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Mittwoch, 20.11.2019
 
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Kulturnachrichten

Montag, 15. April 2019

Pariser Kathedrale Notre-Dame steht in Flammen

Die weltberühmte Kathedrale Notre-Dame in Paris steht in Flammen. Riesige Flammen schlugen am Montagabend aus dem Dach der gotischen Kirche, die Turmspitze brach komplett in sich zusammen. Eine dichte Rauchwolke schraubte sich in den Himmel. Ein Teil der Seine-Insel, auf der die Kathedrale steht, wird seit 19.30 Uhr evakuiert. Präsident Emmanuel Macron und Premierminister Edouard Philippe wollten sich zur Kathedrale begeben. "Alles brennt", sagte der Sprecher von Notre Dame, André Finot. "Von dem Dachstuhl, der zu einem Teil aus dem 19. Jahrhundert und zum anderen Teil aus dem 13. Jahrhundert stammt, wird nichts übrig bleiben". Ob die Flammen auch das Gewölbe erreichen werden, das die Kathedrale schützt, sei noch unklar. Der Feuerwehr und dem Sprecher zufolge brach der Brand gegen 18.50 Uhr auf dem Dachboden der Kathedrale aus und breitete sich rasend schnell aus. Die Fassade der Kirche wird zur Zeit aufwändig gereinigt. Der Brand könnte nach Einschätzung der Feuerwehr mit den Arbeiten zusammenhängen. Der Brand schien von den Baugerüsten auszugehen, die auf dem Dach installiert waren. Macron schrieb auf Twitter, er teile die "Gefühle einer ganzen Nation". Seine für 20.00 Uhr geplante Fernsehansprache als Antwort auf die Proteste der "Gelbwesten" verschob der Präsident, wie sein Büro mitteilte.

Pulitzerpreise vergeben

Soulkönigin Aretha Franklin heimst auch noch nach ihrem Tod Preise ein. Sie erhielt als erste Frau den Pulitzer-Sonderpreis. Geehrt werde ihr unauslöschlicher Beitrag zur amerikanischen Musik und Kultur, teilte der Pulitzer-Vorstand mit. Die Zeitung "Sun-Sentinel" aus dem US-Bundesstaat Florida hat den Pulitzerpreis für ihre Berichterstattung nach dem Massaker an einer High School gewonnen. In weiteren der insgesamt 21 Kategorien des renommierten Preises wurden unter anderem die "Washington Post" und die "Los Angeles Times" ausgezeichnet. Drei Reporter der "New York Times" gewannen einen Pulitzer für eine 18 Monate lange Recherche zu den Finanzen von US-Präsident Donald Trump. Das "Wall Street Journal" holte einen Preis für Enthüllungen darüber, dass Trump im Vorfeld der US-Wahl im Jahr 2016 Schweigegeld an zwei Frauen zahlen ließ. Die "Pittsburgh Post-Gazette" gewann für ihre Berichterstattung über das Attentat auf eine Synagoge in Pittsburgh mit elf Toten im vergangenen Oktober. Zwei in Myanmar inhaftierte Journalisten der Nachrichtenagentur Reuters gewannen einen Pulitzer für ihre Berichterstattung über das Massaker an zehn Männern der muslimischen Rohingya-Minderheit in Myanmar.

Deutsche Welle in Venezuela wieder empfangbar

Das Sendesignal des spanischen TV-Kanals der Deutschen Welle ist in Venezuela wieder uneingeschränkt verfügbar. Das teilte die Deutsche Welle in Bonn unter Berufung auf unabhängige Partner des deutschen Auslandssenders mit. Die venezolanische Rundfunkbehörde Conatel hatte den spanischen TV-Kanal der Deutschen Welle am Wochenende aus dem Kabelnetz genommen. Die Bundesregierung hatte das Vorgehen der Rundfunkbehörde kritisiert und verlangt, die Entscheidung zu revidieren.

Neue Prüfung der Vorwürfe gegen Serebrennikow

Ein Gericht in Moskau hat eine neue Expertenstudie zum Fall des wegen Veruntreuung beschuldigten renommierten Regisseurs Kirill Serebrennikow angeordnet. Es gab am Montag einem Antrag der Verteidigung statt, laut dem die Vorwürfe gegen Serebrennikow auf nicht stichfesten Schlussfolgerungen einer vorherigen Prüfung der Finanzen seines Theaters basierten. Serebrennikow war vor einer Woche nach 20 Monaten Haft aus dem Hausarrest freigelassen worden. Er ist einer der prominentesten Theater- und Filmregisseure Russlands. Serebrennikow und mehrere seiner Mitarbeiter sind beschuldigt, staatliche Mittel für ein Theaterprojekt veruntreut zu haben. Die Vorwürfe hat er als absurd zurückgewiesen. Viele in Russland sehen die Anschuldigungen als Bestrafung für seine Haltungen gegen das Establishment.

Rückgabe von Gebeinen indigener Australier

Nach mehr als 100 Jahren sind menschliche Überreste von 42 indigenen Australiern aus Museen und Sammlungen in Sachsen und Sachsen-Anhalt an die Botschaft Australiens zurückgegeben worden. Die Gebeine befanden sich seit dem frühen 20. Jahrhundert im Besitz der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden sowie der Meckelschen Sammlung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Entgegen genommen wurden die sterblichen Überreste unter anderem von Vertretern der Yawuru Community, einem indigenen Volk in Westaustralien. Nach der Rückkehr nach Australien sollen die Gebeine mit traditionellen Riten bestattet werden. An der feierlichen Übergabezeremonie in Berlin nahm auch Australiens Botschafterin in Deutschland, Lynette Wood, teil.

Studie: Rechtsrock-Szene setzt auf gemäßigtere Texte

Die Rechtsrock-Szene setzt auf gemäßigtere Texte zur Vermittlung ihrer extremistischen Ideologie. Zu diesem Ergebnis kommt die in Dresden vorgestellte Studie "Rechte Hassgewalt in Sachsen", die am Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung an der Technischen Universität Dresden entstand. Während in den Sozialen Medien traditionelle rechtsextreme Feindbilder dominierten, ging ihr Anteil demnach in den Texten vieler Rechtsrockbands beständig zurück. Als Ursache für die Entwicklung sehen die Extremismusforscher die staatlichen Repressionsmaßnahmen gegen die Szene zu Beginn der 1990er Jahre. Die Bands setzten nun verstärkt auf eine Technik der "literarischen Camouflage" - einer kodierten, juristisch unangreifbaren Ausdrucksweise. Sachsen zählt zu den Hochburgen für Rechtsrockkonzerte in Deutschland.

Neues EU-Urheberrecht endgültig beschlossen

Die heftig umstrittene Reform des EU-Urheberrechts ist endgültig beschlossen. In der letzten Abstimmung zu diesem Gesetz stimmten die EU-Staaten dem Vorhaben mehrheitlich zu. Auch die deutsche Bundesregierung votierte mit einem Ja - allerdings mit Vorbehalten. Damit ist der Weg für die Reform nun frei. Zuvor hatte das Europarlament das Vorhaben bereits gebilligt. Die EU-Länder haben nun rund zwei Jahre Zeit, die neuen Regeln in nationales Recht umzusetzen.

Prozess gegen Vertreter von ROG in Türkei vertagt

Der Prozess wegen Terrorpropaganda gegen den Türkei-Experten der Organisation Reporter ohne Grenzen (ROG), Erol Önderoglu, ist erneut vertagt worden. Die nächste Verhandlung sei am 17. Juli, sagte ROG-Geschäftsführer Christian Mihr, der als Beobachter an der Verhandlung in Istanbul teilnahm. Önderoglu habe seine Verteidigungsrede gehalten, der Richter habe die Verhandlung dann aber vertagt, weil zwei Anwälte von Mitangeklagten krank seien. Eigentlich war ein Urteil erwartet worden. Dass der nächste Verhandlungstag erst drei Monate später angesetzt wurde, sei "ärgerlich", so Mihr. Der Prozess hatte im November 2016 begonnen.Hintergrund ist die Teilnahme Önderoglus an einer Solidaritätskampagne für die inzwischen geschlossene pro-kurdische Tageszeitung "Özgür Gündem"

Das schwerste Buch wiegt 23 Kilo

Ein Bildband zu Wandmalereien in Tibet ist im vergangenen Jahr das Schwergewicht im deutschen Buchmarkt gewesen. 23 Kilogramm brachte das Buch ("Murals of Tibet") auf die Waage. Es ist mit 10 000 Euro auch das teuerste Buch. Dies teilte die MVB, eine Tochter des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels mit. Die leichtesten Bücher bewegen sich im niedrigen zweistelligen Gramm-Bereich, so etwa der 17 Gramm schwere Ratgeber "Meine 111 besten Einkaufstipps". Das dickste Buch ist mit 3408 Seiten der "BGB Kommentar" zum Bürgerlichen Gesetzbuch. Den Rekord für den längsten Buchtitel mit 264 Zeichen hat 2018 der Autor Daniel Brodbeck mit einer Dissertation aufgestellt: "Entwicklung von außergewöhnlich aktiven, kooperativen Aluminium-Fluorid-basierten Lewis-Säure/Oniumsalz-Katalysatoren für die asymmetrische Carboxycyanierung von Aldehyden und Untersuchungen zu ihrer Anwendbarkeit in verwandten enantioselektiven Transformationen."

Gerald Braunberger wird Herausgeber der FAZ

Gerald Braunberger ist in den Herausgeberkreis der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ) eingetreten. Der 59-Jährige folgt in dem Gremium auf Holger Steltzner (56), wie die Zeitung mitteilte. Steltzner war Mitte März überraschend aus dem vierköpfigen Kreis ausgeschieden. Braunberger arbeitet seit 1988 in der Wirtschaftsredaktion der FAZ. Von 1995 bis 2004 berichtete er als Wirtschaftskorrespondent aus Paris, anschließend schrieb er für die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung". Die FAZ hat keinen Chefredakteur. An dessen Stelle führt das Herausgebergremium die Redaktion. Neben Braunberger sind dies noch Werner D'Inka, Berthold Kohler und Jürgen Kaube.

Bibi Andersson im Alter von 83 Jahren gestorben

Die durch ihre Rollen in Ingmar-Bergman-Filmen bekannt gewordene schwedische Schauspielerin Bibi Andersson ist tot. Sie starb am Sonntag im Alter von 83 Jahren, wie ihre Tochter der Nachrichtenagentur AFP sagte. Die Darstellerin hatte in Bergman-Klassikern wie "Wilde Erdbeeren", "Das siebente Siegel" (beide 1957) und "Persona" (1966) mitgespielt. Schon als 15-Jährige hatte Andersson begonnen, mit Bergman zusammenzuarbeiten - als Darstellerin in Seifenwerbung. Im Laufe ihrer Karriere wurde sie mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. 1963 gewann sie für ihre Rolle in "Schlafwagen-Abteil" des schwedischen Regisseurs Vilgot Sjöman den silbernen Bären der Berlinale. Sie drehte bis ins Jahr 2009 Filme. Nach einem Schlaganfall war sie dann aber teilweise gelähmt.

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