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Kulturnachrichten

Mittwoch, 30. März 2016

Künstler Paul Nagel tot

Er schuf Kreuz auf Grabeskirche

Paul Nagel, Kölner Metallbildhauer und Kunstschmied, ist tot. Er starb bereits am 24. März in Köln im Alter von 90 Jahren, wie das Erzbistum Köln bekanntgab. Nagel schuf Skulpturen und Altäre sowie Schmiedekunst an Kirchentüren und Säulen. Seine Werke sind in aller Welt zu sehen. Zu seinen markantesten Aufträgen gehörte das große Golgathakreuz auf der renovierten Kuppel der Jerusalemer Grabeskirche. Das größte Schmiedewerk Nagels ist der Eisengitterzaun vor der südlichen Querfassade des Kölner Doms.

Ebert bleibt Generalsekretär des Goethe-Instituts

Auswärtiges Amt stimmt der Wahl zu

Johannes Ebert ist als Generalsekretär des Goethe-Instituts bestätigt worden. Bei der Präsidiumssitzung in München wurde der 52-jährige Islam- und Politikwissenschaftler einstimmig für weitere fünf Jahre im Amt bestätigt. Die neue Amtszeit beginnt im März 2017. Ebert arbeitet seit 1991 für das Goethe-Institut und übernahm 2012 das Amt des Generalsekretärs. Er war unter anderem als Institutsleiter in Kiew und als Regionalleiter in Kairo und Moskau tätig. Seinen Fokus setzt Ebert auf Kultur- und Bildungsprojekte in den Nachbarländern Syriens und die Unterstützung von Flüchtlingen in Deutschland.

Dramatikerpreis für Mpumelelo Grootboom

Verleihung ist am 24. Mai in Köln

Der südafrikanische Autor und Regisseur Mpumelelo Paul Grootboom wird mit dem Jürgen Bansemer & Ute Nyssen Dramatikerpreis 2016 ausgezeichnet. Der 41-jährige in Soweto geborene Grootboom habe sich mit seinem berühmtesten Stück "Township Stories" als "Meister des Schocks" erwiesen, teilte die Jurorin Ute Nyssen mit. Der privat gestiftete Preis ist mit 15 000 Euro dotiert. Grootboom ist fester Mitarbeiter des South African State Theatre in Pretoria. Seine Stücke waren auch in Mülheim/Ruhr und bei den Wiener Festwochen zu sehen. Der Dramatikerpreis wird jährlich vergeben und soll bereits gespielten, deutschen und internationalen Bühnenautoren den Weg zu Anerkennung und weiteren professionellen Bühnenexperimenten ebnen. Preisträger waren unter anderem Juli Zeh, der russische Dramatiker Iwan Wyrypajew und die Französin Marie NDiaye.

Liedermacher Gianmaria Testa gestorben

Der Italiener wurde 57 Jahre alt

Der italienische Liedermacher Gianmaria Testa ist tot. Im vergangenen Jahr hatte er bekanntgegeben, an einem Tumor zu leiden. Der 1958 im Piemont geborene Musiker war für seine nachdenklichen und jazzigen Klänge und seine warme Stimme bekannt. Sein zweites Album "Extra-Muros" hatte Testa 1996 vor einem begeisterten Publikum im Pariser Olympia vorgestellt, woraufhin er auch in Italien Berühmtheit erlangte. Während meist Themen wie Liebe, Beziehungen, Einsamkeit und Reisen im Mittelpunkt seiner Lieder standen, wagte sich Testa 2006 auch an politische Texte: In dem Werk "Da Questa Parte Del Mare" (Auf dieser Seite des Meeres) befasste er sich mit dem Flüchtlingszustrom über das Mittelmeer nach Italien. Mit dem Album habe er gegen die Gleichgültigkeit der Menschen ankämpfen und für mehr Menschlichkeit werben wollen, sagte Testa später in einem Interview. Tausende trauernde Fans hinterließen dort betroffene Nachrichten auf seiner Facebookseite: "Arrivederci Gianmaria, und danke für Deine Lieder."

Puhdys bekommen Echo für ihr Lebenswerk

Preise werden am 7. April in Berlin verliehen

"Nicht erst seit der Wiedervereinigung ist die einst erfolgreichste Rockgruppe der DDR ein gesamtdeutsches Phänomen", teilte der Bundesverband Musikindustrie mit. Die Band habe mit ihren Liedern "legendäre Beiträge zur Geschichte der deutschsprachigen Rockmusik geleistet". Die Puhdys hatten sich 1969 gegründet und im Januar ein Abschiedskonzert gefeiert. Bis zum Sommer sind sie aber noch mit den Bands City und Karat auf der "Rocklegenden"-Tour unterwegs. Während der deutschen Teilung hätten die Puhdys zu den wenigen Künstlern gehört, die sowohl im Osten als auch im Westen breiten Zuspruch gefunden hätten - ohne sich künstlerisch oder ideologisch zu verbiegen, hieß es in der Mitteilung der Echo-Veranstalter.

Türkische Gemeinde: Erdogans Reaktion ist überzogen

Auch Politiker kritisieren Erdogan

Kopfschütteln über Recep Tayyip Erdogan: Der türkische Präsident erntet in Deutschland einhellig Kritik für seine diplomatische Reaktion auf einen Satire-Beitrag des NDR-Fernsehens. "Erdogans Reaktion ist überzogen", sagte der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland, Gökay Sofuoglu. Auch der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Norbert Röttgen (CDU), kritisierte die Einbestellung des deutschen Botschafters durch die Regierung in Ankara, stellte aber die Beziehungen zur Türkei nicht grundsätzlich infrage.

Oscar-Preisträgerin Patty Duke gestorben

Oscar als 16-Jährige für Rolle in "Licht im Dunkel"

Die US-Schauspielerin Patty Duke, die es als Teenager zu Weltruhm brachte, ist tot. Die Oscar-Preisträgerin verstarb gestern im Alter von 69 Jahren, wie ihr Sohn, der Schauspieler und Regisseur Sean Astin, mitteilte. Duke war 1962 mit ihrem Porträt der tauben und blinden Aktivistin Helen Keller in dem Drama "Licht im Dunkel" weltberühmt geworden. Für diese Rolle bekam sie im Alter von gerade einmal 16 Jahren den Oscar als beste Nebendarstellerin. Später machte sie auch Karriere im Fernsehen. In der "Patty Duke Show", von der in den sechziger Jahren mehr als hundert Folgen liefen, spielte sie in einer Doppelrolle identisch aussehende Cousinen. Nach dem Oscar erhielt sie noch drei Emmy-Fernsehpreise, einen davon für die Miniserie "Der Preis der Macht". 1987 enthüllte Duke in ihrer Autobiographie, dass sie unter einer bipolaren Störung litt.

Stiftung Preußischer Kulturbesitz: Hilfe für Palmyra

Antikenverwaltung solle sagen, wo Hilfe erwartet wird

Experten aus Berlin haben ihre Unterstützung für zerstörte Welterbestätten im syrischen Palmyra angeboten. "Für die Stiftung Preußischer Kulturbesitz lässt sich sagen, dass wir für jede Form der Hilfe bereitstehen", teilte der Präsident der Stiftung in Berlin, Hermann Parzinger, mit. Das gelte auch für ihre Expertise in Sachen Rekonstruktion."Momentan ist es so, dass sich die syrischen Kollegen ein Bild der Lage in Palmyra machen", sagte Parzinger. Die syrische Antikenverwaltung werde in der kommenden Woche sagen können, wo sie Hilfe von der Weltgemeinschaft erwarte.

Niedecken wird 65 und geht auf Jubiläumstour

BAP feiert 40.Geburtstag

65 Jahre wird BAP-Sänger Wolfgang Niedecken heute alt - doch vom Künstler-Ruhestand ist der gebürtige Kölner weit entfernt: Noch dieses Frühjahr geht Niedecken mit BAP auf Jubiläumstour. Denn viereinhalb Jahre nach einem Schlaganfall hat der BAP-Frontmann doppelten Grund zu feiern - die Band hat dieses Jahr 40. Geburtstag. Der BAP-Ohrwurm "Verdamp lang her" von 1981 zählt bis heute zu den erfolgreichsten Songs der Kölner Gruppe, der Anfang der 1980er Jahre Ungewöhnliches gelang: Mit Niedeckens Texten im Kölner Dialekt wurde BAP Deutschlands erfolgreichste Rockband.

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