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Kulturnachrichten

Freitag, 28. März 2014

Tebartz-van Elst bittet um Verzeihung

Der frühere Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst hat für seine Fehler um Verzeihung gebeten.

Der 54-Jährige erklärte nach einem Gespräch mit Papst Franziskus in Rom, er bitte alle um Vergebung, die unter seinen Versäumnissen gelitten hätten oder immer noch leiden würden. Zugleich äußerte er die Hoffnung auf einen Neubeginn nach gegebener Zeit.

Vor zwei Tagen hatte Papst Franziskus das Rücktrittsgesuch von Tebartz-van Elst angenommen. Der frühere Limburger Bischof sieht in dieser Entscheidung die Chance für einen Neubeginn, für das Bistum Limburg und auch für ihn selbst.

Türkei: Schriftsteller schreiben offenen Brief gegen Youtube-Sperre

Ein freier Austausch von Gedanken ist in einer Demokratie unabdingbar.

Das meinen mehr als 100 Schriftsteller in einem offenen Brief, den sie an die türkische Regierung gerichtet haben - darunter Orhan Pamuk, Salman Rushdie, Elfriede Jelinek und Günter Grass. Darin kritisieren sie, dass die Regierung wiederholt soziale Netzwerke gesperrt hat. Nach Twitter hat Ankara gestern Nachmittag auch die Videoplattform YouTube blockiert. Zur Begründung hieß es, dass dort abgehörte Telefonate veröffentlicht worden seien.

Erst am Mittwoch hatte ein Gericht in Ankara angeordnet, die Twitter-Sperre aufzuheben. Der offene Brief wurde von der internationalen Autorenvereinigung PEN veröffentlicht. Die Vereinigung gilt als Stimme verfolgter und unterdrückter Schriftsteller.

Nominierungen für Deutschen Filmpreis: "Das finsterer Tal" ist großer Favorit

Die Bestsellerverfilmung "Das finstere Tal" geht als Favorit in das Rennen um den Deutschen Filmpreis.

Der düstere Heimatfilm von Regisseur Andreas Prochaska hat von der Deutschen Filmakademie neun Nominierungen erhalten, unter anderem als bester Film und als beste Regiearbeit. Das gaben Kulturstaatsministerin Monika Grütters und die Präsidentin der Filmakademie, Iris Berben, in Berlin bekannt. Es folgen "Die andere Heimat" von Edgar Reitz mit sechs Nominierungen und der Streifen "Finsterworld" mit fünf Nennungen.

Der Deutsche Filmpreis ist mit Preisgeldern von insgesamt rund drei Millionen Euro der höchstdotierte deutsche Kulturpreis. Grütters vergibt die Auszeichnungen am 9. Mai in Berlin.

Ai Weiwei hofft auf Reise nach Berlin - Größte Werkschau des Künstlers eröffnet nächste Woche

Er sitzt auf gepackten Koffern.

Der chinesische Künstler Ai Weiwei hofft, dass er doch noch zur großen Ausstellung über sein Werk nach Deutschland reisen darf. Diese findet in der kommenden Woche in Berlin statt. Der 56-Jährige sagte dem ARD-Studio in Peking, er sei jederzeit zur Abreise bereit. Vor drei Wochen habe er erneut seinen Reisepass beantragt. Ob er das Dokument bekomme, sei aber unklar. - Im Berliner Martin-Gropius-Bau wird am nächsten Donnerstag die größte Werkschau des Künstlers eröffnet.

Beethovenfest 2014: Birmingham Orchestra spielt alle Symphonien

Beethoven satt, mit allen neun Sinfonien an nur vier Abenden.

Das ist nur ein Höhepunkt auf dem kommenden Internationalen Beethoven-Festival in Bonn, das im September stattfinden wird. Die neue Intendantin, Nike Wagner, sagte bei der Vorstellung des gesamten Programms, insgesamt seien mehr als 60 Konzerte geplant, darunter auch viele Uraufführungen. Zum Festival unter dem Motto "Götterfunken" werden viele renommierte Orchester anreisen, unter anderem das London Symphony Orchestra oder die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen.

Das Internationale Beethovenfestival wird jedes Jahr zu Ehren des in Bonn geborenen Komponisten Ludwig von Beethoven ausgetragen. In diesem Jahr wird es am 6. September eröffnet und endet am 3. Oktober.

"Westdeutsche Zeitung" baut 50 Stellen ab

Es geht um die Hälfte der Arbeitsplätze bei der "Westdeutschen Zeitung".

Wie der Geschäftsführer des Düsseldorfer Verlags Girardet, Kersten Köhler, mitteilte, sollen 50 Stellen abgebaut werden. Köhler sagte, in der Lokalberichterstattung konzentriere man sich künftig auf Düsseldorf, Wuppertal und Krefeld. Für einige Lokalteile wolle man außerdem Inhalte von der "Rheinischen Post" übernehmen. Der Geschäftsführer widersprach allerdings Medienberichten, wonach der überregionale Mantel des Blattes von einer anderen Zeitung bezogen werden sollte. Dieser solle weiterhin mit einem Team von sieben Autoren selbst produziert werden.

Der Deutsche-Journalistenverband kritisierte den Zukauf von von lokalen Inhalten als "Schritt in Richtung publizistische Sackgasse".

Die "Westdeutsche Zeitung" hat eine Auflage von knapp 100.000 Exemplaren. Sie leifert den überregionalen Teil zudem an Partnerzeitungen in Solingen und Remscheid. Vor anterhalb Jahren waren bereits 40 Stellen bei Produktion, Anzeigen und Vertrieb gestrichen worden.

Zentralrat der Muslime sieht Staatsbürgerrecht "auf richtigem Weg"

"Das ist ein richtiger und wichtiger Schritt hin zu einem modernen Staatsbürgerschaftsrecht."

Das sagte der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, am Freitag im RBB-Inforadio. Vom ausgehandelten Kompromiss der Großen Koalition zum Doppelpass profitierten jedoch nur jüngere Migranten, kritisierte er. - Die Grünen Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt bemängelte im Deutschlandfunk, dass die Regelung von Union und SPD keine Willkommenskultur ausstrahle, weil der Anspruch auf die doppelte Staatsbürgerschaft erst überprüft werden müsse. - Die Einigung der Regierungsparteien sieht vor, dass die umstrittene Optionspflicht unter bestimmten Umständen für Kinder ausländischer Eltern wegfällt.

Das gilt, wenn sie bis zu ihrem 21. Geburtstag mindestens acht Jahre in Deutschland gelebt oder sechs Jahre hier eine Schule besucht haben.

Christ in Pakistan zum Tod verurteilt

Vor einem Jahr soll er während eines Streits mit einem Muslim den Propheten Mohammed geschmäht haben.

Jetzt ist ein Christ in Pakistan zum Tod verurteilt worden. Das berichtete die Onlineausgabe der Zeitung "Pakistan Today". Ein Anwalt des Mannes kündigte Berufung an. Der zuständige Richter sei "von seinem religiösen Eifer mitgerissen worden", sagte er der Zeitung. - Der Vorfall vor einem Jahr löste Krawalle in einer christlichen Siedlung aus. Aufgebrachte Muslime zündeten Medienberichten zufolge 178 Häuser und zwei Kirchen an. Ein Prozess gegen Beteiligte an den Ausschreitungen war im April 2013 ohne Verurteilung ausgegangen.

Ein Sprecher einer katholischen Stelle für Rechtshilfe in Pakistan warf der Justiz vor, sie mache "gemeinsame Sache mit den Verdächtigen". Die Menschenrechtskommission der Pakistanischen Bischofskonferenz hatte den Behörden eine Mitschuld an den Ausschreitungen gegeben.

Facebook setzt auf Drohnen und Laser zur Ausweitung von Netzwerk

Weit über eine Milliarde Menschen nutzen weltweit das soziale Netzwerk Facebook.

Nun will das Unternehmen mit Hilfe von Drohnen, Satelliten und Lasertechnologie auch in entlegenen Regionen den Zugang zum Internet ermöglichen - und so neue Nutzer gewinnen. Facebook-Chef Mark Zuckerberg teilte mit, er habe Kommunikations- und Luftfahrtexperten der US-Raumfahrtbehörde Nasa für sein Projekt gewinnen können. - Facebook hat bereits die Initiative Internet.org ins Leben gerufen, die Menschen in ärmeren Regionen Zugang zur Online-Welt verschaffen will.

Medien berichteten Anfang des Monats, Facebook wolle einen Drohnenhersteller kaufen, um mit den Fluggeräten einen drahtlosen Internet-Anschluss für Menschen in Entwicklungsländern bereitzustellen.

Verdacht auf Schleichwerbung beim Handelsblatt

Der Medienfachdienst "Turi2" spricht sogar von Prostitution.

Es geht um die Wirtschaftszeitung Handelsblatt und den Vorwurf, dort könne man sich für den Schnäppchenpreis von 5.000 Euro ein sogenanntes "Leserporträt" auf der Seite 3 kaufen. Der Vorwurf geht auf den Blogger Christian Faltin zurück, und nicht nur "Turi2" hat die Geschichte aufgegriffen. Der Verlag erklärte, es habe sich um den Fehler eines Außendienstmitarbeiters gehandelt, der erst seit Anfang des Jahres für das Handelsblatt arbeite. Die Angebotspraxis sei Anfang März aufgefallen und sofort unterbunden worden. Die 5.000 Euro nehme man nur, wenn ein porträtierter Leser einen Artikel nach seinem Erscheinen drei Jahre lang nutzen wolle, etwa für Werbezwecke. Wer in dem sogenannten "Leserporträt" erscheine, sei eine rein redaktionelle Entscheidung.

Ai Weiwei: Kindheit hat ihn gelehrt, wie man Unmenschlichkeit erträgt

"Mein Vater wollte nicht, dass wir Bücher lasen. Damals wurden alle Menschen bestraft, die Kultur, Menschlichkeit, unabhängiges Denken oder wahre Gefühle hatten."

So erinnert sich der chinesische Künstler Ai Weiwei im Gespräch mit dem Magazin "Monopol" an seine Kindheit. - Als er zehn Jahre alt war, habe seine ganze Familie in einem Erdloch hausen müssen. Damit habe man seinen Vater, einen Dichter, bestrafen wollen. Ai Weiwei habe damals gelernt, wie man in unmenschlichen Situationen lebt. So habe er auch eine spätere Inhaftierung ausgehalten.- Trotzdem glaube er fest daran, dass jeder Mensch zur Freiheit strebe, sagte der Künstler. Deshalb werde sich das System in China ändern.

Ai Weiwei steht in seinem Heimatland China unter Beobachtung. Er darf das Land nicht verlassen.

Mehr Studienanfänger ohne Abitur

Wer studieren will, muss erst einmal das Abitur machen.

Diese Regel gilt nicht immer. In Deutschland ist die Zahl der Studienanfänger ohne Hochschulreife erneut gestiegen. Das geht aus einer Analyse des Centrums für Hochschulentwicklung der Bertelsmann-Stiftung für das Jahr 2012 hervor. - Über 12.000 Nicht-Abiturienten haben sich damals für ein Studium eingeschrieben. Damit hat sich die Zahl seit 2009 fast verdoppelt. Dennoch machen sie unter den Studienanfängern gerade einmal 2,5 Prozent aus.

Die Bundesländer hatten 2009 beschlossen, Meistern und anderen beruflich Qualifizierten den Hochschulzugang erheblich zu erleichtern.

EU-Kommission: Finanzierung der Nachrichtenagentur AFP rechtmäßig

Nachrichten auf Staatskosten, das ist kein Widerspruch.

Die EU-Kommission hat keine Einwände gegen die staatliche Finanzierung der französischen Nachrichtenagentur AFP. Das meldete die Agentur gestern und berief sich auf einen Beschluss der Kommission. Die AFP nehme Aufgaben im öffentlichen Interesse wahr. Die daraus entstehenden Kosten könne der französische Staat kompensieren, begründete die Kommission ihre Entscheidung. - In dem Verfahren konnte Frankreich nachweisen, dass es marktgerechte Preise zahlt und keine Quersubventionen. - Die inzwischen eingestellte Nachrichtenagentur dapd hatte 2011 Beschwerde eingelegt.

Studie: Autismus in den USA häufiger als gedacht

Die Entwicklungsstörung reicht von leichten Verhaltensauffälligkeiten bis hin zu schweren Behinderungen - etwa in der sozialen Interaktion.

Eine Studie des Zentrums für Gesundheitsschutz und Prävention legt jetzt nahe, dass eines von 68 Schulkindern in den USA autistische Züge hat. Damit stieg die Zahl im Vergleich zur letzten Erhebung vor zwei Jahren um 30 Prozent. Die Wissenschaftler konnten den starken Anstieg nicht erklären, verwiesen aber darauf, dass sich an der statistischen Methode nichts geändert habe. - In der Studie wurden die Daten von achtjährigen Kindern in elf US-Bundesstaaten erfasst.

Die Daten hatten unter anderem auch ergeben, dass die meisten betroffenen Kinder ihre Diagnose erst ab vier Jahren erhalten hatten. Die Störung kann den Wissenschaftlern zufolge aber schon sehr viel früher erkannt werden - etwa daran, dass Kleinkinder beim Erlernen der sprachlichen und motorischen Fähigkeiten deutliche Defizite haben.

Studie: Filmbranche profitiert von Raubkopien

Raubkopierer schaden der Filmbranche - das ist eine gängige These.

Doch eigentlich profitiere die Industrie von der illegalen Verbreitung. Das legt eine Studie der Munich School of Management und der Copenhagener Business School nahe. Als 2012 die Internetseite "Megaupload" vom Netz genommen wurde, auf der viele Filme illegal angeboten wurden, gingen die weltweiten Kino-Einnahmen für Filme mit kleinem Budget zurück. - Insgeheim gelten Raubkopien als erfolgreiches Vermarktungsinstrument, sagten Branchenkenner dem Magazin "Technology Review".

Regisseurin Aladag: Geschlecht hat bei Recherche in Afghanistan geholfen

Als Mann hätte sie ihren Film "Zwischen Welten" so nicht machen können.

Davon ist die Regisseurin Feo Aladag überzeugt. Schon bei der Recherche in Afghanistan habe ihr Geschlecht geholfen, erzählte sie der Zeitung "Die Welt". Als Frau habe sie weniger bedrohlich auf die Zivilbevölkerung gewirkt. Außerdem habe sie Gespräche sowohl mit Männern als auch mit Frauen führen können. - Aladags Film erzählt vom schwierigen Alltag der Bundeswehr in Afghanistan.

KGB-Gefängnis Potsdam: Viele Schicksale ungeklärt

"Bis heute ist ein Großteil der Schicksale von Menschen, die hier inhaftiert waren, ungeklärt."

Das sagte Ines Reich, Leiterin der Gedenkstätte des früheren KGB-Gefängnisses in Potsdam, der Deutschen Presse-Agentur. Die Aufarbeitung der individuellen Leidensgeschichten werde deshalb weiterhin einer der Schwerpunkte des Vereins sein. So könne man Angehörigen bei der Schicksalsklärung helfen. - Das Gefängnis in der Leistikowstraße 1 in Potsdam war eine Untersuchungshaftanstalt der sowjetischen Spionageabwehr SMERSCH.

Nach bisherigen Schätzungen waren hier bis Mitte der 1950er Jahre 900 bis 1200 Menschen inhaftiert. Der Militärgeheimdienst hielt zunächst Deutsche und Sowjetbürger fest, von 1955 bis 1991 ausschließlich sowjetische Militärangehörige.

Banksy-Bilder sollen versteigert werden

Es ist schwer, seine Bilder zu verkaufen - denn eigentlich malt der britische Künstler Banksy vor allem auf Häuserwänden.

Trotzdem steht in London eine Versteigerung seiner Werke bevor, berichtet der Sender "Euronews" auf seiner Internetseite. Der Schätzwert für die rund 20 Bilder liege bei etwa sechs Millionen. - Niemand sei dazu angestiftet worden, Banksy-Bilder von den Hauswänden zu entfernen. Das beteuerte die Firma Sincura, die die Bilder versteigert. Hausbesitzer selbst wollten die Werke loswerden, weil sie Denkmalschutzauflagen für ihre Immobilien fürchteten. - Um die Bilder verkaufen zu können, müssen sie von den Hauswänden abgetragen werden. In vielen Fällen war danach eine teure Restaurierung nötig.

"Tage des Atheismus" sorgen in Warschau für Aufruhr

"Es ist eine Gotteslästerung, finanziert von der Europäischen Union."

So empört sich Krystyna Pawlowicz, die für die nationalkonservative PiS-Partei im polnischen Parlament sitzt. - Stein des Anstoßes sind die an diesem Wochenende erstmals in Warschau stattfindenden "Tage des Atheismus", organisiert von Mitgliedern und Freunden der linksliberalen Partei "Deine Bewegung". Höhepunkt soll morgen ein Theaterstück sein, das die Hinrichtung eines Philosophen zeigt, der in einer Streitschrift des 17. Jahrhunderts die Existenz Gottes angezweifelt hatte und dafür sein Leben verlor.

Doch das Straßentheater, soviel ist jetzt schon klar, wird nicht nur von den Veranstaltern des Atheismusfestivals bestimmt werden. Gegendemonstranten haben bereits Störmanöver angekündigt, und die PiS-Abgeordnete Krystyna Pawlowicz wird mit hoher Wahrscheinlichkeit dabei sein.

Lettland verschärft Strafgesetzbuch

In Lettland will man schärfer gegen die "Banalisierung von Besatzerverbrechen" vorgehen.

Künftig steht nicht mehr nur die Leugnung sowjetischer oder nationalsozialistischer Verbrechen unter Strafe, sondern auch eine öffentliche Rechtfertigung, Lobpreisung oder Banalisierung. Abgeordnete der lettischen Regierungsparteien erklärten, wer diese tragischen Ereignisse relativiere, müsse dafür zur Verantwortung gezogen werden können. - Mitglieder der oppositionellen Partei der russischen Minderheit kritisierten, das Gesetz bedeute Willkür und könne dazu dienen, künftig gegen Andersdenkende vorzugehen.

Rund 40 Prozent der Bewohner Lettlands sind ethnische Russen. Unter ihnen wie auch in Russland ist die Ansicht weit verbreitet, Lettland sei 1940 nicht besetzt worden, sondern habe sich freiwillig der Sowjetunion angeschlossen. Auch habe es keine willkürlichen Massendeportationen unter Stalin gegeben, sondern nur Kampagnen gegen Kriminelle.

Kanadischer Songwriter Rufus Wainwright komponiert nach Best-of-Album zweite Oper

"Den Rufus, den man in den Songs kennenlernt, das ist der wahre Rufus."

Das sagte der kanadische Singer/Songwriter Rufus Wainwright anlässlich der Veröffentlichung seines ersten Best-of-Albums "Vibrate" in einem Interview mit der "Neuen Zürcher Zeitung". In seinen Liedern teile er seine persönlichen Erfahrungen mit. Die Frage, ob Singen für ihn eine Therapie ist, konnte der 40-jährige Musiker nicht so eindeutig beantworten. Manchmal könne die Musik helfen, ein anderes Mal mache sie alles nur noch schlimmer.

Neben seinen populären Songs kümmert sich Wainwright auch um die E-Musik. Im Moment komponiert er seine zweite Oper.

Echo-Gala: Preise für Helene Fischer und Robbie Williams

Große Überraschungen gab es bei der diesjährigen Echo-Preisverleihung nicht.

Mit gleich zwei Musik-Trophäen wurde Helene Fischer für das Album des Jahres und den erfolgreichsten Schlager ausgezeichnet. Auch ihr Produzent erhielt einen Preis. Der britische Sänger Robbie Williams wurde als bester Künstler im Bereich Rock/Pop gefeiert. - Mit dem Echo werden jedes Jahr die erfolgreichsten Musikproduktionen geehrt. Die Preise wurden in 28 Kategorien vergeben.

Tocotronic-Sänger von Lowtzow findet Echo-Gala langweilig

"Die ganze Veranstaltung ist so unglaublich langweilig. Es kam mir vor wie eine sechsstündige Zugfahrt - nur öder."

So erinnert sich Dirk von Lowtzow, Sänger und Gitarrist bei der Band "Tocotronic", an eine Echo-Gala. Im Gespräch mit Deutschlandradio Kultur sagte er, dass die Auswahlkriterien bei Preisverleihungen immer problematisch seien. Ob diese sich nach den Verkaufszahlen richten - wie bei der Echo-Verleihung - oder nach vermeintlichen Qualitätskriterien. Popmusik entstehe erst durch die Mitarbeit der Hörerinnen und Hörer, das mache ihren Zauber aus. - Von Lowtzow nahm bisher einmal an einer Echo-Verleihung Teil. Der gestrigen Veranstaltung blieb er fern.

Steinbrück liest aus dem Knigge

Er ist vielleicht nicht der erste an den man denkt, wenn es um die "guten Umgangsformen" von Adolph Freiherr Knigge geht.

In Hannover hat Peer Steinbrück trotzdem zusammen mit dem Schauspieler Ulrich Matthes aus dem Werk des Aufklärers und vermeintlichen Benimm-Ratgebers gelesen. Der SPD-Politiker kokettierte während der Veranstaltung mit seinem Image. Knigge wäre die Hutschnur geplatzt, wenn er seinen Stinkefinger im "SZ-Magazin" gesehen hätte, glaubt Steinbrück. - Sein Honorar hat der Politiker nach Angaben des Veranstalters an eine kulturelle Jugendeinrichtung in Hannover gespendet.

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