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Kulturnachrichten

Sonntag, 6. April 2014

Peter Wawerzinek schreibt in "Schluckspecht" über seine Beziehung zum Alkohol

Süchte gehören zu dem gewissen Leid, das Autoren sich auferlegen.

Das sagte Peter Wawerzinek in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". In seinem neuen Buch "Schluckspecht" schreibt er über seine Beziehung zum Alkohol. Trinkende Schriftsteller galten laut Wawerzinek schon immer als versoffene Genies. Das habe er früher gerne werden wollen. In seinem Buch wolle er das Trinken nicht verteufeln. Es sei keine Warnung vor den Gefahren, sondern etwas Unverfängliches. Kein Trinker lese "Wege aus der Sucht" freiwillig. Aber "Schluckspecht" - na klar. Er habe gute Zeiten mit Alkohol gehabt, gehe im Buch aber auch den schweren Weg in die Trinkerheilanstalt.

Britische Sängerin Vera Lynn möchte mit Liedern an Kriegszeiten erinnern

Sie wurde als "The Forces Sweetheart" berühmt.

Die britische Sängerin Vera Lynn trat im zweiten Weltkrieg mehrmals vor Soldaten auf. Ihre Lieder aus dieser Zeit werden jetzt neu herausgebracht. Darunter auch drei verloren geglaubte Aufnahmen, die in Archiven wieder aufgetaucht sind. Dem "Telegraph" sagte Lynn, es seien nicht mehr viele Menschen übrig, die sich an den Krieg erinnern könnten. Es sei ihr wichtig, dass die Opfer von damals nicht vergessen würden.

"Wetten, dass...?" wird vom ZDF abgesetzt

Noch drei Ausgaben, dann ist Schluss.

Das ZDF stellt seine Show "Wetten, dass...?" nach 33 Jahren ein. Die letzte Folge der Sendung wird am 13. Dezember aus Nürnberg gesendet. ZDF-Programmdirektor Norbert Himmler sagte, der Rückgang der Zuschauerzahlen zeige, dass die Sendung an Anziehungskraft verloren habe. Es sei dem Sender nicht leichtgefallen einen Klassiker wie "Wetten, dass...?" vom Schirm zu nehmen. Der Aufwand für eine so große Show stehe aber nicht mehr im Verhältnis zur Zuschauer-Resonanz.

Moderator Markus Lanz stand wegen der stetig sinkenden Quote seit längerem unter Druck. Zuletzt hatten nur noch 5,8 Millionen Zuschauer eingeschaltet - ein historisch niedriger Wert für die Unterhaltungssendung. Thomas Gottschalk war in seinem letzten Jahr als "Wetten, dass...?"-Moderator im Schnitt auf 9,5 Millionen Zuschauer gekommen.

Entwicklungsminister Müller will Textilsiegel für Modebranche

Die Standards sollen vom Baumwollfeld bis zum Bügel gelten.

Entwicklungsminister Gerd Müller will die Textilbranche verpflichten, soziale und ökologische Standards einzuhalten. Er sagte der "Welt am Sonntag", eine Selbstverpflichtung der Branche sei nötig. Wenn eine Jeans so billig sei, dass sie nach ein paar Mal Tragen weggeworfen werde, müsse einem das zu denken geben. Das sei nämlich nur deshalb so, weil die Näherin in Bangladesh nur einen Stundenlohn von fünf Cent bekomme. Müller erklärte, wenn es auf freiwilliger Basis nicht gehe, werde auch ein gesetzlicher Rahmen für die Modebranche vorgegeben. Momentan werde ein Textilsiegel vorbereitet, das für nachhaltig produzierte Kleidung stehen solle. Laut Müller wird es noch in diesem Jahr eingeführt. Deutschland wolle damit Vorreiter in Europa sein.

Rio de Janeiro: Militär besetzt Armensiedlung bis zum Ende der WM

Sie sollen bis zum Abschluss der Fußball-Weltmeisterschaft bleiben.

In Rio de Janeiro ist das Militär in eine Favela im Norden der Stadt eingerückt. Die rund 2.700 Soldaten sollen Drogenbanden vertreiben. Die Armensiedlung liegt auf dem Weg von Rios internationalem Flughafen zum Stadtzentrum. Besetzungen von Favelas durch Polizei und Militär sind umstritten. Viele Experten gehen davon aus, dass das Problem der organisierten Kriminalität damit nicht gelöst wird, da Kartelle ihre Aktivitäten einfach verlagern und so Gewalt in andere Viertel bringen.

Siegfried Lenz übergibt sein persönliches Archiv dem Deutschen Literaturarchiv

Er gehört zu den einflussreichsten Autoren der Nachkriegs- und Gegenwartsliteratur.

Siegfried Lenz vertraut sein persönliches Archiv jetzt dem Deutschen Literaturarchiv in Marbach an. Er erklärte, dass er dort enormen Sachverstand spüre und die Leidenschaft aller an dem Projekt Beteiligten bewundere. Der Direktor des Literaturarchivs, Ulrich Raulff, bedankte sich bei dem Schriftsteller und betonte, Marbach wünsche sich seit Jahrzehnten, Manuskripte und Briefe von Lenz aufnehmen zu dürfen. Handschriften, Bücher und Dokumente des Autors werden dort schon seit den 50er Jahren gesammelt.

Präsident von Panama weiht erste U-Bahn Mittelamerikas ein

Es ist die erste U-Bahn Mittelamerikas.

Panamas Präsident Ricardo Martinelli hat in Panama-Stadt die etwa 14 Kilometer lange Metrolinie 1 eröffnet. Sie verbindet den Norden und den Süden der Hauptstadt miteinander. Der Bau der U-Bahn kostete knapp 1,9 Milliarden US-Dollar - etwa 30 Prozent mehr als ursprünglich geplant. In den ersten Monaten dürfen die Passagiere kostenlos fahren. Die Opposition sieht darin einen Wahlkampftrick der Regierungspartei, da in rund einem Monat die Präsidentenwahl ansteht.

Autor Peter Matthiessen im Alter von 86 Jahren gestorben

Der Autor und Umweltschützer Peter Matthiessen ist tot.

Wie sein Verleger mitteilte, starb Matthiessen gestern im Alter von 86 Jahren in Long Island im US-Staat New York. Der Schriftsteller verarbeitete viele Eindrücke aus Reisen in die Wildnis für seine Bücher. Bekannt wurde Matthiessen unter anderem mit seinem Roman "Auf der Spur des Schneeleoparden", worin er von seiner spirituellen Reise zum Himalaya erzählt. Außerdem war er maßgeblich an der Gründung des Literaturmagazins "The Paris Review" beteiligt.

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