millionen Hasen verspeisen die Deutschen selbst, der Rest wird exportiert.

Amnesty International beklagt Verletzung der Meinungsfreiheit in Algerien

Regierungskritische Journalisten werden angegriffen, Proteste gewaltsam aufgelöst und Gewerkschaftsvertreter schikaniert.

Mit dieser Kritik bringt Amnesty International die Sorge über die Lage in Algerien zum Ausdruck. Die Menschenrechtsorganisation erklärte, vor der Präsidentenwahl werde die Meinungsfreiheit in dem Land massiv eingeschränkt. Die Behörden hätten ihren Druck auf Regierungsgegner erhöht und deutlich gemacht, dass sie keine öffentliche Kritik duldeten. Die Wahl am Donnerstag sei schon jetzt anzuzweifeln. Dabei gilt Staatschef Abdelaziz Bouteflika als Favorit.

Historiker fordert neue Gedenkkultur

Das Gedenken an den Ersten Weltkrieg orientiert sich zu stark an der Schuldfrage.

Diese Auffassung vertritt zumindest der Historiker Oliver Janz. Der Professor für Neuere Geschichte der Freien Universität Berlin fordert in der "Neuen Osnabrücker Zeitung" eine neue Gedenkkultur, die auf dem Mitgefühl für die Leiden anderer basieren sollte. Für Janz ist die Erinnerung an den Ersten Weltkrieg gerade in Deutschland und Frankreich noch zu stark national strukturiert. Für Frankreich sei der Erste Weltkrieg wichtig, weil er ein klarer Sieg und ein gerechter Verteidigungskrieg gewesen sei. In Deutschland sei der Erste Weltkrieg dagegen in der Erinnerung durch den Zweiten Weltkrieg und den Holocaust überlagert. Als Ziel nennt Janz ein gemeinsames Gedenken der Europäer.

Tallinn: Meteorit als Grundstein für Kino "Kosmos"

Das "Kosmos" gilt in der estnischen Hauptstadt Tallinn als Kino-Legende.

Nach jahrelangem Streit hat jetzt die grundlegende Modernisierung des denkmalgeschützten Baus begonnen. Geschäftsführerin Tatjana Tolstaja erklärte, künftig werde das Gebäude nicht nur Kino, sondern auch Kulturzentrum und Touristenattraktion sein. Passend zum Namen wird Grundstein für das neue "Kosmos" ein Meteorit.
Das Kino wurde 1964 am Rande der historischen Altstadt eröffnet. Es war damals das größte Lichtspielhaus Estlands und galt als modernstes Kino der baltischen Staaten. Während der Unabhängigkeitsbewegung spielte es eine wichtige Rolle als Versammlungshalle.

Spanische Regisseurin Neús Ballus erhält Debüt-Spielfilmpreis

Der Film ist nur mit Laiendarstellern besetzt und beleuchtet den Alltag im ländlichen Katalonien.

"La Plaga" heißt die Produktion der spanischen Regisseurin Neús Ballus, für das sie beim Internationalen Frauenfilmfestival in Köln den Debüt-Spielfilmpreis bekommen hat. Die Jury erklärte, der Film verfolge einen tiefgreifenden philosophischen Ansatz. Die Persönlichkeiten darin blieben unvergesslich. Zum Abschluss des Festivals zogen die Organisatoren eine positive Bilanz. Die Arbeiten von insgesamt 60 Regisseurinnen hätten zu vielen Diskussionen angeregt.

Pulitzer-Preisträger werden bekannt gegeben

Er ist eine Art Oscar für Literaten und Journalisten - der Pulitzer-Preis.

In New York werden heute Abend die Gewinner bekannt gegeben. Erwartet wird, dass unter anderem die Enthüllungen rund um den US-Geheimdienst NSA berücksichtigt werden. Die wichtigste amerikanische Auszeichnung für die Branche wird von der New Yorker Columbia Universität vergeben. Sie geht nur an Arbeiten, die in US-Medien veröffentlicht wurden. 2013 war die "New York Times" mit vier Preisen die große Gewinnerin.

Außenminister Steinmeier setzt sich für verfolgte Bürgerrechtler ein

Das Schicksal der Bürgerrechtler in China beschäftigt auch Bundes-Außenminister Frank-Walter Steinmeier.

Bei seinem Besuch in Peking machte er sich für verfolgte Dissidenten stark. Nach Gesprächen mit seinem Amtskollegen Wang Yi sagte er, Deutschland werde die Lage von Menschenrechtsaktivisten sowie die Reisefreiheit für den Künstler Ai Weiwei immer auf allen Ebenen erörtern. Chinas Außenminister betonte, in einem gleichberechtigten Dialog sei sein Land bereit, über Menschenrechte zu diskutieren. Allerdings dulde man keine Einmischung in innere Angelegenheiten.

Stralsund erhält Kepler-Druck aus New York zurück

Vor zwei Jahren hat das Stralsunder Stadtarchiv unbemerkt historische Bücher verkauft - und damit für bundesweiten Wirbel gesorgt.

Heute nun soll ein wertvoller Sammelband des Astronomen Johannes Kepler in die Hansestadt zurückkehren. Wie die Kommune mitteilte, wird Jonathan Hill vom gleichnamigen New Yorker Auktionshaus das Werk übergeben. Das Auktionshaus hatte zuvor angeboten, dass die Stadt den historischen Band zum Einkaufspreis zurückkaufen könne. Der Kepler-Band war für rund 180.000 Euro im New Yorker Auktionshaus angeboten worden.

2012 hatte das Stadtarchiv Stralsunds fast 6.000 historische Bücher veräußert. Nach Angaben der Stadt sind inzwischen fast 90 Prozent wieder zurückgekehrt.

Mehr Schüler sollen Gedenkstätten in Sachsen-Anhalt besuchen

Am Geld soll ein Besuch in Sachsen-Anhalts Gedenkstätten nicht scheitern.

Die Landeszentrale für politische Bildung kündigte an, in diesem Jahr die Kosten für die Beförderung von Schulklassen mit Bus und Bahn zu übernehmen. Eine Reihe historischer Jubiläen böten Anlass, sich mit der deutschen und europäischen Geschichte des 20. Jahrhunderts zu befassen. 2014 wird unter anderem an den Beginn des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren erinnert, außerdem an den Beginn des Zweiten Weltkriegs vor 75 Jahren und die friedliche Revolution vor 25 Jahren.

Nach Sperrung von Twitter: Vertreter des Online-Dienstes reisen in die Türkei

Twitter geht auf die Türkei zu.

Nach der vorübergehenden Sperrung des Online-Dienstes wollen Vertreter des Unternehmens heute mit Repräsentanten der türkischen Regierung sprechen. Das berichten türkische Medien. Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hatte den Zugang zu Twitter im März sperren lassen, nachdem dort über Korruptionsvorwürfe gegen ihn und sein Umfeld berichtet worden war. Das Oberste Gericht der Türkei stufte das Verbot Anfang des Monats als illegal ein. International wurde die Twitter-Sperre als Verstoß gegen die freie Meinungsäußerung kritisiert. Vorgestern hatte Erdogan Twitter dann Steuerbetrug vorgeworfen.

"Die Tribute von Panem" räumen bei MTV-Filmpreisen ab

Zur Belohnung gab es goldene Popcorn-Tüten.

Der Science-Fiction-Film "Die Tribute von Panem - Catching Fire" ist der große Gewinner der diesjährigen MTV-Filmpreise. Die Produktion räumte bei der Gala in Los Angeles in drei Kategorien ab und wurde unter anderem als bester Film ausgezeichnet. Bewertet wurden in dem Spaß-Wettbewerb auch wieder ungewöhnliche Leistungen wie der schönste Oberkörper. Damit konnte Teenie-Schwarm Zac Efron punkten. Für den besten Kampf durfte Orlando Bloom goldenes Popcorn mit nach Hause nehmen, der in "Der Hobbit" als Elb Legolas gegen eine Horde Orks antritt. Die Auszeichnung für den besten Kuss ging an Will Poulter, der in dem Film "Wir sind die Millers" mit seinen Kolleginnen knutscht.

Vietnam lässt zwei Dissidenten frei

Vietnam will offenbar eine gute Verhandlungsbasis schaffen.

Am Rande der Gespräche über ein Freihandelsabkommen mit den USA hat das Land zwei Dissidenten aus der Haft entlassen. Das gaben Anwälte und Aktivisten bekannt. Die beiden Männer waren verurteilt worden, weil sie sich für mehr Demokratie im Gefängnis eingesetzt hatten. Die USA hatten Vietnam aufgefordert, seine Menschenrechtssituation zu verbessern. Andernfalls hätten die Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen schlechte Chancen im Kongress.

"Captain America" bleibt an US-Kinospitze

"Captain America" schlägt sich wacker.

Das Superhelden-Spektakel hält sich weiter an der Spitze der US-Kinocharts. Wie der "hollywood Reporter" berichtet, hat der zweite Teil des Spektakels in seiner zweiten Woche umgerechnet rund 30 Millionen Euro eingespielt. Der Film mit Stars wie Chris Evans, Scarlett Johansson und Samuel L. Jackson sorgte auch an den deutschen Kinokassen schon für Furore.

Türkei plant eigene Gefängnisse für Lesben und Schwule

Die Türkei unternimmt einen Vorstoß zum Schutz homosexueller Straftäter vor Übergriffen in Gefängnissen.

Wie Justizminister Bekir Bozdag ankündigte, will das Land eigene Haftanstalten für Lesben und Schwule bauen. Er reagierte damit auf eine Anfrage der Oppositionspartei CHP, die die Probleme solcher Häftlinge im Parlament thematisiert hatte. Der Justizminister sagte, momentan könnten Häftlinge bei ihrer Einlieferung ihre sexuelle Neigung angeben. Dann würden Lesben oder Schwule in Großzellen mit anderen Homosexuellen untergebracht.

Flammeninferno bedroht Weltkulturerbe in Chile

Mindestens 12 Menschen sind ums Leben gekommen, tausende Häuser wurden zerstört.

Das ist die vorläufige Bilanz der Brandkatastrophe im chilenischen Valparaíso. Nach Angaben der Feuerwehr ist der Brand weiter außer Kontrolle und bedroht damit auch den historischen Stadtkern. Mit seinen farbenfrohen Gebäuden aus dem 19. und 20. Jahrhundert gehört er zum Weltkulturerbe der UNESCO. Präsidentin Michelle Bachelet sprach von einer gewaltigen Tragödie und erklärte die Hafenstadt zum Notstandsgebiet.

"Der Spiegel": Schavans Qualifikation für Botschafterposten fraglich

Die Debatte um die frühere Bundesbildungsministerin Schavan geht weiter.

Grund ist die formale Qualifikation der CDU-Politikerin für die geplante Entsendung als Botschafterin in den Vatikan. Wie das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" berichtet, ist für den höheren Dienst im Auswärtigen Amt ein Hochschulabschluss erforderlich; diese Voraussetzung erfülle Schavan nach Aberkennung ihres Doktortitels nicht mehr. Sie hatte ihre Studium 1980 direkt mit einer Promotion beendet. Das Auswärtige Amt widersprach der Darstellung. Eine Sprecherin sagte der Katholischen Nachrichten-Agentur, ein abgeschlossenes Studium sei nicht zwingend erforderlich.

Juden in Frankreich protestieren gegen Auktion von Nazi-Objekten

"Diese Auktion ist eine Form moralischer Unanständigkeit."

So lautet die Kritik der größten jüdischen Organisation Frankreichs an den Plänen, persönliche Gegenstände Adolf Hitlers und des NS-Reichsmarschalls Hermann Göring zu versteigern. Der Dachverband CRIF forderte das französische Kulturministerium auf, die Ende des Monats angesetzte Auktion zu verbieten. Alles andere sei respektlos gegenüber den Opfern der Nazi-Diktatur.
Das Pariser Auktionshaus Vermot de Pas will Objekte aus Hitlers bayerischer Alpenresidenz Berghof am Obersalzberg und dem benachbarten Haus Görings versteigern.

Kunstaktion: Schuhputzboxen verhüllen Altar von Berliner Kirche

Die Kunstaktion soll auf das Schicksal der Schuhputzer in Äthiopien aufmerksam machen.

Rund 3.500 Schuhputzboxen verhüllen in der Karwoche den Altar der St. Matthäus-Kirche in Berlin-Tiergarten. Die Organisatoren wiesen bei der Vorstellung des Projekts auf die Lage vieler Jugendlicher hin, die sich in Äthiopien durch Schuheputzen ihren Schulbesuch finanzieren. Die sogenannten "Listros" stünden am untersten Rand der äthiopischen Gesellschaft. Die Kunstaktion greift eine alte christliche Tradition auf, wonach der Altar in der Karwoche mit einem Hungertuch verhüllt wird. An dessen Stelle treten nun die Schuhputzboxen.

Moskau: Mindestens 4000 Demonstranten fordern Meinungsfreiheit

"Gebt uns unsere Meinungsfreiheit zurück."

So stand es auf Spruchbändern, die Demonstranten in Moskau getragen haben. Rund 4000 Menschen sind dort für Pressefreiheit in Russland auf die Straße gegangen. Sie versammelten sich zu einem sogenannten "Marsch der Wahrheit". Teilnehmer meinten, im Fernsehen sehe man nichts als Lügen. Auch die Berichterstattung zur Ukraine-Krise werde zurechtgebogen.
Menschenrechtsorganisationen werfen Russland immer wieder Verstöße gegen die Presse- und Meinungsfreiheit vor. Sender wie der oppositionelle Fernsehsender Doschd sehen sich von der Schließung bedroht.

USA: Drei Tote bei Schüssen auf jüdische Einrichtungen

Das jüdische Pessach-Fest ist im US-Bundesstaat Kansas von einer Schießerei überschattet worden.

Dort hat ein Mann in einem jüdischen Gemeindezentrum und in einem Seniorenheim drei Menschen getötet. Kurz darauf wurde er festgenommen. Das Motiv des Täters ist nicht bekannt. Nach Medienberichten soll er bei seiner Festnahme antisemitische Bemerkungen gemacht haben. Die Polizei wollte sich dazu nicht äußern. Heute beginnt das jüdische Pessach-Fest, mit dem die Juden an den Auszug des israelischen Volkes aus Ägypten erinnern.

Kulturnachrichten hören

April 2014
MO DI MI DO FR SA SO
31 1 2 3 4 5 6
7 8 9 10 11 12 13
14 15 16 17 18 19 20
21 22 23 24 25 26 27
28 29 30 1 2 3 4

Fazit

weitere Beiträge

Kompressor

Faszination AquariumWie Nemo ins Wohnzimmer kam
Ein orangefarbener Fisch schwimmt durch ein Aquarium. ( Unsplash / Delbert Pagayona )

Aquarien bringen geheimnisvolle Unterwasserwelten ins Wohnzimmer. Die Faszination Aquarium entstand im 19. Jahrhundert – auch weil sie Hausfrauen Freiräume eröffnete. Aber ist es heute noch zeitgemäß, Fische in einem kleinen Glaskasten zu halten?Mehr

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur