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Montag, 22.07.2019
 
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Kulturnachrichten

Samstag, 10. März 2018

Vor Islamisten gerettete Manuskripte werden restauriert

Flüchtlinge wurden zu Restauratoren geschult

Vor dem "Islamischen Staat" gerettete kostbare Handschriften werden derzeit in Erbil von irakischen Flüchtlingen restauriert. Die 850 antiken Manuskripte in Aramäisch, Arabisch und Armenisch sowie wertvolle Bücher waren von einem Dominikanerpater im August 2014 angesichts der heranrückenden Terrormilizen von Karakosch südöstlich von Mossul nach Erbil gebracht worden. Seitdem wurden in der kurdisch-irakischen Provinzhauptstadt fünf Gruppen von christlichen und muslimischen Flüchtlingen zu Restauratoren geschult, wie der vatikanische Pressedienst Fides berichtete. Die Handschriften und alten Druckwerke stammen aus dem inzwischen zerstörten Dominikanerkonvent in Mossul. Von dort waren sie laut Fides schon ab 2007 aus Sicherheitsgründen ins mehrheitlich christliche Karakosch ausgelagert worden. Ende Juli 2014, wenige Wochen nach dem Fall Mossuls, entschlossen sich die Ordensleute zur Überführung der Bibliothek nach Erbil, um sie vor einer möglichen Zerstörung durch die Islamisten zu bewahren.

Göttinger Friedenspreis verliehen

Konstantin Wecker und "Wissenschaft & Frieden" geehrt

Der Liedermacher Konstantin Wecker und die Redaktion der Zeitschrift "Wissenschaft & Frieden" sind mit dem Göttinger Friedenspreis ausgezeichnet worden. Wecker sei unter anderem für sein musikalisches Engagement gegen rechte Gewalt und sein aktives Wirken in der Flüchtlingshilfe ausgezeichnet worden. Die seit 1983 erscheinende Zeitschrift "Wissenschaft & Frieden" untersuche Gewaltursachen, beziehe Position zur Verantwortung der Wissenschaft und thematisiere Wege und Möglichkeiten zur zivilen Konfliktlösung. Der Friedenspreis wird von der Stiftung Roland Röhl an Personen oder Gruppen verliehen, die sich durch wissenschaftliche Arbeit oder praktisch für den Frieden einsetzen.

Deutschlandradio-Intendant offen für Hörerrat

Raue zuversichtlich gegenüber der Zukunft der Öffentlich-Rechtlichen

Angesichts der "No Billag"-Abstimmung in der Schweiz ist der Deutschlandradio-Intendant Stefan Raue zuversichtlich gegenüber der Zukunft der Öffentlich-Rechtlichen in Deutschland. Umfragen zeigten, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk einen großen Rückhalt in der Gesellschaft habe, sagte er im Deutschlandfunk Kultur: "Die Menschen schätzen auch grade die Kompetenzen in Sachen Informationen und Kultur, aber sie haben auch Kritikpunkte." Daher müsste man darstellen, was man eigentlich mache und wofür man das Geld, das man vom Beitragszahler in Deutschland bekomme, nutze: "Wichtig ist, dass die Menschen der Meinung sind, dass wir das Geld wert sind, was sie uns jeden Monat geben", betonte Raue. Darüber hinaus zeigte er sich offen für die Einrichtung eines Hörerrates im öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Dann müsste man aber auch Verfahren finden, damit sich alle Hörer tatsächlich repräsentiert fühlten, betonte er.

Merkel wirbt fürs Lesen

Bundeskanzlerin dankt Lesepaten in Schulen

Im Vorfeld der Leipziger Buchmesse warb Bundeskanzlerin Merkel für das Lesen. In ihrem wöchentlichen Video-Podcast gab sie zu, Bücher gehörten für sie zum "Lebenselixier". Auch in der Zeit der Digitalisierung sei es eine Grundkompetenz, die einem Vieles im Leben erschließe, die Grammatik und die Fantasie befördere, betonte Merkel. Es sei sehr traurig, dass 14 Prozent der deutschen Bevölkerung nicht über eine aktive Lesefähigkeit verfügten, erklärte die Kanzlerin. Das beschränke den Radius im täglichen Leben: "Als Bildungsnation, die wir ja eigentlich sein wollen, dürfen wir das nicht akzeptieren", so Merkel weiter. Ausdrücklich dankte die Bundeskanzlerin allen Lesepaten, die Schüler ehrenamtlich ans Lesen heranführen.

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Fazit

"Comeback" in der Kunsthalle TübingenDas Neue im Alten
Eine Marmorstatue mit Sonnenbrille und Handy, Bild von Léo Caillard: Hipster in Stone XII, 2017 (Léo Caillard)

Aneignen, Zitieren, Kopieren, Verfremden – der kreative Rückgriff auf kunsthistorische Vorbilder hat Konjunktur. Die Tübinger Kunsthalle greift die Retrowelle auf und versammelt rund hundert Werke zu einem aufschlussreichen "Comeback". Mehr

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