Seit 15:05 Uhr Tonart

Donnerstag, 17.10.2019
 
Seit 15:05 Uhr Tonart

Kulturnachrichten

Donnerstag, 7. März 2019

Tausende zu Demo am Frauentag in Berlin erwartet

In Berlin ist der Frauentag seit diesem Jahr ein gesetzlicher Feiertag

Tausende Menschen wollen in Berlin am Internationalen Frauentag am Freitag auf die Straße gehen. Laut Polizei sind zu einer zentralen Demonstration rund 10.000 Menschen angemeldet. Sie wollen vom Alexanderplatz (14.00 Uhr) durch die Stadt zum Oranienplatz ziehen. Dort will ein Frauen-Bündnis am Abend eine Abschlusskundgebung organisieren. In Berlin ist der Frauentag arbeitsfrei. Als einziges Bundesland hat Berlin den Internationalen Frauentag am 8. März zum gesetzlichen Feiertag erklärt. "Wie kein anderes Datum steht der 8. März für den langen Weg hin zur Gleichstellung der Geschlechter", hatte Regierungschef Michael Müller (SPD) dazu erklärt. Der Frauentag wurde auf Anregung der deutschen Sozialdemokratin Clara Zetkin erstmals am 19. März 1911 in Deutschland und in Nachbarländern organisiert. Seit 1921 wird er jährlich am 8. März gefeiert. 1977 erkannte die UN-Generalversammlung den 8. März als Internationalen Frauentag an.

Stalker bricht zum dritten Mal bei Taylor Swift ein

Swift war nicht zuhause

In eine Wohnung von Pop-Diva Taylor Swift ist bereits zum dritten Mal ein Stalker eingedrungen. Der Mann, der wegen eines vorigen Einbruchs bei Swift gerade sechs Monate im Gefängnis saß, wurde am frühen Donnerstagmorgen in ihrem Haus in Homestead in Florida erwischt, wie die Polizei mitteilte. Er sei mit einer Leiter auf eine Terrasse im ersten Stock geklettert und habe dort eine Glastür eingeschlagen, um hinein zu gelangen. In dem Anwesen sei niemand gewesen. In Homestead wurde der Stalker im Februar 2018 verhaftet, nachdem er dort eine Haustür mit einer Schaufel aufgebrochen hatte. Zu der Haftstrafe wurde er im vergangenen April wegen eines Einbruchs im Manhattaner Haus der Sängerin verurteilt. Er wurde schlafend im Bett der Musikerin vorgefunden, nachdem er in ihrem Bad geduscht hatte. Swift war nicht zuhause.

Sanierung der Beethovenhalle wird immer teurer

Statt 61,5 Millionen mindestens 103

Die Sanierung der denkmalgeschützten Beethovenhalle in Bonn verzögert sich weiter, auch die Baukosten steigen. Mehrere auf der Baustelle beschäftigte Firmen hätten gekündigt, teilte die Stadt mit. Dies habe Auswirkungen auf den Kosten- und Zeitplan. Die Instandsetzung der 1959 eröffneten Konzerthalle sollte eigentlich 2020 beendet sein, jetzt geht die Stadt von einer Fertigstellung im Jahr 2022 aus. Neue Ausschreibungen seien nötig. Ursprünglich waren 61,5 Millionen Euro für die Sanierung veranschlagt worden. Die jüngste Schätzung belief sich auf 103 Millionen Euro, jedoch werden laut der Stadt die Kosten schon wegen neuer Ausschreibungen wohl weiter steigen.

Brasilien greift Deutsche Welle mit Nazivergleich an

Online-Text kritisierte Umweltpolitik der brasilianischen Regierung

Brasiliens Regierung hat mit einem Nazivergleich auf einen kritischen Text der Deutschen Welle zur Umweltpolitik des Landes reagiert. Der deutsche Journalist Philipp Lichterbeck hatte der Regierung darin vorgeworfen, Brasiliens Natur in "eine Hölle" zu verwandeln. Die Beschreibung erinnere ihn eher daran, was Deutschland jüdischen Kindern im Holocaust angetan habe, erklärte Umweltminister Ricardo Salles auf Twitter. Salles erklärte zudem, dass seine Kritik nicht generell gegen Deutschland, sondern gegen die Deutsche Welle gerichtet sei.

Keine Nachwuchs: 400 Jahre altes Kloster schließt

Die jüngste Bewohnerin ist 75 Jahre alt

Wegen Nachwuchsproblemen muss in der Schweiz das Kloster St. Scholastika in Tübach am Bodensee nach 402 Jahren schließen. Die sechs hoch betagten verbliebenen Schwestern hätten nicht die Kraft, die Anlage weiter zu führen, teilte das Bistum St. Gallen mit. Wertvolle Kulturgüter wurden nach Angaben des Bistums bereits ausgelagert. "Grund für die Schließung sind Nachwuchssorgen", sagte der Kanzler des Bistums St. Gallen, Claudius Luterbacher. Zuletzt sei 1989 eine neue Schwester in das Kloster aufgenommen worden, die jüngste Bewohnerin sei heute 75 Jahre alt.

Italiens Radio soll italienischer werden

Umstrittener Vorschlag der rechten Lega-Partei

Das italienische Radio soll italienischer werden: Mit diesem Vorstoß sorgt ein Abgeordneter der Lega von Italiens Innenminister Matteo Salvini für Diskussionen. Alessandro Morelli hat einen Gesetzentwurf vorgelegt, wonach Radiostationen künftig in ihrem Programm verpflichtend einen Anteil von 33 Prozent an Musik italienischer Künstler spielen sollen. Morelli stützt seine Forderung auf Statistiken, denen zufolge der Anteil italienischer Musik bei den zehn beliebtesten Radiostationen von 35 Prozent vor zehn Jahren auf 23 Prozent gefallen ist. Eine Quote für heimische Musik im Radio gibt es seit den 60er Jahren in Frankreich.

TV-Fälscher Michael Born mit 60 Jahren gestorben

Journalist lieferte mindestens 16 gefälschte TV-Beiträge

Der für seine gefälschten TV-Beiträge bekannte Journalist Michael Born ist tot. Born sei nach kurzer Krankheit im Alter von 60 Jahren in Graz gestorben, berichtete der Regisseur und Filmemacher Roland Berger, der seit Jahrzehnten mit Born befreundet war. "Das ist keine Fake News", versicherte Berger. Born hatte nach Feststellung des Landgerichts Koblenz von 1990 bis 1995 an Formate wie "Stern-TV" und "Spiegel-TV" mindestens 16 gefälschte Berichte geliefert. In den Streifen traten Freunde und Bekannte als "Darsteller" auf. Dafür wurde Born wegen Betrugs, Verstößen gegen das Waffengesetz, Tierquälerei und Vortäuschung von Straftaten in gefälschten Reportagen 1996 zu vier Jahren Haft verurteilt. Der Richter monierte, dass die Sender es Born mit mangelnder Sorgfalt bei der Endkontrolle zu leicht gemacht hätten.

Grönemeyer-Prozess: Promi-Fotografen verurteilt

Kölner Landgericht verhängt einjährige Bewährungsstrafe

Im Prozess um falsche Beschuldigungen gegen Herbert Grönemeyer hat das Kölner Landgericht zwei Pressefotografen zu einjährigen Bewährungsstrafen verurteilt. Außerdem müssen sie Geldstrafen zahlen. Nach Überzeugung der Kammer hatten die Fotografen den Sänger bei einer Begegnung auf dem Flughafen Köln/Bonn Ende 2014 in eine Falle gelockt. Sie hätten es darauf angelegt, Grönemeyer zu provozieren und seine wütende Reaktion zu filmen, sagte der Richter am Donnerstag. Als der Künstler mit einer Tasche nach einem Fotografen schlug, habe er in Notwehr gehandelt.

Goldene Kamera: "Beste Schauspieler" nominiert

Paula Beer, Anna Schudt und Jörg Schüttauf sind nominiert

Nach Serien und Fernsehfilmen hat die Jury für den Fernsehpreis Goldene Kamera auch die sechs Nominierungen für die besten Schauspielerinnen und Schauspieler benannt. Anwärterinnen für die Auszeichnung sind Paula Beer ("Bad Banks", ZDF/Arte), Anna Schudt ("Aufbruch in die Freiheit", ZDF) und Rosalie Thomass ("Rufmord", Arte), wie die Funke Mediengruppe als Veranstalter mitteilte. Bei den Schauspielern nominiert wurden Nicholas Ofczarek ("Pass", Sky), Albrecht Schuch ("Der Polizist und das Mädchen", ZDF; "Kruso", Das Erste) sowie Jörg Schüttauf ("Macht euch keine Sorgen", Das Erste). Die Goldene Kamera wird am 30. März in Berlin auf dem Gelände des früheren Flughafens Tempelhof verliehen.

Ermittlerduo löst Devid Striesow im Saar-"Tatort" ab

Vladimir Burlakov und Daniel Sträßer übernehmen Hauptrollen

Ein Ermittlerduo folgt auf Devid Striesow in den vom Saarländischen Rundfunk (SR) produzierten "Tatort"-Folgen: Die Schauspieler Daniel Sträßer als Adam Schürk und Vladimir Burlakov als Leo Hölzer werden in Zukunft als Kriminalhauptkommissare ermitteln, wie der SR in Saarbrücken mitteilte. Die Dreharbeiten für die erste Folge mit den beiden beginnen demnach bereits in der kommenden Woche in Saarbrücken und Püttlingen.

Harald Schmidt übernimmt Rolle in einer Strauss-Oper

Er wird eine Sprecherrolle in "Ariadne auf Naxos" übernehmen

Moderator und Schauspieler Harald Schmidt kehrt an seinen Ausbildungsort Stuttgart zurück. Ab Juni wird der 61-Jährige an der Staatsoper eine Sprechrolle in der Oper "Ariadne auf Naxos" übernehmen. "Mich verbindet mit der Staatsoper Stuttgart vor allem die gemeinsame Kantine, die ich schon aus meiner Zeit als Schauspielschüler und später als Ensemblemitglied im Schauspiel kenne", so Schmidt laut Mitteilung der Oper. Mit wohl etwas mehr Ernst sagte er, dass das Land Baden-Württemberg seine Ausbildung bezahlt habe - da wolle man doch etwas zurückgeben. Der Schauspieler soll in der Oper von Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal an allen Vorstellungsterminen die Sprechrolle des Haushofmeisters verkörpern. Premiere ist am 2. Juni.

Streaming hängt in deutschem Musikmarkt die CD ab

Streaming-Umsatz um ein Drittel gestiegen

Das Musikstreaming hat im vergangenen Jahr in Deutschland die CD-Verkäufe deutlich hinter sich gelassen. Der Umsatz mit Songs aus dem Netz stieg um gut ein Drittel auf 734 Millionen Euro. Das Streaming erreichte damit als wichtigste Geldquelle der Musikbranche einen Marktanteil von 46,4 Prozent. Die CD-Erlöse gingen um 20 Prozent auf 579 Millionen Euro zurück, was einem Marktanteil von 36,4 Prozent entspricht. Insgesamt blieb der deutsche Musikmarkt stabil, wie der Bundesverband Musikindustrie mitteilte. Während Downloads nur eine untergeordnete Rolle spielen, ist Straeming der Hoffnungsträger der Musikbranche. Den Großteil der Umsätze im Audio-Streaming Bereich machen Premiumabos aus.

Banksy-Schredderbild hängt jetzt in Stuttgart

Dauerleihgabe wird für ein Jahr gezeigt

Das Schredderbild "Love is in the bin" ("Liebe ist im Eimer") des britischen Street-Art-Künstlers Banksy ist ab sofort in der Stuttgarter Staatsgalerie zu sehen. Das Bild passe zu den Sammlungsschwerpunkten der Staatsgalerie, zu denen etwa Werke des Konzeptkünstlers Marcel Duchamp zählen, sagte Museumsdirektorin Christiane Lange in Stuttgart. Das Schredderbild soll in Absprache mit der Besitzerin, die anonym bleiben will, zunächst für ein Jahr als Dauerleihgabe gezeigt werden. Das ursprüngliche Werk "Girl with balloon" ("Mädchen mit Ballon") war nach einer Auktion in London bei Sotheby's von einem zerstörerischen Mechanismus im Rahmen unmittelbar nach dem Verkauf geschreddert worden. Das Kunstwerk war bis zum 3. März vier Wochen lang im Museum Frieder Burda in Baden-Baden ausgestellt. In dieser Zeit sahen es rund 60.000 Besucher.

Großmoschee in Istanbul eröffnet

Größtes Gotteshaus des Landes fasst 60 000 Gläubige

Nach rund sechs Jahren Bauzeit ist in Istanbul eine Großmoschee mit sechs Minaretten und einer Kapazität von 63 000 Gläubigen eröffnet worden. Die Moschee auf dem Berg Camlica sei damit die größte im Land, sagte Ergin Kulunk, Chef des Kulturvereins, der das Gebäude mit finanziert hat, der Deutschen Presse-Agentur. Heute versammelten sich die Gläubigen erstmals zum Morgengebet in dem Gotteshaus. Zum Moscheekomplex gehören nach Angaben von Kulunk ein Konferenzsaal, eine Bibliothek und ein Museum. Eine offizielle Einweihung durch den Präsidenten Recep Tayyip Erdogan ist zu einem späteren Zeitpunkt geplant. Die Moschee ist ein Prestigeprojekt Erdogans.

Kollektiv soll Kunsthalle Wien leiten

Kroatische Kuratorinnen übernehmen Ende März

Ivet Ćurlin, Nataša Ilić und Sabina Sabolović, werden die künstlerische Leitung der Kunsthalle Wien übernehmen. Zusammen bilden sie das Zagreber Kollektiv WHW, die Abkürzung steht für What, How & for Whom. "Ich freue mich auf unprätentiöse, intellektuelle und gleichzeitig humorvolle Kulturarbeiterinnen", zitierte die österreichischen Zeitung "Der Standard" die Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler. 1999 gegründet führt WHW seit 15 Jahren die Galerie Nova in Zagreb. Daneben kuratierte das Kollektiv große internationale Ereignisse wie etwa die Istanbul Biennale 2009. Der bisherige Direktor Nicolaus Schafhausen hat im vergangenen Mai bekanntgegeben, dass seien bis 2022 laufenden Vertrag Ende März 2019 beende. Den Schritt begründete er damit, dass es unter der rechtskonservativen Regierung zu wenig Unterstützung für mutige Kunst gebe.

Bundeskunsthalle hält an Michael-Jackson-Schau fest

Öffentlich-rechtliche Radiosender spielen weiter Jackson-Songs

Trotz neuer Missbrauchsvorwürfe hält die Bundeskunsthalle an ihrer geplanten Michael-Jackson-Ausstellung fest. Die Schau behandele nicht das Leben des Popstars, sondern seinen Einfluss auf die zeitgenössische bildende Kunst, teilte das Museum in Bonn mit. Die derzeitige kontroverse Diskussion um die Filmdokumentation "Leaving Neverland" verfolge man intensiv. Eine Distanzierung sei "zum jetzigen Zeitpunkt nicht gegeben". Nach der Ausstrahlung der Sendung hatten mehrere große Radiosender in Kanada entschieden, keine Lieder mehr von Michael Jackson zu spielen. Die öffentlich-rechtlichen Radiosender in Deutschland behalten seine Songs vorerst im Programm. Der Westdeutsche Rundfunk erklärte, er warte ab, ob es zu einer neuen juristischen Bewertung kommt. Ähnlich äußerten sich NDR, SWR und BR.

Zuckerberg verspricht mehr Datenschutz bei Facebook

Private Nachrichten sollen verschlüsselt werden

Das Online-Netzwerk Facebook hat einen besseren Schutz der Privatsphäre versprochen. Wie der Gründer und Vorstandsvorsitzende Zuckerberg in einem Blog-Eintrag mitteilte, wird es bald die Möglichkeit geben, private Nachrichten verschlüsselt zu versenden, so dass auch der Konzern sie nicht lesen kann. Er glaube, dass sich die Kommunikation in der Zukunft zunehmend auf vertrauliche, verschlüsselte Dienste verlagern werde. An dieser Zukunft wolle Facebook mitarbeiten, so Zuckerberg. Verbraucherschützer kritisierten, dadurch werde weder das Sammeln von Daten noch die zielgerichtete Werbung unterbunden.

Kulturnachrichten hören

März 2019
MO DI MI DO FR SA SO
25 26 27 28 1 2 3
4 5 6 7 8 9 10
11 12 13 14 15 16 17
18 19 20 21 22 23 24
25 26 27 28 29 30 31

Fazit

weitere Beiträge

Kompressor

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur