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Donnerstag, 20.09.2018
 
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Kulturnachrichten

Donnerstag, 20. September 2018

Chef verlässt "New York Review of Books" nach Kritik

Anlass war ein veröffentlichter Essay

Der Chefredakteur der "New York Review of Books" ist nicht mehr im Amt. Ian Burmas Abgang folgte auf einen Aufschrei, den die Intellektuellenzeitschrift evozierte, als sie einen Essay eines Radiomoderators veröffentlichte, der des sexuellen Fehlverhaltens beschuldigt worden war. Der im vergangenen Jahr an die Spitze der Zeitschrift berufene Buruma sei nicht mehr auf diesem Posten, sagte Nicholas During, ein Sprecher des Magazins. Ob Buruma zurückgetreten war oder gefeuert wurde, war unklar. Kritiker hatten argumentiert, der Moderator habe seine Taten in dem Essay kleingeredet.

Sesamstraße stellt klar: Ernie und Bert nicht schwul

Als Reaktion auf ein Interview mit dem Sesamstraßen-Autor Mark Saltzman

Die Produzenten der Sesamstraße fühlen sich bemüßigt, klarzustellen, dass die Figuren Ernie und Bert tatsächlich nicht schwul seien. Sie twitterten, dass die beiden zwar menschliche Züge trügen, aber doch letztlich Puppen blieben und somit auch keine sexuelle Orientierung hätten. Auf sich daran anschließende Fragen, warum dann aber manche Puppen Freundinnen hätten, reagierten sie nicht. In einem weiteren Tweet erklärten sie, dass die "Sesamstraße immer für Inklusion und Akzeptanz gestanden" habe. Diese Tweets kamen als Reaktion auf ein Interview mit dem Sesamstraßen-Autor Mark Saltzman. Dieser erklärte, dass, als er die Szenen für Ernie und Bert geschrieben habe, er immer ohne weitere Hintergedanken das Gefühl gehabt habe, dass sie ein Liebespaar seien. Auch Frank Oz, der die Figur Bert erfunden hat, twitterte, dass der Erfinder der Muppets, Jim Henson, für beide Figuren nie vorgesehen habe, schwul zu sein.

Skulpturen sorgen in Valencia für Aufruhr

Konservative sehen Kindeswohl durch Kunstwerke bedroht

Im spanischen Valencia sorgen Skulpturen mit eindeutigen Sex-Szenen an einer Hafenpromenade für Aufruhr. Die Ausstellung im öffentlichen Straßenraum mit Figuren, die "Masturbation, Genitalien und verschiedene Sexpraktiken" zeigen, verstoße möglicherweise gegen das Gesetz zum Schutz von Minderjährigen, erklärte das konservative Familienforum. Der 74-jährige Künstler Antoni Miró wies die Kritik zurück und hob hervor, dass griechische Vasen mit erotischen Szenen in Schwarz und Weiß die Vorlage für seine Kunstwerke bildeten. Miró sagte spanischen Medien, viele Menschen würden seine Werke als "normal" ansehen. Die Skulpturen schockierten weniger die Kinder als vielmehr "rückständige" Eltern. Die Kunstwerke an der Hafenpromenade der Mittelmeerstadt Valencia sollen einen Vorgeschmack auf eine Ausstellung geben, die demnächst in einem neuen Kulturzentrum in der Nähe gezeigt werden soll.

"Bewegte Zeiten" - Archäologie-Schau in Berlin

Die bedeutendsten Funde der vergangenen 20 Jahre

Die bedeutendsten archäologischen Funde der vergangenen 20 Jahre werden in einer großen Ausstellung in Berlin gezeigt. Die ausgegrabenen Schätze wurden aus ganz Deutschland zu der Schau mit dem Titel "Bewegte Zeiten" geschickt. Unter den Kostbarkeiten aus der Vergangenheit sind unter anderem die bronzezeitliche Himmelsscheibe von Nebra, die rund 35 000 Jahre alte Venus vom Hohlen Fels auf der Schwäbischen Alb und die beim Kölner U-Bahnbau freigelegte römische Hafen-Spundwand aus fast 2 000 Jahre alten Eichenbohlen. Am Donnerstag werden die mehr als 1 000 archäologischen Funde in der Schau erstmals vorgestellt. Von Freitag an ist die Ausstellung dann bis zum 6. Januar 2019 für das Publikum geöffnet.

U2-Sänger Bono trifft Papst Franziskus

Themen waren Missbrauch und Bildungsarbeit

Nach Aussage des U2-Sängers Bono ist Papst Franziskus sehr betroffen über die Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche. Er habe dem Papst bei ihrer Begegnung am Mittwochnachmittag gesagt, in seiner Heimat Irland habe man den Eindruck, Täter würden besser geschützt als Opfer. "Man konnte den Schmerz in seinem Gesicht sehen", beschrieb Bono die Reaktion von Franziskus am Abend vor Journalisten im Vatikan. Der Sänger war im Vatikan, um die von Franziskus gegründete Stiftung "Scholas Occurrentes" zu unterstützen und über die Zusammenarbeit mit seiner eigenen Hilfsorganisation "ONE" zu sprechen, erklärte Vatikansprecher Greg Burke zu der über 30-minütigen Begegnung. Thema war neben Bildungsarbeit auch der Umweltschutz, berichtete Bono. Die Gespräche mit der Scholas-Stiftung seien sehr positiv verlaufen. Es sei so etwas wie "Liebe auf den ersten Blick" gewesen, so Bono wörtlich.

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