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Donnerstag, 17.06.2021
 
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Kulturnachrichten

Donnerstag, 17. Juni 2021

Deutschland übergibt Kunstgegenstände an Mexiko

Deutschland hat 34 wertvolle archäologische Objekte an Mexiko zurückgegeben. Die Kunstgegenstände stammen aus Kulturen vor der europäischen Eroberung im zentralmexikanischen Hochland und seien sehr gut erhalten, teilte das Außenministerium in Mexiko-Stadt mit. Sie befanden sich bisher in zwei Privatsammlungen in Nordrhein-Westfalen. Zu den Artefakten gehört die Skulptur eines Kopfes eines menschenähnlichen Wesens aus der sogenannten präklassischen Periode (1200 bis 600 v.Chr.) und eine Schale aus der sogenannten frühen postklassischen Periode (1000 bis 1300 n.Chr.). Seit einigen Jahren hat Mexiko seine Bemühungen verstärkt, Objekte seiner Kultur aus ausländischen Privatsammlungen zurück zu erlangen.

US-Kongress stimmt für bundesweiten "Juneteenth"

Der US-Kongress hat für die Einführung eines neuen landesweiten Jahrestages zum Gedenken an das Ende der Sklaverei gestimmt. Das Repräsentantenhaus votierte mit 415 gegen 14 Stimmen für das entsprechende Gesetz. Der Senat hatte das Vorhaben bereits am Dienstag einstimmig verabschiedet. Damit der als "Juneteenth" bezeichnete Feiertag eingeführt wird, fehlt nun nur noch die Unterschrift von Präsident Joe Biden. In den meisten der 50 US-Bundesstaaten wird der 19. Juni bereits offiziell begangen. Am 19. Juni 1865 - zwei Monate nach der Kapitulation der im Bürgerkrieg für den Erhalt der Sklaverei kämpfenden Südstaaten-Truppen - hatte ein General der Nordstaaten die Freilassung aller Sklaven verkündet.

Tage der deutschsprachigen Literatur eröffnet

Die 45. Tage der deutschsprachigen Literatur sind im österreichischen Klagenfurt eröffnet worden. 14 Autorinnen und Autoren treten um den mit 25.000 Euro dotierten Bachmann-Preis an. Wie bereits im vergangenen Jahr werden die Lesungen nicht live stattfinden, sondern eingespielt. Das Ereignis startete am Mittwochabend mit der „Rede zur Literatur“, in diesem Jahr gehalten vom scheidenden Jury-Vorsitzenden Hubert Winkels. Er sprach sich dafür aus, den Stellenwert der Literatur in der Gesellschaft und den Medien zu pflegen, und betonte insbesondere die Bedeutung der Literaturkritik.

Intendant Oberender verlässt Berliner Festspiele

Der Intendant der Berliner Festspiele, Thomas Oberender, bleibt nur noch bis Ende des Jahres auf seinem Posten. Die Berliner Festspiele teilten am Mittwoch mit, Oberender habe um eine Auflösung seines Vertrages gebeten, der im November 2020 um fünf Jahre verlängert worden war. Er wolle sich neuen Aufgaben und Herausforderungen zuwenden. Kultur-Staatsministerin Monika Grütters erklärte, der Intendant habe die Berliner Festspiele zu einem "innovativen Schaufenster der Bundeskultur" gemacht. Die Festspiele sind ein Geschäftsbereich der Kulturveranstaltungen des Bundes. Oberender leitet sie seit 2012.

Kulturmanager Ndikung übernimmt Leitung des HKW

Neuer Intendant am Haus der Kulturen der Welt (HKW) in Berlin wird der Kulturmanager Bonaventure Soh Bejeng Ndikung. Im Januar 2023 soll er die Nachfolge von Bernd Scherer antreten, der dann in den Ruhestand geht. Der promovierte Biotechnologe Ndikung, 1977 in Yaoundé (Kamerun) geboren, leitet derzeit den Kunstraum Savvy Contemporary in Berlin und lehrt an der Kunsthochschule Weißensee. Er ist Mitherausgeber zahlreicher Publikationen zu Kulturkritik und Ausstellungstheorie und war 2015 Mitglied im Kuratorenteam der documenta 14.

Vollendung der Sagrada Familia noch später

Auch zum 100. Todestag ihres Schöpfers Antoni Gaudí wird die Sagrada Familia in Barcelona nicht fertig sein. Das teilte die Stiftung mit. Wegen der Ausgangssperren im vergangenen Jahr mussten die Arbeiten an der seit 129 Jahren unvollendeten Kirche über Monate unterbrochen werden. Außerdem seien wegen der Pandemie-Schließung Eintrittsgelder ausgeblieben. Deshalb nun nur noch am Maria-Turm weitergearbeitet. Mit einem Weiterbau sei erst in drei Jahren wieder zu rechnen, so die Stiftung. Mit der Vollendung könne es bis 2040 dauern. 2019 hatten täglich 12.000 Menschen die Sagrada Familia besucht, die seit 2005 zum Weltkulturerbe der Unesco gehört.

Zürcher Ballett bekommt eine Direktorin

Cathy Marston wird Chefin des Zürcher Balletts. Das teilte das Opernhaus mit. Die Britin mit Schweizer Pass wird zur Saison 2023/24 die Nachfolge von Christian Spuck antreten, der dann nach Berlin wechselt. Marstons Vertrag ist mit zunächst zwei Spielzeiten an die Amtszeit von Opernhaus-Intendant Andreas Homoki gebunden. Cathy Marston lernte das Metier an der Royal Ballet School London. Von 1994 bis 1999 tanzte sie selbst für das Ballett Zürich. Außerdem arbeitete sie am Luzerner Theater und am Konzert Theater Bern. In den letzten Jahren war sie vermehrt in den USA tätig.

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