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Freitag, 23.08.2019
 
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Kulturnachrichten

Freitag, 2. März 2018

Dirigent López Cobos ist tot

Er starb mit 78 Jahren in Berlin

Der frühere Generalmusikdirektor der Deutschen Oper Berlin sei am frühen Freitagmorgen einem Krebsleiden erlegen, berichteten spanische Medien unter Berufung auf Familienangehörige. Das Management des Musikersteilte auf Twitter mit, López Cobos solle in seiner Geburtsstadt Toro rund 250 Kilometer nordwestlich von Madrid beigesetzt werden. Der Spanier studierte Anfang der 1960er Jahre in Madrid Philosophie und dirigierte in dieser Zeit den Universitätschor, obwohl er bis dahin keinen regulären Musikunterricht genossen hatte. Von 1981 bis 1990 war er Generalmusikdirektor der Deutschen Oper. Er war auch Musikdirektor des Spanischen Nationalorchesters, Chefdirigent des Cincinnati Symphony Orchestra und des Kammerorchesters von Lausanne sowie zwischen 2003 und 2010 Musikdirektor des Teatro Real in Madrid. Der mehrfach ausgezeichnete López Cobos erhielt 1981 als erster Dirigent den spanischen Prinz-von-Asturien-Preis in der Sparte der Künste.

Stiftung Denkmalschutz kritisiert Umbaupläne für Hedwigskathedrale

Organisation befürchtet "Dammbruch in der Denkmalpflege"

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz hat die Genehmigung zum Umbau der Berliner Sankt-Hedwigs-Kathedrale scharf kritisiert. Ein weltweit einzigartiger Sakralraum solle dabei aus "angeblichen liturgischen Gründen zerstört werden", erklärte die Stiftung in Bonn. Es sei ein "Dammbruch in der Denkmalpflege" zu befürchten. Berlins oberste Denkmalschutzbehörde hatte den Innenumbau vor zwei Wochen weitgehend erlaubt. Demnach soll der Altar ins Zentrum des Rundbaus rücken. Die zentrale Bodenöffnung mit Freitreppe zur Unterkirche soll deshalb geschlossen werden – sie wurde vor 50 Jahren vom Architekten Hans Schwippert angelegt. Die Wissenschaftliche Kommission der Denkmalstiftung kritisiert, der Umbau beseitige ein einzigartiges Gesamtkunstwerk und Geschichtszeugnis.

Türkei streicht Zuschüsse für Filmfest

Beim türkisch-deutschen Filmfest ensteht ein Defizit von 50.000 Euro

Erstmals in der mehr als 20-jährigen Geschichte des Filmfestivals Türkei Deutschland in Nürnberg hat die Türkei ihre Zuschüsse für die Veranstaltung gestrichen. Dadurch sei im vergangenen Jahr ein Defizit von mehr als 50 000 Euro entstanden, sagte Festival-Direktor Adil Kaya in Nürnberg. Nur mit viel Mühe und dank der Unterstützung von Außenminister Sigmar Gabriel sowie vom Nürnberger Oberbürgermeister Ulrich Maly (beide SPD) habe das Festival nicht "gleich Konkurs anmelden" müssen, sondern habe andere Förderer wie das Auswärtige Amt, das Goethe-Institut und den FilmFernsehFonds Bayern gewinnen können. Auch für das diesjährige Festival habe Ankara eine Förderung "ohne Begründung" abgelehnt.

Von Dohnányi kündigt Premiere

Grund sind Differenzen mit Regisseur Neuenfels

Kurz vor der Premiere ist der Dirigent Christoph von Dohnányi von der musikalischen Leitung der Oper "Salome" an der Berliner Staatsoper zurückgetreten. Als Grund gab das Opernhaus "künstlerische Differenzen" zwischen von Dohnányi und Regisseur Hans Neuenfels an. Einzelheiten wurden nicht genannt. Die musikalische Leitung übernehme jetzt Thomas Guggeis, der bereits die Generalprobe am Donnerstag dirigiert hatte. Guggeis ist seit der Saison 2016/17 Assistent von Generalmusikdirektor Daniel Barenboim und Korrepetitor der Staatsoper. Unter der Regie von Neuenfels führt die Staatsoper an diesem Sonntag die zweite große Premiere seit der Wiedereröffnung des Haues im Oktober auf.

Prozess um Picassos wird neu aufgerollt

Ein Rentnerehepaar hatte die Werke jahrzehntelang in seiner Garage gelagert

Der Prozess um die jahrzehntelang in einer Garage in Frankreich gelagerten Picasso-Werke wird neu aufgerollt. Das oberste französische Gericht hob die Verurteilung eines Rentnerpaars wegen Hehlerei auf. Es sei in dem damaligen Urteil nicht nachgewiesen worden, dass die 271 Kunstwerke aus einem Diebstahl stammten, heißt es in der Entscheidung. Der Fall muss nun vom Berufungsgericht neu verhandelt werden. Das Rentnerpaar war zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. Bei dem Mann handelt es sich um einen Elektriker, der in den Jahren vor dem Tod Pablo Picassos Arbeiten auf dessen Anwesen in Südfrankreich ausgeführt hatte. Im ersten Prozess hatte er angegeben, die Werke als Dankeschön für seinen Einsatz bekommen zu haben. Der Fall war 2010 bekannt geworden und hatte für viel Aufsehen gesorgt. Der Wert der bis dahin völlig unbekannten Werke wird auf bis zu 100 Millionen Euro geschätzt.

Bundeskunsthalle zieht positive Bilanz der Gurlitt-Schau

Ausstellung habe der Provenienzforschung neue Impulse gegeben

Die Schau in der Bundeskunsthalle sei sehr gut angenommen worden. Bis zum Abschluss am 11. März erwarte man bis zu 150.000 Besucher, sagte Museumsintendant Rein Wolfs. Die Schau "Bestandsaufnahme Gurlitt. Der NS-Kunstraub und die Folgen" habe zudem weit über den Ausstellungsort hinaus gewirkt: "Wir konnten einen neuen Blick auf die Geschichte werfen." Es sei deutlich geworden, "wie systematisch der NS-Kunstraub und auch die Aktion 'Entartete Kunst' vonstattengegangen sind." Auch habe die Ausstellung der Provenienzforschung neue Impulse gegeben.

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