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Kulturnachrichten

Donnerstag, 25. März 2021

Benin-Bronzen: Grütters plant nationales Spitzentreffen

Kulturstaatsministerin Grütters sucht nach einer nationalen Strategie im Umgang mit den legendären Benin-Bronzen. Daher soll noch im April ein Gespräch der betroffenen Kulturminister der Länder mit den Museumsdirektionen stattfinden, kündigte die CDU-Politikerin an. Auch das Auswärtige Amt solle hinzugezogen werden. Der Umgang mit den Benin-Bronzen sei ein Prüfstein für den Umgang Deutschlands mit Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten. Das gelte für das Humboldt Forum, aber auch für die anderen betroffenen Museen, die in der Trägerschaft von Ländern und Kommunen liegen, erklärte Grütters. Der Rat der Stiftung Preußischer Kulturbesitz hatte gestern den Weg für mögliche Rückgaben der umstrittenen Benin-Bronzen aus Berlin geebnet. Außenminister Maas hatte sich für eine Restitution der als Raubgut geltenden Objekte nach Nigeria stark gemacht.

Französischer Regisseur Bertrand Tavernier gestorben

Der französische Regisseur Bertrand Tavernier ("Um Mitternacht") ist im Alter von 79 Jahren gestorben. Das berichtete die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf das Institut Lumière für die Erhaltung und Verbreitung des französischen Filmerbes mit Sitz in Lyon. Tavernier wanderte in seiner Karriere zwischen Krimis, Psychothrillern, Historienfilmen, Science-Fiction, Romanzen und Satire. Er führte bei mehr als 50 Filmen Regie. Für sein umfassendes Repertoire erhielt der französische Filmemacher 2015 beim Filmfest in Venedig den Goldenen Ehrenlöwen für sein Lebenswerk. Die Begründung der Jury: Er sei ein nonkonformistischer und couragierter vielseitiger Autor. Der 1941 in Lyon geborene Tavernier starb nun einen Monat vor seinem 80. Geburtstag.

Abgeordnetenhaus: harte Linie gegen Hohenzollern

Das Berliner Abgeordnetenhaus hat die Senatsverwaltung auf eine harte Linie in der Auseinandersetzung mit den Hohenzollern um mögliche Entschädigungen, Rückgabe von Kulturgütern und den Umgang mit Leihgaben verpflichtet. Der Beschluss, der mit den Stimmen von SPD, Grünen und Linken zustande kam, verlangt vom Senat, alles für eine zügige gerichtliche Klärung der Ansprüche zu tun – diese seien aller Wahrscheinlichkeit nach ungerechtfertigt, weil die Hohenzollern beim Aufstieg der Nationalsozialisten kräftig mitgeholfen hätten. Dafür jedenfalls sprächen viele Indizien, heißt es in dem Beschluss. Bei den seit Jahren schwelenden Gesprächen geht es um die Rückgabe von Kunstwerken an die Nachfahren des letzten deutschen Kaisers und eine Entschädigung für Enteignungen nach 1945. Brandenburgs Linke hatte einen ähnlichen Antrag in den Landtag in Potsdam eingebracht. Der hat sich aber noch nicht positioniert.

"Fusion" plant Festival mit PCR-Tests

Die Veranstalter der "Fusion" wollen das Musikfestival in diesem Sommer mithilfe von PCR-Tests durchführen. Im vergangenen Jahr war die Veranstaltung wegen der Corona-Krise abgesagt worden. Das Festival in Lärz (Mecklenburgische Seenplatte) soll an zwei Wochenenden – vom 24. bis 27. Juni und von 1. bis 4. Juli – stattfinden. Der Veranstalterverein Kulturkosmos reichte seine Unterlagen zur Genehmigung ein. Er plant, an mehreren Orten, darunter in Berlin, Hamburg und Lärz, Teststellen mit PCR-Tests einzurichten. "Wenn Massentourismus auch 2021 zur Festivalzeit wieder möglich ist, dann können und werden wir mit unserem richtungsweisenden Test- und Hygienekonzept auch die Fusion feiern", hieß es auf der Internetseite. Man rechne mit etwa 180 000 nötigen Tests und hoffe zugleich auf Fortschritte bei der Impfkampagne. Vor zwei Wochen erst hatte der Ticketveranstalter Eventim mitgeteilt, die anderen großen Festivals wie Hurricane, Southside oder Rock am Ring seie erneut abgesagt.

"Bild"-Chefredakteur Reichelt nach Freistellung zurück

"Bild"-Chefredakteur Julian Reichelt kehrt nach einer befristeten Freistellung wieder zurück zu der Boulevardzeitung - die Redaktionsleitung wird er sich künftig mit "Bild am Sonntag"-Chefredakteurin Alexandra Würzbach teilen. Das habe der Vorstand von Axel Springer auf Basis des Untersuchungsberichts des Compliance-Verfahrens beschlossen, teilte der Medienkonzern mit. Eine externe Wirtschaftskanzlei war mit der Klärung beauftragt worden. Reichelt war Mobbing, Machtmissbrauch und die Ausnutzung von Abhängigkeitsverhältnissen vorgeworfen worden. Der 40-Jährige habe die Vermischung von beruflichen und privaten Beziehungen eingeräumt, die Vorwürfe jedoch bestritten. Der Vorstandsvorsitzende Mathias Döpfner erklärte, Reichelt habe Fehler gemacht. Außerdem bestehe Änderungsbedarf bei der Führungskultur in der Bild-Redaktion.

Kulturstiftung fördert zwei neue Projekte

Zur Wiederbelebung der Kultur hat die Kulturstiftung des Bundes zwei neue Projekte auf den Weg gebracht und mit rund 52 Millionen Euro Fördermitteln ausgestattet. Das bundesweite Programm Kultursommer 2021 solle zu einer Rückkehr zum kulturellen Leben im öffentlichen Raum beitragen, während die zweite Runde des Förderprogramms "Dive in" die Digitalisierung im Kultursektor voranbringen solle, teilte die Kulturstiftung in Halle mit. "Nach einem Jahr der Pandemie setzen wir alles daran, die Künste überall in unseren Städten wiederzubeleben", betonte Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU). Die Mittel stammen aus dem Hilfsprogramm "Neustart Kultur" und wurden vom Haushaltsausschuss des Bundestags bereits freigegeben.

Ruhrfestspiele befassen sich mit "Utopie und Unruhe"

Die Ruhrfestspiele Recklinghausen stehen in diesem Jahr unter dem Motto "Utopie und Unruhe". Der Spielplan umfasst vom 1. Mai bis zum 20. Juni insgesamt 90 Produktionen mit rund 210 Veranstaltungen, wie die Veranstalter am Donnerstag ankündigten. Das Theater- und Kulturfestival, das dieses Jahr 75-jähriges Bestehen feiert, findet wegen der aktuellen Corona-Schutzbestimmungen mit hybriden und digitalen Formaten statt. 2020 waren die Ruhrfestspiele vollständig ausgefallen. Beteiligt sind mehr als 650 Künstler und Künstlerinnen aus rund 20 Ländern. Eröffnet werden die Festspiele mit der Deutschlandpremiere "Die Seidentrommel. Ein modernes Nö-Spiel", die als hybride Version geplant ist. Außerdem erinnern die Ruhrfestspiele am 8. Mai an das Ende des Zweiten Weltkriegs. Unter dem Motto "Die Ruhrfestspiele 2021 finden statt" haben die Veranstalter mit einem strengen Sicherheits- und Hygienekonzept geplant.

Studie: Digitalisierung benachteiligt Bildungsferne

Bildungs- und leseferne Bevölkerungsgruppen sind laut einer Studie mit zunehmender Digitalisierung benachteiligt. Sie sähen sich Anforderungen gegenüber, denen sie faktisch nicht gewachsen seien, teilte die Stiftung Lesen am Donnerstag in Mainz mit. "Die Dynamik der durch Digitalisierung beförderten Veränderungen hat sich coronabedingt verstärkt und beschleunigt", sagte die Leiterin des Instituts für Lese- und Medienforschung der Stiftung Lesen, Simone C. Ehmig. 40 Prozent der Befragten mit einfacher Bildung sehen der Digitalisierung und ihren Auswirkung auf den persönlichen Alltag stärker mit Befürchtungen als mit Hoffnungen entgegen. 31 Prozent der Befragten mit einfacher Bildung fällt es schwer oder sehr schwer, im Zusammenhang mit Corona die Information zu erhalten, die sie suchen. Unter den höher Gebildeten sagen das nur 15 Prozent.

Berliner Theatertreffen wieder virtuell

Das Berliner Theatertreffen wird wegen der Pandemie erneut ins Internet verlegt. Die nächste Ausgabe ist nun vom 13. bis 24. Mai geplant. Ursprünglich hatten die Veranstalter für dieses Jahr auch auf ein Liveprogramm gehofft. Falls analoge Veranstaltungen doch noch möglich seien, werde dies kurzfristig angekündigt, sagte Festivalleiterin Yvonne Büdenhölzer der Deutschen Presse-Agentur. Das Theatertreffen zählt zu den renommiertesten Bühnenfestivals. Es sucht jedes Jahr die zehn bemerkenswertesten Inszenierungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Bereits im vergangenen Jahr war das Festival wegen der Ausbreitung des Coronavirus ins Internet verlegt worden. Eröffnet wird das Festival mit "Einfach das Ende der Welt" vom Schauspielhaus Zürich in der Regie von Christopher Rüping.

Theologin Uta Ranke-Heinemann gestorben

Die Theologin, Kirchenkritikerin und Friedensaktivistin Uta Ranke-Heinemann ist tot. Sie starb am Donnerstag im Alter von 93 Jahren in Essen, wie ihr Sohn mitteilte. Die Tochter des früheren Bundespräsidenten Gustav Heinemann habilitierte sich 1969 als weltweit erste Frau in katholischer Theologie und wurde ein Jahr später zur Professorin berufen. 1987 wurde ihr die Lehrbefugnis entzogen, nachdem sie das Dogma von der Jungfrauengeburt Jesu angezweifelt hatte. In Büchern und Talkshows übte Ranke-Heinemann scharfe Kritik an der Kirche, insbesondere am Zölibat und der Sexualmoral. Als Pazifistin und linke Ikone startete sie auch politische Initiativen - etwa in Nordvietnam, Kambodscha oder Moskau. In den 1980er Jahren brachte sie sich aktiv bei der Friedensbewegung ein. Bei den Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen war sie Spitzenkandidatin der Splitterpartei "Friedensliste". Die PDS schickte sie 1999 für die Bundespräsidenten-Wahl ins Rennen.

"Vergessene Nachrichten" 2021 vorgestellt

Auch im vergangenen Jahr sind nach Angaben der Initiative Nachrichtenaufklärung viele wichtige Themen in Medien zu wenig oder gar nicht vorgekommen. In der Corona-Krise scheine die mediale Berichterstattung auch von einem Virus befallen worden zu sein, der zu einer Art "Impfotainment" mutiere, erklärten die INA und der Deutschlandfunk. Thema Nummer 1 der vergessenen Nachrichten ist nach Ansicht der Jury aus Wissenschaftlerinnen und Journalisten die Neufassung des sogenannten Netzwerkdurchsetzungsgesetzes. Damit will die Bundesregierung gegen Hass im Netz vorgehen. Auch die Nato-Großübung "Defender 2020" spielte in der Berichterstattung des vergangenen Jahres kaum eine Rolle. Zudem sei das Thema "Gewalt in der Schwangerschaft" von Medien zu wenig aufgegriffen worden.

Preußische Schlösserstiftung plant große Sanierungen

Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten will in diesem Jahr rund zehn Millionen Euro in 26 Sanierungsvorhaben investieren. Dazu gehören unter anderen Arbeiten am Berliner Schloss Charlottenburg, am Potsdamer Schloss Cecilienhof, am Orangerieschloss und am Neuen Palais im Park Sanssouci sowie am Schloss auf der Berliner Pfaueninsel, wie es bei der Vorstellung des Jahresprogramms der Stiftung am Donnerstag in Potsdam hieß. Dafür sollen über fünf Jahre hinweg insgesamt rund 170 Millionen Euro aus einem Sonderinvestitionsprogramm eingesetzt werden. Aufgrund der Corona-Pandemie musste die Stiftung im vergangenen Jahr gut zwei Drittel weniger Besucher und Einnahmen verkraften. "Fünf Millionen Euro sind durch die Corona-Hilfe des Bundes geflossen", sagte Generaldirektor Christoph Martin Vogtherr. Angesichts ausgebliebener Ausgaben hinterließen die Einnahmeverluste zunächst keine Spuren.

Vorschlag: TV-Spartenkanäle in Senderverantwortung

Die öffentlich-rechtlichen Sender könnten langfristig mehr Einfluss auf ihre TV-Spartenkanäle bekommen. Die Koordinatorin der Rundfunkkommission der Länder, Heike Raab, sagte der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" über die Pläne, bisher seien die Rundfunkanstalten für ihre jeweiligen Fernsehprogramme von den Ländern durch Staatsverträge beauftragt worden. "Das wollen wir so nicht weiterführen. Künftig sollen nur noch die Hauptprogramme festgeschrieben werden. Die Entscheidung über die Spartenkanäle, wie One oder ZDFinfo, soll in der Verantwortung der Sendergruppen liegen." Die Länder forcieren derzeit ihr Reformvorhaben zu Auftrag und Struktur des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Bis Juni sollen die Vorschläge erarbeitet sein, die erste von zwei Phasen könnte 2023 in Kraft treten.

Köln restituiert Schiele-Aquarell

Die Stadt Köln gibt ein Aquarell von Egon Schiele an die Erben eines jüdischen Kunstsammlers zurück. Das beschloss der Stadtrat. Köln folgt damit einer Empfehlung der sogenannten Beratenden Kommission, die in Raubkunst-Fragen vermittelt. Das Aquarell mit dem Titel "Kauernder weiblicher Akt" befindet sich derzeit in der Sammlung des Kölner Museum Ludwig. Ursprünglich gehörte es dem Wiener Zahnarzt und Kunstsammler Heinrich Rieger. Dieser hatte eine bedeutende Sammlung der Wiener Moderne aufgebaut, darunter 130 bis 150 Zeichnungen von Egon Schiele. Nach dem "Anschluss" Österreichs 1938 wurde Heinrich Rieger von den Nationalsozialisten verfolgt, 1942 nach Theresienstadt deportiert und ermordet. Seine Nachfahren erhalten das Bild nun zurück.

Der Film "Nomadland" steigert Oscar-Chancen

Der Film "Nomadland" von Regisseurin Chloé Zhao hat seine Oscar-Chancen erneut gesteigert. Er wurde mit einem PGA-Award für den besten Film ausgezeichnet. Diese Preise für Film- und Fernsehproduktionen werden vom US-Berufsverband der Produzenten vergeben. Nach "The Hurt Locker'' von Kathryn Bigelow 2010 geht dieser Preis erst zum zweiten Mal an einen Film einer Regisseurin. Das Road-Movie "Nomadland" mit Frances McDormand in der Hauptrolle war bereits bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig mit dem Goldenen Löwen, dem Hauptpreis des Festivals, und einem Golden Globe für das beste Drama geehrt worden. Der PGA-Award für den besten Animations-Film ging an die Pixar-Produktion "Soul". Als beste Drama-Serie wurde "The Crown" geehrt, als beste Miniserie "Das Damengambit", als beste Comedy-Serie "Schitt’s Creek".

Umfrage: Diskriminierung beim Film ist Strukturproblem

Eine Umfrage der Initiative "Vielfalt im Film", die von der Antidiskriminierungsstelle des Bundes gefördert wird, offenbart Diskriminierung und Rassismus in der deutschen Filmbranche. Mehr als ein Drittel der rund 5.500 befragten Filmschaffenden gab an, in den vergangenen zwei Jahren Diskriminierungserfahrungen gemacht zu haben, unter anderem wegen des Geschlechts, Alters, Körpergewichts, rassistisch geäußerter Stereotypen oder der sexuellen Orientierung. Dabei erlebten die Betroffenen die Diskriminierung überwiegend bei der Anbahnung eines Filmjobs, etwa beim Vorsprechen. Viele melden der Umfrage nach die Diskriminierung nicht. 81 Prozent der befragten heterosexuellen Frauen wurden danach sexuell belästigt, 73 Prozent mehrfach. Aus Angst vor Benachteiligungen verleugneten viele homosexuelle oder andersgeschlechtliche Filmschaffende ihre sexuelle Identität, heißt es. Diskriminierung in der Branche sei ein strukturelles Problem, sagte Deniz Yildirim, wissenschaftliche Leiterin in der Organisation Citizens for Europe (CFE), die die Studie erstellte.

"Sesamstraße" führt zwei schwarze Puppen ein

Um Kinder über Rassismus aufzuklären, hat die weltweit bekannte "Sesamstraße" zwei neue Puppen vorgestellt. Dabei handelt es sich um den schwarzen Vater Elijah und dessen Sohn Wes, die unter anderem über unterschiedliche Hautfarben sprechen. In einem ersten in den USA veröffentlichten Clip erklären die Puppen der Figur Elmo, dass die Hautfarbe eines Menschen von Melaninen, also von Pigmenten, abhängig ist. Trotz des unterschiedlichen Aussehens seien jedoch alle Menschen, betonen Vater und Sohn. Der dreiminütige Clip ist Teil einer neuen Serie, die nach Angaben der Produzenten Familien mehr Kompetenz im Umgang mit Rassismus geben soll. Kinder müssten verstehen, was Rassismus sei und wie er Menschen beeinflusse und verletze, hieß es. Die seit 1969 existierende US-Serie "Sesamstraße" gilt als Maßstab für Bildungsprogramme. Die Sendung ist in mehr als 150 Ländern zu sehen.

"Manifest der offenen Gesellschaft" veröffentlicht

Die Tageszeitung "Die Welt" und die Wochenzeitung "Freitag" haben ein "Manifest der offenen Gesellschaft" veröffentlicht. Die Unterzeichner wie die Publizistin Franziska Augstein, der Kabarettist Matthias Richling und der Kommunikationswissenschaftler Michael Meyen treten darin für mehr Offenheit in der Corona-Debatte ein. Nach monatelangem Streit zwischen Befürwortern und Gegnern der Corona-Politik gehe es um einen Dialog auf Augenhöhe und um die Kraft der Argumente, sagte einer der Initiatoren des Manifestes, der Historiker René Schlott, im Deutschlandfunk Kultur. Beide Seiten müssten sich aufeinanderzubewegen. Gegenwärtig gebe es eine Krise der Debattenkultur, der politischen Kultur, der Parteipolitik, der Pandemiepolitik. Es müsse zu einem ruhigen, sachlichen Ton zurückgefunden werden, betonte Schlott.

Sänger Daniel Küblböck für tot erklärt

Der Sänger Daniel Küblböck ist vom Amtsgericht Passau für tot erklärt worden. Eine entsprechende Mitteilung ist im Bundesanzeiger des Justizministeriums in Berlin veröffentlicht worden. Als Todeszeitpunkt ist der 9. September 2018 angegeben. Der aus Niederbayern stammende Sänger verschwand damals von einem Kreuzfahrtschiff vor Neufundland/Kanada. Ein Überwachungsvideo des Schiffes zeigte, dass zur fraglichen Zeit eine Person von Bord sprang. Die Behörden gingen von Suizid aus. Mehrere Medien hatten am Mittwoch über die Todeserklärung berichtet. Daniel Küblböck hatte 2003 in der ersten Staffel der RTL-Casting-Show "Deutschland sucht den Superstar" den dritten Platz belegt.

Deckenmaler Peter Schubert gestorben

Der vor allem mit seiner Deckenmalereien bekannt gewordene Künstler Peter Schubert ist tot. Der Maler starb bereits am Sonntag in seinem Berliner Atelier im Alter von 92 Jahren, wie die Peter Schubert Gesellschaft unter Berufung auf die Familie mitteilte. Zu seinen Arbeiten zählen etwa die Deckenmalereien in der großen Orangerie des Schlosses Charlottenburg. Der aus Dresden stammende Schubert lernte bei Willi Baumeister in Stuttgart, Fernand Léger in Paris und Hans Uhlmann in Berlin. Mit der Arbeit im Schloss Charlottenburg stieg er auf die Deckenmalerei um.
Werke von ihm finden sich in der deutschen Botschaft im Vatikan genauso wie etwa im Saarländischen Staatstheater Saarbrücken, dem Bundeshaus in Berlin oder der Dorfkirche im brandenburgischen Damsdorf.

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Fazit

Residenztheater München"Hamlet" überzeugt nur teilweise
Johannes Nussbaum als Hamlet steht auf der Bühne und hält einen Totenkopf. (Rezidenztheater München / Birgit Hupfeld)

191 Tage war das Münchner Residenztheater zu. Nun hat es für 200 Gäste wieder seine Türen geöffnet und startet mit einer Inszenierung von Shakespeares „Hamlet“. Kritiker Michael Laages lobt den ersten Teil und ist vom zweiten umso mehr enttäuscht. Mehr

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