Donnerstag, 19.09.2019
 

Kulturnachrichten

Samstag, 7. März 2015

IS zerstört weitere Kulturstätte im Irak

Ruinen in Al-Hadra gesprengt

Die Terrorgruppe Islamischer Staat hat eine weitere altorientalische Kulturstätten im Irak zerstört. Nach Angaben der Universität von Mossul haben die Dschihadisten Ruinen in der Jahrtausende alten Stadt Al-Hadra gesprengt. "Das stellt einen Verlust dar, der nicht aufgewogen werden kann", sagte Hamid al-Dschuburi, Leiter der Abteilung für Altertümer der Universtität, der Deutschen Presse-Agentur. Die UNESCO hat Al-Hadra als Weltkulturerbe eingestuft. Die Stadt liegt rund 110 Kilometer südlich der IS-Hochburg Mossul in der irakischen Provinz Ninive. Die Stadt beherbergt gut erhaltene assyrische Ruinen, die bis ins dritte Jahrhundert vor Christus zurück datieren. In ihrem Wert ist Al-Hadra mit den Ruinenstädten des syrischen Palmyra und des libanesischen Baalbek vergleichbar.

Bettina Hering wird Schauspielchefin in Salzburg

Sie ist die erste Frau in dem Amt

Mit Beginn der Intendanz von Markus Hinterhäuser ab 2017 wird Bettina Hering die Leitung des Schauspiels der Salzburger Festspiele übernehmen, das teilten die Festspiele mit. Die gebürtige Schweizerin ist derzeit noch Künstlerische Leiterin am Landestheater Niederösterreich. Für Salzburg strebt Bettina Hering zusammen mit Markus Hinterhäuser ein Konzept der "Gesamtdramaturgie" an, "das heißt, dass wir einfach mehr spartenübergreifend denken und Oper und Schauspiel inhaltlich miteinander verbinden", so Hering im Deutschlandradio Kultur.
Dass sie nun als erste Frau dieses Amt übernimmt, sieht Hering als Konsequenz der gesellschaftlichen Entwicklung.

Hamburg bekommt fünfte Musicalspielstätte

Nicht nur Musicalstars sollen hier auftreten

Deutschlands Musicalhauptstadt Hamburg bekommt ein neues Theater: Mit einem Konzert des London Symphony Orchestra wird heute Abend das Mehr! Theater in den denkmalgeschützten Großmarkthallen eröffnet. Das neue Theater des Unternehmens Mehr! Entertainment bietet bis zu 2400 Zuschauern Platz und ist damit das größte der Stadt. Mit den vier Musicaltheatern der Stage Entertainment kann Hamburg dann mit fünf Spielstätten aufwarten. In dem neuen Theater sollen nicht nur Musicalstars auftreten. "Von Rock/Pop bis zu klassischen Konzerten, von Musicals bis zu Galaabenden. Es gibt fast nichts, was wir nicht machen können", sagte Theaterchefin Nathalie Heinrich. Das Unternehmen Mehr! Entertainment betreibt bereits sieben Spielstätten in Deutschland.

Junge Musiker demonstrieren für Konzertsaal in München

Laien-Musiker fürchten um geeignete Räume

Hunderte musikbegeisterte Studenten sind für einen neuen Münchner Konzertsaal auf die Straße gegangen. Unter dem Motto "München braucht zwei große Konzertsäle" demonstrierten sie gegen die Entscheidung von Ministerpräsident Horst Seehofer und Oberbürgermeister Dieter Reiter, keinen neuen Musiksaal in München zu bauen, sondern stattdessen die Philharmonie im Gasteig zu sanieren. Ein Chor und Blechbläser unterstützten die Demonstranten. Das studentisch geprägte Chor- und Orchesterensemble MünchenKlang hatte zu der Protestaktion aufgerufen. Die Nachwuchs-Musiker befürchten, vor allem während der Renovierung keine geeigneten Räume mehr zu bekommen. Schon jetzt sei es für Laienensembles in den Spielzeiten praktisch unmöglich, Konzertsäle für große Projekte zu finden. Auch der professionelle Nachwuchs an der Hochschule für Musik und Theater sei schwer betroffen.

Dokumentarfilmer Albert Maysles gestorben

Film über tragisches Rolling-Stones-Konzert machte ihn berühmt

Der US-Dokumentarfilmer Albert Maysles ist tot. Maysles starb am Donnerstag im Alter von 88 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung. Der Regisseur und sein bereits verstorbener Bruder David gehörten zu den Wegbereitern des "Direct Cinema", das auf Drehbücher, Interviews oder erzählende Kommentare verzichtete. Maysles wurde erstmals bekannt, als er 1955 hinter dem Eisernen Vorhang eine Dokumentation über das Leben in psychiatrischen Krankenhäusern der Sowjetunion drehte. Sein bekanntestes Werk ist der Dokumentarfilm "Gimme Shelter" über ein Konzert der Rolling Stones im kalifornischen Altamont im Jahr 1969, bei dem in Folge chaotischer Organisation vier Fans starben. Von Kritikern gelobt wurde auch die Dokumentation "Grey Gardens" über Edith Bouvier und Edith Bouvier Beale, zwei Cousinen von Jacqueline Kennedy, und ihr abgeschiedenes Leben in einem heruntergekommenen Haus im Nobelort East Hampton. In späteren Jahren gründete Maysles ein nach ihm benanntes Zentrum zur Förderung von Dokumentarfilmen in New York.

Deutscher Kurzfilm schafft es zum Tribeca Film Festival

Film ist eine Abschlussarbeit

Der deutsche Kurzfilm "Wrapped" hat es in das Programm des diesjährigen Tribeca Film Festivals in New York geschafft. Der Film von Roman Kaelin, Falko Paeper und Florian Wittmann, eine Diplomarbeit an der Filmakademie Baden-Württemberg, feiere damit seine Premiere in der Millionenmetropole, teilten die Veranstalter des Festivals mit. Im Rennen um mehrere Preise tritt der fünfminütige Animationsfilm gegen rund 60 weitere Kurzfilme an - darunter eine von der US-Schauspielerin Olivia Wilde produzierte Kurz-Doku über den Ebola-Ausbruch ("Body Team 12") und die Dokumentation "Eternal Princess" unter der Regie von US-Schauspielerin Katie Holmes. Das unter anderem von dem Schauspieler Robert De Niro mitbegründete Tribeca Film Festival findet in diesem Jahr vom 15. bis zum 26. April statt.

Regisseur Schwentke will wieder in Deutschland drehen

Er plant eine Neuverfilmung von "Der Hauptmann von Köpenick"

Der Stuttgarter Hollywood-Regisseur Robert Schwentke möchte demnächst wieder in Deutschland drehen. Dazu zähle auch die Komödie "Der Hauptmann", sagte der Filmemacher dem Nachrichtenmagazin Focus. Der Film beruht auf dem Stück "Der Hauptmann von Köpenick" von Carl Zuckmayer. Für diese "Köpenickiade aus den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs" habe er bereits etwas Filmförderung bekommen, "dafür komme ich nach Deutschland zurück". Der 1968 geborene Schwentke räumte ein: "Ich bin vielleicht ein bisschen ein Spätzünder, was meine eigenen Sachen betrifft." Künftig wolle er aber mehr eigene Projekte verfolgen. Zuvor dreht er noch den dritten Teil der Roman-Adaption "Die Bestimmung".

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