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Kulturnachrichten

Montag, 25. Februar 2019

"Talk Talk"-Sänger Mark Hollis gestorben

Todesursache noch unbekannt

Mark Hollis, der Sänger der Band Talk Talk, ist tot. Das berichten britische Medien unter Berufung auf ein Familienmitglied. Woran der 64-Jährige gestorben ist, ist bislang nicht bekannt.

R. Kelly hinterlegt Kaution für Freilassung

R. Kelly plädiert auf nicht schuldig

Der Sänger R. Kelly hat eine Kaution in Höhe von 100.000 Dollar für seine Freilassung aus der Haft hinterlegt. Eine Sprecherin des Sheriffbüros von Cook County, Sophia Ansari, sagte am Montag, dass Kelly die Kaution abgegeben habe, nachdem er das Wochenende im Gefängnis in Chicago verbracht hatte. Kelly sollte den Angaben zufolge in Kürze freigelassen werden. Bei einer Anhörung am Montag hatte Kellys Anwalt für den Sänger bei allen zehn Anklagepunkten des schweren sexuellen Missbrauchs auf nicht schuldig plädiert. Die Staatsanwaltschaft legt Kelly zur Last, er habe vier Frauen sexuell missbraucht, darunter drei, die zu dem Zeitpunkt der mutmaßlichen Tat minderjährig gewesen seien. Kelly bestreitet ein Fehlverhalten.

ESC: Maruv wird nicht für die Ukraine auftreten

Noch unklar, wer nun an ihrer Stelle zum ESC nach Israel fährt

Nach heftiger Kritik an ihren Auftritten in Russland sagt Sängerin Maruv ihre Teilnahme am Eurovision Song Contest (ESC) für die Ukraine ab. "Ich bin Musikerin und kein Schläger in der politischen Arena", schrieb die 27-Jährige am Montagabend bei Facebook. Die ukrainische Fernsehanstalt "UA:Perschyj" teilte mit, es habe keine Einigung mit der Sängerin gegeben. Sie wäre bei einer Teilnahme auch "kulturelle Botschafterin" der Ukraine und nicht nur ihrer eigenen Musik gewesen. Maruv stammt aus der russisch geprägten Ostukraine und heißt mit bürgerlichem Namen Anna Korsun. Die Sängerin hatte sich am Samstag gegen fünf Konkurrenten mit dem auf Englisch und Deutsch gesungenen "Siren Song" (Sirenenlied) durchgesetzt. Kritik gab es danach vom für Kultur zuständigen Vizeregierungschef Wjatscheslaw Kirilenko und verschiedenen Parlamentsabgeordneten. Sie hielten der Sängerin vergangene und geplante Auftritte im Nachbarland Russland vor. Wer nun an ihrer Stelle zum ESC nach Israel fährt, wurde zunächst nicht mitgeteilt.

Bundesverfassungsrichter a.D. Böckenförde gestorben

Seine Rechtsauslegung "fester Bestand unserer Rechtsordnung"

Der frühere Bundesverfassungsrichter Ernst-Wolfgang Böckenförde ist tot. Er starb am Sonntag im Alter von 88 Jahren, wie sein Sohn im Namen der Familie am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Karlsruhe mitteilte. Böckenförde gehörte von 1983 bis 1996 dem Zweiten Senat des Gerichts an. Dort war er vor allem für das Asyl- sowie für das Finanzverfassungs- und Haushaltsrecht zuständig. Mit Böckenförde "verliert unser Land einen seiner profiliertesten Staatsrechtler und einen bedeutenden Intellektuellen", hieß es in einer Mitteilung von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble. "Er prägte in demokratietheoretischen, rechtsgeschichtlichen und rechtsphilosophischen Fragen gesellschaftliche und kirchliche Debatten." Seine Rechtsauslegung sei "fester Bestand unserer Rechtsordnung". Nach seiner Habilitation hatte der Rechtswissenschaftler an den Universitäten Heidelberg, Bielefeld und Freiburg gelehrt. Er wurde unter anderem mit dem Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken ausgezeichnet.

Oper Halle: Weiter Streit um Florian Lutz

BURG hat kein Verständnis für Nicht-Verlängerung der Intendanz

Das Rektorat der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle hat kein Verständnis für die Entscheidung des Aufsichtsrats der Theater, Oper und Orchester GmbH Halle (TOOH) gegen die Verlängerung der Intendanz von Florian Lutz an der Oper Halle. "Wir werten diese Entscheidung als herben Verlust für die Kulturstadt Halle und auch die gesamte Kulturlandschaft Sachsen-Anhalts", hieß es in einer Pressemitteilung. Man wundere sich, dass es nicht möglich gewesen sei, einen konstruktiven Kompromiss zu finden, der darin hätte bestehen können, die künstlerischen und geschäftsführenden Bereiche konsequenter zu trennen. Das Rektorat hatte sich im Vorfeld der Entscheidung gegenüber dem Aufsichtsrat für die Verlängerung der Intendanzen von Matthias Brenner, Künstlerischer Direktor des Neuen Theaters, und Florian Lutz eingesetzt. Die BURG schloss erst im August 2018 eine Kooperationsvereinbarung mit der Oper Halle.

Dieter Hallervorden holt neuen Theaterleiter nach Berlin

Markus Lorenz soll an Hallervordens Seite das Schlosspark Theater führen

Kabarettist Dieter Hallervorden hat für sein Berliner Theater einen neuen Leiter ausgesucht. Künftig soll Markus Lorenz an Hallervordens Seite das Schlosspark Theater führen, wie eine Sprecherin am Montag mitteilte. Hallervorden ist seit Ende 2008 Intendant des Theaters. Lorenz wird neben ihm nun Theaterleiter. Der neue Leiter hat bisher etwa am Hamburger Ohnsorg-Theater gearbeitet. Er freue sich auf die spannende Arbeit in Berlin und über die Chance, an einem Haus "mit so langer Theatergeschichte" zu arbeiten, sagte Lorenz. Die bisherige Theaterleiterin hatte nach Angaben der Sprecherin zum Jahresende aufgehört.

Deutsche führt internationalen Bibliotheksverband

Die Vereinigung bibliothekarischer Verbände zählt 1.400 Mitgliedseinrichtungen

Die deutsche Bibliothekarin Barbara Lison ist zur Vorsitzenden der Internationalen Vereinigung bibliothekarischer Verbände und Einrichtungen gewählt worden. Die 1927 im schottischen Edinburgh gegründete Vereinigung vertritt eigenen Angaben zufolge als führender internationaler Verband die Interessen von Bibliotheken und Informationseinrichtungen sowie von deren Nutzern. Der Verband zähle 1.400 Mitgliedseinrichtungen in rund 140 Ländern. Seinen Sitz hat er in der Königlichen Bibliothek in Den Haag, der Nationalbibliothek der Niederlande. Lison werde zunächst bis 2021 als designierte Präsidentin eine Vorbereitungsphase durchlaufen und dann dem Verband bis 2023 vorstehen, hieß es. Die 62-Jährige leitet seit 1992 die Stadtbibliothek Bremen.

Ermittlungen gegen Starregisseur Besson eingestellt

Besson wurde Vergewaltigung vorgeworfen

Die französische Justiz hat Ermittlungen gegen den Starregisseur und Produzenten Luc Besson wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung eingestellt. Die Untersuchungen hätten die Vorwürfe zunächst nicht erhärtet, teilte die Pariser Staatsanwaltschaft am Montag mit. Eine Schauspielerin hatte Besson im Mai vergangenen Jahres Vergewaltigung vorgeworfen und Anzeige erstattet. Im Sommer hatte die Schauspielerin den Regisseur erneut angezeigt. Der 59-jährige Besson hatte die Vorwürfe stets zurückgewiesen. Im Zuge der Ermittlungen hatten weitere Frauen dem Starregisseur sexuelle Übergriffe vorgeworfen, wie die investigative Internetzeitung "Mediapart" berichtete. "Mediapart" hatte die recherchierten Berichte von Frauen im Umfeld des Regisseurs schrittweise veröffentlicht.

Literaturpreise der Schillerstiftung für Stangl und Klein

Preisträger bekommen jeweils 10 000 Euro

Die Deutsche Schillerstiftung zeichnet den österreichischen Autor Thomas Stangl mit der Ehrengabe 2019 sowie die aus Düsseldorf stammende Lyrikerin Sina Klein mit dem Bennholdt-Thomsen-Preis aus. Die Auszeichnungen sind mit je 10.000 Euro verbunden und sollen am 10. Mai im Schiller-Nationalmuseum in Marbach überreicht werden. Die Jury würdigte Stangl für Wahrnehmungsschärfe und Nachdenklichkeit, In seinen Romanen und Essaybänden gelinge es Stangl, die Gegenwart zu "erschreiben". Klein werde, so die Jury, für ihre "dichten, hochmusikalischen Gebilde" geehrt, die "eine in der Gegenwartslyrik selten gewordene Dringlichkeit entfalten". So beschreibe Klein, wie Digitalisierung in die Einsamkeit führen könne.

Nora Krug bekommt Evangelischen Buchpreis

Preis wird seit 40 Jahren verliehen

Die Autorin und Illustratorin Nora Krug bekommt den Evangelischen Buchpreis 2019. Sie wird für ihr im vergangenen Jahr erschienenes Buch "Heimat - Ein deutsches Familienalbum" ausgezeichnet, wie das Evangelische Literaturportal in Göttingen mitteilte. Der Evangelische Buchpreis ist mit 5.000 Euro dotiert und wird seit 1979 verliehen. Vorsitzender des Literaturportals ist der Hannoversche Landesbischof Ralf Meister. Die Jury wählte das Buch aus 99 Vorschlägen von Leserinnen und Lesern aus. Nora Krug ist Professorin für Illustration an der "Parsons School of Design" in New York City und lebt im Stadtteil Brooklyn. Der Preis soll ihr am 5. Juni in Hannover überreicht werden.

Oscar-Verleihung in Los Angeles

Kein Preis für Deutschland

Bei der 91. Oscar-Verleihung in Los Angeles ist das Rassismusdrama «Green Book - Eine besondere Freundschaft» von Peter Farrelly als bester Film geehrt worden. Als bester Regisseur wurde Alfonso Cuarón für „Roma ausgezeichnet. Den Oscar als bester Hauptdarsteller bekam Rami Malek. Der 37-jährige US-Amerikaner erhielt den Preis für seine Darstellung des Queen-Sängers Freddie Mercury in dem Musikfilm „Bohemian Rhapsody. Als beste Schauspielerin wurde die Britin Olivia Colman für ihre Rolle in der Historiengroteske „The Favourite - Intrigen und Irrsinn geehrt. Florian Henckel von Donnersmarck ging leer aus. Der deutsche Regisseur war mit dem Künstlerporträt "Werk ohne Autor" in der Kategorie Bester fremdsprachiger Film nominiert. Die Verleihung fand zum ersten Mal seit 30 Jahren ohne Moderator statt.

Frankfurter Dichterpfarrer Lothar Zenetti gestorben

Schöpfer vieler Kirchenlieder starb im Alter von 93 Jahren

Der Priester, Dichter und Schriftsteller Lothar Zenetti ist tot. Er starb am Sonntag nach langer Krankheit im Alter von 93 Jahren in Frankfurt am Main, wie ein Sprecher des Bistums Limburg bestätigte. Bundesweit bekannt wurde er als Schöpfer vieler Kirchenlieder. Rund 150 seiner Gedichte wurden vertont, seine Texte finden sich sowohl in katholischen wie auch in evangelischen Gesangbüchern. Einer seiner wohl berühmtesten Texte "Was keiner wagt, das sollt ihr wagen" wurde von Konstantin Wecker gesungen. Von 1982 bis 1990 war Zenetti Rundfunkbeauftragter beim Hessischen Rundfunk. Er gehörte auch zu den Sprechern der ARD-Sendung "Das Wort zum Sonntag". Zenetti hat mehr als 20 Bücher veröffentlicht, neben Lyrik und Erzählungen Bücher zu Kunst, Musik und Religionspädagogik sowie Texte für den Hörfunk und Mundart-Beiträge.

LWL-Museum Münster erwirbt Macke-Bild

Expressionistisches Bild kostete 750 000 Euro

Das LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster hat das Gemälde "Farbige Formen I" von August Macke erworben. Es ist dort bereits seit 1981 als Dauerleihgabe zu sehen. Mit Unterstützung des Landes, des Vereins Freunde des Museums sowie der Kulturstiftung der Länder und der Ernst von Siemens Kunststiftung wurde das Bild angekauft, wie das NRW-Kulturministerium mitteilte. Das Museum gibt den Preis mit 750.000 Euro an. Das 1913 entstandene Gemälde soll am Mittwoch übergeben werden. Es gehöre zu den im Werk des Künstlers seltenen abstrakten Arbeiten, hieß es. Das LWL-Museum Münster verfügt über eine der wichtigsten Sammlungen zu August Macke.

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