Seit 11:05 Uhr Lesart
Samstag, 24.10.2020
 
Seit 11:05 Uhr Lesart

Kulturnachrichten

Mittwoch, 18. März 2020

Eurovision Song Contest abgesagt

Der Eurovision Song Contest in Rotterdam wird dieses Jahr wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden. Das teilten die Organisatoren mit. Man bedauere es sehr, die Absage bekannt geben zu müssen, hieß es in einer Erklärung. Es sei unmöglich, mit der Live-Veranstaltung Mitte Mai wie geplant fortzufahren. Als deutscher Starter war der aus Slowenien stammende 22-jährige Ben Dolic mit dem Lied „Violent Thing“ nominiert.

Muholi bekommt "Spectrum"-Preis für Fotografie

Die südafrikanische Fotografin Zanele Muholi erhält den mit 15.000 Euro dotierten Internationalen "Spectrum"-Preis für Fotografie 2021 der Stiftung Niedersachsen. Die Künstlerin engagiere sich mit ihrer Arbeit in ihrem Heimatland gegen homophobe Gewalt, teilte die Stiftung mit. Ihr besonderes Augenmerk liege auf den Rechten schwarzer homosexueller Frauen. Der Preis soll ihr im März 2021 verliehen werden.

Böhmermann-Podcast nun fünfmal die Woche

Der Spotify-Podcast "Fest und Flauschig" von Satiriker Jan Böhmermann und Entertainer Olli Schulz soll nun fünfmal in der Woche erscheinen. Laut Musikstreaming-Dienst Spotify will man die derzeitigen Ereignisse im In- und Ausland in einem "Quarantäne-Sondersendeplan" in den Blick nehmen. Jan Böhmermann teilte per Twitter mit, dass es eine Mischung aus "Sendung mit der Maus", "Planet Wissen" und Ü30-Vorsorgeuntersuchung beim Hausarzt werden solle. "Fest und Flauschig" ist Spotify zufolge eines der weltweit erfolgreichsten Audio-Formate bei Spotify.

Glastonbury-Festival abgesagt

Das legendäre Glastonbury-Musikfestival in Großbritannien ist wegen der Coronavirus-Pandemie um ein Jahr verschoben worden. Das teilten die Veranstalter mit. Im Juni hatte das 50. Jubiläum des Festivals in der englischen Grafschaft Somerset gefeiert werden sollen. Erwartet wurden Stars wie der Ex-Beatle Paul McCartney, Taylor Swift, Diana Ross und US-Rapper Kendrick Lamar.

Virtuelle Rundgänge durch Vatikan-Museen

Die derzeit geschlossenen vatikanischen Museen ermöglichen den Zutritt immerhin digital, auf sieben virtuellen Rundgängen, abrufbar per Smartphones, PC oder Tablet. Zu sehen sind die Sixtinische Kapelle mit den Fresken Michelangelos und die Stanzen des Raffael im Apostolischen Palast mit der "Schule von Athen", beide vom Anfang des 16. Jahrhunderts. Hochauflösende Videoaufnahmen bieten auch einen 360-Grad-Blick in das "Museo Pio Clementino", das "Museo Chiaramonti", den "Braccio Nuovo" und die "Nikolinische Kapelle". Einzelne Kunstwerke stellen die Vatikanischen Museen auch auf Instagram vor.

Hessen öffnet Museen virtuell

Nach den Museumsschließungen wegen des Coronavirus will die Museumslandschaft Hessen Kassel ab Sonntag einen "digitalen Kunst- und Kulturgenuss für zu Hause" anbieten. In Video-Clips und Mitarbeiter-Talks bei Facebook und Instagram gehe es auf eine Reise durch die vielfältigen Epochen der Kunstgeschichte. Das Motto des Angebots laute #closedbutopen, übersetzt: geschlossen, aber offen.

Bayern verschiebt Abitur-Prüfungen

Wegen der Coronakrise verschiebt Bayern seine Abiturprüfungen um drei Wochen. Statt am 30. April sollen die Prüfungen nun am 20. Mai beginnen. Das teilte der bayerische Kultusminister Michael Piazolo mit. Er begründete das mit der geringen Vorbereitungszeit wegen des Unterrichtsausfalls. Aufgrund der dynamischen Entwicklung könne er auch weitere Veränderungen nicht ausschließen.

Berliner Clubs wollen online streamen

Die Berliner Clubszene will in Zeiten des Coronavirus mit Livestreams arbeiten. Von diesem Mittwoch an sollen täglich von 19.00 Uhr an DJ-Sets live über das Internet gestreamt werden. "Wir wollen Clubkultur zugänglich machen auch in Zeiten der Quarantäne", sagte Lutz Leichsenring, Sprecher der Clubcommission. Geplant sind neben Live-Musik, Performances, Übertragungen von Gesprächsrunden, Vorträgen und Filmen rund um clubkulturelle Themen. Die Aktion #UnitedWeStream dient auch der Sammlung von Spenden. Leichsenring verwies auf laufende Kosten eines Clubs wie dem "Watergate" mit allein 70 bis 80 festen Mitarbeitern in Höhe von monatlich etwa 120 000 Euro. Das "Berghain", Magnet für Partygänger aus der ganzen Welt, habe etwa 350 Mitarbeiter.

Hilfe für Kunst-Stipendiaten

Künstlerinnen und Künstler mit Auslandsstipendien der Bundesregierung sollen bei Ausfällen in Zusammenhang mit dem Coronavirus vor Notlagen geschützt werden. Laut Kulturstaatssekretärin Monika Grütters gibt es ständigen Kontakt mit allen Einrichtungen für "konstruktive und praktikable Einzelfalllösungen, die den staatlichen Vorgaben Rechnung tragen und zugleich die Interessen der betroffenen Künstlerinnen und Künstler berücksichtigen". Aus Sicht der Bundesregierung gilt es "auch in diesem Bereich zu vermeiden, dass Künstlerinnen und Künstler durch einen Ausfall der verbindlich zugesagten Stipendien in Notlagen geraten".

Western-Held Whitman gestorben

Der amerikanische Schauspieler Stuart Whitman, der vor allem durch Western-Rollen bekannt wurde, ist mit 92 Jahren gestorben. Er war in mehr als 100 Film- und Fernsehproduktionen zu sehen, vor allem in den sechziger Jahren.
Mit John Wayne drehte Whitman unter der Regie von Michael Curtiz den Western "Die Comancheros". An der Seite von Henry Fonda, Sean Connery und Gerd Fröbe wirkte er im Kriegsfilm "Der längste Tag" mit. Eine Oscar-Nominierung als bester Hauptdarsteller holte Whitman für das Drama "Gebrandmarkt", in dem er einen verurteilten Missbrauchstäter spielte.

Der russische Skandalautor Eduard Limonow ist tot

Der umstrittene russische Schriftsteller und Oppositionspolitiker Eduard Limonow ist tot. Wie russische Agenturen meldeten, starb er im Alter von 77 Jahren in einem Moskauer Krankenhaus. Limonow war in den 1970er-Jahren aus der Sowjetunion ausgereist und später nach Frankreich emigriert. Nach dem Ende der Sowjetunion gründete der Regierungsgegner die nationalbolschewistische Partei in Russland. Sie wurde 2007 als extremistisch verboten. Limonow organisierte unter anderem auch die sogenannten Märsche der Dissidenten gegen die Politik von Präsident Putin mit und wurde auch mehrmals festgenommen.

Gold-Münzenurteil gefallen

Der Eigentümer der gestohlenen Goldmünze aus dem Berliner Bode-Museum ist mit einer Klage gegen seine Versicherung gescheitert. Das hat das Landgericht entschieden. Die Versicherung hatte bisher nur 20 Prozent der Versicherungssumme ausgezahlt. Der Eigentümer, der die Münze an das Museum ausgeliehen hatte, verlangte weitere 3,36 Millionen Euro.
Das Gericht argumentierte, die Sicherheitsmaßnahmen im Museum seien vernachlässigt worden.

Zahlreiche Kinos ab sofort geschlossen

Immer mehr Kinos in Deutschland bleiben wegen der aktuellen Situation ab sofort geschlossen. So teilten unter anderem die Ketten Cinemaxx und Cinestar mit, dass alle ihre Kinos von der sofortigen Schließung betroffen sind. Wie lange die neue Regelung in Kraft bleiben soll, ist nicht einheitlich geregelt. Einige Städte kündigten demnach an, dass die Kinos bis Mitte April geschlossen bleiben - in anderen ist sogar die Rede von Schließungen bis Mitte Juni. In Deutschland gibt es den Angaben zufolge rund 4000 Leinwände in mehr als 700 Kinos.

Kulturnachrichten hören

März 2020
MO DI MI DO FR SA SO
24 25 26 27 28 29 1
2 3 4 5 6 7 8
9 10 11 12 13 14 15
16 17 18 19 20 21 22
23 24 25 26 27 28 29
30 31 1 2 3 4 5

Fazit

weitere Beiträge

Kompressor

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur