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Sonntag, 21.07.2019
 
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Kulturnachrichten

Montag, 6. März 2017

Opernsänger Kurt Moll gestorben

Bayerischer, Hamburger und Wiener Kammersänger

Der Opernsänger Kurt Moll ist im Alter von 78 Jahren gestorben. Der in Buir bei Köln geborene Bass erlag am Sonntag einer langen, schweren Krankheit, wie die Bayerische Staatsoper in München mitteilte. Intendant Nikolaus Bachler würdigte ihn als einen der wichtigsten Interpreten seines Fachs. "Wie kein anderer vermochte es Kurt Moll, die großen Bass-Partien von Wagner, Mozart und Strauss zum Leben zu erwecken." Moll hatte sein Debüt an der Bayerischen Staatsoper im Jahr 1971 gegeben und sich dort 2006 von seinem Publikum verabschiedet. Neben München sang Moll unter anderem in Hamburg, Wien, Bayreuth und Salzburg; er war nicht nur Bayerischer, sondern auch Hamburger und Wiener Kammersänger. Zudem war er Gesangsprofessor an der Kölner Musikhochschule.

US-Musiklegende: US-Entwicklung gleicht einem Tsunami

Laurie Anderson über die ersten 50 Tage unter Präsident Trump

Am Rand ihrer Performance „The Language of the Future in Berlin sprach die Künstlerin über ihren Kampf gegen die die neuen Machtverhältnisse in den USA. Im Deutschlandradio Kultur sagte sie: „Es macht die Leute buchstäblich krank. Alle, die ich in New York kenne, sind zur Zeit ziemlich krank. Es gibt eine sehr physische Reaktion darauf. Hier fällt das Gesetz auseinander. Und es ist mehr als überraschend festzustellen, dass man an einem gesetzlosen Ort lebt, an dem der Justizminister selber Meineid begeht. Es ist schon eine ziemlich faszinierende Situation und auch etwas, von dem wir nicht erwartet hätten, es in dieser Geschwindigkeit über uns hereinbrechen zu sehen. Die Zerstückelung der Demokratie in Amerika habe sich über viele Jahre abgezeichnet. Hoffentlich könnten andere Länder noch rechtzeitig die Bremse ziehen, hofft Anderson.

Künstler in Theatern und Orchestern erhalten mehr Geld

Künstlergewerkschaften und Deutscher Bühnenverein einigten sich auf 2 - 2,35 Prozent Steigerung

Künstler an Stadt-, Staatstheatern und Landesbühnen erhalten mehr Geld. Darauf haben sich drei Künstlergewerkschaften mit dem Arbeitgeberverband Deutscher Bühnenverein - Bundesverband der Theater und Orchester geeinigt. Für Beschäftigte in Theatern oder Orchestern in Trägerschaft eines Landes steigen die Vergütungen demnach rückwirkend zum 1. Januar um 2,0 Prozent, für geringe und mittlere Vergütungen jedoch mindestens um 75 Euro pro Monat. Für Mitarbeiter in Bühnen und Orchestern in kommunaler Trägerschaft erzielte die Verhandlungsrunde ein Plus von 2,35 Prozent rückwirkend zum 1. Februar. Der Abschluss steht den Angaben zufolge unter Zustimmungsvorbehalt der zuständigen Gremien der Tarifparteien. Er entspricht den Lohnerhöhungen des öffentlichen Dienstes und gilt vor allem für Schauspieler, Sänger, Tänzer, Musiker sowie für Dramaturgen und Bühnentechniker.

Kunstmäzen Gerard J. Corboud gestorben

Gemälde als "ewige Leihgabe" an das Wallraf-Richartz-Museum

Der Unternehmer und Kunstsammler Gerard J. Corboud ist tot. Er starb bereits am Sonntag in der Schweiz im Alter von 91 Jahren, teilte die Stadt Köln mit. "Sein Name wird auf ewig mit dem Museum Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud und damit mit der bedeutenden Kölner Kunstlandschaft verbunden bleiben", würdigte Oberbürgermeisterin Henriette Reker den Stifter. Durch seine großherzige Stiftung mit über 170 bedeutenden Kunstwerken habe er vielen Kölnern, aber auch den internationalen Besuchern einen Blick auf weltbedeutende Werke der Kunstgeschichte ermöglicht. Der am 18. Mai 1925 in Fribourg in der Schweiz geborene Corboud lebte viele Jahre in Köln und war verheiratet mit der Kölnerin Marisol Corboud. Er engagierte sich über Jahrzehnte leidenschaftlich für das Wallraf-Richartz-Museum. Im März 2001 übergab er der Stadt seine hochkarätige Sammlung von mehr als 170 Gemälden des Impressionismus und Neoimpressionismus als "Ewige Leihgabe" für das Museum, das seither den Zusatz "Fondation Corboud" trägt. Die Sammlung umfasst Werke der großen Meister wie Auguste Renoir, Claude Monet, Alfred Sisley, Paul Cezanne, Paul Gauguin und Vincent van Gogh.

Anne-Frank-Ausstellung wird erneuert

Direktor: Ausstellung den Bedürfnissen der Besucher anpassen

Das Anne-Frank-Haus in Amsterdam wird erneuert. In Zukunft solle es mehr Informationen über den Zweiten Weltkrieg und den Holocaust geben, sagte der Direktor des Anne-Frank-Hauses, Ronald Leopold. Es sei wichtig, die Ausstellung an die Bedürfnisse der Besucher anzupassen, so der Direktor. Viele Besucher seien unter 25 Jahren und kämen nicht aus Europa. Der "authentische Charakter" des Hauses soll jedoch weiterhin im Vordergrund der Ausstellung stehen. Mit den Renovierungsarbeiten wird das Museum auch vergrößert. Eine angrenzende Studentenwohngemeinschaft, wird zu einem Raum für Gruppen und einer Garderobe umgewandelt. Das Museum wird auch während der zweijährigen Bauarbeiten geöffnet bleiben. Das jüdische Mädchen Anne Frank starb 1945 im NS-Konzentrationslager Bergen-Belsen. Vorher versteckte es sich mit seiner Familie mehr als zwei Jahre lang in dem Haus an der Prinsengracht, das heute das Anne-Frank-Museum ist. Dort führte sie ihr Tagebuch, das in mehr als 70 Sprachen übersetzt wurde.

Bayern lässt Umgang mit NS-Vergangenheit untersuchen

IfZ-Direktor Wirsching: Projekt bundesweit einzigartig

Als erstes Bundesland lässt Bayern den Umgang seiner Behörden mit ihrer NS-Vergangenheit systematisch erforschen. Ein Team des Instituts für Zeitgeschichte (IfZ) hat den Auftrag erhalten, die Personalpolitik und Verwaltungspraxis im Freistaat von 1945 bis 1975 zu durchleuchten. Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) sprach bei der Vorstellung des Projekts von einem notwendigen Akt der "Selbstvergewisserung". Der Freistaat finanziert das auf sechs Jahre angelegte Vorhaben auf Basis eines einstimmigen Landtagsbeschlusses mit 1,8 Millionen Euro. IfZ-Direktor Andreas Wirsching sagte, das bayerische Projekt sei mit seinem breiten Ansatz bundesweit einzigartig. Erstmals werde nicht eine einzelne Institution, sondern der "personelle und funktionale Gesamtzusammenhang einer Landesregierung von der Ministeriumsspitze bis hinunter auf die Vollzugsebene" in den Blick genommen. Näher untersucht werden sollen in Einzelstudien die Staatskanzlei, die Finanzverwaltung, Landeskriminalamt und Verfassungsschutz sowie das öffentliche Gesundheitswesen. In einer zweiten Phase sollen die Polizei und das Kultusministerium mit seiner Schulabteilung folgen.

Auschwitz-Museum erhält Brief von SS-Mann

Das erste Dokument seiner Art in den Archivsammlungen

Das Museum im früheren NS-Vernichtungslager Auschwitz hat nach eigenen Angaben erstmals einen Originalbrief eines früheren SS-Mannes aus der Lagerbesatzung erhalten. "Der Brief, den wir von einem anonymen Geber erhielten, ist auf den 1. April 1944 datiert", betonte Museumsdirektor Piotr Cywinski. "Absender ist Stefan Dilmetz, ein SS-Soldat, der in Auschwitz in der 7. Wachkompanie diente. Der Adressat des Briefes ist sein SS-Kollege Ludwig Fitterling", so Cywinski. Im Januar hatte das Museum einen Aufruf gestartet, persönliche Dokumente, Briefe oder Fotos von SS-Angehörigen zur Verfügung zu stellen, die im Zweiten Weltkrieg mit dem Konzentrationslager zu tun hatten oder dort eingesetzt waren. Der jetzt an das Museum übergebene Brief sei "das erste Dokument dieser Art in den Archivsammlungen", sagte Wojciech Plosa, Archiv-Leiter des Auschwitz Museums. Der Brief enthält eine Postkarte, die deutsche Panzer zeigt. "Auf der Rückseite der Postkarte sind Wünsche für ein Frohes Ostern angefügt", so Plosa. Der SS-Mann Stefan Dilmetz schreibt an seinen im Urlaub befindlichen Kollegen, er wünsche ihm "viel Spaß". Dilmetz endet mit dem Nazi-Gruß "Heil Hitler".

Österreicher soll neuer Chef in Leipziger Museum werden

Alfred Weidinger derzeit Kurator des Wiener Belvedere Museums

Der Österreicher Alfred Weidinger soll neuer Chef des Museums der bildenden Künste in Leipzig werden. Das teilte die Stadtverwaltung mit. Weidinger setzte sich gegen 29 Bewerber durch, von denen zehn ins engere Auswahlverfahren gekommen waren. Die Wahl Weidingers durch die Ratsversammlung ist für den 12. April vorgesehen. Der 55 Jahre alte Weidinger studierte Kunstgeschichte und ist derzeit Vizedirektor und Kurator des Belvedere Museums. Er tritt im Fall seiner Wahl die Nachfolge von Hans-Werner Schmidt an, der im April in den Ruhestand geht. Dienstbeginn Weidingers im Museum der bildenden Künste soll am 1. August sein.

Schauspielerin Emma Watson wehrt sich gegen Kritik

"Feminismus ist kein Stock, mit dem man andere Frauen schlagen kann"

Seit ihren Fotos für die Zeitschrift „Vanity Fair“muss sich Schauspielerin Emma Watson gegen empörte Internetnutzer verteidigen. Stein des Anstoßes ist ein Bild, das Watson in einem grobmaschigen Jäckchen zeigt und auf dem ihre Brüste teilweise zu sehen sind. Auf den Vorwurf, sie habe den Feminismus verraten, wehrte sich Watson nun in einem Gespräch mit der BBC. "Im Feminismus geht es darum, Frauen eine Wahl zu geben. Feminismus ist kein Stock, mit dem man andere Frauen schlagen kann", sagte Watson. "Es geht um Freiheit, um Befreiung, um Gleichberechtigung. Ich weiß wirklich nicht, was meine Titten damit zu tun haben." Als Sonderbotschafterin der UN setzt sich Emma Watson seit 2014 für die Gleichstellungskampagne #HeForShe ein.

Historiker neu im Stiftungsrat des Friedenspreises

Philipp Blom löst Osteuropahistoriker Karl Schlögel ab

Philipp Blom, Schriftsteller und Historiker, ist in den Stiftungsrat des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels berufen worden. Er folgt auf den Historiker Karl Schlögel, der nach sechs Jahren aus diesem Amt ausscheidet, teilte der Börsenverein des Deutschen Buchhandels in Frankfurt mit. Der in Wien lebende Historiker Blom wurde 1970 in Hamburg geboren. Große Anerkennung erhielt er vor allem für seine Publikationen "Der taumelnde Kontinent" (2009) und "Die zerrissenen Jahre" (2014). 2017 erscheint sein neuestes Buch "Die Welt aus den Angeln" über die "Kleine Eiszeit" im 17. Jahrhundert, die das Wetter in Europa dramatisch veränderte. Der Stiftungsrat hat die Aufgabe, den Friedenspreisträger oder die Friedenspreisträgerin des jeweiligen Jahres zu benennen.

Gaensheimer soll Kunstsammlung NRW übernehmen

Über Berufung müssen Stiftungskuratorium der Kunstsammlung und Kabinett noch befinden

Die Direktorin des Museums für Moderne Kunst (MMK) Frankfurt, Susanne Gaensheimer, soll die künstlerische Leitung der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf übernehmen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Montag aus NRW-Kunstkreisen. Gaensheimer, eine der profiliertesten Museumschefinnen in Deutschland, folgt auf Marion Ackermann, die bereits seit November 2016 Generaldirektorin der Staatlichen Kunstsammlungen in Dresden ist. Über die Berufung Gaensheimers müssen noch das Stiftungskuratorium der Kunstsammlung sowie das NRW-Kabinett befinden. Dies wird am Dienstag erwartet. Dann soll es dem Vernehmen nach auch eine Pressekonferenz mit Gaensheimer in Düsseldorf geben. Zuvor hatten die "Rheinische Post" und die "Westdeutsche Zeitung" berichtet. Die gebürtige Münchnerin Gaensheimer führt seit 2009 das MMK Frankfurt und hat zwei Mal den Deutschen Beitrag für die Biennale in Venedig kuratiert. 2011 gewann ihre Ausstellung zu Christoph Schlingensief den Goldenen Löwen. 2013 wählte sie eine Stuhlinstallation des populären regimekritischen chinesischen Künstlers Ai Weiwei als deutschen Beitrag in Venedig aus.

US-Autorin Paula Fox gestorben

Trägerin der Newbery-Medaille und des Hans-Christian-Andersen-Preises

Die preisgekrönte Kinderbuchautorin Paula Fox ist tot. Fox starb im Alter von 93 Jahren in New York, wie ihre Tochter Linda Carroll-Barraud am Sonntag in der "New York Times" mitteilte. Im Laufe ihrer Schriftstellerkarriere schrieb Fox mehr als 20 Kinderbücher und sechs Romane, darunter "Was am Ende bleibt", "Der Gott der Alpträume", "Luisa" und "Der kälteste Winter". Ihr Kinderbuch "Der Sklaventänzer" über den Sklavenhandel im 19. Jahrhundert wurde 1974 mit der Newbery-Medaille ausgezeichnet, einer der höchsten Auszeichnungen für Kinderliteratur. 1978 erhielt Fox den Hans-Christian-Andersen-Preis für Kinder- und Jugendbücher. Ihr Roman "Ein Bild von Ivan" gewann 2008 den Deutschen Jugendliteraturpreis. Die bei Familienangehörigen, Freunden und einem Priester aufgewachsene Fox, deren Eltern sie als Baby in einem Findelhaus zurückgelassen hatten, um auf Reisen zu gehen, war literarisch stets auch auf der Suche nach sich selbst und in einer auf das Wesentliche zielenden einfachen Sprache dem Verfall der Dinge, menschlicher Beziehungen, der Liebe auf der Spur. Fox war zweimal verheiratet und hat zwei Kinder sowie mehrere Enkel, darunter die Rockmusikerin Courtney Love.

Deutscher Kleinkunstpreis für Tobias Mann

Liedermacher Konstantin Wecker erhält Auszeichnung für Lebenswerk

Der Mainzer Kabarettist Tobias Mann hat den Deutschen Kleinkunstpreis in der Sparte Kabarett erhalten. Den Ehrenpreis des Landes Rheinland-Pfalz nahm am Abend der Münchner Liedermacher Konstantin Wecker entgegen. Weitere Träger der mit jeweils 5.000 Euro dotierten Auszeichnung sind Nico Semsrott in der Sparte Kleinkunst, das Gesangsduo "die feisten" mit Mathias Zeh und Rainer Schacht sowie die Schweizer Kabarettistin Hazel Brugger mit dem Förderpreis der Stadt Mainz.

Viola Davis von Elite-Universität Harvard geehrt

Schauspielerin wird als Künstlerin des Jahres 2017 ausgezeichnet

Nach dem Oscar hat US-Schauspielerin Viola Davis gleich noch eine Auszeichnung bekommen: Die Elite-Universität Harvard verlieh ihr den Preis des besten Künstlers des Jahres. Er sollte ihr während eines Kulturfestivals an der Hochschule übergeben werden, bei dem Studenten musikalische Auftritte absolvierten. In der Vergangenheit wurden Persönlichkeiten wie Quincy Jones, Andy Garcia, Matt Damon, Salma Hayek und Shakira ausgezeichnet. Bei der diesjährigen Oscarverleihung gewann Davis den Preis in der Kategorie beste Nebendarstellerin, gewürdigt wurde damit ihre Leistung in dem Film "Fences" an der Seite von Denzel Washington. Unter anderem gewann sie in diesem Jahr auch einen Golden Globe sowie den britischen Filmpreis BAFTA.

Luther-King-Bibliothek schließt für drei Jahre

Modernisierung bringt neuen Hörsaal und Konferenzzentrum

Die Bibliothek zum Andenken an Martin Luther King in Washington wird wegen Renovierungsarbeiten mindestens für drei Jahre geschlossen. Das Baudenkmal werde unter anderem durch einen Hörsaal sowie ein Konferenzzentrum modernisiert, sagte die verantwortliche Bibliotheksverwaltung dem Sender WJLA-TV. Die Bauarbeiten sollten im Sommer beginnen. Die von der Bibliothek angebotenen Dienste für Wohnungslose würden an anderer Stelle fortgesetzt, hieß es. Viele von ihnen hatten ihre Tage zum Teil dort verbracht und laut "Washington Post" Beratung durch einen Sozialarbeiter in Anspruch genommen. Einen entsprechenden Bustransport wird es nun zu einer Kirche geben, die freien Platz angeboten hat, berichtete der WJLA-TV.

BR-Intendant fordert härtere Gesetze gegen "Fake News"

Von "Fake News" Betroffene bräuchten Auskunftsanspruch

Der Intendant des Bayerischen Rundfunks, Ulrich Wilhelm, hat ein härteres Vorgehen gegen die Verbreitung gezielter Falschnachrichten ("Fake News") gefordert. "Man wird die Strafen bei Beleidigung und übler Nachrede im Netz deutlich verschärfen müssen", sagte Wilhelm in einem Interview des Nachrichtenmagazins "Spiegel". Soziale Netzwerke wie Facebook müssten bei einem Strafantrag die Namen der Urheber von Straftaten herausgeben. Betroffene bräuchten einen Auskunftsanspruch - etwa wenn es darum gehe, gegen frei erfundene Zitate vorgehen zu können. Seiten wie Facebook müssten zwar nicht jeden Einzelinhalt auf Wahrheitstreue überprüfen, sagte der BR-Intendant weiter. "Aber wenn der Hinweis auf einen potenziellen Rechtsbruch gegeben wird, muss ein Plattformbetreiber in angemessener Zeit und Form reagieren." Werde jemand in klassischen Medien verleumdet, könne er etwa eine einstweilige Verfügung oder eine Gegendarstellung verlangen. "Wenn das Ganze in sozialen Netzwerken passiert, hat der Betroffene viel weniger Rechte" - obwohl die Verletzung der Persönlichkeitsrechte dort langlebiger und schwerwiegender sei.

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