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Kulturnachrichten

Montag, 3. März 2014

Rosenmontagsumzügen nehmen Merkel, Putin und Papst Franziskus aufs Korn

Was haben Angela Merkel, Barack Obama, Wladimir Putin und Papst Franziskus gemein?

Sie alle werden beim Düsseldorfer Rosenmontag aufs Korn genommen. Die Motto-Wagen des Zugs gelten als die frechsten und politischsten im Karneval. So wird die Kanzlerin im schwarz-rot-goldenen Bikini als fette deutsche Wirtschaft dargestellt, mit einem mageren französischen Präsidenten Francois Hollande an ihrer Seite. Der russische Präsident symbolisiert die Lage auf der Krim als Muskelprotz mit Bombe.
Themen in den Karnevalshochburgen Mainz und Köln sind in diesem Jahr der Limburger Bischof Tebartz van Elst, die NSA-Abhöraffäre und der ADAC-Skandal.

Sklavendrama von Steve McQueen gewinnt Oscar als bester Film

"Der Preis ist für all jene, die jemals unter Sklaverei gelitten haben, und für die 20 Millionen Menschen, die noch heute darunter leiden."

Das sagte Regisseur Steve McQueen bei der Oscar-Verleihung in Hollywood. Der schwarze Filmemacher gewann die begehrte Trophäe in der Kategorie "bester Film". Er wurde für das Sklavendrama "12 years a slave" ausgezeichnet. Die Produktion erhielt zwei weitere Oscars: Die Schauspielerin Lupita Nyong'o wurde als beste Nebendarstellerin geehrt, eine Auszeichnung gab es außerdem für das beste adaptierte Drehbuch.
Gleich sieben goldene Statuen räumte das Weltraumdrama "Gravity" von Alfonso Cuarón ab: unter anderem für die beste Regie. Wichtige Preise gingen auch an das Aids-Drama "Dallas Buyers Club". Matthew McConaughey wurde als bester Hauptdarsteller geehrt, Jared Leto erhielt einen Nebendarsteller-Oscar.

Bundesregierung spart beim Gedenken an den 1. Weltkrieg

Deutschland gibt weniger Geld aus für das Gedenken an den Ersten Weltkrieg als Großbritannien oder Frankreich.

Nach Angaben des "Kölner Stadt-Anzeigers" fördert Berlin die verschiedenen Veranstaltungen zum Erinnern an den Kriegsausbruch vor hundert Jahren mit etwa 4,7 Millionen Euro. In Paris und London würden dafür nach offiziellen Angaben jeweils etwa 60 Millionen Euro veranschlagt. Zwar bieten Museen und Organisationen wie das Goethe-Institut verschiedene Veranstaltungen und Ausstellungen zu den Ereignissen von 1914 an, schreibt der "Stadt-Anzeiger". Aber nur wenige davon fänden unter der Regie der Bundesregierung statt.

Demographie-Experte empfiehlt Wegzugprämien

Der Vorstoß hat scharfe Kritik ausgelöst.

Ein Berliner Demografie-Experte hat eine Wegzugprämie für die Bewohner sterbender Dörfer angeregt. Der Vorstand des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung, Reiner Klingholz, will die Menschen damit dazu bewegen, in größere Orte umzuziehen. Er begründete seinen Vorschlag in der "Märkischen Oderzeitung" mit den steigenden Kosten für die Versorgung dünn besiedelter Gebiete. Bei einer Anhörung im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern löste der Vorschlag allerdings Empörung aus.

Deutschlands erstes Twitter-Konzert in Dessau

Deutschland erlebt ein Novum: die "Tweetfonie".

Beim Kurt-Weill-Festival in Dessau wird heute erstmals ein Live-Konzert aufgeführt, das mit Hilfe des Kurznachrichtendienstes Twitter entstanden ist. Jeder konnte per Mausklick eine eigene kleine Komposition einreichen, die von professionellen Komponisten zu 45-Sekunden-Stücken verarbeitet wurden. Die Anhaltinische Philharmonie im Bauhaus Dessau führt die Konzerte auf. Das Kurt-Weill-Fest steht in diesem Jahr im Zeichen der Medien. Es endet am kommenden Sonntag.

Kurt Weill wurde 1900 als Sohn eines jüdischen Kantors in Dessau geboren und starb 1950 in New York. Sein bekanntestes Werk ist die Musik für Bertolt Brechts Stück "Die Dreigroschenoper".

Zweisprachigkeit führt zu besseren Leistungen

Im Sprachenstreit in Spanien stärkt die Pisa-Studie den Katalanen den Rücken.

Nach den Ergebnissen der jüngsten Tests führt Zweisprachigkeit zu besseren Leistungen als eine rein spanischsprachige Ausbildung. Wie die "Süddeutsche Zeitung" schreibt gilt das für alle Fächer - von Mathematik über Geographie bis zu Fremdsprachen. Katalonien liege sogar über dem europäischen Durchschnitt, Spanien insgesamt meist darunter. Für Experten sei das nicht überraschend, da durch die Zweisprachigkeit kognitive Fähigkeiten doppelt gefördert würden. Im Bildungsministerium in Madrid will man die spanische Sprache wieder aufwerten. Pläne, das Schulsystem zu "hispanisieren" lehnen katalanisch geprägte Regionen ab.

Grütters bekräftigt Forderung nach besserer Provenienzforschung

"Sie müssen schneller, transparenter und effektiver werden."

Kulturstaatsministerin Monika Grütters fordert mehr Anstrengungen, um die Herkunft möglicher Raubkunst zu klären. Die CDU-Politikern sagte im Deutschlandfunk, es gebe in der Provenienzforschung bereits Fortschritte, aber eine öffentliche Darstellung dieses Engagements fehle. Sie wiederholte deshalb ihre Forderung nach einer Dachorganisation in Form einer Stiftung. Dort sollen die Herkunftsforschung, die Dokumentation und die Klärung von Rückgabeansprüchen gebündelt werden.

Köln erinnert an Einsturz des Stadtarchivs

Bei dem Unglück entstand ein Milliardenschaden.

Mit einer Kranzniederlegung hat die Stadt Köln am Morgen an den Archiveinsturz vor fünf Jahren erinnert.Dabei waren zwei Anwohner ums Leben gekommen. Oberbürgermeister Jürgen Roters erklärte, er hoffe sehr, dass die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen noch in diesem Jahr abschließen könne. Es gilt als wahrscheinlich, dass das Unglück durch den Bau einer neuen U-Bahn ausgelöst wurde.
Das Stadtarchiv beherbergte Originaldokumente aus mehr als 1.000 Jahren Kölner und rheinischer Geschichte.

Nordkorea weist australischen Missionar aus

Offiziell gilt in Nordkorea Religionsfreiheit.

Ein australischer Missionar wurde trotzdem ausgewiesen, weil er in der Nähe eines buddhistischen Tempels Bibeltexte verteilt hatte. Das wertete das kommunistische Regime als "kriminelle Handlung". Nach nordkoreanischen Medienberichten entschuldigte sich der 75-Jährige für seine Tat. Den Angaben zufolge kam er nur wegen seines Alters frei.
In Nordkorea werden immer wieder Missionare festgenommen. Einige von ihnen landen in Arbeitslagern.

Menschenrechtler: mehr Festnahmen von Bürgerrechtlern in China

Menschenrechtsaktivisten sprechen von den schlimmsten Repressionen in China seit Ende der 90er Jahre.

Die Organisation "China Human Rights Defenders" kritisiert in ihrem Jahresbericht, dass Bürgerrechtler in dem Land zunehmend unterdrückt würden. Seit dem Amtsantritt von Staats- und Parteichef Xi Jinping habe sich die Zahl der Festnahmen fast verdreifacht. Viele Bürgerrechtler seien vor Gericht gestellt worden. Darüber hinaus beklagt werden Verletzungen der Meinungs- und Versammlungsfreiheit, politische Verfolgung, eine Kriminalisierung von Äußerungen im Internet, gewaltsame Übergriffe auf Anwälte und eine Unterdrückung von Minderheiten.

Spanischer Journalist in Syrien aus Geiselhaft freigelassen

Sechs Monate saß Marc Marginedas in Syrien in Geiselhaft.

Jetzt wurde der spanische Journalist von seinen Entführern wieder freigelassen. Marginedas, der für die Zeitung "El Periódico de Catalunya" über den Syrien-Konflikt berichtet hatte, war Anfang September von der Dschihadisten-Gruppe ISIL gekidnappt worden. Wie das Blatt mitteilte, erreichte der Reporter inzwischen türkisches Gebiet. Dort habe er mit seiner Familie und dem spanischen Ministerpräsidenten Rajoy telefoniert.

In Syrien befinden sich derzeit zwei weitere spanische Journalisten in der Gewalt von Islamisten: ein Korrespondent der Zeitung "El Mundo" sowie ein freier Fotograf.

Fernsehkanal nimmt Berichterstattung über Pistorius-Fall auf

Einziges Thema ist der Fall Oscar Pistorius.

In Südafrika ist ein Fernsehkanal an den Start gegangen, der rund um die Uhr über den Mordprozess gegen den Paralympics-Star berichten will. Gezeigt werden sollen unter anderem Live-Videoaufnahmen von dem Verfahren, das heute in Pretoria beginnt.
Pistorius wird beschuldigt, seine Freundin gezielt erschossen zu haben. Der 27-Jährige bestreitet das.

Unwetter beschädigen Pompeji

Die altrömische Ruinenstadt Pompeji ist seit Jahren vom Verfall bedroht.

Heftige Regenfälle haben dem Unesco-Weltkulturerbe weiter zugesetzt. Wie die italienischen Behörden mitteilten, stürzte eine Mauer teilweise ein. Auch eine Begräbnisstätte soll durch das Unwetter in Mitleidenschaft gezogen worden sein. Pompeji verfällt immer mehr. Allein seit 2010 wurden mehr als ein Dutzend Gebäude beschädigt. Italienische Kulturbeamte fordern jetzt zügige Maßnahmen zum Schutz der antiken Stadt. Sie war beim Ausbruch des Vesuvs im Jahr 79 verschüttet worden. Die Asche-Schicht hat den Ort weitgehend konserviert.

Erfinder von "House of Cards": Serie kein Kommentar zur Zeit

Die US-Serie "House of Cards" ist kein Kommentar zur Politik der Vereinigten Staaten.

Das sagte der Erfinder der Serie, Beau Willimon, dem "Tagesspiegel". Er wolle keine Geschichte erzählen, die sich nur an Amerikaner wende. Es sei eine Serie über Macht, und die sei weltweit gültig. Überschneidungen mit der Realität seien Zufall. Willimon betonte außerdem, die Serie wolle nicht das Misstrauen gegenüber Politik schüren. Dass die Hauptfigur Frank Underwood nur den Eigennutz im Sinn habe, stelle das Publikum vor die Frage, ob der Zweck nicht die Mittel heilige. - Ab heute wird die zweite Staffel von "House of Cards" in Deutschland ausgestrahlt.

Millionen Menschen feiern Karneval

Den Anfang machte Brasilien.

Bei den traditionellen Rosenmontagsumzügen in Rio de Janeiro und Sao Paulo zogen tausende Tänzer und Trommler durch die Straßen. Sie feierten zu Samba-Musik in farbenprächtigen Kostümen begleitet von riesigen Motivwagen. Zehntausende Menschen verfolgten das Spektakel.
Auch in Deutschland erreicht der Straßenkarneval heute seinen Höhepunkt. Zu den Umzügen in Köln, Mainz und Düsseldorf werden Millionen Menschen erwartet.

ARD zeigt leichenreichsten "Tatort" in der Geschichte

Der neue "Tatort" mit Til Schweiger bricht Rekorde, noch bevor er ausgestrahlt ist.

Wie die Fanseite "tatort-fundus.de" ausgerechnet hat, sterben in der Folge am kommenden Sonntag 19 Menschen und damit so viele wie noch nie. Der Hamburger Krimi sei der leichenreichste in der Geschichte der ARD-Reihe. Es ist der zweite Fall für Ermittler Nick Tschiller, den der Schauspieler Til Schweiger spielt. Bei seinem ersten Fall hatte er fast 13 Millionen Zuschauer.

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