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Kulturnachrichten

Donnerstag, 19. März 2015

ZDF stellt klar: Böhmermann-Video ist Satire

Stinkefinger-Video mit dem griechischen Finanzminister Varoufakis ist keine Fälschung

Das ZDF hat klargestellt, dass das Böhmermann-Video zum griechischen Finanzminister keine Fälschung ist und damit Äußerungen von Böhmermann unmissverständlich als Satire gekennzeichnet. Der Moderator der ZDF-Sendung «Neo Magazin Royale» hatte in einem Online-Video behauptet, er habe Aufnahmen von Varoufakis verfälscht. Damit hatte er den Eindruck erweckt, dass Varoufakis den Mittelfinger gar nicht gezeigt habe. ARD-Talker Günther Jauch hatte am Sonntagabend ein Video von einem Varoufakis-Auftritt 2013 gezeigt, das zeigen soll, wie Varoufakis Deutschland symbolisch den ausgestreckten Mittelfinger zeigt. Varoufakis bezeichnete das Video bei Jauch als manipuliert.

Ulrich Wilhelm als BR-Intendant bestätigt

Wilhelm war der einzige Kandidat

Ulrich Wilhelm (53) ist als Chef des Bayerischen Rundfunks wiedergewählt worden. Mit 33 von 40 abgegebenen Stimmen (82,5 Prozent) kürte ihn der Rundfunkrat heute in München erneut zum Intendanten der ARD-Anstalt. Seine Amtszeit geht nun bis 2021. Fünf Rundfunkräte stimmten gegen ihn, zwei enthielten sich. Sieben Wahlberechtigte hatten nicht an der Wahl teilgenommen und sich entschuldigen lassen. Bei seiner ersten Wahl 2010 hatte Wilhelm noch knapp 91 Prozent der Stimmen (40 von 44) bekommen. Über seine Wiederwahl freute er sich: "Angesichts der großen Veränderungen, die ich allen zumute, ist das ein glaubwürdiges und gutes Ergebnis."

HU-Präsident Olbertz will keine zweite Amtszeit

Grund ist der Zwist um die Uni-Reform

Die Berliner Humboldt-Universität verliert ihren Präsidenten Jan-Hendrik Olbertz. Er werde planmäßig bis Oktober arbeiten, stehe danach aber nicht für eine zweite Amtszeit zur Verfügung, teilte Olbertz heute mit. Als Begründung gab er an, keine Mehrheit für seine angestrebte Uni-Reform gefunden zu haben. Olbertz wollte als Kernanliegen eine professionelle Gesamtverantwortung für die Verwaltung wiedereinführen. Ein Termin für die Wahl des neuen Präsidenten steht noch nicht fest. Angestrebt wird Ende Juni oder Anfang Juli. Zu seinen beruflichen Plänen nach Oktober mache Olbertz keine Abgaben. Vor seinem Wechsel an die Spitze der Humboldt-Universität (HU) im Oktober 2010 war Olbertz Kulturminister in Sachsen-Anhalt. Als erstem Präsidenten gelang es ihm, die HU zu einer von insgesamt elf Exzellenzuniversitäten in Deutschland zu machen.

Frank Castorfs Zeit an der Volksbühne geht zu Ende

Renner will die Ära Castorf an der Spitze der Volksbühne beenden

"Frank Castorf wird 2017 25 Jahre an der Volksbühne Intendant gewesen sein und wir waren der Meinung, es ist an der Zeit, die Volksbühne mal weiterzuentwickeln und auch weiterzudenken", sagte Kulturstaatssekretär Tim Renner dem 3sat-Magazin "Kulturzeit". Castorf sei "ein wunderbarer Regisseur" und werde als solcher der Stadt auch erhalten bleiben. "Denn nur eben halt was die Führung des Hauses angeht, da muss man weiter nach vorne gucken und weiter entwickeln", sagte Renner. Ein Sprecher der Kulturverwaltung bestätigte, dass es Gespräche über eine begrenzte Verlängerung von Castorfs Vertrag gebe. Der Intendant und Regisseur hatte selber gesagt, dass es in Berlin großes Interesse gebe, dass er aufhört. "Wir haben jetzt eine kleine Verlängerung, aber keine, die ausreichen würde, die Volksbühne neu zu strukturieren", sagte der 63-Jährige der "Zeit".

Gärtnerplatztheater erst im Oktober 2016 wieder auf

Ursprünglich war Wiedereröffnung für diesen Herbst geplant

Das Staatstheater am Gärtnerplatz in München soll voraussichtlich erst im Oktober 2016 wiedereröffnet werden. "Wenn nichts dazwischen kommt", betonte der geschäftsführende Direktor des Theaters, Max Wagner. In diesem Sommer soll Richtfest gefeiert werden. Aber die Jubiläumsspielzeit zum 150-jährigen Bestehen des Theaters wird Intendant Josef Köpplinger außer Haus feiern müssen. Ursprünglich war die Wiedereröffnung nach der jahrelangen und rund 77 Millionen Euro teuren Generalsanierung schon für Herbst dieses Jahres geplant gewesen.

Russische Regierung rügt "Tannhäuser"-Inszenierung

Weiter Blasphemie-Vorwürfe gegen Opernhaus in Nowosibirsk

Das russische Kulturministerium verlangt eine Änderung der seit Wochen umstrittenen Inszenierung der Wagner-Oper "Tannhäuser" und eine öffentliche Entschuldigung bei orthodoxen Christen, die sich in ihren religiösen Gefühlen verletzt fühlten. In der Inszenierung des preisgekrönten Regisseurs Timofej Kuljabin wird Wagners Minnesängerwettstreit zum Filmfestival aktualisiert, an dem Tannhäuser mit einem Film über ein Rendezvous von Jesus mit der Liebesgöttin Venus teilnimmt. Die Oper ist seit Ende Dezember in Nowosibirsk zu sehen. Im Internet unterstützten unterdessen 48.000 Bürger einen Solidaritätsaufruf für die Verantwortlichen Inszenierung.

Kunstsammlung der Hollywood-Dynastie Goldwyn wird versteigert

Wert wird auf rund 25 Million Dollar geschätzt

Die Kunstsammlung der Hollywood-Dynastie Goldwyn soll für mehr als 25 Million Dollar (etwa 23,4 Million Euro) versteigert werden. Der Filmproduzent Samuel Goldwyn (1879-1974) und sein im Januar gestorbener Sohn Samuel Goldwyn Jr., der ebenfalls als Produzent tätig war, hätten die rund 25 Werke zusammengetragen, teilte das Auktionshaus Sotheby's am Donnerstag in New York mit.
Darunter sind Werke von berühmten Künstlern wie Pablo Picasso, Henri Matisse, David Hockney und Diego Rivera. Die Bilder sollen bei mehreren Auktionen versteigert werden. Den Auftakt macht am 5. Mai das Picasso-Werk «Femme au chignon dans un fauteuil». Diese Bild alleine schätzt das Auktionshaus auf bis zu 18 Millionen Dollar. Der Oscarpreisträger Samuel Goldwyn wurde als Produzent mit Filmen wie "Die besten Jahre unseres Lebens" und "Sturmhöhe" bekannt. Sein Sohn produzierte unter anderem "Rendezvous mit einem Engel" und "Das erstaunliche Leben des Walter Mitty".

Gabriele Finaldi wird neuer Direktor der National Gallery

Vom Prado zur Londoner Nationalgalerie

Neuer Direktor der Londoner National Gallery wird der Brite Gabriele Finaldi. Der 49-Jährige Kunsthistoriker wechselt vom spanischen Museo del Prado in Madrid zur britischen Nationalgalerie, wo er bereits von 1992 bis 2002 als Kurator tätig war. Er fühle sich tief geehrt und freue sich, ein spannendes Ausstellungsprogramm zu entwickeln, sagte Finaldi laut Mitteilung des Museums. Er übernimmt am 17. August die Stelle von Nicholas Penny, der im vergangenen Sommer seinen Rücktritt angekündigt hatte. Die National Gallery zieht jedes Jahr mehr als sechs Millionen Besucher an.

Frühere Bolschoi-Ballerina mit 102 gestorben

Russin Galina Petrowa tanzte berühmte Klassiker

Galina Petrowa, führere Ballerina vom Moskauer Bolschoi Theater ist gestern im Alter von 102 Jahren gestorben. Das meldeten russische Agenturen. Petrowa, geboren am 3. August 1913 auf der Schwarzmeerhalbinsel Krim, war demnach die älteste frühere Tänzerin des renommierten russischen Musiktheaters. 1933 fing Petrowa beim Bolschoi an. In ihrer Karriere brillierte sie in zahlreichen Ballett-Klassikern wie etwa "Schwanensee", "Giselle" und "Don Quijote". Von 1953 bis 1989 unterrichtete sie in Moskau Tanz.

"Guardian", "Financial Times" und CNN schließen Allianz bei Online-Werbung

Neue Konkurrenz für Online-Werbevermarkter

Fünf große Medien, darunter die "Financial Times", der "Guardian" und CNN, wollen ihren Online-Werbeplatz gemeinsam in Eigenregie vermarkten. Zu der Pangaea-Allianz gehören auch die Nachrichtenagentur Reuters und der "Economist". Zusammen bieten sie Zugang zu rund 110 Millionen Nutzern. Sie wollen die Anzeigenplätze über eine Computerplattform verkaufen. Eine Testversion solle im April starten, kündigte der "Guardian" heute an. Mit der Allianz wollen die Medienhäuser einen Gegenpol zu Online-Werbevermarktern wie Google aufbauen.

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