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Mittwoch, 26.06.2019
 
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Kulturnachrichten

Sonntag, 3. März 2019

Macron feiert mit Mattarella Leonardo-Jubiläum

Am 2. Mai wollen beide den 500. Todestag von da Vinci in Paris begehen

Nach dem Ärger um das Leonardo-da-Vinci-Jubiläum zwischen Frankreich und Italien wollen beide Länder nun Einigkeit demonstrieren. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron kündigte in einem am Sonntag ausgestrahlten Fernsehinterview an, den 500. Todestag des Universalgenies am 2. Mai zusammen mit Italiens Präsidenten Sergio Mattarella in Paris zu begehen. Zuletzt hatte es Streit um Leonardo-Werke gegeben, die Frankreich für eine große Schau im Louvre im Oktober aus Italien angefordert hatte. Die populistische Regierung hatte sich gegen eine Vereinbarung der Vorgängerregierung in Rom gestellt und will mehrere Werke nicht verleihen. Sie wehrt sich gegen einen Tausch: Italien sollte eigentlich Leonardo-Werke an Frankreich geben, wenn Frankreich im Gegenzug Werke des italienischen Malers Raffael für dessen 500. Todestag im kommenden Jahr für eine Schau in Rom ausleiht. Da Vinci ist 1452 in der Toskana geboren und 1519 in Frankreich gestorben.

Düsseldorfer Rosenmontagszug findet statt

Der Umzug soll nun um 13:30 Uhr anrollen

Der Rosenmontagszug in Düsseldorf findet trotz des angekündigten Sturms statt - allerdings mit etwas Verspätung. Diese Entscheidung teilte ein Sprecher des Comitee Düsseldorfer Carneval am Sonntagabend mit. Eigentlich sollte der Umzug um 11.50 Uhr anrollen, nun weiche man auf 13.30 Uhr aus. Es deute alles darauf hin, dass das Sturmtief "Bennet" dann über Düsseldorf hinweggezogen sein werde. "Somit können die Vorgaben und Absprachen des Sicherheitskonzepts erfüllt werden." In der NRW-Landeshauptstadt kann der Zug nur bis Windstärke 7 stattfinden. Ab Windstärke 8 müsste er abgesagt werden. Der Deutsche Wetterdienst hatte starke Windböen vor allem für den Vormittag vorhergesagt - in der Spitze mit Stärken von 8 bis 9. Am Nachmittag sollte der Sturm aber abflauen. In den Karnevalshochburgen Köln und Mainz sollen die Umzüge ebenfalls rollen, in etwas einschränkter Form.

Magdeburger Telemann-Preis für Klaus Hofmann

Der Preis ist mit 2500 Euro dotiert

Der Göttinger Musikwissenschaftler Klaus Hofmann ist am Sonntag in Magdeburg mit dem Georg-Philipp-Telemann-Preis 2019 geehrt worden. Hofmann habe die Auszeichnung für sein besonderes und umfangreiches Engagement bei der wissenschaftlichen Erschließung und Aufarbeitung der Werke des in Magdeburg geborenen Barockkomponisten Georg Philipp Telemann (1681-1767) bekommen, teilten das Zentrum für Telemann-Pflege und -Forschung und die Stadt mit. Der Preis ist mit 2500 Euro dotiert. Hofmann habe über ein halbes Jahrhundert hinweg mehr als einhundert Kompositionen Telemanns herausgegeben, darunter viele Erstveröffentlichungen. Er gehört laut Jury zu den besten und außerordentlich gut informierten Telemann-Kennern unserer Zeit.

Eurovision-Ticketverkauf vorerst gestoppt

Unregelmäßigkeiten beim Ticketverkauf entdeckt

Der Ticketverkauf für den Eurovision Song Contest in Tel Aviv ist wegen Unregelmäßigkeiten vorerst gestoppt worden. Kontrolleure hätten "Versuche von mehreren Parteien entdeckt, in den Verkaufsprozess einzugreifen", teilte der für die Übertragung zuständige Fernsehsender Kan in Tel Aviv mit. Außerdem seien hunderte Tickets, die für reguläre Zuschauer bestimmt waren, an internationale Medienmanager und Sportfunktionäre verkauft worden. Der Minister für öffentliche Sicherheit will den Vorfall jetzt von der Polizei untersuchen lassen. Es habe auch Berichte über den konzentrierten Kauf von Tickets sowie den Wiederverkauf von Eintrittskarten zum bis zu zweieinhalbfachen Preis gegeben. Der Kartenverkauf hatte am Donnerstagabend begonnen. Die erste Runde Tickets für das Finale war innerhalb von Minuten ausverkauft. Zu einem späteren Zeitpunkt sollen weitere Tickets angeboten werden.

Kabarettist Werner Schneyder gestorben

Das österreichische Multitalent wurde 82 Jahre alt

Der österreichische Kabarettist, Moderator und Autor Werner Schneyder ist tot. Schneyder, der für das ZDF als Sport-Kommentator gearbeitet hatte, ist im Alter von 82 Jahren gestorben, wie die Deutsche Presse-Agentur am Sonntag aus Kreisen von Schneyders Familie erfahren hat. Schneyder hat vor allem die Kabarett-Szene in Deutschland mitgeprägt. Jahrzehntelang hat er die Verhältnisse in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft aufs Korn genommen. Mehr als 1000 Auftritte auf den Bühnen in Österreich und Deutschland, eine legendäre Zusammenarbeit mit Dieter Hildebrandt bei der Münchner "Lach- & Schießgesellschaft" und viele Ausflüge in die Sportwelt unter anderem als Box-Kommentator haben Schneyder bekannt gemacht.

Gitarrist Slash hofft auf neues Guns N' Roses-Album

Die legendäre US-Rockband steckt "sehr viel Energie" in neue Platte

US-Rockgitarrist Slash hat ein neues Album seiner Band Guns N' Roses in Aussicht gestellt. "Im Moment gibt es sehr viele Aktivitäten, die darauf ausgerichtet sind", sagte der 53-Jährige der "Welt am Sonntag". "Es wird sehr viel Energie in die Idee gesteckt, ein neues Album zu ermöglichen. Wir werden sehen." Slash hatte Guns N' Roses 1996 im Streit mit Sänger Axl Rose verlassen. 2016 versöhnten sie sich und gingen auf eine ausgiebige Comeback-Tournee. "Ehrlich, die letzte Tour war der größte Spaß, den ich mit Guns N' Roses seit Ende der 80er hatte", sagte Slash. "Nie im Leben hätte ich damit gerechnet, dass es mir mit ihnen wieder solchen Spaß machen würde." Derzeit ist der Gitarrist mit Myles Kennedy and The Conspirators, mit denen er im Februar im Gasometer Wien gastierte, in Deutschland auf Tournee.

Raumkapsel "Crew Dragon" erreicht Raumstation ISS

Erster privater Raumtransporter erfolgreich im All

Nach etwa 27 Stunden Flugzeit hat die Raumkapsel "Crew Dragon" des privaten amerikanischen Unternehmens SpaceX an die Internationale Raumstation ISS angedockt. Live-Bilder der US-Raumfahrtbehörde Nasa zeigten am Sonntagvormittag, wie sich das unbemannte Raumschiff der ISS in etwa 400 Kilometern Höhe über der Erde näherte und sie schließlich erreichte. Die Raumkapsel war gestern mit einer Falcon-9-Rakete vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida ins All gestartet. Es war das erste Mal, dass ein privat gebauter und betriebener Crew-Transporter von amerikanischem Boden zur ISS flog. US-Präsident Donald Trump gratulierte und twitterte, dies sei ein großer Erfolg. Diesmal ist nur eine Testpuppe voller Sensoren an Bord. Sie sollten messen, welche Kräfte während des Fluges auf den Körper wirken. Erweist sich der private Raumfrachter als sicher, könnte noch in diesem Jahr ein Testflug mit Astronauten folgen. Seit einigen Jahren können diese nur noch mit russischen Sojus-Raketen zur ISS gelangen. Die USA wollen künftig stärker auf private Unternehmen für bemannte Missionen ins All setzen.

Kölner Rosenmontagszug findet statt

Trotz drohenden Sturmtiefs

Der Kölner Rosenmontagszug findet trotz des drohenden Sturmtiefs statt - allerdings mit erheblichen Einschränkungen. Das teilten das Festkomitee und die Stadt mit. Auf tragbare Großfiguren, Fahnen, Schilder, Pferde und Kutschen müsse aus Sicherheitsgründen verzichtet werden. Die Tribünen sollten zwar geöffnet bleiben, es würden aber Seitenverkleidungen entfernt, um dem Wind weniger Angriffsfläche zu geben. Trotz des schlechten Wetters müsse man "den 'Zoch' nach jetzigem Stand nicht komplett absagen", sagte Alexander Dieper, Zugleiter des Kölner Rosenmontagszugs: "Unser abgestuftes, auf die speziellen Verhältnisse der Kölner Innenstadt zugeschnittenes Sicherheitskonzept ermöglicht es uns, flexibel auf die verschiedenen Herausforderungen des Wetters zu reagieren." Zugleich betonte das Festkomitee, dass dieser Beschluss nur unter dem Vorbehalt gelte, dass sich die Witterungsbedingungen bis Montagvormittag nicht weiter verschlechtern.

Journalistenverband wirft Türkei "Schikane" vor

Verbandssprecher Zörner fordert uneingeschränkte Pressefreiheit

Der Deutsche Journalistenverband (DJV) hat das türkische Vorgehen gegenüber deutschen Journalisten scharf kritisiert. "Die willkürliche Verweigerung von Akkreditierungen für Korrespondenten in der Türkei ist pure Schikane", sagte DJV-Sprecher Hendrik Zörner dem "Tagesspiegel". Offenbar wolle die islamisch-konservative Regierungspartei AKP kritische Berichterstattung verhindern, denn eine nachvollziehbare Begründung für die Verweigerungen gebe es nicht. "Wir fordern, dass die Journalisten unverzüglich ihre Presseausweise erhalten und die Pressefreiheit nicht weiter eingeschränkt wird", sagte Zörner weiter. Neben zwei deutschen Korrespondenten haben die deutschen Behörden nun noch einem freien NDR-Mitarbeiter die Arbeitsgenehmigung verweigert. Das hieße, dass sie binnen zehn Tagen das Land verlassen müssten. Gründe für die Ablehnungen nannten die Behörden zunächst nicht. Gegen ihr Vorgehen protestierte das Auswärtige Amt beim türkischen Botschafter.

Historiker und Publizist Arnulf Baring verstorben

Ehemaliger Professor an der Freien Universität Berlin wurde 86 Jahre alt

Der Historiker und Publizist Arnulf Baring ist einem Medienbericht zufolge tot. Er sei am Samstagnachmittag im Alter von 86 Jahren in Berlin gestorben, berichtete die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf seine Familie. Baring wurde am 8. Mai 1932 in Dresden geboren. Zunächst studierte er Rechtswissenschaften, später lehrte er über Jahrzehnte als Politikwissenschaftler und Historiker an der Freien Universität Berlin, wo er diverse Lehrstühle innehatte. Baring veröffentlichte zahlreiche Schriften zu politischen und zeitgeschichtlichen Themen, darunter "Außenpolitik in Adenauers Kanzlerdemokratie", "Machtwechsel. Die Ära Brandt - Scheel" und "Deutschland, was nun?".

Gedenkstein für Straßburger Synagoge geschändet

Zahl antisemitischer Übergriffe in Frankreich gestiegen

In Straßburg ist in der Nacht zum Samstag ein Gedenkstein für die von den Nationalsozialisten zerstörte Alte Synagoge umgestoßen worden. Die Polizei ermittelt. Ein Regionalsprecher der israelitischen Gemeinde sprach von eindeutigem Vorsatz, um "die Erinnerung an die Synagoge auszulöschen". Nach der Eroberung Straßburgs im Zweiten Weltkrieg hatten Mitglieder der Hitlerjugend die zentrale Synagoge der Stadt geplündert. Später wurde sie angezündet. In Frankreich ist die Zahl antisemitischer Übergriffe zuletzt stark gestiegen. Bei einer "Gelbwesten"-Demonstration in Paris wurde der jüdische Philosoph Alain Finkielkraut beleidigt. Staatspräsident Emmanuel Macron hat ein härteres Durchgreifen gegen Judenhass angekündigt.

Schauspielerin Katherine Helmond gestorben

Golden-Globe-Gewinnerin wurde 89 Jahre alt

Die Schauspielerin Katherine Helmond ist tot. Sie starb bereits am vergangenen Samstag zuhause in Los Angeles im Alter von 89 Jahren, das teilte ihre Agentur mit. Helmond spielte unter anderem die Figur Mona Robinson in der ABC-Serie "Wer ist hier der Boss?". Der Durchbruch gelang Helmond erst mit beinahe 50 Jahren. Sie war sieben Mal für einen Emmy nominiert. Für ihre Rolle als Jessica Tate in "Soap" wurde sie 1981 mit einem Golden Globe geehrt, 1989 gewann sie einen weiteren für "Wer ist hier der Boss?". Helmond litt an Alzheimer.

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Fazit

Kritik an Karl-May-FestspielenDebatten statt Verbote
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"Professorin will diesen Winnetou abschaffen" titelte eine Boulevardzeitung nach Kritik an den Karl-May-Festspielen. So weit will niemand gehen, aber es gibt gute Gründe, die Darstellung von native americans zu verändern, findet Noa Ha von der Uni Dresden.Mehr

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