Seit 10:05 Uhr Plus Eins

Sonntag, 26.01.2020
 
Seit 10:05 Uhr Plus Eins

Kulturnachrichten

Sonntag, 26. Januar 2020

Max-Ophüls-Filmpreis für "Neubau"

Der Film "Neubau" (Deutschland 2020) von Johannes Maria Schmit hat beim 41. Max-Ophüls-Festival in Saarbrücken den mit 36.000 Euro dotierten Hauptpreis gewonnen. Den "Preis für den gesellschaftlich relevanten" Film erhielt der Hauptdarsteller Tucké Royale für Buch und Schauspiel. "Neubau" spielt im Sommer in der Brandenburger Provinz und erzählt von Markus (Tucké Royale), der hin- und hergerissen ist zwischen der Liebe zu seinen pflegebedürftigen Omas und der Sehnsucht nach einem anderen Leben in Berlin. "Es gibt Filme, die sind leise, aber sie wirken lange nach, die weiten den Blick, einfach, indem sie einladen, genau hinzuschauen", heißt es in der Begründung der Jury. "Sie kommen ohne Budenzauber aus, weil sie den Gegenstand ihrer Betrachtung ernst nehmen, ihm Würde verleihen. Solche Filme haben die Kraft, Empathie zu erzeugen."

Orden für Auschwitz-Überlebende Zofia Posmysz

Die Schriftstellerin und Auschwitz-Überlebende Zofia Posmysz ist vom polnischen Staatspräsidenten Duda mit der höchsten Auszeichnung der Republik Polen, dem Orden des weißen Adlers, geehrt worden. Die 96-Jährige sei weltweit eine der bekanntesten Zeitzeuginnen aus der Todeswelt des Vernichtungslagers, erklärte der Exekutiv-Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees, Christoph Heubner, anlässlich der Ehrung in Warschau. Als Schriftstellerin erregte sie 1962 mit ihrem Hörspiel "Die Passagierin aus Kabine 45" große Aufmerksamkeit. Das Hörspiel, das später auch als Roman in vielen Sprachen erschien, schildert die fiktive Begegnung einer Auschwitz-Überlebenden mit einer ihrer ehemaligen SS-Aufseherinnen während einer Ozeanüberquerung.

Franzen: Kampf gegen Klimawandel ist verloren

Der US-Schriftsteller Jonathan Franzen hält den Kampf gegen den Klimawandel für verloren. "Warum geben wir das nicht zu und nehmen uns dann die Freiheit, darüber nachzudenken, wie wir unsere Ressourcen einsetzen wollen?", sagte er dem "Spiegel". "Die Klimaaktivisten sollten aufhören, sich etwas vorzumachen." Das menschliche Verhalten werde sich nicht ändern, "solange wir glauben, dass wir immer noch Zeit haben, alles abzuwenden", sagte Franzen. "Wir sollten darüber nachdenken, wie wir uns auf die Erschütterungen vorbereiten, die kommen werden." Die Klimakatastrophe werde "richtig viel Geld kosten, so viel ist klar", so Franzen weiter. Die finanziellen Ressourcen seien allerdings begrenzt.

Musiker fordern mehr Geld aus Streamingdiensten

Deutsche Musikstars wie Rammstein, Helene Fischer, die Toten Hosen, Sarah Connor, Peter Maffay und Marius Müller-Westernhagen haben von ihren Plattenfirmen einen größeren Anteil an den stark wachsenden Einnahmen aus dem Streaming verlangt. Die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" (FAS) berichtete vorab, 14 Manager und Anwälte von Musikern hätten sich gegen die Plattenfirmen zusammengeschlossen. Es gebe "das dringende und grundlegende Bedürfnis", die bisherigen Abrechnungs- und Verteilungsmethoden beim Musik-Streaming zu überprüfen. Im deutschen Musikgeschäft gab es einen solchen Aufstand laut "FAS" noch nie. Dem Bericht zufolge forderten die Manager der Stars die Vertreter der Plattenindustrie zu einem Treffen im Februar in Berlin auf, um über das Thema zu beraten.

Kulturnachrichten hören

März 2018
MO DI MI DO FR SA SO
26 27 28 1 2 3 4
5 6 7 8 9 10 11
12 13 14 15 16 17 18
19 20 21 22 23 24 25
26 27 28 29 30 31 1

Fazit

weitere Beiträge

Kompressor

Fotokunst 2.0Warum Instagram ins Museum gehört
Besucherinnen machen im Supercandy Pop-Up Museum in einem Bällchenbad Selfies.  (dpa/ Rolf Vennenbernd)

Bilder, Bilder und noch mehr Bilder bekommen wir tagtäglich über soziale Medien wie Instagram zu sehen. Wie hat dies die Kunstform Fotografie beeinflusst und wie reagieren etablierte und junge Künstler darauf?Mehr

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur