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Kulturnachrichten

Dienstag, 19. März 2019

Andrej Kiska mit Sinti und Roma-Bürgerpreis geehrt

Der slowakische Präsident Andrej Kiska hat in Brüssel den Bürgerrechtspreis der Sinti und Roma erhalten. Kiska wurde für sein gesellschaftliches Engagement und seinen beharrlichen Einsatz für die Belange der Roma in der Slowakei ausgezeichnet. In der Begründung der Jury heißt es: "Besonders in einer Zeit, in der sich Sinti und Roma in Europa von rechtsextremen und nationalistischen Strömungen und Parteien zunehmend bedroht sehen, spricht sich Andrej Kiska deutlich für die gleichberechtigte Teilhabe der Roma in seinem Heimatland aus." Die Auszeichnung findet im Rahmen der Roma-Woche im Europäischen Parlament statt. Bis Donnerstag diskutieren Vertreter von Roma-Organisationen mit EU-Politikern Strategien im Kampf gegen Antiziganismus und für die Förderung von Bildungschancen für Kinder aus Roma-Familien.

Starsopranistin Gruberova beendet Opernkarriere

Die Sopranistin Edita Gruberova beendet ihre Opernkarriere. Am 27. März werde sie zum letzten Mal in einem szenischen Stück auf der Bühne stehen, teilte die Bayerische Staatsoper in München mit. Gruberova wird dort die Königin Elisabetta in Gaetano Donizettis Oper "Roberto Devereux" in der Inszenierung von Christof Loy geben. Danach werde sie nur noch bei Konzerten singen und Meisterklassen halten. Gruberova, die in Bratislava geboren wurde, hat in ihrer langen Karriere viele Opernrollen gesungen - in München und auf vielen Bühnen weltweit. Sie war die Königin der Nacht ebenso wie Lucrezia di Borgia oder Lucia di Lammermoor. Der Münchner Opernintendant würdigte die 72-Jährige als Primadonna assoluta und große Diva.

Abelpreis für Mathematik erstmals an Frau verliehen

Zum ersten Mal erhält eine Frau den Abelpreis für Mathematik: Wie die Norwegische Akademie der Wissenschaften bekanntgab, geht die renommierte Auszeichnung an die US-Wissenschaftlerin Karen Uhlenbeck für ihre Arbeit zu partiellen Differenzialgleichungen. "Karen Uhlenbeck erhält den Abelpreis 2019 für ihre grundlegende Arbeit in der geometrischen Analyse und der Eichtheorie, die die mathematische Landschaft dramatisch verändert hat", erklärte der Vorsitzende des Abel-Komitees, Hans Munthe-Kaas. "Ihre Theorien haben unser Verständnis von minimalen Oberflächen, wie etwa die einer Seifenblase, revolutioniert", sagte er. Die von ihr entwickelten Methoden würden heute von "jedem Geometer und Analysten" genutzt, teilte die Akademie mit. Der Abelpreis ist mit 620.000 Euro dotiert. Zusammen mit der Fields-Medaille gehört der Abelpreis zu den angesehensten Preisen auf dem Gebiet der Mathematik.

Hollywood-Studio-Chef tritt wegen Affäre zurück

Der Chef der Hollywood-Studios Warner Bros., Kevin Tsujihara, ist zurückgetreten. Der Grund ist laut Medienberichten eine Affäre mit einer jungen Schauspielerin, der er Filmrollen verschafft haben soll. Der Konzern teilte mit: Der Manager habe eingesehen, dass "sein Fehlverhalten" die weiteren Entwicklungsmöglichkeiten des Unternehmens behindern könnte. Einen Nachfolger nannte der Konzern zunächst nicht. Der verheiratete Tsujihara hatte demnach vor wenigen Jahren eine Affäre mit der britischen Schauspielerin Charlotte Kirk, die kleinere Rollen in den Filmen "How to be Single" und "Ocean's 8" hatte. Tsujiharas Anwälte weisen die Vorwürfe zurück: Er habe auf die Casting-Entscheidungen der Filme keinen Einfluss genommen, versichern sie.

Straelener Übersetzerpreis für Olga Radetzkaja

Die Literaturübersetzerin Olga Radetzkaja erhält den Straelener Übersetzerpreis 2019 der Kunststiftung NRW. Die mit 25.000 Euro dotierte Auszeichnung wird zusammen mit dem Europäischen Übersetzer-Kollegium (EÜK) vergeben. Die in Berlin lebende Radetzkaja werde für ihr Lebenswerk und ihre Übersetzung aus dem Russischen von Viktor Schklowskijs Roman "Sentimentale Reise" ausgezeichnet, teilte das EÜK mit. Die Jury erklärte, Radetzkaja übertrage die tiefe Ironie von Schklowskijs Original "in ein Deutsch von karger Schönheit". Der Preis wird am 26. Juni im Europäischen Übersetzer-Kollegium in Straelen am Niederrhein überreicht.

Filmemacher Chuzijew gestorben

Der russische Regisseur Marlen Chuzijew ist mit 93 Jahren in Moskau gestorben. Bekannt war er für seine Filme der 50er und 60er Jahre wie "Frühling in der Saretschnaja-Straße" und "Ich bin 20 Jahre alt". Sie prägten die sowjetische Tauwetter-Periode der 60er Jahre. Er gewann zahlreiche internationale Preise, unter anderem bei der Berlinale und den Filmfestspielen von Venedig. Russlands Präsident Putin drückte sein tiefes Beileid aus und würdigte den Filmemacher als großen Regisseur und Pädagogen.

Greta Thunberg bekommt Goldene Kamera

Die schwedische Umwelt-Aktivistin Greta Thunberg wird mit einer Goldenen Kamera geehrt. Die 16-Jährige soll den Sonderpreis Klimaschutz erhalten. Thunberg sei innerhalb kürzester Zeit zur Ikone einer neuen Jugend- und Protestbewegung geworden, teilten die Veranstalter mit. Nach ihrem Vorbild demonstrieren inzwischen weltweit Schüler freitags für mehr Klimaschutz und schwänzen dafür die Schule. Thunberg soll die Auszeichnung am 30. März in Berlin entgegennehmen.

R'n'B-Sänger Andre Williams gestorben

Der US-Sänger, Produzent und Songschreiber Andre Williams ist im Alter von 82 Jahren in Chicago gestorben. Das teilte seine Plattenfirma mit. Williams hatte unter anderem mit "The Temptations" und Stevie Wonder gearbeitet, lange war er für die legendäre Plattenfirma Motown Records tätig. Auf sein Konto gehen 50er-Jahre-Hits wie "Bacon Fat", "Jail Bait" und "Shake A Tail Feather".

Deutscher Hörbuchpreis wird vergeben

Zum Start des Literaturfestivals lit.Cologne wird am Abend in Köln der Deutsche Hörbuchpreis verliehen. Für ihre Hörbuchlesungen werden unter anderem die Schauspieler Christoph Maria Herbst und Eva Meckbach sowie der Schriftsteller Gert Heidenreich ausgezeichnet. Der erstmals vergebene Preis in der Kategorie Bester Podcast geht an die sechsteilige Serie "Transformer" des Bayerischen Rundfunks über die transsexuelle Steffi, aus der ein Mann namens Henri wird. Der Hörbuchpreis ist pro Kategorie mit jeweils 3.333 Euro dotiert. Er wurde 2003 vom WDR ins Leben gerufen und wird seit 2006 vom Verein Deutscher Hörbuchpreis vergeben, dem unter anderem noch der Börsenverein des Deutschen Buchhandels sowie der Norddeutsche und der Hessische Rundfunk angehören.

Facebook mit mehr Fakten-Checks vor Europawahl

Facebook will vor der Europawahl die Bekämpfung von Falschmeldungen verstärken. Dazu werde ein Zentrum eingerichtet, das rund um die Uhr mit Ingenieuren, Datenwissenschaftlern, Forschern und Politik-Experten besetzt sein werde und sich mit externen Organisationen koordiniere, kündigte die für die Sicherstellung von Nachrichten-Echtheit zuständige Facebook-Chefin Tessa Lyons in Berlin an. Facebook werde dabei mit der Nachrichtenagentur dpa und dem Journalisten-Netzwerk Correctiv die Echtheit von Posts überprüfen. Die Europäische Union hatte im Februar Facebook, Google und Twitter vorgehalten, nicht genügend zu unternehmen, um ihre Zusage nach Bekämpfung von Falschmeldungen vor der Europawahl umzusetzen.

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