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Mittwoch, 11.12.2019
 
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Kulturnachrichten

Mittwoch, 11. Dezember 2019

Künstlerkollektiv muss Stahlsäule entfernen

Nach Angaben des Bezirksamtes Berlin-Mitte muss die vom Künstlerkollektiv "Zentrum für politische Schönheit" vor dem Reichstag aufgestellte Stahlsäule bis zum 20. Dezember entfernt werden. Grund sei die nicht genehmigte Einbetonierung. Nach Angaben des Künstlerkollektivs war die Säule in ein Stahl-Beton-Fundament gegossen worden. Zuvor habe man die umstrittene Stele überarbeitet und die angeblich enthaltene Asche von Holocaust-Opfern entnommen. Diese sei der orthodoxen Rabbiner-Konferenz übergeben worden.

Gericht bestätigt Haftstrafe gegen Bill Cosby

Der frühere US-Fernsehstar Bill Cosby hat das Berufungsverfahren gegen seine Verurteilung wegen sexuellen Missbrauchs verloren. Ein Gericht im Bundesstaat Pennsylvania bestätigte das Urteil der ersten Instanz und hielt an der dreieinhalbjährigen Haftstrafe fest. Cosby war 2018 schuldig gesprochen worden, eine Frau 2004 sexuell missbraucht zu haben. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der heute 82-Jährige sein Opfer unter Drogen gesetzt und sich an ihr vergangen hatte. Ob Cosby nun vor den Obersten Gerichtshof von Pennsylvania zieht, ließen seine Anwälte offen. Insgesamt werfen ihm etwa 60 Frauen sexuellen Missbrauch vor, die meisten Fälle sind aber verjährt.

Nobelpreise in Stockholm und Oslo überreicht

In Stockholm und Oslo sind die Nobelpreise für Frieden und Literatur, für Medizin, Physik, Chemie und Wirtschaft verliehen worden. Der Literaturnobelpreis für das Jahr 2018 geht an die Polin Olga Tokarczuk, der für dieses Jahr an den Österreicher Peter Handke. Wegen seiner pro-serbischen Haltung im Jugoslawien-Krieg und der Zeit danach ist die Auszeichnung für Handke umstritten. In der Nähe des Konzerthaues versammelten sich etwa 200 Menschen, um gegen die Verleihung zu protestieren. Die Nobel-Akademie hatte ihre Entscheidung verteidigt. Man müsse zwischen einer Person und ihrem literarischen Werk unterscheiden, hatte sie erklärt.

Banksy zeigt Obdachlosen in Rentierschlitten

Ein weihnachtliches Graffiti des britischen Street-Art-Künstler Banksy ist in Birmingham aufgetaucht - und wurde bemalt. Das Werk zeigt zwei fliegende Rentiere auf einer Backsteinmauer, die eine danebenstehende echte Parkbank zu ziehen scheinen. Auf einem Video, das Banksy auf Instagram postete, liegt ein offenbar obdachloser Mann namens Ryan auf der Bank. Nur wenig Stunden später hat ein unbekannter Sprayer den Rentieren rote Nasen verpasst, berichteten britische Medien.Banksys Video wurde schon millionenfach abgerufen. Fans feiern Banksy für das sozialkritische Werk. In einem Kommentar unter dem Post hieß es: "Schönes Geschenk zu Weihnachten. Danke, Banksy."

Kulturstiftung erhält Verantwortung für Domschatz

Die Kulturstiftung Sachsen-Anhalt übernimmt zu Beginn des kommenden Jahres die Verantwortung für den Domschatz von Halbstadt und damit für eine der wertvollsten sakralen Kunstsammlungen in Deutschland. Die Stiftung ist dann für den musealen Betrieb, die Präsentation und die Öffentlichkeitsarbeit des Kirchenschatzes zuständig, teilte Sachsen-Anhalts Kulturministerium in Magdeburg mit. Bislang trägt die evangelische Kirchengemeinde die Verantwortung für den Domschatz. Zu dem Schatz gehören romanische und gotische Wandteppiche, Messgewänder, Altarbilder, Möbel und Gottesdienst-Utensilien wie Kelche oder Leuchter.

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