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Mittwoch, 26.06.2019
 
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Kulturnachrichten

Freitag, 29. März 2019

Besitzer von Kirchners "Soldatenbad" bekannt

Norwegische Stiftung gibt das Gemälde als Dauerleihgabe an Osloer Museum

Ernst-Ludwig Kirchners Gemälde „Das Soldatenbad gehört -wie heute bekannt wurde- neuerdings einer norwegischen Stiftung und bleibt der Öffentlichkeit erhalten. Das Kunstwerk wurde 2018 vom New Yorker Guggenheim Museum an die Nachfahren des Kunsthändlers Flechtheim zurückgegeben und für 20 Mio. Euro versteigert. Die norwegische Stiftung gibt das Werk als Dauerleihgabe an das Nationalmuseum in Oslo. Bis zu dessen Umzug im kommenden Jahr wird es in Kopenhagen zu sehen sein und später auch als Leihgabe zur Verfügung stehen. Das Bild thematisiert den ersten Weltkrieg.

Pyramide vor dem Louvre wird 30

Paris feiert den Geburtstag mit einem Werk des Streetart-Künstlers JR

Der Louvre feiert den 30. Geburtstag seiner Glaspyramide mit einem Riesenwerk des international bekannten Streetart-Künstlers JR. Dabei soll es sich um die größte Foto-Collage des Franzosen handeln. Rund 400 Freiwillige haben ihm geholfen den Platz um die Pyramide mit Papierstreifen zu bekleben. Die Collage ist in ihrer Gesamtheit nur von oben zu sehen und soll ab Freitagabend auf Leinwände projiziert werden. Bis Sonntag soll das Kustwerk verschwunden sein.
Denn jeder darf einen Teil der Collage entfernen und mitnehmen. Die Glaspyramide geht auf den damaligen sozialistischen Präsidenten François Mitterrand zurück und war anfangs stark umstritten. Heute ist sie das Wahrzeichen des weltberühmten Pariser Museums.

Regisseurin Agnès Varda gestorben

Sie gilt als Schlüsselfigur der Nouvelle Vague

Die in Belgien geborene und in Frankreich aufgewachsene Filmemacherin Agnes Varda ist mit 90 Jahren gestorben. Das berichten französische Medien unter Berufung auf die Familie. Varda gilt als eine der Schlüsselfiguren des neuen Films. Sie drehte seit den 60er Jahren mehr als 50 Filme. 1985 gewann sie mit "Vogelfrei" (Originaltitel: "Sans toit ni loi") als erste Frau den Goldenen Löwen von Venedig. Weitere bekannte Filme von ihr sind "Das Glück" von 1965 und der viel gelobte Dokumentarfilm "Die Sammler und die Sammlerin" von 2000. Varda erhielt 2017 den Ehren-Oscar für ihr Lebenswerk. Auf der Berlinale 2019 lief ihr Selbstportrait "Varda by Agnès" außer Konkurrenz. Sie wurde dort auch mit dem Ehrenpreis, der goldenen Kamera, geehrt.

Akademie für Digitalität und Theater in Dortmund gestartet

Europas erste Akademie für Theater und Digitalität hat ihren Betrieb in Dortmund aufgenommen. Die Akademie soll erforschen, wie eine noch unbekannte Form des Theaters und der Künste im 21. Jahrhundert aussehen könnte, so NRW-Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen. Es entstehe ein in Europa einzigartiger neuer Ort, an dem künstlerische und technische Expertise in der digitalen Theaterproduktion aufgebaut werde, sagte die Künstlerische Direktorin der Kulturstiftung des Bundes, Hortensia Völckers. Forschungsprojekte werden mit 54 Stipendien unterstützt. Ab Frühsommer starten außerdem die ersten Workshops, Seminare und Fortbildungen für theatertechnische Berufe. Die Akademie gehört als neue sechste Sparte zum Theater Dortmund. Sie wird von der Kulturstiftung des Bundes, von der Stadt Dortmund und dem Land NRW gefördert. Für die ersten drei Jahre stehen ihr 1,3 Millionen Euro zur Verfügung.

Schwedische Akademie ernennt zwei neue Mitglieder

Die Autorinnen Ellen Mattson und Jayne Svenungsson ergänzen das Gremium

Nach dem Skandal in der Schwedischen Akademie, die den Literaturnobelpreis vergibt, geht der Umbau des Gremiums weiter. Wie die Akademie mitteilt, wird die Schriftstellerin Ellen Mattson den Platz von Jayne Svenungsson einnehmen. Die Autorin Anne Swärd soll Sara Stridsberg ersetzen. Offiziell werden die beiden Frauen ihre Stühle mit den Nummern 9 und 13 am 20. Dezember bei der jährlichen Hauptversammlung einnehmen. Die Akademie war im vergangenen Jahr durch einen Vergewaltigungsskandal in eine schwere Krise geraten. Als Konsequenz hatten etliche Mitglieder das Gremium verlassen. Der Literaturnobelpreis 2018 war abgesagt worden. Dafür sollen in diesem Jahr zwei Preise vergeben werden.

UFA will Skandal um Claas Relotius verfilmen

Ein Produzent hat sich die Rechte an dem Buch über Relotius Betrug gesichert

Die UFA plant, den Medienskandal um Reporter Claas Relotius (33) zu verfilmen. Produzent Sebastian Werninger habe sich bereits die Rechte an Juan Morenos Buch "Tausend Zeilen Lüge. Das System Relotius und der deutsche Journalismus" gesichert. Das teilt die UFA in Potsdam mit. Der 46-jährige Moreno hatte den Fall ins Rollen gebracht. Während der gemeinsamen Arbeit an der "Spiegel"-Reportage "Jaegers Grenze. Bürgerwehr gegen Flüchtlinge" entdeckte er Unstimmigkeiten im Text von Relotius und begann auf eigene Faust zu recherchieren. Ende 2018 gab der "Spiegel" bekannt, dass Relotius zahlreiche seiner Reportagen zumindest teilweise gefälscht hatte. Gravierende Mängel zeigten sich auch bei weiteren Texten von Relotius, die in anderen Medien erschienen waren. Dem als Star seiner Zunft gehandelten Reporter wurden daraufhin mehrere Auszeichnungen aberkannt worden.

Facebook schränkt Wahlwerbung zur Europawahl ein

Damit soll Einflussnahme aus dem Ausland verhindet werden

Facebook wird zur Europawahl politische Werbung unterbinden, die aus dem Ausland finanziert wird. Damit solle in den jeweiligen EU-Staaten Einflussnahme anderer Länder auf die Abstimmung verhindert werden, teilte das Online-Netzwerk mit. Außerdem müsse jeder, der Werbung mit politischen Inhalten schalten will, seine Identität und seinen Standort angeben und offenlegen, wer die Anzeige bezahlt hat. Die Anzeigen sollen in einer öffentlich zugänglichen Datenbank bis zu sieben Jahre lang gespeichert werden.

Potsdam bewirbt sich offiziell als Unesco-Filmstadt

Potsdam wäre die erste Unesco-Fimstadt in Deutschland

Potsdam hat seine Bewerbung als Unesco-Filmstadt offiziell gestartet. Das teilte die Stadt am Donnerstagabend mit. Die Stadt biete hervorragende Infrastruktur, qualifiziertes Fachpersonal und ein breitgefächertes Spektrum von Film, Fernsehen und Multimedia, sagte Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD). Bisher hat Deutschland keine Unesco-Kreativstadt für Film. Den Titel tragen etwa die italienische Hauptstadt Rom oder Bradford in Großbritannien, mit denen es auch einen Erfahrungsaustausch gebe. Wer den Titel tragen will, muss unter anderem eine Kreativbranche haben, die eine Bedeutung in der Stadt hat und von ihr unterstützt wird. Das Studio Babelsberg existiert seit 1912 und ist nach eigenen Angaben das älteste Großatelier-Filmstudio der Welt.

Musiker-Duo Her's bei Autounfall getötet

Sie waren in den USA auf Konzert-Tour

Die beiden Mitglieder der aus Liverpool stammenden Indie-Band Her's und ihr Tourmanager sind bei einem Verkehrsunfall im US-Bundesstaat Arizona ums Leben gekommen. Dies teilte ihr Plattenlabel mit. Die Musiker Stephen Fitzpatrick und Audun Laading waren demnach auf Tour in den USA und unterwegs zu ihrem nächsten Auftritt in Kalifornien, als sie in der Nacht auf Mittwoch (Ortszeit) auf dem Highway verunglückten. Lokale Medien berichteten, ein Falschfahrer habe einen Kleinbus gerammt, beide Fahrzeuge seien in Flammen aufgegangen. Der Fahrer des anderen Wagens sei ebenfalls getötet worden."Wir haben unsere Freunde verloren und der Welt wurde ihr Talent verweigert", so das Statement der Plattenfirma Heist or Hit. Fitzpatrick stammte aus England, Laading aus Norwegen, kennengelernt hatten sie sich als Studenten am Liverpool Institute For Performing Arts. 2018 hatten sie ihr Debütalbum mit dem Titel "Invitation To Her's" herausgebracht.

Seltene Picasso-Zeichnung in Paris versteigert

Eine seltene Zeichnung von Pablo Picasso ist bei einer Auktion in Paris versteigert worden. Das Kunstwerk "Flötenspielerin und liegender Akt" des Museum of Modern Art in New York wurde von einem europäischen Käufer für 286.000 Euro erworben, wie das Auktionshaus Christie's mitteilte. Das Geld fließt in die Museumskasse für Neuerwerbungen. Die Zeichnung aus dem Jahr 1932 ist Teil einer Reihe von Frauenportraits Picassos, die von der Französin Marie-Thérèse Walter inspiriert wurden. Sie war zwischen 1927 und 1935 Picassos Geliebte. 1935 wurde ihre gemeinsame Tochter Maya geboren. Picasso verbrachte die meiste Zeit seines Lebens in Frankreich.

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Fazit

Kritik an Karl-May-FestspielenDebatten statt Verbote
Die Schauspieler Sascha Gluth (l-r), Harald Wieczorek und Alexander Klaws spielen eine Szene aus "Unter Geiern - Der Sohn des Bärenjägers" der Karl-May-Spiele in der Freiluft-Arena am Kalkberg.  (Frank Molter / dpa)

"Professorin will diesen Winnetou abschaffen" titelte eine Boulevardzeitung nach Kritik an den Karl-May-Festspielen. So weit will niemand gehen, aber es gibt gute Gründe, die Darstellung von native americans zu verändern, findet Noa Ha von der Uni Dresden.Mehr

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