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Montag, 23.09.2019
 
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Kulturnachrichten

Freitag, 3. März 2017

Paula Fox ist tot

Sie galt als Klassikerin der US-Literatur

Die US-Schriftstellerin Paula Fox ist tot. Sie sei im Alter von 93 Jahren gestorben, teilte ihre Biografin, Bernadette Conrad, Deutschlandradiokultur mit. Fox gilt als Klassikerin der Moderne. In Deutschland bekannt sind vor allem ihre Romane „Was am Ende bleibt, „Kalifornische Jahre", „Lauras Schweigen" und die Autobiografie „In fremden Kleidern.

Bund fördert Burg Hülshoff mit 4,6 Millionen Euro

Burg soll Veranstaltungs- und Kommunikationszentrum werden

Der Bund fördert den Ausbau der Burg Hülshoff im Münsterland zu einem Literaturzentrum mit 4,6 Millionen Euro. Das teilte der Landschaftsverband Westfalen-Lippe am Freitag mit. Die Burg in Havixbeck im Kreis Steinfurt soll im Gedenken an die Dichterin Annette von Droste-Hülshoff ("Die Judenbuche", "Der Knabe im Moor") zu einem Veranstaltungs- und Kommunikationszentrum werden. Angehende Schriftsteller und Dichter sollen ab 2018 für das neue NRW-Studienangebot "Literarisches Schreiben" einen Teil des Studiums auf der Burg verbringen. Die Wasserburg Hülshoff ist der Geburtsort der Dichterin (1797-1848), im rund fünf Kilometer entfernten Haus Rüschhaus in Münster verbrachte Droste-Hülshoff große Teile ihres Lebens.

Deutsche Familie schenkt Andersen-Museum Kunst

Andersen hatte die Papierarbeiten für Kinder angefertigt

Eine deutsche Familie hat der Heimatstadt von Hans Christian Andersen fünf kleine Papier-Kunstwerke geschenkt, die der berühmte dänische Erzähler 1850 für ihre Vorfahren gebastelt hatte. Andersen hatte den Lehrer Georg Lund, der auf der dänischen Insel Falster lebte, im August desselben Jahres bei einer Reise kennengelernt und die Papierschnitte für Lunds drei kleine Söhne angefertigt. Der Schriftsteller hatte den Papierschnitten Namen wie "Luftballon", "Schmetterling" und "Teuflin, kleine Kinder fressend" gegeben, wie die Museen in Andersens Heimatstadt Odense mitteilten.

Haus der Geschichte öffnet Depot für Besucher

Während des Dachumbaus gibt es Führungen zu eingelagerten Gegenständen

Das Haus der Geschichte in Bonn öffnet erstmals sein riesiges Depot mit Tausenden eingelagerten Gegenständen für Besucher. Ab dem 14. März werden Führungen durch die unterirdischen Lagerräume angeboten, die man eigentlich nicht zu Gesicht bekommt. "Das geht auf Dauer natürlich nicht", sagte Präsident Hans Walter Hütter. Aber während des größeren Dachumbaus in dem Museum - der auch zur zeitweiligen Schließung der bekannten Dauerausstellung führt- könne man dieses spezielle Angebot verantworten. Konkret soll bis Ende November das sogenannte Metalldepot geöffnet werden, in dem Musikboxen, Blechschilder und Haushaltsgeräte lagern. Insgesamt sind im Haus der Geschichte in Bonn etwa 600 000 Objekte archiviert.

Lou Reed-Nachlass bald in New York einsehbar

Witwe Laurie Anderson stellte Sammlung für Stadtbibliothek zusammen

Fans des 2013 verstorbenen Sängers Lou Reed können dessen umfangreiches Archiv bald in der New Yorker Stadtbibliothek einsehen. Dazu gehören 3600 Tonaufnahmen, 1300 Videos und 90 Regalmeter an Textdokumenten und Fotografien, wie die öffentlichen Büchereien der US-Metropole mitteilten - dem Tag, an dem Reed 75 Jahre alt geworden wäre. Mit ein paar Notizbüchern und Briefen präsentierte die New York Public Library bereits einen kleinen Teil der Sammlung, die ab 20. März ausgestellt werden soll. Reeds Witwe, die Performance-Künstlerin Laurie Anderson hatte den Nachlass, der neben Reeds Musik auch seine anderen Interessen wie Tai Chi zeigt, gesichtet und nach dem Tod des Rockstars 2013 zusammen gestellt. Reed hatte die Welt der Musik zunächst als Sänger der Band "The Velvet Underground" revolutioniert. Später hatte Reed als Solokünstler Erfolg mit Liedern wie "Walk on the wild side".

Zypries fordert EU-weites Vorgehen gegen Fake News

Es gehe um den einheitlichen Binnemarkt

Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries fordert von der EU präzisere Vorschläge für ein einheitliches Vorgehen gegen Hassbotschaften und gezielte Fake News im Internet. In einem Brief an den zuständigen EU-Kommissar Andrus Ansip, der der Nachrichtenagentur Reuters vorlag, warnt sie zugleich vor einer Zersplitterung und Fragmentierung des Rechts auf diesem Gebiet und der digitalen Märkte in Europa durch nationale Gesetzgebungen und sektorspezifische Regulierungen auf EU-Ebene. Es gehe vielmehr um einen Aspekt des einheitlichen europäischen Binnenmarktes. Mit präziseren Vorschlägen sollte die Kommission in Richtung eines einheitliches EU-Beschwerdeverfahrens gehen.

Clemens-Brentano-Preis für Jan Snela

10.000 Euro für Debütroman "Milchgesicht"

Für seinen Erzählband "Milchgesicht. Ein Bestiarium der Liebe" erhält der Autor Jan Snela den Clemens-Brentano-Preis für Literatur der Stadt Heidelberg 2017. Snela sei ein Meister der Sprache und Fabulierkunst, erklärte die Jury. Er schaffe "artifizielle Worträume aus Sprachspiel und Sprachwitz". Die Auszeichnung ist mit 10.000 Euro dotiert und wird im Frühsommer überreicht. Jan Snela wurde 1980 in München geboren und lebt in Tübingen. "Milchgesicht" ist sein Debütwerk. Der Clemens-Brentano-Preis der Stadt Heidelberg wird seit 1993 jährlich im Wechsel in den Gattungen Lyrik, Erzählung, Essay und Roman für Erstlingswerke deutschsprachiger Autoren vergeben. Unter den bisherigen Preisträgern sind Thilo Krause, Saskia Hennig von Lange, Maximilian Probst, Norbert Niemann und Jörg Schieke.

Turmbau der Potsdamer Garnisonkirche kann starten

26 Millionen sind freigegeben, für Verzierungen fehlen noch neun

Für den umstrittenen Wiederaufbau der Potsdamer Garnisonkirche fließt Geld: Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) habe den Zuschuss des Bundes in Höhe von 12 Millionen Euro auch für eine abgespeckte Version des Turmes freigegeben, sagte der Sprecher der Stiftung Garnisonkirche, Wieland Eschenburg. Der Aufbau des 90 Meter hohen Turms soll im Herbst starten und bis zum Jahr 2020 fertiggestellt werden. Der Turm soll mit Mitteln in Höhe von 26,1 Millionen Euro zunächst ohne Turmhelm und barocke Verzierungen gebaut werden. Die Stiftung hofft, die notwendigen weiteren neun Millionen Euro für den vollständigen Turm dann durch Spenden einzusammeln.

Kunstmuseum Moritzburg bekommt Kandinsky zurück

Aquarell ist wieder in der Region seiner Entstehung

Das Aquarell "Abstieg" von Wassily Kandinsky, das von den Nazis beschlagnahmt worden war, ist wieder im Besitz des Kunstmuseums Moritzburg in Halle. "Es ist ein großer Glücksfall für uns, dieses Werk rückerwerben zu können", sagte der Generaldirektor der Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt, Christian Philippsen. Das Aquarell kehre damit in die Region seiner Entstehung zurück. Kandinsky (1866-1944) hatte es 1925 in seiner Zeit am Bauhaus in Dessau geschaffen. Die Nazis hatten es als "Entartete Kunst" diffamiert und beschlagnahmt. Zuletzt hatte das Werk einem privaten Eigentümer in Japan gehört.

Kulturrat setzt Theatermuseum Düsseldorf auf Rote Liste

Bisheriger Museumsitz soll verkauft werden

Der Deutsche Kulturrat hat das Theatermuseum Düsseldorf auf die Rote Liste bedrohter Kultureinrichtungen gesetzt. Das Museum mit Dokumenten zum Theater vom 16. bis 21. Jahrhundert solle 2020 aus Sparzwängen in die alte Hauptpost am Hauptbahnhof umziehen, hieß es zur Begründung. Dort würde das Museum aber kaum noch wahrgenommen, da Ausstellungen nur noch extern möglich wären. Der bisherige Museumssitz, das sanierungsbedürftige spätbarocke Hofgärtnerhaus von 1802, soll verkauft werden. Auf die Rote Liste kam auch die seit der Nachkriegszeit in Bonn erscheinende Zeitschrift "Filmdienst". Die Printausgabe der ältesten deutschen Zeitschrift für Filmkritik musste laut Kulturrat Ende vergangenen Jahres eingestellt werden. Mit seiner Roten Liste will der Kulturrat - analog zu den Roten Listen der Tiere und Pflanzen - auf die Bedrohung von Kultureinrichtungen in Deutschland aufmerksam machen.

DDR-Geschichte auf Arabisch in Leipziger Museum

Angebote sollen zentrale Werte der Demokratie vermitteln

Die Leipziger Gedenkstätte "Runde Ecke" will Flüchtlingen die deutsche Geschichte näherbringen. Dazu seien mehrere arabischsprachige Angebote entwickelt worden, teilte die Gedenkstätte, die sich im ehemaligen Sitz der DDR-Bezirksverwaltung für Staatssicherheit befindet, in Leipzig mit. Unter anderem informiert ein Audio-Guide in arabischer Sprache in der Ausstellung "Stasi - Macht und Banalität" über die jüngste Vergangenheit. Außerdem steht eine arabischsprachige App "Leipzig 89" zur Verfügung sowie eine deutsch-arabischsprachige Präsentation der Stelenausstellung "Orte der Friedlichen Revolution" in der Leipziger Innenstadt. Die Angebote sollen Flüchtlingen und Asylsuchenden, die in Leipzig leben, zentrale Werte der Demokratie vermitteln und zugleich das Bewusstsein für die Gefahren totalitärer Ideen und Systeme schärfen. Unterstützt wird das Projekt von der Stiftung Sächsische Gedenkstätten.

Stipendiaten wohl ab September im Thomas-Mann-Haus

Außenminister will in LA den transatlantischen Dialog stärken

Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) sieht in dem von Deutschland gekauften Exil-Wohnhaus von Thomas Mann in Los Angeles einen Ort, den transatlantischen Dialog zu stärken. "Mit dem Thomas-Mann-Haus haben wir künftig einen idealen Ort, um im Geiste Thomas Manns wieder mehr den Blick füreinander zu schärfen, gemeinsam mit unseren amerikanischen Partnern die großen Fragen unserer Zeit zu erarbeiten und das Fundament für gemeinsame Lösungen zu finden", teilte Gabriel mit. Aus dem Auswärtigen Amt heißt es, erste Stipendiaten könnten wohl schon im September in der Villa wohnen, in der Thomas Mann nach seiner Flucht vor den Nazis von 1941 bis 1952 lebte. Die Bundesrepublik hat das Haus im vergangenen Herbst für umgerechnet etwa 12,5 Millionen Euro gekauft, um es vor einem möglichen Abriss zu retten.

"Rogue One" holte elf Saturn-Nominierungen

Preise für Science Fiction-, Fantasy- und Horrorfilme werden im Juni verliehen

Die Macht ist mit dem "Star Wars"-Ableger "Rogue One: A Star Wars Story": Der Science-Fiction-Film ist mit elf Nominierungen der Favorit der diesjährigen Saturn Awards. Das gab der US-Verband Academy of Science Fiction, Fantasy and Horror Films, der die Preise für Genre-Filme zum 43. Mal verleiht, bekannt. Die Gewinner sollen am 28. Juni im kalifornischen Burbank bekanntgegeben werden. Jeweils zehn Gewinnchancen haben die Fantasy-Produktion "BFG - Big Friendly Giant" von Steven Spielberg und der Superhelden-Film "Doctor Strange". Im Fernsehbereich erhielt die Serie "The Walking Dead" mit sieben Nennungen die meisten Anwartschaften. Auch Filme wie "Arrival", "Independence Day: Wiederkehr", "Passengers" und "Hidden Figures - Unerkannte Heldinnen" wurden mehrfach nominiert. Als Schauspieler sind unter anderem Benedict Cumberbatch ("Doctor Strange"), Amy Adams für "Arrival" und Chris Pratt und Jennifer Lawrence für "Passengers" im Rennen.

Theater Dortmund nimmt sich das Phänomen "Trump" vor

"The Trump Card" läuft seit 2016 erfolgreich in den USA

Sechs Wochen nach der Amtseinführung des US-Präsidenten erreicht das Phänomen Donald Trump die Theaterbühne in Deutschland. Im Theater Dortmund wird heute das Stück "Trump" erstmals in deutscher Sprache aufgeführt. Es basiert auf dem Bühnenmonolog "The Trump Card" (Die Trumpfkarte) des US-Performers Mike Daisey. Die Ein-Mann-Aufführung läuft seit 2016 erfolgreich in zahlreichen US-Theatern. In Dortmund teilen sich zwei Schauspieler den Text Daiseys. Der Abend beleuchte das Phänomen Trump aus verschiedenen Blickwinkeln. Spielort ist ein ehemaliger BVB-Fanshop im Dortmunder Süden. Er dient während des Umbaus der Theaterwerkstätten in der Innenstadt als Ausweich-Spielstätte.

Nach Panne kündigt Oscar-Academy Veränderungen an

Verantwortliche Mitarbeiter werden von Bodyguards geschützt

Nach der Panne bei der Oscar-Gala hat die Filmakademie Konsequenzen angekündigt. "Es wird Veränderungen geben, damit so etwas in Zukunft nicht nochmal passiert", schrieb Academy-Präsidentin Cheryl Boone Isaacs in einer Mail an die Mitglieder der Filmakademie, aus der mehrere US-Medien zitierten. Details nannte sie zunächst nicht. Mirarbeiter der Prüfgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) hatten bei der Oscar-Gala am Sonntag die Umschläge für den Preisträger in der Kategorie "Bester Film" vertauscht. Das Team von "La La Land" hielt schon Dankesreden, ehe die Verwechslung bekannt wurde und schließlich "Moonlight" den Preis erhielt. Brian Cullinan und Martha Ruiz, die für die Übergabe der Umschläge verantwortlich waren, sollen bei kommenden Oscar-Galas nicht mehr eingesetzt werden. Nach dem Patzer haben die beiden nun Sicherheitskräfte an ihrer Seite, weil ihre Häuser von Menschen umlagert sind, wie PwC mitteilte. Das Unternehmen habe zudem hunderte Beschwerde-E-Mails von verärgerten Oscar-Zuschauern erhalten.

"Faust" als Castorfs letzte Volksbühnen-Inszenierung

Aufführung soll bis zu acht Stunden dauern

Letzter großer Auftritt von Frank Castorf an der Berliner Volksbühne: Zum Ende seiner Intendanz bringt der Theatermacher heute Goethes "Faust" auf die Bühne. Bis zu acht Stunden soll die Aufführung dauern, wie die Volksbühne ankündigte. Castorf mische in seiner Inszenierung "Faust I" und "Faust II". Die Titelrolle spielt der Ex-Tatort-Kommissar Martin Wuttke. Als Mephisto ist Marc Hosemann zu sehen. Valery Tscheplanowa steht als Gretchen auf der Bühne, Sophie Rois als Hexe und Famulus. Im August tritt Castorfs umstrittener Nachfolger Chris Dercon sein Amt an. Gegen die Berufung des belgischen Museumsmanagers gab es an der Volksbühne und in der Kulturszene großen Widerstand.

Große Edvard Munch-Ausstellung in San Francisco

Schau konzentriert sich auf Spätwerk des norwegischen Malers

Das San Francisco Museum of Modern Art (SFMOMA) wird von Juni bis Oktober zahlreiche Werke von Edvard Munch ausstellen. Darunter sind auch sieben Gemälde, die noch nie in den USA gezeigt wurden, wie das Museum mitteilte. Die Schau "Edvard Munch: Between the Clock and the Bed" umfasst rund 45 Gemälde aus der Schaffenszeit des norwegischen Malers von 1880 bis in die 1940er Jahre. Kernstück ist Munchs letztes großes Selbstbildnis "Zwischen Uhr und Bett", das er kurz vor seinem Tod fertigstellte. Munch, der 1893 sein berühmtes Bild "Der Schrei" malte, widmete sich häufig Themen wie Verzweiflung, Krankheit und Tod. Die Ausstellung werfe ein besonderes Augenmerk auf das Spätwerk des Künstlers, teilte das Museum mit. Die Werkschau ist eine Kooperation zwischen dem Metropolitan Museum of Art in New York und dem Munch-Museum in Oslo. Ab November 2017 wird die Ausstellung in New York gezeigt, ab Mai 2018 in Oslo.

Auch Kopper verläßt den "Tatort"

Anfang der Woche hatte das Bremer Ermittlungsduo seinen Rückzug erklärt

Noch ein Abgang beim „Tatort“ in der ARD: Mario Kopper, Kollege und Mitbewohner von Kommissarin Lena Odenthal verlässt Ludwigshafen. Der letzte Folge mit dem 56-jährigen Andreas Hoppe wird im Herbst ausgestrahlt, bestätigte der SWR eine Meldung der "Bild"-Zeitung. Die hatte 20 Jahre nach der ersten Folge von Unstimmigkeiten zwischen Hoppe und dem produzierenden Sender berichtet. Kollegin Ulrike Folkerts sagte dem Blatt, sie werde Hoppe am Set und in den Filmen vermissen: "Wir haben so viel zusammen erlebt, 20 Jahre lang viele Täter geschnappt, wichtige Themen auf den Bildschirm gebracht und am WG-Tisch italienisches Essen genossen". Dem Bericht zufolge soll an Koppers Stelle die Fallanalytikerin Johanna Stern eine größere Rolle im «Tatort» bekommen. Der SWR äußerte sich dazu nicht.

Sieger des Karnevals in Rio de Janeiro gekürt

Die Sambaschule "Portela" hat gewonnen

Die mit 22 Titeln meistgekrönte Karnevals-Gruppierung der brasilianischen Metropole ist auch in diesem Jahr die Siegerin des Karnevals in Rio. Das Thema der Sambaschule "Portela" in diesem Jahr: Das Flussleben Brasiliens. Allerdings fiel die Entscheidung der Jury knapp aus. An dem Wettstreit der zwölf besten Sambaschulen hatten insgesamt fast 40 000 Tänzer und Musiker teilgenommen.

Plagiatsvorwurf Gericht lässt Klage gegen Shakira zu

Pop-Ikone Shakira muss sich einer Plagiatsklage stellen.

Der kubanische Künstler Livam wirft der Sängerin vor, den Refrain ihres Liedes "La Bicicleta" von ihm abgekupfert zu haben. Das spanische Handelsgericht in Madrid gab der Klage Livams und seines Musikverlags gegen die Kolumbianerin sowie ihren Produzenten und ihre Plattenfirma jetzt statt. Das verlautete aus Justizkreisen. Von Shakira gab dazu zunächst keine Stellungnahme. Die 40-Jährige hatte den Song zusammen mit ihrem Landsmann Carlos Vives geschrieben und gesungen. "La Bicicleta" war im vergangenen Jahr ein Hit. Nicht so sehr in Deutschland - aber in der spanischsprachigen Welt und in anderen Regionen landete das Lied hoch oben in den Charts.

Haus der Kunst trennt sich von Scientology-Mitglied

SPD wirft CSU-Kunstminister Spaenle Untätigkeit vor

Das Münchner Haus der Kunst hat sich von einem Mitarbeiter getrennt, der Mitglied in der umstrittenen Organisation Scientology ist. Die Geschäftsleitung des Hauses habe Kunstminister Ludwig Spaenle (CSU) als Aufsichtsratsvorsitzenden darüber informiert, hieß es in einer Mitteilung des bayerischen Kunstministeriums. Nachdem der Aufsichtsrat über die Scientology-Mitgliedschaft des Mitarbeiters informiert worden sei, seien sofort Maßnahmen getroffen worden. Die SPD-Landtagsfraktion hatte Spaenle zuvor Untätigkeit vorgeworfen, weil der Aufsichtsrat schon seit Juli 2016 über den Fall informiert gewesen sei, der Mitarbeiter aber weiter frei für das Museum gearbeitet habe. In Bayern müssen seit 1996 Bewerber für den öffentlichen Dienst Angaben zu einer Scientology-Mitgliedschaft machen. Das Haus der Kunst erhält finanzielle Unterstützung von der Staatsregierung. Die umstrittene Scientology-Organisation bezeichnet sich selbst als Kirche, wird aber von Kritikern als gefährlich eingestuft.

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März 2017
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Fazit

Zum Tod von Sigmund JähnDer Kosmonaut der Herzen
Sigmund Jähn, früherer Kosmonaut und erster Deutscher im Weltall, steht im Kosmonautenzentrum in Chemnitz vor dem Modell des Raumschiffes Mir. Jähn besuchte die Einrichtung aus Anlass des 40. Jahrestages der Namensgebung Kosmonautenzentrum "Sigmund Jähn". (Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa)

"Ein unglaublicher Brückenbauer" sei Sigmund Jähn gewesen, sagt Raumfahrt-Experte Dirk Lorenzen über den deutschen Raumfahrt-Pionier, der nun im Alter von 82 Jahren gestorben ist. In der Bundesrepublik hätte Jähn mehr gewürdigt werden müssen.Mehr

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