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Sonntag, 16.06.2019
 
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Kulturnachrichten

Sonntag, 10. März 2019

Weiteres Video belastet R. Kelly

Video wurde Staatsanwaltschaft übergeben

Der wegen sexueller Missbrauchsvorwürfe angeklagte R&B-Musiker R. Kelly wird durch eine neu aufgetauchte Videoaufnahme belastet. Ihr Mandant habe das Material der Staatsanwaltschaft übergeben, sagte die Anwältin Gloria Allred. Darauf sehe es so aus, als würde sich der Sänger an jungen Mädchen vergehen. Das Video wurde von einem Mann namens Gary Dennis entdeckt, der es mutmaßlich beim Aussortieren einer Jahre alten Kassettensammlung fand. Er kenne Kelly nicht und wisse auch nicht, woher das Video stamme, so Dennis.
Im vergangenen Monat war der "I believe I can fly"-Sänger wegen des sexuellen Missbrauchs von drei Minderjährigen sowie einer Frau in zehn Fällen angeklagt worden. Er hat ein Fehlverhalten abgestritten und auf nicht schuldig plädiert. Allred sagte, die Geschehen auf dem Video zeigten offenbar andere Vorfälle als jene, die zu Kellys Anklage führten.

Deutsche Journalisten verlassen Türkei

Auswertiges Amt verschärft Reisehinweise

Zwei deutsche Journalisten, denen in der Türkei die Arbeitserlaubnis entzogen wurde, haben das Land nun verlassen. Der Umgang der Türkei mit deutschen Korrespondenten sorgt auch bei der Bundesregierung für Empörung. Das Auswärtige Amt hat die Reise- und Sicherheitshinweise für die Türkei verschärft. Es könne "nicht ausgeschlossen werden, dass die türkische Regierung weitere Maßnahmen gegen Vertreter deutscher Medien sowie zivilgesellschaftlicher Einrichtungen ergreift", heißt es nun darin. Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hatte indes den Entzug der Arbeitserlaubnis für mehrere ausländische Journalisten in der Türkei kritisiert: Journalisten an der Arbeit zu hindern, sei mit der Pressefreiheit nicht vereinbar, sagte Maas dem Berliner „Tagesspiegel“. Dass einige deutsche und andere europäische Korrespondenten ihrer Arbeit in der Türkei nicht frei nachgehen könnten, sei „nicht akzeptabel“. Ohne kritische Presse könne es keine freie Demokratie geben. Betroffen sind nach "Tagesspiegel"-Angaben der eigene Korrespondent Thomas Seibert, der ZDF-Korrespondent Jörg Brase und der NDR-Fernsehjournalist Halil Gülbeyaz.

Superheldin "Captain Marvel" erster US-Kinohit 2019

Kinofilm "Captain Marvel" spielt nach Start schon rund 153 Mio. Dollar ein

Eine Superheldin hat am Wochenende in Nordamerika für den ersten Superhit des Jahres gesorgt. "Captain Marvel" mit Brie Larson erzählt von einer bisher eher unbekannten Figur aus dem Marvel-Universum. Der Film spielte in Kanada und den USA laut vorläufigen Zahlen rund 153 Millionen Dollar (etwa 136 Millionen Euro) ein, wie der "Hollywood Reporter" am Sonntag berichtete. Dahinter landete der Animationsfilm "Drachenzähmen leicht gemacht 3", der in der dritten Woche auf etwa 14,7 Millionen Dollar kam. Die Komödienfortsetzung "A Madea Family Funeral" spielte 12 Millionen Dollar ein. Recht gut hielt sich weiterhin die Mondfahrt-Doku "Apollo 11": Sie schaffte es mit rund 1,3 Millionen Dollar auf dem zehnten Platz erneut in die Top Ten.

Proteste gegen Internetzensur in Russland

Festnahmen bei Demonstration in Moskau

Tausende Menschen haben in Moskau für freies Internet in Russland demonstriert. Mit Parolen wie "Hände weg vom Internet" und "Gegen einen neuen Eisernen Vorhang" sammelten sich die Demonstranten in der Moskauer Innenstadt. Die Polizei zählte rund 6500 Menschen bei dem Protest, Beobachter und Veranstalter gingen von mehr Teilnehmern aus. Auch in anderen russischen Städten gab es kleinere Aktionen. Kurz vor Beginn des Protests in Moskau seien mindestens acht Menschen festgenommen worden sein, meldete das Bürgerrechtsportal OVD-Info. Hintergrund sind Pläne der Regierung, das Internet in Russland von der internationalen Infrastruktur kappen zu wollen.

Trauer um Elizabeth T. Spira in Österreich

Filmemacherin und TV-Journalistin gestorben

Die österreichische Filmemacherin und Journalistin Elizabeth T. Spira ist tot. Die 76jährige starb nach langer Krankheit in Wien. Sie prägte das österreichische Fernsehen über viele Jahre hinweg und stand seit 1973 bis zuletzt für den ORF vor der Kamera. In ihren "Alltagsgeschichten" porträtierte sie ganz normale Österreicher und im Format "Liebesg’schichten und Heiratssachen" half sie Menschen bei der Partnersuche. Nach dem Bekanntwerden ihres Todes meldeten sich zahlreiche Prominente zu Wort und gedachten der Journalistin. Bundespräsident Alexander van der Bellen nannte Spira eine "große Chronistin".

Neues Bild in der Ministerpräsidenten-Galerie

Star-Fotograf Jim Rakete lichtet Hannelore Kraft ab

Die Ahnengalerie ehemaliger Ministerpräsidenten in der Düsseldorfer Staatskanzlei wird um ein besonderes Werk ergänzt: Das Porträt der früheren NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft wird erstmals kein Gemälde, sondern ein Foto sein. In Szene gesetzt wurde die SPD-Politikerin von Star-Fotograf Jim Rakete. Bislang hängen neun Gemälde in der Staatskanzlei. Zuletzt hatte sich der CDU-Politiker Jürgen Rüttgers von Beuys-Schüler Oliver Jordan verewigen lassen. Traditionell dürfen sich die ausgeschiedenen Ministerpräsidenten die Künstler aussuchen. Kraft wählte Jim Rakete, der sie bereits für ein Plakat im letzten Wahlkampf fotografiert hatte.

Buber-Rosenzweig-Medaille verliehen

Zwei Initiativen in Berlin und Dresden ausgezeichnet

Die Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus und das Netzwerk für Demokratie und Courage sind für ihr Engagement zur Verständigung ausgezeichnet worden. Die beiden Organisationen mit Sitz in Berlin und Dresden erhielten die Buber-Rosenzweig-Medaille. Die beiden Preisträger würden zeigen, dass es sich lohne, sich Menschen unterschiedlicher Meinungen zuzuwenden, sagte die Berliner Staatssekretärin für Bürgerliches Engagement, Sawsan Chebli, in ihrer Laudatio.

Berlin soll auf Bewerbung im Verbund setzen

Bürgermeister Müller empfiehlt neue Strategie für Exzellenztitel

Berlins Regierender Bürgermeister und Wissenschaftssenator Michael Müller (SPD) sieht in der Verbundbewerbung aller drei Berliner Universitäten plus Universitätsklinik Charité bessere Chancen im Wettbewerb um den Exzellenztitel. Berlin habe bereits in der ersten Runde um Exzellenzcluster mit sieben von neun Anträgen Erfolg gehabt, sagte Müller der Zeitung "Berliner Morgenpost". Nun gehe es um den Titel der Exzellenz-Universität. Erfolg in beiden Runden verspricht Millionenförderung von Bund und Ländern. "Aber die Idee des Verbunds ist ein Quantensprung, der ganz neue Möglichkeiten eröffnet", sagte Müller. Angesichts der internationalen Herausforderungen komme man ohne Kooperation und Vernetzung nicht mehr voran.

Kleinkunstpreis für Christian Ehring

Jury zeichnet politischen Kabarettisten aus

Der Moderator und Kabarettist Christian Ehring erhält in Mainz den mit 25.000 Euro dotierten Deutschen Kleinkunstpreis für die Sparte Kabarett. Damit zeichne die Jury einen politischen Kabarettisten aus, der in seinem aktuellen Programm zeigte wie viel Politik in einem Familienleben stecke, lautete die Begründung. Einem breiteren Fernsehpublikum wurde Ehring durch die Moderation der ARD-Satiresendung "extra 3" bekannt. In der Sparte Chanson/Lied/Musik wird die Berliner Liedermacherin Dota bedacht, das österreichische Duo BlöZinger wählte die Jury in der Sparte Kleinkunst aus. Den Förderpreis der Stadt Mainz erhält die Slamerin Lara Stoll.

Sibylle Berg mit Literaturpreis ausgezeichnet

Lob für "Meisterwerke der aufklärerischen Groteske"

Die Schriftstellerin Sibylle Berg ist mit dem "Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor" ausgezeichnet worden. Sie erhalte den mit 10.000 dotierten Preis der Stiftung Brückner-Kühner und der Stadt Kassel für den "grotesk-komischen und aufklärerischen Katastrophenschutz" ihrer Romane, Theaterstücke und Kolumnen, sagte der Kurator der Stiftung, Friedrich W. Block. Bergs Texte seien "Meisterwerke der aufklärerischen Groteske" Die Schauspielerin Katja Riemann würdigte die Preisträgerin in ihrer Laudatio als eine bewundernswert gelassene Person. Sie verstehe es wie keine andere, tiefschürfend, ergreifend und zielsicher Humor in Poesie zu fassen. Berg sei eine Autorin, die durchgehalten habe, auch wenn ihr der Wind ins Gesicht blies.

Kirchen profitieren von Kulturerbe-Lotto

Förderung für Renovierungen in Frankreich

Mehrere Klöster und Kirchen in Frankreich sollen von der diesjährigen Kulturerbe-Lotterie profitieren. Wie die Zeitung "Le Figaro" berichtet, gehören dazu etwa die Zisterzienserabtei von Senanque im provenzalischen Gordes und die Benediktinerabtei von Longues-sur-Mer in der normannischen Region Calvados. Auf der Liste von 18 herausragenden Kulturerbestätten befinden sich aus den französischen Überseegebieten die Kathedrale Saint-Pierre auf Martinique, die Kirche von Morne-a-l'Eau in Guadeloupe sowie zwei Hindu-Tempel auf der ostafrikanischen Insel La Reunion. Der TV-Moderator Stephane Bern hatte das Kulturerbe-Lotto 2017 initiiert, um Geld für die vielen renovierungsbedürftigen Kulturstätten in Frankreich zu sammeln.

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