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Dienstag, 13.04.2021
 
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Kulturnachrichten

Dienstag, 13. April 2021

Oscar-Akademie gibt Starbesetzung für Show bekannt

Knapp zwei Wochen vor der Oscar-Gala hat die Film-Akademie in Los Angeles die Teilnehmer der Show bekanntgegeben. Unter anderem sollen Oscar-Preisträger wie Halle Berry, Reese Witherspoon, Renée Zellweger, Joaquin Phoenix und Brad Pitt bei der Vergabe der 93. Academy Awards mitwirken, teilten die Show-Produzenten mit. Für die Preisverleihung im Stil eines Films hätten sie eine wahre Starbesetzung gewinnen können, hieß es in der Mitteilung. Die Show am 25. April soll mit den Nominierten vor Ort laufen. In Los Angeles ist neben dem traditionellen Dolby Theatre in Hollywood erstmals das Bahnhofsgebäude Los Angeles Union Station als Bühne geplant. Wegen Corona-Auflagen und damit verbundenen Reiseschwierigkeiten sind auch internationale Standorte geplant, von denen Oscar-Kandidaten zugeschaltet werden können.

Impfzentrum am Broadway in New York eröffnet

Ein eigenes Impfzentrum am New Yorker Broadway soll der berühmten Theater- und Musicalszene der Weltmetropole aus der Corona-Pandemie helfen. Bürgermeister Bill de Blasio eröffnete zusammen mit Lin-Manuel Miranda, dem Erschaffer des Hitmusicals "Hamilton", das Zentrum mitten im Theaterviertel von Manhattan. Es hat eine Kapazität von rund 1.500 Impfungen pro Tag und beschäftigt auch rund 80 bis 100 zuvor Arbeitslose aus der Showbranche, berichtet "Broadwayworld". Das Angebot solle vor allem bei Theater-Gewerkschaften und Hilfsorganisationen beworben werden und bevorzugt Menschen aus der Kreativbranche, hieß es weiter. Seit 13 Monaten sind die Theater am Broadway geschlossen. De Blasio erklärte vergangene Woche, dass möglicherweise im September erste Shows zurückkehren könnten.

Carabinieri entdecken in Brüssel antike Statue

Zwei italienische Polizisten haben in einem belgischen Antiquitätenladen zufällig eine gestohlene römische Statue gefunden. Wie die für den Schutz von Kunstwerken zuständige Einheit der Carabinieri in Rom berichtete, konnte die Marmorstatue aus dem 1. Jahrhundert vor Christus inzwischen wieder an ihren Ursprungsort zurückgebracht werden. Sie sei 2011 aus einer Parkanlage in der italienischen Hauptstadt gestohlen worden. Die Beamten seien auf Dienstreise in Brüssel gewesen. Nach ihrer Arbeit zogen sie durch Antiquitätenläden, wo ihnen das Kunstwerk aufgefallen sei, hieß es. Anhand von Fotos hätten sie die Statue später identifiziert. Außerdem sei im Zuge der Ermittlungen der illegale Kunsthandel eines Italieners aufgeflogen. Die antike Statue sei geschätzt mindestens 100.000 Euro wert.

Heino verärgert über Düsseldorfer Tonhalle

Sänger Heino (82) und die Düsseldorfer Tonhalle streiten sich um einen "deutschen Liederabend". "Wir stören uns an dem etwas tümelnden Untertitel", sagte eine Sprecherin des Konzerthauses auf Anfrage. Deswegen werde man diesen Abend mit diesem Untertitel nicht selbst bewerben. Die für Oktober geplante Veranstaltung könne aber natürlich stattfinden. Mittlerweile hat sich Düsseldorfs Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU) in den Streit eingeschaltet: Er sehe in dem Plakat von Heino keinerlei nationalistische oder ähnliche Tendenzen und teile die Kritik daran nicht. Deshalb habe er mit dem Tonhallen-Intendanten besprochen, dass Heinos Tournee-Plakat doch aufgehängt werde, sagte Keller. Heino erwägt inzwischen allerdings, die Location zu wechseln. Sein Manager Helmut Werner sagte: "Welches absurde Gedankengut muss man haben, um sich am Wort deutsch zu stören?" Der Sänger habe sich in einem Interview 2019 sogar für ein Verbot der AfD ausgesprochen.

Euronews in Belarus verboten

In Belarus ist der Fernsehsender Euronews verboten worden. Dies teilte das Informationsministerium in Minsk mit. Begründet wurde das Verbot damit, dass Euronews Werbung auf Englisch ausgestrahlt habe, die ins Russische oder Belarussische hätte übersetzt werden müssen. Die Nichtregierungsorganisation Wiasna kritisierte, das Verbot verschärfe die hoffnungslose Lage, in der sich unabhängige Medien in Belarus befänden. Im August war der belarussische Präsident Lukaschenko durch eine von Betrugsvorwürfen begleitete Wahl im Amt bestätigt worden. Es gab zahlreiche Proteste. Neben der Opposition werden auch unabhängige Medien in Belarus unterdrückt.

Architekturbiennale in Venedig startet im Mai

Die 17. Internationale Architekturbiennale in Venedig wird trotz der Corona-Pandemie am 22. Mai für das Publikum starten. Die Präsentation von Bau-Entwürfen und Konzepten zur Gestaltung von Städten unter dem Motto "How will we live together?" (Wie wollen wir zusammenleben?) soll bis Ende November laufen. Die Präsentation war 2020 wegen des Corona-Ausbruchs um ein Jahr verschoben worden. Kuratiert wird die Biennale vom libanesisch-amerikanischen Architekten Hashim Sarkis. Eingeladen wurden 114 Teilnehmer aus 46 Ländern. Neu dabei sind Aserbaidschan, Grenada, Irak und Usbekistan. Außerdem sollen 63 Länderpavillons zu sehen sein. Im deutschen Pavillon will eine Gruppe von Architekten, Künstlern und Wissenschaftlern unter dem Titel "2038" einen Blick aus einer fiktiven Zukunft auf die Probleme der Gegenwart werfen. Das Konzept war schon länger bekannt. Viele Inhalte sollen dabei in Form von Filmen präsentiert werden. Das haben die Kuratoren angekündigt.

Mulders soll neuer Kölner Opernindendant werden

Der Niederländer Hein Mulders soll neuer Intendant der Kölner Oper werden. Derzeit ist Mulders in Essen als Intendant für das Aalto-Musiktheater und die Philharmonie Essen verantwortlich. Zuvor war der 58-jährige künstlerischer Leiter der Nederlandse Opera in Amsterdam. Der Vertragsbeginn in Köln ist zu Beginn der Spielzeit 2022/23 vorgesehen. Oberbürgermeisterin Henriette Reker sagte, sie freue sich, dem Hauptausschuss mit Mulders jemanden vorschlagen zu können, der aus Sicht der Kommission und auch aus ihrer Sicht ganz hervorragend nach Köln passe. Er bringe internationale Erfahrung ebenso mit wie profunde Kenntnisse der Opernwelt sowie der Kulturlandschaft Deutschlands. Die Kölner Oper befindet sich seit Jahren in einem Ausweichquartier, erst zur Spielzeit 2024/25 soll sie in ihr saniertes Stammhaus aus den 50er Jahren zurückkehren.

Paar bemalt Gemälde während Ausstellung

Nach der unbeabsichtigten Verunstaltung eines etwa 400.000 Dollar teuren Acrylgemäldes des amerikanischen Graffitikünstlers JonOne bei einer Ausstellung in Seoul hat sich der Co-Organisator gegen eine Entfernung der Farbkleckse ausgesprochen. Viele Menschen hätten in den Sozialen Medien kommentiert, die Kleckse sähen "wie ein Teil des Kunstwerks" aus, sagte die Managerin des Ausstellers Content Creators of Culture. Ein junges Paar hatte das etwa sieben mal zwei Meter große Gemälde Ende März mit einigen Pinselstrichen in dem Glauben bekleckst, dass es sich um ein unfertiges Bild handele, an dem man mitwirken könne. Die Frage, ob das Gemälde restauriert werden soll, hängt nun anscheinend vom südkoreanischen Besitzer des Gemäldes ab. Denn JonOne wolle nicht, dass das Paar dafür bezahlt.

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