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Kulturnachrichten

Donnerstag, 13. März 2014

Band "Elaiza" singt beim ESC für Deutschland

Deutschland wird beim nächsten Eurovision Song Contest in Kopenhagen durch die Gruppe "Elaiza" vertreten.

Das Frauen-Trio aus Berlin setzte sich bei der Vorentscheidung am Abend mit dem Titel "Is It Right" durch. Die Wahl trafen die Fernsehzuschauer, die mehrheitlich für "Elaiza" anriefen. Der Europäische Schlagerwettbewerb findet am 10. Mai statt.

Moderator Koschwitz: Harald Schmidt stand sich selbst im Weg

Harald Schmidt hat einen guten Job gemacht, stand sich aber trotzdem selbst im Weg.

Das findet Moderator Thomas Koschwitz. Er sagte im Deutschlandradio Kultur, für eine Late-Night-Show müsse man man als Entertainer eine Arbeitnehmer-Mentalität mitbringen. Das heißt, Zitat - "man muss wirklich wollen, dass man wie ein Möbelstück fünf Tage die Woche da rumsteht und seinen Job macht." Das sei manchmal sehr langweilig und deshalb nicht für Harald Schmidt geeignet. Koschwitz sagte außerdem, man müsse für deutsche Late-Night-Show generell eine neue Form des Zusammentreffens von Late-Nighter und seinen Gästen finden. Themen wie der Hoeneß-Prozess könnten über Tage verhandelt werden. Amerikanische Entertainer hätten dabei eine unglaubliche Eleganz, kritische Fragen zu stellen und Themen von verschiedenen Seiten zu beleuchten. Das sei den Deutschen bislang nicht gelungen.

Die Harald-Schmidt-Show wird nach 19 Jahren heute zum letzten Mal ausgestrahlt.

ARD kündigt Film über Anne Frank an

Das ZDF musste aufgegeben, jetzt übernimmt die ARD.

Sie will in einem Doku-Drama das Leben von Anne Frank zeigen. Laut Mitteilung soll der Film Anfang 2015 im Fernsehen zu sehen sein. Die AVE Gesellschaft für Fernsehproduktionen GmbH solle den Film produzieren, sie verfüge über die Verfilmungsrechte am Tagebuch der Anne Frank. Die ARD teilte weiter mit, das Drama werde die Beziehung von Vater und Tochter in den Mittelpunkt rücken und sich eng an die Tagebuch-Vorlage halten.

Bis vor kurzem wollte das ZDF einen Film über Anne Franks Leben drehen. Der Anne Frank Fonds, der die Rechte am Tagebuch hält, hatte dagegen allerdings protestiert. Das ZDF hatte seine Pläne im Januar vorgestellt hatte, ohne vorher Kontakt zum Fond aufgenommen zu haben.

2015 jährt sich der Tod Anne Franks im Konzentrationslager Bergen-Belsen zum 70. Mal.

Belgien gibt Diplomatenmaterial an Berlin zurück

Die 100 Kisten sind voll mit Dokumenten, die früher deutschen Diplomaten in Belgien gehörten.

Jetzt kehrt das Material nach Deutschland zurück. Das Belgische Staatsarchiv will es der Deutschen Botschaft in Brüssel übergeben. Es handele sich um Dokumente aus den Jahren 1914 bis 1944, darunter seien Bücher, Plakate, Fotos und Propagandamaterial. Die historischen Unterlagen wurden nach dem Zweiten Weltkrieg im belgischen Kriegsarchiv und später im Staatsarchiv des Königreiches aufbewahrt. Ein Teil der Dokumente soll künftig digital im Staatsarchiv lesbar sein. Die Originale werden ins Auswärtige Amt in Berlin gebracht.

Schriftstellerverband: 2013 weltweit 15 ermordete Autoren

Weil sie ihre Stimme erhoben, wurden sie umgebracht.

15 Autoren sind im vergangenen Jahr weltweit ermordet worden. Das teilte der Schriftstellerverband PEN in Darmstadt mit. Bei 19 weiteren bestehe zumindest der Verdacht, dass sie wegen ihrer publizistischen Tätigkeit getötet worden seien. Dem Verband zufolge sitzen rund um den Globus knapp 350 Schriftsteller, Journalisten und Blogger in Haft. Besonders stark sei die Verfolgung in der Türkei sowie im asiatischen und pazifischen Raum.

Internetriese Amazon startet deutsches Verlagsprogramm

Seit drei Jahren können Autoren ihre Texte als E-Book beim Online-Buchhändler Amazon veröffentlichen.

Nun will der Internetriese auch ein deutsches Verlagsprogramm starten. Es soll Belletristik in deutscher Sprache als eBook und als Printausgabe herausbringen. Das teilte das US-Unternehmen auf seiner deutschen Internetseite mit. Das Programm soll im Frühling mit einem neuen Roman von Bestsellerautorin Emily Bond und einem Krimi von Alexander Hartung starten.

Gastspiel wegen Krise am Wiener Burgtheater abgesagt

Der Finanzskandal am Wiener Burgtheater wirkt sich nun auch auf die Vorstellungen des renommierten Hauses aus.

Die ungarische Theatergruppe Krétakör hat ihr für Montag geplantes Gastspiel kurzfristig abgesagt. Das teilte das Burgtheater mit. Krétakör begründe die Absage mit den ungeklärten wirtschaftlichen und politischen Verhältnissen am Theater, hieß es in der Stellungnahme. Krétakör gilt als Flaggschiff der freien Theaterszene in Ungarn. - Der Intendant des Burgtheaters, Matthias Hartmann, war am Dienstag wegen grober Missstände in der Buchhaltung fristlos entlassen worden. Dem Theater drohen laut einer vorläufigen Bilanz rund 8,3 Millionen Euro Schulden und Steuernachzahlungen in Millionenhöhe.

Russische Journalistin wegen Ukraine-Berichterstattung gefeuert

Die Krise auf der Krim hat auch Einfluss auf die russische Medienlandschaft.

Wegen der Berichterstattung über den Ukraine-Konflikt ist die Chefredakteurin der bekannten russischen Nachrichtenseite Lenta.ru gefeuert worden. Das teilte das Portal mit. Besitzer Alexander Mamut habe die Journalistin Galina Timtschenko entlassen. Sie solle nun durch den früheren Chef einer regierungsnahen Internetseite ersetzt werden. Die Redaktion von Lenta.ru protestierte gegen den Rauswurf und beklagte einen weiterena Niedergang der Pressefreiheit. - Lenta.ru hatte zuvor eine Warnung der staatlichen Medienaufsicht erhalten, weil sie ein Interview mit einem prominenten ukrainischen Nationalisten gebracht hatte.

Leipziger Buchmesse feierlich eröffnet

"Die Leipziger Büchermesse stachelt die Leselust an - zu Zeiten der DDR auch auf unerwünschte Bücher."

Mit diesen Worten eröffnete gestern Abend im Gewandhaus Sachsens Ministerpräsident Stanislaus Tillich die Buchmesse 2014. Mit Blick auf das 25-jährige Jubiläum der friedlichen Revolution erinnerte der CDU-Politiker vor allem an die große Bedeutung der Traditionsveranstaltung. Nicht nur der Seele, sondern auch der Freiheit hätten die Bücher Nahrung gegeben, betonte Tillich. Im Zuge der Feierlichkeiten wurde auch der indische Publizist Pankaj Mishra mit dem 15.000 Euro dotierten Buchpreis zur Europäischen Verständigung ausgezeichnet. Er wird für sein Werk 'Aus den Ruinen des Empires' geehrt. Mishra erzählt darin die Geschichte der Auflehnung Asiens gegen den westlichen Imperialismus.

Claudia Perren wird erste Chefin am Bauhaus Dessau

Auf dem Chefsessel der Stiftung Bauhaus sitzt ab dem Sommer erstmals eine Frau.

Die Architektin Claudia Perren wird neue Direktorin der Stiftung Bauhaus Dessau. Das hat der Stiftungsrat einstimmig entschieden. Sie habe mit ihrer internationalen Erfahrung und ihrem kreativen Ansatz überzeugt, erklärte der Stiftungsratsvorsitzende, Sachsen-Anhalts Kultusminister Stephan Dorgerloh. Perren lehrt derzeit an der Universität Sydney im Fachbereich Architektur, Design und Städtebau. Sie werde voraussichtlich am 1. August die Nachfolge des vorherigen Direktors, Philipp Oswalt, antreten.

Der Stiftungsrat hatte Oswalts Vertrag nach fünf Jahren nicht verlängert. Die Stelle wurde neu ausgeschrieben. Als Grund wurde ein beschädigtes Vertrauensverhältnis genannt, Näheres aber nicht.

UN-Chef Ban verurteilt Zerstörung von syrischem Kulturerbe

Im Bürgerkrieg in Syrien sterben nicht nur Zehntausende Menschen, auch das Kulturerbe wird unwiderruflich zerstört.

Angesichts der systematischen Plünderung von Ausgrabungsstätten rief UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon in New York alle Beteiligten auf, die Weltkulturerbestätten des Landes zu schützen. In einer gemeinsamen Erklärung mit der UNO-Kulturorganisation Unesco heißt es, die Oasenstadt Palmyra oder die Burg Krak des Chevaliers seien besetzt und in Kriegsschauplätze verwandelt worden. Auch der illegale Handel geschützter Kulturgüter habe ein beispieloses Ausmaß angenommen.

Bibliotheken fordern Urheberrechtsgesetz für digitales Zeitalter

"Die Politik verhindert, dass Gemeinde- und Stadtteilbibliotheken ihre Kernaufgabe erfüllen."

Das sagte der Vorsitzende des Deutschen Bibliotheksverbandes, Frank Simon-Ritz, dem Evangelischen Pressedienst. Der Verband dringt auf eine zügige Änderung des Urheberrechtsgesetzes. Das hinke seit Jahren der digitalen Welt hinterher, sagte Simon-Ritz. Im Gegensatz zu der Regelung über gedruckte Werke hätten die Bibliotheken bisher keinen Rechtsanspruch darauf, elektronische Medien zu verleihen. In einer Wissensgesellschaft, in der zunehmend digital publiziert werde, seien die Konsequenzen dramatisch, sagte der Verbandsvorsitzende.

Nach Verbandsangaben müssen Bibliotheken zurzeit für jedes E-Book und jede elektronische Zeitschrift erst einmal eine Lizenz mit den Rechteinhabern, in der Regel den Autoren oder Verlagen, aushandeln.

Kameramann Ballhaus: "Ich lebe sehr stark in inneren Bildern"

"Ich sehe jetzt mit den Ohren."

Mit diesen Worten beschreibt der Kameramann Michael Ballhaus den Umgang mit seiner Krankheit. Ballhaus ist seit 1996 am Grünen Star erkrankt. Der Zeitung "Die Zeit" sagte er, er habe seine Sehkraft schon zum großen Teil verloren. Deshalb würden die Bilder, die er aufgenommen habe, würden jetzt zu inneren Bildern. Die Erinnerung daran sei nach wie vor stark. Das Verhältnis zu seinen früheren Filmaufnahmen bezeichnete Ballhaus als teilweise schwierig. Denn das Werk verschmelze mit der Zeit, in der er entstanden sei und mit den Gefühlen beim Drehen. Ballhaus gehörte zum Stammteam von Martin Scorsese und Rainer Werner Fassbinder. Kommende Woche erscheint seine Autobiografie "Bilder im Kopf - Die Geschichte meines Lebens".

Ministerpräsidenten beraten über Rundfunkbeitrag

Ein Jahr nach Umstellung der GEZ auf eine Haushaltsabgabe erwartet der öffentlich-rechtliche Rundfunk Mehreinnahmen.

In Berlin beraten deshalb heute die Ministerpräsidenten der Länder über den Rundfunkbeitrag. Die zuständige Finanzkommission KEF hatte vorgeschlagen, die Bürger zu entlasten. Für das kommende Jahr solle eine Senkung der Gebühr um 73 Cents auf 17,25 Euro pro Monat erfolgen. Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer erklärte der Deutschen Presse-Agentur, sie erwarte eine rasche Einigung mit ihren Amtskollegen. Die SPD-Politikerin betonte, neben einer Beitragssenkung sei es auch möglich, weniger Werbung zu senden. Dreyer leitet die Rundfunkkommission der Länder.

Tschechische Regisseurin Vera Chytilova ist gestorben

Mit dem experimentellen Spielfilm "Tausendschönchen" wurde sie über ihre Heimat hinaus bekannt.

Nun ist die tschechische Filmregisseurin Vera Chytilova mit 85 Jahren gestorben. Das berichtete die Nachrichtenagentur CTK unter Berufung auf ihre Familie. Die Regisseurin war eine Pionierin der tschechoslowakischen Neuen Welle der 60er Jahre. Ihr Film "Tausendschönchen" wurde von der kommunistischen Regierung der Tschechoslowakei verboten, Chytilova erhielt ein mehrjähriges Arbeitsverbot. Kritiker bescheinigten ihr ein intellektuell-humorvolles Schaffen und würdigten ihren Einsatz für den Feminismus.a

Deutsches Historisches Museum zeigt Tausende Zeitzeugeninterviews

Das Deutsche Historische Museum ist um eine Attraktion reicher.

Besucher der Ausstellung können ab heute tausende Zeitzeugenvideos und historische Filme des 20. Jahrhunderts betrachten. Möglich wird dies durch eine neue Medienstation. Rund 100 Kurzfilme führen hier zunächst in zentrale Ereignisse ein, Zeitzeugen berichten dann über ihre persönlichen Erinnerungen an die deutsche Geschichte. Entstanden ist die Medienstation in Zusammenarbeit mit einem gemeinnützigen Verein. Technische Unterstützung kam von Google und YouTube.

Seit Oktober 2011 waren die Zeitzeugeninterviews bereits im [Online-Video-Archiv|www.gedaechtnis-der-nation.de] abrufbar.

Armenviertel in Argentinien trägt Namen von Papst Franziskus

Papst Franziskus wird in seinem Heimatland Argentinien verehrt.

Ein Armenviertel in der Hauptstadt Buenos Aires soll künftig den Namen "Papst Franziskus" tragen. Die Anwohner entschieden sich dafür, weil sie sich mit dem Kirchenoberhaupt identifizierten. Im Stadtviertel Flores, in dem der Papst als Jorge Bergoglio aufwuchs, enthüllen kommunale Behörden heute einen Wandschmuck. Er zeigt argentinische Schauplätze, die im Leben von Papst Franziskus eine wichtige Rolle gespielt haben. Dazu gehören unter anderem Bilder des Wallfahrtsorts der Jungfrau von Lujan.

Forscher entdecken Überreste von einem Minisaurier

Der gefährliche Tyrannosaurus Rex hatte offenbar einen "kleinen Bruder" im hohen Norden.

Wissenschaftler haben im US-Bundesstaat Alaska rund 70 Millionen Jahre alte Überreste eines Dinosauriers entdeckt. Er soll mit den Gattungen Tarbosaurus und Tyrannosaurus verwandt gewesen sein, war aber nur etwa so groß wie ein Mensch. Das schrieben die Wissenschaftler im Fachmagazin "Plos One". Der Saurier lebte der Veröffentlichung zufolge in der Kreidezeit, als das Klima in Alaska wärmer, aber dennoch von Kälteperioden gekennzeichnet gewesen sei. Die kleine Statur rühre vermutlich daher, dass der Dinosaurier so weniger Nahrung gebraucht habe.

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