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Kulturnachrichten

Sonntag, 1. März 2015

Niederländischer Bildhauer Carel Visser gestorben

Er war einer der wichtigsten Vertreter des Konstruktivismus

Der niederländische Bildhauer Carel Visser ist tot. Visser starb in seinem südfranzösischen Wohnort Le Fousseret, teilte die Amsterdamer Galerie Borzo nach Angaben der niederländischen Nachrichtenagentur ANP mit. Er wurde 86 Jahre alt. Der Künstler, dessen Werke unter anderem auf der documenta in Kassel und der Biennale von Venedig zu sehen waren, schuf abstrakte Figuren aus verschiedensten Materialien - darunter Eisenteile, Schafswolle, Kuhhörner, Autoreifen sowie Windschutzscheiben und Felle. Als Visser 2004 für sein Lebenswerk mit dem Kunstpreis Wilhelminaring geehrt wurde, erklärte die Jury, er habe wesentlich "das Gesicht der modernen Bildhauerkunst in den Niederlanden geprägt".

Dritter Teil der Comic-Verfilmung "Captain America" mit Daniel Brühl

Die Dreharbeiten beginnen im April

Für den dritten Teil der Verfilmung "Captain America" wird Daniel Brühl ("Good Bye, Lenin!") mit US-Schauspieler Chris Evans vor der Kamera stehen.Das Studio Babelsberg in Potsdam bereitet das Treffen legendärer US-Comic-Superhelden wie Iron Man, Black Widow und Captain America aus dem Hause Marvel vor, berichteten die "Potsdamer Neuesten Nachrichten" mit Verweis auf US-Branchenmedien. Das Filmstudio hält sich wie gewohnt zurück: "Wir können das nicht kommentieren", sagte Sprecher Eike Wolf heute. Als Dienstleister für große US-Studios ist das Unternehmen stets auf Diskretion bedacht. Start der Dreharbeiten ist im April in Atlanta, danach geht es nach Puerto Rico. Im Sommer kommt die Crew nach Potsdam. Neben Evans alias Captain America soll auch Scarlett Johansson als Black Widow vor der Kamera stehen. Brühl wird einen Bösewicht spielen.

American Jewish Committee warnt vor Antisemitismus an Schulen

"An vielen Schulen ist die Bezeichnung "Jude" ein Schimpfwort"

Die Direktorin des American Jewish Committee in Berlin, Deidre Berger, warnt vor wachsendem Antisemitismus an deutschen Schulen. "An vielen Schulen ist die Bezeichnung "Jude" ein Schimpfwort. Das traumatisiert jüdische Jugendliche", sagte Berger. "Aufgrund konkreter Fälle von Mobbing und eines allgemeinen Klimas antijüdischer Anfeindungen gehen daher einige Schüler lieber zu jüdischen oder nichtöffentlichen Schulen." Vergangene Woche hatte der Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, davor gewarnt, in bestimmten Problemvierteln mit hohem muslimischem Bevölkerungsanteil Kippa zu tragen.

Bischof Oster kritisiert Internetportal kath.net

Berichterstattung sei zu tendenziös

Der Passauer Bischof Stefan Oster hat sich kritisch über das österreichische Internetmagazin kath.net geäußert. Er sei zwar "einverstanden und dankbar", dass das Portal "versucht, den katholischen Glauben in seiner Schönheit und Wahrheit darzustellen", schreibt der Bischof auf seiner Facebook-Seite. "Wirklich schwer tue ich mich aber mit der aus meiner Sicht zunehmend tendenziösen Berichterstattung". Dadurch werde die Polarisierung von Bischöfen, Priestern, Theologen "in klar identifizierbare Lager vorangetrieben". Der vom Bischof gepostete Beitrag löste eine kontroverse Debatte unter seinen Followern aus.

Türkischer Ministerpräsident Davutoglu würdigt verstorbenen Schriftsteller Kemal

Yasar Kemal starb gestern im Alter von 91 Jahren

Der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu sagte, es falle ihm schwer, die Worte zu finden, "die die Trauer ausdrücken, die ich über den Verlust des großen Schriftstellers und Künstlers Yasar Kemal empfinde". Kemal sei fähig gewesen, sein Dissidententum und das rückhaltlose Aussprechen der Wahrheit auch in "Zeiten aufrechtzuerhalten, in denen es schwer war, die Wahrheit zu sagen". Davutoglu sprach damit die 90er Jahre an, als Kemal seine Meinung zum Untergrundkrieg der kurdischen Rebellen der PKK für Autonomie von der Türkei sagte. Kemal selbst hatte seine kurdische Abstammung nie hervorgehoben. "Ich bin ein türkischer Schriftsteller kurdischer Abstammung", sagte er einmal.

Schweizer Verlag erhält Telemann-Preis

Die Stadt Magdeburg würdigt mit dem Telemann-Preis seit 1987 herausragende Leistungen bei der Interpretation, Pflege und Erforschung von Leben und Werk des Stadtsohnes

Der Schweizer Amadeus Verlag Winterthur ist mit dem mit 2500 Euro dotierten Georg-Philipp-Telemann-Preis ausgezeichnet worden. Der Verlag habe sich sehr stark bei der Herausgabe und Verbreitung von kammermusikalischen Werken des Komponisten Georg Philipp Telemann (1681-1767) engagiert, erklärte Carsten Lange vom Telemann-Zentrum in Magdeburg. Es gebe derzeit wohl keinen anderen Verlag, der der Kammermusik Telemanns ein ähnliches Gewicht beimesse. Rund 220 Editionen mit Telemann-Inhalten seien veröffentlicht worden. Neben dem Preisgeld erhielt der von Bernhard Päuler gegründete Verlag auch eine Urkunde sowie eine Bronzeplakette.

10. Paul-Spiegel-Filmfestival gestartet

Festival geht bis Donnerstag

Das diesjährige Paul-Spiegel-Filmfestival ist heute in Düsseldorf mit dem dokumentarischen Porträt "Das Weiterleben der Ruth Klüger" gestartet. Bei der 10. Auflage der Veranstaltungsreihe sind bis Donnerstag in der "Black Box" im Düsseldorfer Filmmuseum und in der Jüdischen Gemeinde acht weitere internationale Beiträge zu sehen, wie die Veranstalter mitteilten. Das Festival sei mittlerweile ein fester Bestandteil der Kulturlandschaft und gewähre vielfältige Einblicke in jüdische Filmwelten. Das Filmfest ist nach dem verstorbenen früheren Präsidenten des Zentralrats der Juden, Paul Spiegel, benannt.

Irakisches Nationalmuseum zwölf Jahre nach Plünderung wieder eröffnet

Das Museum zeige nicht nur die Erzeugnisse der irakischen Kultur, sondern das Erbe der gesamten Menschheit, sagte Iraks Regierungschef Haidar al-Abadi bei der Eröffnungszeremonie

Zwölf Jahre nach seiner Plünderung ist das Irakische Nationalmuseum in Bagdad mit einzigartigen Schätzen aus altorientalischer und islamischer Zeit offiziell wiedereröffnet worden. Damit wolle man auf die Zerstörung von wertvollen assyrischen Kulturgütern durch die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) reagieren, teilte das irakische Antikenministerium mit. Aus dem Irakischen Nationalmuseum im Herzen Bagdads waren während der US-Invasion im Frühjahr 2003 rund 15 000 wertvolle archäologische Fundstücke gestohlen worden. Rund ein Drittel davon ist nach Angaben von irakischen Experten bis heute wieder aufgetaucht.

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