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Mittwoch, 26.06.2019
 
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Kulturnachrichten

Montag, 11. März 2019

Putins Menschenrechtsrat kritisiert Internet-Gesetze

Die Kritik an den neuen Internet-Gesetzen in Russland gegen staatsbeleidigende und falsche Informationen reißt nicht ab. Der von Kremlchef Wladimir Putin eingesetzte Menschenrechtsrat warnte vor einem Inkrafttreten der Regelungen, weil die Gefahr einer willkürlichen Sperrung von Internetseiten bestehe. In einer Stellungnahme forderte das Gremium den Föderationsrat - das Oberhaus im Parlament - auf, die Gesetze überarbeiten zu lassen. Der Menschenrechtsrat berät den Präsidenten in Bürgerrechtsfragen. Auch die Organisation Amnesty International hatte die Gesetze kritisiert.

Erste Dombaumeisterin in Speyer

Der Kaiserdom in Speyer hat zum ersten Mal eine Dombaumeisterin. Die Architektin Hedwig Drabik ist seit heute unter anderem für die Koordination aller Baumaßnahmen an der weltweit größten romanischen Kirche verantwortlich. Mit 32 Jahren ist sie die jüngste deutsche Dombaumeisterin. Aktuell muss sie sich um zwei größere Baumaßnahmen kümmern: um die Instandsetzung des Vierungsturms und um die Restaurierung der Vorhalle.

Schädel werden an Australien zurückgeben

Baden-Württemberg will zehn menschliche Schädel an Australien zurückgeben. Nach Angaben des Wissenschaftsministeriums waren die Schädel indigener Australier um 1900 nach Europa gelangt, wo sie "wissenschaftlichen Zwecken" dienen sollten. Zwei befinden sich im Stuttgarter Linden-Museum, acht in der Universität Freiburg. Für die Übergabe will im April eine australische Delegation nach Stuttgart reisen.

Kritik an nachgeholtem Literaturnobelpreis

Die frühere Vorsitzende der Schwedischen Akademie, Sara Danius, hält es für einen Fehler, den Literaturpreis vom Vorjahr in diesem Jahr zu vergeben. Wegen Vergewaltigungsvorwürfen gegen den Ehemann eines Jurymitgliedes war auf die Vergabe verzichtet worden. Aus Respekt vor den Opfern hätte man sich entschließen sollen, für das Jahr 2018 auch nachträglich keinen Preis zu vergeben, sagte Danius in der Fernseh-Sendung "Babel". So hätte man in Erinnerung behalten können, dass tatsächlich etwas passiert sei, sagte sie. Vor einer Woche hatte die Akademie mitgeteilt, dass in diesem Jahr zwei Nobelpreise für Literatur vergeben werden sollen - einer für 2018 und einer für 2019.

Woodstock-Andenken im Museum

Das legendäre Musikfestival in Woodstock ist 50 Jahre her – jetzt sollen einige Erinnerungsstücke von damals in einer Sonderausstellung gezeigt werden. Zu den Highlights gehört unter anderem eine Bassgitarre von Jack Casady von Jefferson Airplane. Das teilte das Museum auf der einstigen Konzertstätte in Bethel Woods in New York mit. Außerdem gibt es handgeschriebene Songtexte von Alan Wilson von Canned Heat zu sehen. Mit der Ausstellung zum 50. Jahrestag will das Museum in Bethel Woods ab dem 30. März seine diesjährige Saison einläuten.

Superheldin "Captain Marvel" auf Rekord-Kurs

Die neueste Comic-Verfilmung aus dem Reich der Avengers bricht gleich mehrere Rekorde. "Captain Marvel" mit der Schauspielerin Brie Larsson spielte in Kanada und den USA am Startwochenende laut vorläufigen Zahlen rund 153 Millionen Dollar ein, wie Branchenblätter berichten. Kein Film mit einer Superhelden-Frontfrau habe zum Auftakt mehr eingespielt. Weltweit machte der Film um die Heldin Carol Danvers im selben Zeitraum 455 Millionen Dollar.

Kupferstichkabinett erhält Menzel-Skizze

Eine lange verloren geglaubte Porträtskizze des Malers Adolph Menzel kommt wieder zur Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Der Entwurf zum Porträt des "Geheimen Oberregierungsraths Knerk" stammt aus der Zeit um 1863 und galt seit 1945 als Kriegsverlust. Der bisherige Besitzer hatte das Blatt in den 80er Jahren im Kunsthandel erworben. Jetzt entschloss sich der Sammler, die Zeichnung aus einer bereits geplanten Versteigerung zurückzuziehen, um sie dem Kupferstichkabinett zu übergeben.

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Fazit

Kritik an Karl-May-FestspielenDebatten statt Verbote
Die Schauspieler Sascha Gluth (l-r), Harald Wieczorek und Alexander Klaws spielen eine Szene aus "Unter Geiern - Der Sohn des Bärenjägers" der Karl-May-Spiele in der Freiluft-Arena am Kalkberg.  (Frank Molter / dpa)

"Professorin will diesen Winnetou abschaffen" titelte eine Boulevardzeitung nach Kritik an den Karl-May-Festspielen. So weit will niemand gehen, aber es gibt gute Gründe, die Darstellung von native americans zu verändern, findet Noa Ha von der Uni Dresden.Mehr

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