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Kulturnachrichten

Samstag, 2. März 2019

Historiker und Publizist Arnulf Baring verstorben

Ehemaliger Professor an der Freien Universität Berlin wurde 86 Jahre alt

Der Historiker und Publizist Arnulf Baring ist einem Medienbericht zufolge tot. Er sei am Samstagnachmittag im Alter von 86 Jahren in Berlin gestorben, berichtete die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf seine Familie. Baring wurde am 8. Mai 1932 in Dresden geboren. Zunächst studierte er Rechtswissenschaften, später lehrte er über Jahrzehnte als Politikwissenschaftler und Historiker an der Freien Universität Berlin, wo er diverse Lehrstühle innehatte. Baring veröffentlichte zahlreiche Schriften zu politischen und zeitgeschichtlichen Themen, darunter "Außenpolitik in Adenauers Kanzlerdemokratie", "Machtwechsel. Die Ära Brandt - Scheel" und "Deutschland, was nun?".

Türkei: NDR-Journalisten Akkreditierung verweigert

Schon drei deutsche Journalisten wurde Akkreditierung für 2019 verweigert

Die türkischen Behörden verweigern nun auch einem für den NDR tätigen freien Mitarbeiter die Arbeitsgenehmigung. Das berichtete am Samstag die "Tagesschau". Halil Gülbeyaz sei in der Türkei zwölf Jahre ununterbrochen für den NDR akkreditiert gewesen. "Ich habe nur meinen Beruf als Journalist ausgeübt, und mit der Abweisung werde ich meinem Beruf in der Türkei nicht mehr nachgehen können. Das schränkt die Informationsfreiheit ein", sagte Gülbeyaz, der in Berlin lebt. Am Freitag war zudem dem langjährigen "Tagesspiegel"-Korrespondenten Thomas Seibert und dem ZDF-Journalisten Jörg Brase mitgeteilt worden, dass sie in der Türkei für dieses Jahr nicht akkreditiert werden. Das würde bedeuten, dass sie innerhalb von zehn Tagen das Land verlassen müssten. Indes hatte ein Berater des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan Unverständnis über die verweigerte Arbeitsgenehmigung geäußert.

Gedenkstein für Straßburger Synagoge geschändet

Zahl antisemitischer Übergriffe in Frankreich gestiegen

In Straßburg ist in der Nacht zum Samstag ein Gedenkstein für die von den Nationalsozialisten zerstörte Alte Synagoge umgestoßen worden. Die Polizei ermittelt. Ein Regionalsprecher der israelitischen Gemeinde sprach von eindeutigem Vorsatz, um "die Erinnerung an die Synagoge auszulöschen". Nach der Eroberung Straßburgs im Zweiten Weltkrieg hatten Mitglieder der Hitlerjugend die zentrale Synagoge der Stadt geplündert. Später wurde sie angezündet. In Frankreich ist die Zahl antisemitischer Übergriffe zuletzt stark gestiegen. Bei einer "Gelbwesten"-Demonstration in Paris wurde der jüdische Philosoph Alain Finkielkraut beleidigt. Staatspräsident Emmanuel Macron hat ein härteres Durchgreifen gegen Judenhass angekündigt.

Schauspielerin Katherine Helmond gestorben

Golden-Globe-Gewinnerin wurde 89 Jahre alt

Die Schauspielerin Katherine Helmond ist tot. Sie starb bereits am vergangenen Samstag zuhause in Los Angeles im Alter von 89 Jahren, das teilte ihre Agentur mit. Helmond spielte unter anderem die Figur Mona Robinson in der ABC-Serie "Wer ist hier der Boss?". Der Durchbruch gelang Helmond erst mit beinahe 50 Jahren. Sie war sieben Mal für einen Emmy nominiert. Für ihre Rolle als Jessica Tate in "Soap" wurde sie 1981 mit einem Golden Globe geehrt, 1989 gewann sie einen weiteren für "Wer ist hier der Boss?". Helmond litt an Alzheimer.

Shortlist für Preis der Nationalgalerie veröffentlicht

Preis zeichnet junge, internationale Kunst aus

Im Herbst wird der Preis der Nationalgalerie zum zehnten Mal verliehen. Heute hat die Jury in Berlin vier Künstler für die Shortlist nominiert: Pauline Curnier Jardin aus Marseille, Simon Fujiwara aus London, Flaka Haliti aus Pristina und Katja Novitskova aus Tallinn haben sich gegen rund 70 weitere Künstler durchgesetzt. Eine gemeinsame Ausstellung der Nominierten wird ab August im Berliner Museum Hamburger Bahnhof zu sehen sein. Eine zweite Jury wählt am 12. September den Gewinner. Der Preis zeichnet wichtige, junge Positionen der internationalen Kunst aus. Der Sieger darf sich über eine Einzelausstellung in einem der Häuser der Nationalgalerie freuen.

Frankreich ehrt Berlinale-Chef

Höchste Auszeichnung der Kulturszene für Kosslick

Der scheidende Berlinale-Chef Dieter Kosslick ist von Frankreich ausgezeichnet worden. Kulturminister Franck Riester ernannte Kosslick in Berlin zum Kommandeur im Orden für Kunst und Literatur, die höchste Auszeichnung für eine Persönlichkeit der Kulturszene. Kosslick habe "einen wichtigen Beitrag zur Förderung des Kinos" auf internationaler Ebene geleistet, twitterte die Botschaft. Er habe die Berlinale zudem zum wichtigsten Kulturereignis der deutschen Hauptstadt gemacht. Kosslick leitete 18 Jahre lang die Internationalen Filmfestspiele in Berlin. Im Juni übernehmen der Italiener Carlo Chatrian und die gebürtige Niederländerin Mariette Rissenbeek das Festival. Den Orden gibt es seit 1957. Verliehen wurde er bisher zum Beispiel an Geigerin Anne-Sophie Mutter und Schauspieler Bruno Ganz.

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