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Kulturnachrichten

Montag, 9. März 2015

Schauspieler Fred Düren mit 86 Jahren gestorben

Das Deutsche Theater in Berlin trauert um Ehrenmitglied des Hauses

Der frühere Berliner Schauspieler Fred Düren ist im Alter von 86 Jahren in Jerusalem gestorben. Er lebte dort seit 1988 als Rabbiner. "Das Deutsche Theater und viele seiner Mitarbeiter trauern um Fred Düren", erklärte Intendant Ulrich Khuon auf der Homepage des Theaters. Seit 2008 war der Schauspieler Ehrenmitglied des Hauses. Dem Ensemble gehörte der gebürtiger Berliner von 1958 bis 1988 an. Bekannt wurde er mit Rollen wie Shylock, Faust oder Ödipus, zudem spielte er in zahlreichen DEFA-Filmen. Nach mehreren Jerusalem-Reisen entschied er sich 1988, als Rabbiner in Israel zu bleiben. Dort starb er laut der Traueranzeige seiner Familie bereits am 2. März und wurde auf dem Ölberg beerdigt.

Kulturpreis für Städel-Chef Max Hollein

Direktor des Frankfurter Städel Museums erhält Binding-Kulturpreis

Max Hollein, Direktor des Frankfurter Städel Museums, erhält in diesem Jahr den mit 50 000 Euro dotierten Binding-Kulturpreis. Holleins Arbeit habe der Kunststadt Frankfurt einen Glanz verliehen, der weit über Deutschland hinausstrahle, begründete das Kuratorium seine Entscheidung. Es gelinge dem 45-Jährigen, mit einem abwechslungsreichen Programm sowohl das Fachpublikum als auch die breite Bevölkerung für die Kunst aller Epochen zu begeistern. Der Preis soll am 11. Juli überreicht werden.

Neue Techno-Party für Berlin

Liebe und Techno, aber keine Loveparade

Unter dem Motto "Zug der Liebe" soll es im Juli in Berlin wieder eine Techno-Parade geben. Noch in dieser Woche werde sie bei den Behörden angemeldet, sagte der Organisator Jens Hohmann. "Wir wollen kein Revival der Loveparade", betonte er dabei. "Es ist eine Demonstration für mehr Miteinander und Toleranz", so Hohmann über das Event mit bis zu zehn Wagen, die ohne Werbung und Sponsoren auskommen wollten. Der Zug soll vom Alexanderplatz nach Kreuzberg führen. Es solle auf Themen wie die Verdrängung der Bevölkerung aus bestimmten Bezirken durch steigende Mieten und die Situation von Flüchtlingen aufmerksam gemacht werden. "Bei einer reinen Demo kämen wohl nur 50 bis 100 Leute. Mit Musik erreichen wir mehr." Die Loveparade wurde von dem Techno-DJ Dr. Motte gegründet und fand erstmals 1989 statt. Nach einer Massenpanik mit 21 Toten in Duisburg wurde die Technoparty im Sommer 2010 schließlich eingestellt. An die Katastrophe solle eventuell mit einer Schweigeminute erinnert werden, sagte Hohmann.

Chefredakteur des "Berliner Kurier" ab sofort freigestellt

Journalistenverband ist empört

Der langjährige Chefredakteur der Boulevardzeitung "Berliner Kurier", Hans-Peter Buschheuer (62), ist Verlagsangaben zufolge mit sofortiger Wirkung freigestellt worden. Grund seien unterschiedliche Auffassungen zur Weiterentwicklung der Marke, teilte die Kölner Mediengruppe M. DuMont Schauberg heute mit. Zugleich habe der Berliner Verlag den bisherigen Stellvertreter Elmar Jehn (52) kommissarisch zum Nachfolger berufen, hieß es. Buschheuer hatte den "Kurier" seit 2003 redaktionell verantwortet, Jehn war seit 2010 sein Stellvertreter. "Wir sind davon überzeugt, dass es Elmar Jehn und seinem Team gelingt, ein überzeugendes Zukunftskonzept umzusetzen, in dem das Digitale eine sehr prominente Rolle einnehmen wird", erklärte Mediengruppen-Vorstand Robert von Heusinger. Der Journalistenverband Berlin-Brandenburg (JVBB) nannte die Freistellung des renommierten Blattmachers ein "fatales Signal".
Buschheuer habe bei der Verlagsleitung der Ausgründung des Blattes in eine eigene Gesellschaft widersprochen und sich damit für die Interessen der Belegschaft eingesetzt, erklärte Verbandschef Alexander Fritsch. Mit der Umstrukturierung sollten dem Vernehmen nach jährlich 125 000 Euro beim "Kurier" eingespart werden. Ein DuMont-Sprecher wies die Zahl zurück. "Der 'Berliner Kurier' hat dieses Jahr einen höheren Etat als 2014", erklärte er.

Fall Gurlitt zieht sich hin - Amtsgericht prüft Erbscheinanträge

Zuerst die Cousine, jetzt will sich auch das Kunstmuseum Bern rechtlich absichern

Das Gurlitt-Erbe liegt weiter auf Eis. Nach einer Cousine des Kunstsammlers hat nun auch das Kunstmuseum Bern beim Münchner Amtsgericht einen Antrag auf einen Erbschein gestellt. Damit will das Museum seinen Status als Alleinerbe absichern. Denn die Cousine erhebt ebenfalls Ansprüche auf das Erbe. "Ein Erbschein ist ein Legitimationspapier", sagte Amtsgerichtssprecherin Monika Andreß und bestätigte damit einen Bericht der Schweizer Nachrichtenagentur SDA. Wenn sich später herausstellen würde, dass das notarielle Testament doch unwirksam war, seien alle Handlungen des Museums bezogen auf dem Nachlass mit dem Erbschein trotzdem gültig. Ein Teil der Sammlung dürfte Raubkunst sein. Die rechtliche Klärung, welche Werke den ursprünglichen Eigentümern zurückgegeben werden können, läuft noch.

Katja Ebstein feiert heute ihren 70. Geburtstag

Dreifache Grand-Prix-Teilnehmerin engagiert sich auch politisch und sozial

"Wunder gibt es immer wieder" - mit diesem Lied nahm Katja Ebstein 1970 an dem internationalen Song-Wettbewerb teil und belegte Platz drei. Es wurde einer der bekanntesten deutschen Schlager. Millionen können die Melodie noch heute im Schlaf singen. 1980 erreichte sie beim Grand Prix sogar den zweiten Platz, diesmal mit der Ralph Siegel-Komposition "Theater, Theater", die ebenfalls zum Evergreen wurde. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat der Sängerin und Schauspielerin anlässlich ihres heutigen 70. Geburtstages für ihr soziales Engagement gedankt. "Sie haben ihre künstlerische Entwicklung stets in Übereinstimmung mit ihren politischen Ansichten gehalten und wurden zu einer Künstlerin, die begeisterte", schrieb Woidke ihr in einem Glückwunsch. Die Künstlerin unterstützt mit ihrer in Potsdam ansässigen "Katja Ebstein Stiftung" Kinder und Jugendliche aus sozial schwachen Familien. 2008 erhielt sie das Bundesverdienstkreuz.

Gestohlener Brief Michelangelos dem Vatikan zum Kauf angeboten

Vatikan bestätigt Diebstahl

Der Raub mehrerer Schriftstücke aus dem Archiv der Dombauhütte von Sankt Peter, darunter der Brief, sei bereits 1997 bemerkt worden, erklärte Vatikansprecher Federico Lombardi gestern und bestätigte damit einen entsprechenden Bericht der Tageszeitung "Il Messaggero". Kürzlich habe der jetzige Präsident der Dombauhütte, Kardinal Angelo Comastri, ein Angebot erhalten, die Dokumente zurückzukaufen. Das lehnte der Kardinal jedoch nach Worten Lombardis ab, da es sich um Raubgut handele. Die vatikanische Gendarmerie stehe in dem Fall mit den italienischen Behörden in Verbindung. Michelangelo, Maler, Bildhauer und Architekt, zählt zu den bedeutendsten Künstlern der italienischen Renaissance. Er schuf unter anderem die weltberühmten Deckenfresken in der Sixtinischen Kapelle und war als Architekt am Bau des Petersdoms beteiligt.

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