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Kulturnachrichten

Montag, 4. Februar 2019

Schriftstellerin Leonie Ossowski gestorben

Autorin der Triologie "Weichselkirschen", "Wolfsbeeren" und "Holunderzeit"

Die Schriftstellerin Leonie Ossowski ist tot. Sie sei im Alter von 93 Jahren in Berlin gestorben, teilte der Piper Verlag in München mit. Die im Niederschlesischen Ober-Röhrsdorf im heutigen Polen geborene Ossowski hat zahlreiche Romane und Drehbücher geschrieben. Zu ihren bekanntesten Werken gehört die Schlesien-Trilogie "Weichselkirschen", "Wolfsbeeren" und "Holunderzeit". Ein Bestseller wurde auch der einfühlsame Jugendroman "Die große Flatter", der 1979 mit Richy Müller als preisgekrönter Dreiteiler in der ARD zu sehen war. In fast 50 Jahren hatte die Mutter von sieben Kindern zahlreiche Romane, Stücke, Dreh- und Jugendbücher geschrieben. Ausgezeichnet wurde Ossowski unter anderem mit dem Adolf-Grimme-Preis in Silber, dem Schillerpreis der Stadt Mannheim und der Hermann-Kesten-Medaille des PEN-Zentrums.

Grütters beruft Beirat zu kolonialem Kulturgut

1,9 Millionen für Herkunfts- und Grundlagenforschung

Zur Bewertung von Forschungsvorhaben zu kolonialem Kulturgut hat Kulturstaatsministerin Monika Grütters einen neuen Förderbeirat berufen. Dem Gremium gehören acht Forscher an, darunter die Kunsthistorikerin Benedicte Savoy aus Berlin und Albert Gouaffo aus Kamerun. Sie sollen Förderanträge bewerten, die an das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste gerichtet werden. Dort wirkt Grütters als Stiftungsratsvorsitzende. In diesem Jahr stünden 1,9 Millionen Euro für Herkunfts- und Grundlagenforschung zu Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten zur Verfügung, wurde mitgeteilt.

Zerschnittenes Banksy-Bild im Museum Frieder Burda

Danach zieht das Werk weiter nach Stuttgart

Im Museum Frieder Burda in Baden-Baden ist das während einer Kunstauktion geschredderte Werk "Girl with Balloon" des Street-Art-Künstlers Banksy aufgehängt worden. Das Bild, auf dem ein kleines Mädchen mit wehendem Rock einen roten Herzballon steigen lässt, wird nach der aufsehenerregenden Zerstörung im Oktober 2018 erstmals in der Öffentlichkeit gezeigt. Von diesem Dienstag an soll es bis 3. März zu sehen sein. Danach zieht es weiter in die Staatsgalerie Stuttgart.

Museum Insel Hombroich wird saniert

Außerdem wird ein neues Kunstgebäude dazu kommen

Das im Grünen gelegene Museum Insel Hombroich in Neuss wird in den nächsten drei Jahren für einen zweistelligen Millionenbetrag saniert. Ende 2019 beginne die Renovierung von zunächst einem Ausstellungspavillon, später werde ein weiterer erneuert, teilte das Museum mit. Als neues Gebäude für die Kunst kommt ab dem Frühjahr das Atelierhaus des 2013 gestorbenen Malers Gotthard Graubner auf dem Gelände hinzu. Zu dem 1987 von einem Sammler gegründeten Museum gehören mehr als ein Dutzend Gebäude, die verstreut in einem 21 Hektar großen Landschaftspark zwischen Düsseldorf und Köln liegen. Schwerpunkt ist die Moderne mit Werken von Lovis Corinth, Hans Arp, Kurt Schwitters, Alexander Calder, Yves Klein und Graubner sowie Arbeiten fernöstlicher Kunst.

Julie Adams ist tot

US-Schauspielerin wurde 92 Jahre alt

Die US-Schauspielerin Julie Adams ist im Alter von 92 Jahren gestorben. Das meldete das Brancheblatt Hollywood Reporter. In den 50er Jahren war sie in Hollywood eine viel beschäftigte Schauspielerin. Ihr wohl bekanntester Film ist der Horror-Klassiker "Der Schrecken vom Amazonas". Der Film inspirierte Guillermo del Toros zu dem preisgekröten Melodrama "The Shape of Water". In dem Western "Meuterei am Schlangenfluss" spielte Adams an der Seite von James Stewart, in "Gefährliche Brut" spielte sie mit Rock Hudson. Ab den 60er Jahren war Julie Adams mehr im Fernsehen als auf der Leinwand zu sehen.

Übersetzer-Preis für Kurt Steinmann

15.000 Euro für die Übertragung aus dem Altgriechischen und Lateinischen

Der Schweizer Übersetzer Kurt Steinmann erhält den "Johann-Heinrich-Voß-Preis für Übersetzung" der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Steinmann habe auf sprachmächtige Weise aus dem Altgriechischen und Lateinischen übertragen, lobte die Akademie in Darmstadt. Steinmann bereichere seine klangvollen Texte um knappe Stellenkommentare, die sein präzises philologisches Vorgehen zeigten. Diese alten Texte könnten heute wieder ganz neu gelesen werden. Der "Friedrich-Gundolf-Preis für die Vermittlung deutscher Kultur im Ausland" geht an den deutsch-amerikanischen Literaturwissenschaftler Paul Michael Lützeler. Die Preise sind jeweils mit 15.000 Euro dotiert und werden auf der Frühjahrstagung der Akademie im Mai verliehen.

Deutschland bei internationaler Buchmesse in Taiwan

Wichtiges Thema wird Umgang mit der Vergangenheit sein

Mit "German Stories" präsentiert sich Deutschland in der nächsten Woche als Ehrengast auf der Internationalen Buchausstellung in Taipeh. Als Teil der deutschen Delegation werden 13 Autorinnen und Autoren, darunter Theresia Enzensberger, Marc-Uwe Kling und Alexander von Schönburg, ihre Werke vorstellen. "Eins der wichtigen Themen ist der Umgang mit der Vergangenheit", sagte der Direktor des Goethe-Instituts in Taipeh, Jens Rösler. Es gehe etwa um die deutsche Erfahrung nach dem Zweiten Weltkrieg oder nach dem Fall der Berliner Mauer 1989. Taiwan habe ähnliche Brüche in seiner Geschichte, wie etwa den Abzug der Japaner nach dem Zweiten Weltkrieg oder den Übergang von der Diktatur zur Demokratie gegen Ende des 20. Jahrhunderts, so Rösler.

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