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Kulturnachrichten

Montag, 4. März 2019

"Beverly Hills, 90210"-Star Luke Perry gestorben

Perry wurde 52 Jahre alt

Der Schauspieler Luke Perry, der in der Kultserie "Beverly Hills, 90210" den Herzensbrecher Dylan McKay spielte, ist tot. Perry starb am Montag im Alter von nur 52 Jahren nach einem "massiven Schlaganfall", wie sein Sprecher bestätigte. Umgeben war er zuletzt von Familie und Freunden. Der Sender Fox hatte erst vergangene Woche ein Comeback der Serie "Beverly Hills, 90210" bekanntgegeben. Demnach sind die Original-Darsteller Jason Priestley, Jennie Garth, Ian Ziering, Gabrielle Carteris, Brian Austin Green und Tori Spelling dabei. Nur Shannen Doherty und Perry fehlten. Die Serie um eine Clique von jungen Leuten in Südkalifornien lief in den USA und in Deutschland die kompletten 90er-Jahre hindurch und kam auf knapp 300 Episoden.

Prodigy-Frontmann Keith Flint gestorben

Sein Bandkollege Liam Howlett spricht von Suizid

Der Sänger und Frontmann der britischen Elektro-Punk-Band The Prodigy, Keith Flint, ist tot. Die Polizei der nordöstlich von London gelegenen Grafschaft Essex fand die Leiche des Musikers, der 49 Jahre alt wurde. Sein Bandkollege Liam Howlett schrieb auf Instagram, Flint habe sich am Wochenende das Leben genommen. Die Polizei hatte den Tod zuvor als "nicht verdächtig" eingestuft. Die Band würdigte ihr verstorbenes Mitglied als "wahren Pionier, Erneuerer und Legende". "In großem Schock und tiefer Trauer bestätigen wir den Tod unseres Bruders und besten Freundes", erklärten die anderen Bandmitglieder. "Er wird uns für immer fehlen." Der charismatische Sänger mit seinem prägnanten Irokesenschnitt und dem dämonischen Aussehen hatte maßgeblich dazu beigetragen, The Prodigy in den 90er Jahren zu einer der einflussreichsten Bands aus der Rave-Szene zu machen.

Berlin protestiert gegen Verweigerung von Pressekarten

Auswärtiges Amt erhofft "zeitnahe Rückmeldung" von türkischer Regierung

Das Auswärtige Amt hat mit einem Protest auf die Weigerung der türkischen Behörden regiert, mehreren deutschen Korrespondenten neue Akkreditierungen auszustellen. Nach Gesprächen mit dem türkischen Botschafter und einem SMS-Kontakt von Außenminister Heiko Maas mit seinem türkischen Amtskollegen erhoffe sich Berlin "von der türkischen Seite eine zeitnahe Rückmeldung", sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes in Berlin. Gründe für die Ablehnungen hatten die türkischen Behörden zunächst nicht genannt. Die Pressekarten ausländischer Korrespondenten in der Türkei laufen jedes Jahr Ende Dezember ab und müssen dann neu beantragt werden. Einige deutsche Journalisten haben ihre Akkreditierung bereits erhalten, andere warten immer noch. Mehrere Journalistenorganisationen haben das Vorgehen der türkischen Behörden scharf kritisiert.

Vatikan-Archive aus NS-Zeit sollen geöffnet werden

Im März 2020 werden die Akten aus der Amtszeit von Pius XII. freigegeben

Papst Franziskus will in einem Jahr die Akten für die Amtszeit von Papst Pius XII. (1939-1958) freigeben. Die Dokumente der vatikanischen Archive sollten am 2. März 2020, dem 81. Jahrestag der Papstwahl Eugenio Pacellis, für die Forschung zugänglich gemacht werden, sagte Franziskus im Vatikan. Dies wird von der Forschung seit Jahren verlangt, um Aufschluss über die Haltung von Pius XII. angesichts des Holocausts zu bekommen. Öffentlich zugänglich sind bislang die Archive bis 1939, dem Ende der Amtszeit von Pius XI. (1922-1939).

Entschuldigung von Kramp-Karrenbauer gefordert

Bundesverband Lesben und Schwule in der Union: "Grenzen müssen klar sein"

Nach dem Fastnachts-Witz von CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer vor dem Stockacher Narrengericht über Toiletten für intergeschlechtliche Menschen hat der Bundesverband Lesben und Schwule in der Union (LSU) eine Entschuldigung gefordert. "Natürlich ist eine Entschuldigung fällig", sagte der LSU-Vorsitzende Alexander Vogt im Radioprogramm "SWR Aktuell". "Das erwarten wir." Auch im Karneval gebe es Grenzen. "Political Correctness hin oder her, manche finden das ja übertrieben", sagte Vogt. "Aber solche Grenzen müssen klar sein. Man macht ja auch über andere Minderheiten keine Witze mehr."

Besucheransturm bei Banksy-Bild in Baden-Baden

Aus "Girl with balloon" wurde "Love is in the bin"

Knapp 60.000 Besucher haben das Schredderbild "Love is in the bin" ("Liebe ist im Eimer") des britischen Street-Art-Künstlers Banksy in Baden-Baden gesehen. Das Museum zeigte knapp vier Wochen lang, vom 5. Februar bis 3. März, das neu benannte Bild. Das ursprüngliche Werk "Girl with balloon" ("Mädchen mit Ballon") hatte im Herbst vergangenen Jahres Schlagzeilen gemacht, nachdem es bei einer Auktion über einen Mechanismus im Rahmen geschreddert worden war. Viele sehr junge Menschen und Familien seien in den vier Wochen ins Museum gekommen, sagte Museums-Sprecherin Ute Rosenfeld. Wer nur Banksys Schredderwerk betrachten wollte, konnte dies kostenlos tun.

Kölner Rosenmontagszug gestartet

Wegen Sturmgefahr war unklar gewesen, ob der Umzug stattfinden würde

Pünktlich um 10.00 Uhr hat sich der größte deutsche Karnevalszug in Köln in Bewegung gesetzt. Die Jecken hatten am Wochenende darum bangen müssen, ob der Rosenmontagszug wegen Sturms überhaupt würde fahren können. Doch dann brach kurz vor dem Start sogar die Sonne durch und der Himmel wurde blau. Persifliert werden auf den Kölner Motivwagen unter anderem US-Präsident Donald Trump, Bundeskanzlerin Angela Merkel - die sich wie ein Bild des Künstlers Banksy selbst schreddert - und die SPD, die am Eisberg "Groko" zerschellt. Ein belgischer Koch frittiert seine Pommes über den Brennstäben des maroden Atomkraftwerks Tihange.

Ägyptischer Fotograf aus Gefängnis entlassen

Shawkan hatte 2013 blutige Niederschlagung von Demonstration fotografiert

Nach fest sechs Jahren im Gefängnis ist der ägyptische Fotoreporter Mahmud Abu Seid wieder frei. Seid, der unter seinem Künstlernamen Shawkan bekannt ist, habe eine Polizeiwache im Kairoer Stadtteil al-Haram verlassen und sei nun wieder zu Hause, teilte sein Anwalt Taher Abul Nasr mit. Er wurde jedoch unter strengen Auflagen freigelassen: Er muss sich fünf Jahre lang jeden Abend in der Polizeiwache melden und dort übernachten. Shawkan war im August 2013 festgenommen worden, als er über die blutige Niederschlagung einer Demonstration in Kairo berichtete. Internationale Menschenrechtsorganisationen hatten sich für Shawkans Freilassung eingesetzt. Im April 2018 wurde er mit dem Preis für Pressefreiheit der Unesco ausgezeichnet. Das Komitee zum Schutz von Journalisten forderte die ägyptischen Behörden auf, den "schändlichen Umgang" mit dem Fotografen zu beenden und die Auflagen für seine Freilassung vollständig aufzuheben.

Brüder-Grimm-Poetikprofessur für Felicitas Hoppe

Zwei öffentliche Veranstaltungen und ein Poetik-Seminar für Studierende

Die Schriftstellerin und Büchner-Preisträgerin Felicitas Hoppe übernimmt die diesjährige Brüder-Grimm-Poetikprofessur an der Universität Kassel. Damit werde das Werk einer Autorin gewürdigt, die sowohl mit Romanen und Erzählungen als auch mit Kinderbüchern Erfolg habe, teilte die Hochschule mit. Die 58-Jährige werde im Rahmen der Gastprofessur Anfang Juli zwei öffentliche Veranstaltungen an der Universität Kassel halten und ein Poetik-Seminar für Studierende geben. Die Brüder-Grimm-Poetikprofessur wird seit 1985 jährlich an der Universität Kassel vergeben. Zu den bisherigen Inhabern zählen Juli Zeh, Rafik Schami und die Nobelpreisträgerin Herta Müller.

Düsseldorfer Rosenmontagszug mit Verspätung gestartet

Eineinhalb Stunden Verspätung wegen Sturmwarnung

Sie haben den Sturm abgewartet - und sogar einige Sonnenstrahlen bekommen: In Düsseldorf hat mit rund eineinhalb Stunden Verspätung der Rosenmontagszug begonnen. Wegen der Sturmwarnung hatten die Verantwortlichen entschieden, die Schlechtwetterfront durchziehen zu lassen und den Zug am frühen Nachmittag zu starten. Der Düsseldorfer Karneval gilt als besonders politisch: Die satirischen Mottowagen nehmen etwa die Debatte um Missbrauch in der Kirche und den Brexit aufs Korn.

Theater für Babys in München

"Eine pädagogische Absicht verfolgen wir nicht"

Das Münchner Kinder- und Jugendtheater Schauburg startet ein Angebot für Kinder ab drei Monaten. Mit ihrem ersten Theater für Babys wollen die Initiatorinnen nach eigenen Worten das Theater schon früh als positiven Ort etablieren, in dem sinnliches Erleben stattfindet. Bei ihrem Tanztheater "Lumi" gehe es ums Schlafen, Wachen und das Spiel mit Licht und Dunkelheit, erklärten Dramaturgin Michaela Oswald und die Performerinnen Anna Grüssinger und Josefine Rausch. Die Idee dahinter sei, dass bereits die Allerkleinsten sinnlich-ästhetische Erfahrungen machen können, sagte Oswald. Sie sollten langsam an Kunst herangeführt werden - aber passend zu ihrer jeweiligen Alters- und Lebensphase: "Eine pädagogische Absicht verfolgen wir nicht." Vielmehr gehe es um das gemeinsame Theatererlebnis zwischen Kindern und Bezugspersonen.

Museen in Sachsen-Anhalt suchen NS-Raubgut

17 Häuser beteiligen sich an der sogenannten Aktion Erstcheck

Museen in Sachsen-Anhalt suchen derzeit in ihren Beständen nach NS-Raubgut. An der sogenannten Aktion Erstcheck beteiligen sich 17 kleine und mittlere Häuser. Getragen wird das Projekt vom Musemsverband mit Unterstützung des Landes und der Stiftung Deutsches Zentrum Kulturgutverluste, wie der Museumsverband mitteilte. Einen solchen Erstcheck hatte es bereits bei Bibliotheken des Landes gegeben.

Münchner Kunstpreis für Galeristin Barbara Gross

Für ußerordentliches Engagement im Bereich der Kunstvermittlung

Die Galeristin Barbara Gross erhält den mit 10.000 Euro dotierten Kunstpreis der Landeshauptstadt München. Damit werde ihr außerordentliches Engagement im Bereich der Kunstvermittlung und ihre besonderen Verdienste gewürdigt, die sie in einer über 30 Jahre andauernden Arbeit für die Sichtbarkeit von Künstlerinnen erbracht habe, heißt es in der Begründung. Gross, die zunächst eine Ausbildung als Kunsterzieherin machte, habe früh begonnen, ihre Aufmerksamkeit der Sichtbarkeit insbesondere von Künstlerinnen zu widmen. So gab sie Anfang der 1980er Jahre Künstlerinnen-Editionen heraus, etwa mit Ulrike Rosenbach, Katharina Sieverding oder Niki des Saint-Phalle. Mit der Gründung ihrer Galerie 1988 habe Gross dann ihrem außergewöhnlichen Engagement eine verbindliche Form gegeben.

Medienwissenschaftler: Lokalpresse in Existenz bedroht

Besonders Lokalausgaben in dünner besiedelten Gebieten

Der Medienwissenschaftler Michael Haller sieht die Lokalzeitungen in Deutschland in einer schweren Krise. "Für die Lokal- und Regionalpresse wird die Lage in vielen Regionen tatsächlich existenzgefährdend", sagte der Leiter des Europäischen Instituts für Journalismus- und Kommunikationsforschung in Leipzig dem Berliner "Tagesspiegel". Dafür sieht der 73-Jährige drei Gründe: Erstens schrumpfe der Anzeigenteil, der früher mehr als zwei Drittel der Einnahmen gebracht habe. "Zweitens bleiben die jüngeren Erwachsenen weg, sie finden die Lokalzeitung langweilig", sagte Haller. Die Folge seien massive Einnahmenrückgänge. Drittens werde die Zustellung der Abo-Zeitung immer teurer: "Weil es immer weniger Abonnenten gibt, steigt der Vertriebsaufwand je Exemplar." Das gelte vor allem für Lokalausgaben in dünner besiedelten Gebieten.

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