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Kulturnachrichten

Dienstag, 14. März 2017

Millionen-Bußen für Hassbotschaften im Internet geplant

Verbindliche Standards sollen Umgang für Beschwerden in Sozialen Netzwerken regeln

Internetkonzerne wie Facebook oder Google müssen sich auf Geldbußen von bis zu 50 Millionen Euro einstellen, wenn sie Hassbotschaften im Netz ignorieren. Das sieht ein von Bundesjustizminister Heiko Maas in Berlin vorgestellter Gesetzentwurf vor. "Es werden weiter zu wenige strafbare Inhalte gelöscht", erklärte der SPD-Politiker. Der Druck auf soziale Netzwerke müsse erhöht werden. Mit seinem Gesetzentwurf sollen verbindliche Standards für den Umgang mit Beschwerden über Hassbotschaften geschaffen werden. Demnach müssen die Konzerne Hinweise auf extremistische Inhalte sofort bearbeiten. Eindeutig strafbare Inhalte müssen innerhalb von 24 Stunden nach Eingang der Beschwerde gelöscht oder gesperrt werden. Maas drängt seit Monaten die Internetkonzerne gegen rassistische, fremdenfeindliche, diskriminierende oder gewaltverherrlichende Beiträge vorzugehen. Dass er nun mit einen Gesetzentwurf aktiv wurde, begründete er mit einer Untersuchung von dem Kompetenzzentrum für Jugendschutz im Internet (Jugendschutz.net). Demnach löscht oder sperrt Facebook 39 Prozent der von Nutzern gemeldeten strafbaren Inhalte. Bei Twitter führt lediglich eine von 100 Nutzermeldungen zur Löschung.

Krimiautor Akif Pirinçci wegen Volksverhetzung verurteilt

Bonner Gericht: Online-Text ist nicht von Meinungsfreiheit gedeckt

Der Krimiautor Akif Pirinçci ist wegen Volksverhetzung und Beleidigung verurteilt worden. Für eine Hetzschrift zur Kölner Silvesternacht verurteilte das Amtsgericht Bonn den 58-Jährigen zu einer Geldstrafe von 5100 Euro, wie eine Gerichtssprecherin bestätigte. Die rechtsradikale Schmähschrift, die der Angeklagte am 10. Januar 2016 auf seiner Internetseite veröffentlicht hatte, sei von der Meinungsfreiheit nicht mehr gedeckt, hieß es im Urteil. Mit dem Pamphlet "Freigabe des Fickviehs" habe er die Menschenwürde von Teilen der Bevölkerung verletzt und zum Hass aufgestachelt. Pirinçci hatte seinen Beitrag als eine "scharfe und satirische Abrechnung mit der Kölner Silvesternacht" bezeichnet. In einem zweiten angeklagten Fall hatte Pirinçci via Facebook eine Kasseler Sexualforscherin unter anderem als "sexbesessene Zwangsjacken-Kandidatin" diffamiert. Der Text sei fraglos eine Beleidigung, befand der Amtsrichter. Es ist bereits die dritte Verurteilung des Bonner Krimiautors.

Obelisk als documenta-Wahrzeichen in Kassel

Werk soll auf dem Königsplatz ausgestellt werden

Ein 16 Meter hoher Obelisk wird in Kassel als weithin sichtbares Erkennungszeichen der documenta 14 errichtet. Es handele sich um eine künstlerische Arbeit, die auf dem Königsplatz aufgestellt und gestaltet wird, sagte documenta-Sprecherin Maxie Fischer. Noch in dieser Woche würden die Arbeiten beginnen. Weitere Informationen zum Künstler oder zum Kunstwerk selbst wollte die Sprecherin nicht geben. ie wichtigste Schau zeitgenössischer Kunst startet unter dem Titel "Von Athen lernen" diesmal in der griechischen Hauptstadt (8.4.-16.7.) und kommt erst zwei Monate später nach Kassel (10.6.-17.9.).

Deutsches Museum in Bonn steht vor der Rettung

Die Gummibärchenfirma Haribo beteiligt sich an den Kosten

Das vor dem Aus stehende Deutsche Museum in Bonn kann wohl doch gerettet werden. Die Dr. Hans Riegel-Stiftung (Haribo) habe sich bereit erklärt, eine noch fehlende Differenz in der Basisfinanzierung von 28 000 Euro im Jahr 2018 und jeweils 100 000 Euro für die beiden folgenden Jahre zu tragen, teilte die Stadt mit. Der Rat der Stadt werde eine Entscheidung über die Höhe des städtischen Zuschusses Ende März fällen. Der Kreistag des Rhein-Sieg-Kreises habe bereits beschlossen, das Museum mit jährlich 75 000 Euro für einen Zeitraum von fünf Jahren zu fördern. Das Deutsche Museum in Bonn ist eine Außenstelle des großen Deutschen Museums in München. Es stellt Exponate und Experimente berühmter Wissenschaftler, Techniker und Erfinder vor. Es stand vor dem Aus, nachdem die Stadt Bonn sich nicht in der Lage sah, die Basiskosten alleine zu tragen.

Kultursenator: Berliner Staatsoper soll im Herbst eröffnen

Sanierung sollte vor Jahren bereits abgeschlossen sein

Die Berliner Staatsoper Unter den Linden soll nach Worten von Kultursenator Klaus Lederer (Die Linke) in diesem Herbst wiedereröffnet werden. "Es ist jetzt natürlich so, dass da auch intensiv auf die Tube gedrückt werden muss, damit alle Bauarbeiten bis zum Zeitpunkt dann auch erledigt sind", sagte er im rbb-inforadio. Er sei zuversichtlich, sagte Lederer. Zuletzt hatte es Zweifel gegeben, ob die Staatsoper nach jahrelanger Sanierung wie geplant am 3. Oktober eröffnet werden kann. Ursprünglich sollte die Sanierung bereits vor einigen Jahren abgeschlossen sein. Die Kosten dafür sind auf mehr als 400 Millionen Euro gestiegen - von ursprünglich geplanten rund 240 Millionen Euro. Die im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigte Staatsoper wurde von 1950 bis 1955 wieder aufgebaut. Eine Sanierung war dringend notwendig.

Schweizer Dichter Adolf Muschg erhält neuen Hesse-Preis

Auszeichnung soll die Auseinandersetzung mit Hesses Werk fördern

Der Schweizer Schriftsteller Adolf Muschg bekommt den neu geschaffenen Preis der Internationalen Hermann Hesse Gesellschaft. Die Auszeichnung werde ihm verliehen für seine Verdienste um den interkulturellen Dialog und die Auseinandersetzung mit dem Werk Hermann Hesses, sagte der Geschäftsführer der Gesellschaft, Hans-Martin Dittus. Muschg plane, die mit 10 000 Euro dotierte Ehrung am 13. Mai, seinem 83. Geburtstag, in Calw selbst entgegenzunehmen. Der neue Preis soll die Auseinandersetzung mit Hesses Werk fördern. Er wird alle zwei Jahre im Wechsel mit dem schon länger bestehenden und mit 15 000 Euro dotierten Preis der Calwer Hermann-Hesse-Stiftung vergeben.

Stiftung stellt 14 Millionen Euro für 390 Denkmäler bereit

Deutsche Stiftung Denkmalschutz könnte 100 weitere Projekte fördern

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz stellt in diesem Jahr für Sanierungsprojekte an über 390 Denkmalen mehr als 14 Millionen Euro bereit. Das beschloss die Wissenschaftliche Kommission, wie die Stiftung in Bonn mitteilte. Rund 100 weitere Projekte könnten im Jahresverlauf voraussichtlich zusätzlich gefördert werden. Unter den geförderten Denkmalen finden sich Wirkungsstätten Martin Luthers wie beispielsweise die Stadtkirche St. Andreas in Eisleben in Sachsen-Anhalt, die umfunktionierten Eisenbahnwaggons der Frauensiedlung "Loheland". Sie wurde 1919 von den beiden Leiterinnen des "Seminars für klassische Gymnastik", Hedwig von Rohden und Louise Langgaard, nahe Fulda gegründet. Auch ein norwegisches Holzhaus, das im frühen 20. Jahrhundert als erstes deutsches Fertighaus im nordrhein-westfälischen Wuppertal errichtet wurde, erhält Unterstützung.

Kairos-Preis für Übersetzerinnen türkischer Literatur

Seit 2011 hat Binooki-Verlag 30 Bücher auf Deutsch veröffentlicht

Die Schwestern Inci Bürhaniye (50) und Selma Wels (38), Gründerinnen des Berliner binooki Verlags, erhalten in diesem Jahr den Kairos Preis der Alfred Toepfer Stiftung. Die Auszeichnung wird ihnen für ihre Übersetzung türkischer Literatur ins Deutsche verliehen, wie die Stiftung mitteilte. "Die beiden Verlegerinnen sind Brückenbauerinnen", begründet das Preiskuratorium seine Entscheidung. Sie ermöglichten ein tieferes Verständnis für die türkische Kultur und ebneten den Weg für ein Zusammengehörigkeitsgefühl, welches die Türkei als europäischen Staat ins Bewusstsein hebe. Nicht zuletzt bedeute der Preis auch eine Anerkennung und Unterstützung für die türkischen Intellektuellen, Publizisten und Schriftsteller, die sich in einer Zeit der Repressalien und der persönlichen Gefährdung zu Wort melden. Der Kairos-Preis ist mit 75.000 Euro dotiert und jährlich vergeben. Am 7. Mai wird Inci Bürhaniye und Selma Wels im Deutschen Schauspielhaus in Hamburg der Preis überreicht.

Suhrkamp baut neues Verlagshaus in Berlin

2019 will der Verlag das Gebäude am Rosa-Luxemburg-Platz beziehen

Der Suhrkamp Verlag will im April mit dem Bau seines neuen Domizils in Berlin-Mitte beginnen. Die Baugenehmigung sei jetzt erteilt worden, teilte der Verlag mit. Das Verlagshaus am Rosa-Luxemburg-Platz soll bis 2019 fertiggestellt sein. Es ist laut Mitteilung Teil eines städtebaulichen Ensembles aus drei Gebäuden mit Büros, einem Café, Läden und Mietwohnungen. Das von Bundschuh Architekten geplante Projekt wird eine Fassade azs Sichtbeton und eloxiertem Aluminium haben. Seit 2010 residiert der Verlag in der Pappelallee in Prenzlauer Berg. Zuvor hatte Suhrkamp seinen Sitz in Frankfurt/Main.

"Die Schöne und das Biest" startet vorerst nicht in Malaysia

Dabei wurde "schwuler Moment" bereits heraus geschnitten

Walt Disney wird seinen neuen Kinofilm "Die Schöne und das Biest" vermutlich nicht im überwiegend islamisch geprägten Malaysia veröffentlichen. Dabei sei nach dem Herausschneiden eines "schwulen Moments" eigentlich genehmigt worden, dass der Streifen gezeigt wird, teilte der Vorstandsvorsitzende der Filmzensur in Malaysia, Abdul Halim Abdul Hamid, mit. Er wisse nicht, warum der Filmstart auf unbestimmte Zeit verschoben worden sei. Die Szene mit dem "schwulen Moment" handelt von dem Diener Lefou, der den Bösewicht Gaston begleitet. Nach Angaben des Regisseurs Bill Condon ist Lefou einmal wegen seiner sexuellen Orientierung irritiert. In Russland wurde der Film in der vergangenen Woche genehmigt, allerdings nicht für Jugendliche unter 16 Jahren.

Prozess gegen Asli Erdogan wird fortgesetzt

Der türkischen Schriftstellerin droht lebenslange Haft

In Istanbul wird der Prozess gegen Asli Erdogan fortgesetzt. Ende Dezember war die Schriftstellerin aus viermonatiger Untersuchungshaft entlassen worden. Angeklagt ist sie wegen Terrorpropaganda und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung. Ihr Anwalt, Erdal Dogan, hält die Vorwürfe für konstruiert. Es sei offensichtlich, dass Erdogan aufgrund ihrer Artikel auf der Anklagebank säße. Asli Erdogan hatte sich in der kurdisch-türkischen Zeitung "Özgür Gündem" für die kurdische Minderheit eingesetzt. Nach dem Militärputsch am 15. Juli 2016 war sie mit 22 anderen Journalisten der Zeitung verhaftet worden. Der Staatsanwalt fordert lebenslange Haft für Asli Erdogan.

Plakate von Saint Laurent verletzen Regeln der Werbung

Werbeaufsicht stuft Motive als sexistisch ein

Die umstrittenen und inzwischen abgehängten Schock-Werbeplakate des Luxus-Modehauses Saint Laurent verletzen berufsständische Regeln der Werbebranche. Zu diesem Schluss sei eine unabhängige Jury gekommen, sagte der Generaldirektor der Werbeaufsicht ARPP, Stéphane Martin, der Deutschen Presse-Agentur in Paris. Eines der umstrittenen Plakate zeigt eine Frau mit gespreizten Beinen und Netzstrümpfen, ein anderes ein Mager-Model, das sich auf einem Hocker abstützt. Unter Spitzenabsätzen trägt die gebeugte junge Frau Rollschuhe. Zahlreiche Beschwerden von Privatpersonen und Vereinigungen seien berechtigt, so Martin. Die umstrittenen Fotos setzten das Bild von Frauen in der Gesellschaft herab. Die Jury sei auch der Auffassung, "dass die Bilder Stereotype der Frau als Sexobjekt nutzen und fördern" und sexistische Verhaltensweisen aufwerteten. Auch die Magerkeit einer Frau auf den Bildern sei Thema gewesen.

Verfassungsschutz ermittelt im Fall Sargnagel

Hasspostings drohen der österreichischen Autorin Gewalt an

Nach einer Welle von Hasspostings gegen die Autorin Stefanie Sargnagel hat das österreichische Landesamt für Verfassungsschutz die Ermittlungen aufgenommen. "Es könnte sich um den Straftatbestand der Verhetzung handeln", sagte ein Polizeisprecher und bestätigte damit einen Bericht der Zeitung "Der Standard". Die Österreicherin Sargnagel hatte zusammen mit zwei weiteren Autorinnen einen Beitrag über eine mit öffentlichen Mitteln geförderte Reise nach Marokko veröffentlicht, in dem sie satirisch überspitzt auf schnodderige Art über Alkohol, einen Ausflug im Minirock, Drogen und angebliches Katzentreten berichtete. In einer Kolumne hatte eine Boulevardzeitung unter der Überschrift "Saufen und Kiffen auf Kosten des Steuerzahlers" das Verhalten der Facebook-Poetin und ihrer Begleiterinnen kritisiert. Daraufhin kam es in sozialen Medien zu Gewaltaufrufen gegen die Autorin. Die 31-Jährige hatte 2016 beim Bachmannpreis den Publikumspreis gewonnen.

Stadtrat in Trier stimmt für Karl-Marx-Statue

Umstrittenes Geschenk aus Peking soll zum 200. Geburtstag des Philosophen aufgestellt werden

Zum 200. Geburtstag von Karl Marx soll in seiner Geburtsstadt Trier eine große Statue des Philosophen aufgestellt werden. Das hat der Trierer Stadtrat am Abend beschlossen. Für den Beschluss stimmten 42 der 53 anwesenden Ratsmitglieder. Über den endgültigen Standort, die genaue Größe und entstehende Kosten soll erst im weiteren Verfahren entschieden werden. Umstritten ist die Entscheidung unter anderem, weil die 6,30 Meter hohe Skulptur ein Geschenk der Volksrepublik China ist. Peking sieht in Marx vor allem einen der geistigen Väter des Kommunismus und hatte seine Schenkung im vergangenen Jahr angekündigt. Das 4,90 Meter hohe Denkmal - mit Sockel 6,30 Meter - wurde von dem Künstler Wu Weishan entworfen und soll nach aktuellem Planungsstand am Simeonstiftplatz nahe der Porta Nigra aufgestellt werden. Obwohl Marx nicht nur bei Kommunisten bis heute als einer der wichtigsten Gesellschaftstheoretiker gilt, hat sich in den letzten Monaten immer wieder Protest in Trier geregt. Auch die Dimensionen der Statue sind umstritten. Marx wurde am 5. Mai 1818 in Trier geboren und verbrachte die ersten 17 Jahre seines Lebens in der Stadt.

Ahrenshoop feiert 125 Jahre Künstlerkolonie

Festprogramm an der Ostsee soll bis Oktober dauern - auch die Kanzlerin gratuliert

Unter dem Motto "Traditionen bewahren - im Zeitgeist leben" feiert Ahrenshoop in diesem Jahr das 125-jährige Bestehen der Künstlerkolonie an der Ostsee. Herzstück des Festjahres ist nach Angaben der Veranstalter die Ausstellung "Licht, Luft, Freiheit - 125 Jahre Künstlerkolonie Ahrenshoop". Im Kunstmuseum werden rund 90 Gemälde der Gründergeneration mit den für sie typischen Werken gezeigt. Diese 16 Künstler lebten zwischen den späten 1880er-Jahren und dem Ersten Weltkrieg in dem Dorf auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst. Erster "Siedler" der Kolonie war Paul Müller-Kaempff (1861-1941), der dort ein Atelier- und Wohnhaus baute. Heute wollen die Initiatoren aus Ahrenshoop das Festprogramm vorstellen, das bis zum Oktober dauert. Grüße kamen auch von der Bundeskanzlerin: "Die lichtdurchfluteten norddeutschen Boddenlandschaften waren ein Sehnsuchtsziel für viele Menschen, für Künstler und auch für ihr Publikum, das diese Bilder liebte und bis heute liebt", schrieb Angela Merkel, in deren Bundestagswahlkreis Ahrenshoop liegt.

Streit um russische Sängerin beim ESC in Kiew

Mitwirkung beim Musik-Wettbewerb bleibt wegen Ukrainischer Reisebestimmung ungewiss

Rund zwei Monate vor dem Eurovision Song Contest (ESC) in Kiew bahnt sich ein Streit um die Teilnahme der russischen Sängerin Julia Samoilowa an. Nach deren Nominierung brandeten am Montag in der Ukraine empörte Kommentare auf, weil Samoilowa im Juni 2015 auf der von Russland annektierten Krim aufgetreten war. Brisant ist der Streit zwischen Kiew und Moskau auch, da die 27-jährige wegen einer Behinderung im Rollstuhl sitzt. "Russland versteckt sich hinter einer Behinderten", schimpfte der ukrainische Abgeordnete Alexander Briginez via Facebook. Moskau setze darauf, dass die Ukraine "nicht den Mumm hat, einer Rollstuhlfahrerin die Einreise zu verwehren, weil sie die Gesetze gebrochen hat". Der ukrainische Geheimdienst hatte 140 russische Künstler aufgelistet, die wegen Besuchen auf der Krim nicht mehr ins Land gelassen werden sollen. Samoilowa bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP ihren Aufenthalt auf der Krim, steht aber nicht auf der Liste. Der Fall werde vom ukrainischen Geheimdienst überprüft, sagte Außenminister Pawlo Klimkin. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow verwies darauf, dass der ESC ein internationaler Wettbewerb sei und die Organisatoren sich "an die Regeln halten" müssten.

Katja Ott bleibt Intendantin des Theaters Erlangen

Vertrag wird bis 2014 verlängert

Das Theater Erlangen soll bis mindestens 2024 unter der Führung von Katja Ott bleiben. Der Stadtrat verlängerte den Vertrag der Intendantin einstimmig um weitere sechs Jahre, wie die Stadt am Montag mitteilte. Ott hatte sich in den vergangenen Jahren mit anspruchsvollen Inszenierungen Anerkennung erworben, darunter Ibsens "Die Frau vom Meer", Shakespeares «Sommernachtstraum» und Falladas "Jeder stirbt für sich allein". Ott studierte Germanistik, Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften in Frankfurt am Main, arbeitete anschließend für die Kammerspiele München und wechselte später an die Vereinigten Bühnen Krefeld Mönchengladbach und an das Staatstheater Braunschweig. Das Erlanger Theater leitet sie seit der Spielzeit 2009/2010.

DHM gibt Dresdner Kunstwerke zurück

Russen haben Bilder irrtümlich an das falsche Museum zurück

Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) bekommen zwei seit dem Zweiten Weltkrieg vermisste Kunstwerke zurück. Die im Zuge der Provenienzforschung im Deutschen Historischen Museum (DHM) Berlin entdeckten Objekte werden am 24. März übergeben, wie die Stiftung mitteilte. Dabei handelt es sich um zwei Werke aus dem 17. Jahrhundert: ein 30 mal 30 Zentimeter großes, in Gold graviertes Reiterbildnis des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen und ein 29,3 mal 39 Zentimeter messendes Ölgemälde, das den Stammbaum des Regenten und seiner zweiten Frau Magdalena Sibylla, einer geborenen Herzogin von Preußen, zeigt. Die aus dem damaligen Historischen Museum Dresden stammenden Bilder gehörten zu den von sowjetischen Trophäenkommissionen 1945 in Dresden beschlagnahmten Kunstwerken. Bei der Rückgabe in den 1950er Jahren wurden sie irrtümlich dem gleichnamigen Berliner Museum zugeteilt, wie ein Sprecher sagte.

Picasso-Enkel leiht Museum 166 Werke seines Großvaters

Bernard Ruiz-Picasso hatte bereits zur Gründung des Museums beigetragen

Der Picasso-Enkel Bernard Ruiz-Picasso leiht dem Picasso-Museum im südspanischen Málaga weitere 166 Werke seines berühmten Großvaters. Einige dieser Werke seien "total sinnbildhaft" für das Schaffen Pablo Picassos, sagte Ruiz-Picasso bei der Eröffnung der neuen Bildersammlung der Nachrichtenagentur AFP. Als Beispiel nannte er einen Stierkopf aus Bronze, den Picasso 1942 in Paris angefertigt hatte. Der 57-jährige Maler-Enkel verleiht die Werke für drei Jahre an das Museum in Málaga, dem er 2003 mit seiner Mutter Christine Pauplin mit der Stiftung von mehr als 180 Werken zur Gründung verholfen hatte. Das Museum in Málaga, das in einem andalusischem Stadtpalast aus dem 16. Jahrhundert untergebracht ist, stellt die neuen Leihgaben nun abwechselnd aus. Alle drei Monate sollen andere Werke ausgestellt werden.

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