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Sonntag, 15.12.2019
 
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Kulturnachrichten

Samstag, 2. Februar 2019

Grabkammer mit etwa 40 Mumien in Ägypten entdeckt

Keramik und Sarkophage aus römischer oder byzantinischer Zeit

Südlich der ägyptischen Hauptstadt Kairo haben Forscher rund 40 Mumien gefunden. Sie wurden in einer Grabkammer in der Provinz Al-Minya entdeckt. Es handele sich um aus Stein gehauene Gräber einer bürgerlichen Familie, die vermutlich der Mittelschicht angehört habe, teilte Antikenminister Khaled al-Anani am heutigen Samstag mit. Die Gräber stammten entweder aus römischer oder byzantinischer Zeit. Die Mumien seien in gutem Zustand, sagte der Minister. Ebenso seien Keramik und Sarkophage in den Gräbern gefunden worden. Die Behörden hoffen, dass dadurch der Tourismus wieder anzieht. Das Land leidet unter wirtschaftlichen Problemen. Es kommt immer wieder zu Terroranschlägen.

Psychotherapien können Nebenwirkungen haben

Bei Aufklärungen das richtige Maß finden

Bei jeder psychotherapeutischen Behandlung kann es zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen. "In der Psychotherapie ist es völlig klar, dass Belastungen entstehen, wenn man sich mit sich selbst beschäftigt, wenn man sich mit seinen Problemen und Konflikten konfrontiert, und da kommt es zu emotionalen Schwankungen", sagte der Psychologe Bernhard Strauß im Deutschlandfunk Kultur. Bei 60 bis 80 Prozent aller Therapien gebe es solche unerwünschten Nebenwirkungen. "Egal, ob das eine Verhaltenstherapie ist oder eine psychodynamische Therapie", betonte der Leiter des Instituts für Psychosoziale Medizin und Psychotherapie am Universitätsklinikum Jena. Durch das Patientenrechtegesetz sei man auch in der Psychotherapie dazu verpflichtet, im Vorfeld einer Therapie über Risiken und Nebenwirkungen aufzuklären. Dabei gilt es Strauß zufolge, das richtige Maß zu finden: "Wenn man Patienten von vornherein überschüttet, so wie in den Beipackzetteln, mit Informationen, was theoretisch alles schiefgehen könnte, dann würden sie wahrscheinlich gar nicht mehr in die Psychotherapie kommen", warnt er. "Es geht darum, Informationen zu vermitteln, aber nicht gleich negative Erwartungen zu erzeugen." Nebenwirkungen können auch positiv sein: Nämlich dann, wenn sich über das Behandlungsziel hinaus Verbesserung in punkto Lebensqualität, Gesundheitsverhalten oder Partnerbeziehung ergeben.

Lebenslange Konzertkarten für vegane Fans

Beyonce und Jay-Z setzen sich für nachhaltige Ernährung ein

Sängerin Beyonce und ihr Ehemann, der Rapper Jay-Z, wollen Fans mit der Aussicht auf ein 30-Jahre-Dauerticket zu mehr veganer Ernährung animieren. Die 37-jährige Künstlerin kündigte die Aktion auf Instagram an. Der Gewinner darf auf jeder offiziellen Tour von Beyoncé oder Jay-Z ein Konzert umsonst besuchen. Nach 30 Jahren ist mit dem Gratis-Eintritt dann Schluss. Sollte Jay-Z bis dahin noch auftreten, wäre er ein rappender Senior von knapp 80 Jahren. Hintergrund des "Greenprint Project" ist nachhaltige Ernährung, die die Umwelt schützen soll. Teilnehmer der Aktion müssen nicht komplett vegan leben. Sie sollen lediglich versuchen, ihren Konsum von Fleisch und tierischen Produkten zu verringern. Das Projekt wirbt etwa dafür, vegan zu frühstücken und montags kein Fleisch zu essen.

Dirigent Helmut Steinbach ist tot

Frankfurter Musiker ist im Alter von 90 Jahren gestorben

Der Frankfurter Dirigent Helmut Steinbach ist im Alter von 90 Jahren gestorben. Das bestätigte am heutigen Samstag seine Frau Erika Steinbach, Leiterin der AfD-nahen Erasmus-Stiftung. Er starb am Dienstag, wenige Tage nach seinem 90. Geburtstag. Steinbach war 40 Jahre Bestandteil des Frankfurter Musiklebens und dirigierte in dieser Zeit mehrere Tausend Konzerte in der Mainmetropole. Neben großen klassischen und romantischen Werken galt sein Interesse selten gespielten Kompositionen und zeitgenössischer Musik. 1948 gründete Steinbach gemeinsam mit anderen Künstlern das Frankfurter Jugend-Symphonie-Orchester. Von 1955 bis Ende 1994 war Steinbach Chefdirigent der Konzerte im Palmengarten. 2003 zog er sich aus dem Konzertleben zurück.

Binoche: #MeToo-Debatte war notwendig

Französische Schauspielerin schlägt bei Machobemerkungen zurück

Für die französische Schauspielerin Juliette Binoche ist die #MeToo-Debatte so wichtig wie die feministische Bewegung in den 70er Jahren. "Und wir sind noch nicht am Ende", sagte sie dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Es gebe immer noch eine Art von Rassismus gegenüber Frauen. "Bemerkungen können sehr verletzend sein." Viele Männer machten sich das nicht klar, weil ihnen nicht bewusst sei, wie sehr sich Frauen über Generationen unterordnen mussten. "Ich reagiere sofort auf Machobemerkungen, da schlage ich umgehend zurück." Der rote Teppich gehöre zu ihrem Beruf. Es sei ein Ritual, das Stars erst zu Stars mache. "Es verschafft mir aber auch Aufmerksamkeit, Macht. Man hört mir zu, wenn ich mich zu Themen äußere, die mir wichtig sind." Binoche ist Präsidentin der diesjährigen Berlinale-Jury. Das Festival beginnt am Donnerstag.

Unveröffentliche Werke von Salinger werden herausgegeben

J.D. Salingers Sohn Matt bereitet Veröffentlichung vor

Eines der größten Rätsel der Buchverlagswelt geht zu Ende: Bislang unveröffentlichte Werke des verstorbenen Autors J.D. Salinger werden veröffentlicht, wie sein Sohn Matt Salinger laut einem Bericht von "The Guardian" sagte. Der Zitierte bestätigte Berichte, dass der 2010 verstorbene Schriftsteller von "Der Fänger im Roggen" Jahrzehnte nach dem Ende der Veröffentlichung seiner Bücher noch geschrieben habe. Er und Salingers Witwe Colleen arbeiteten "so schnell wie wir verdammt nochmal können", um das Material für die Herausgabe vorzubereiten.

Düsseldorf gibt "büßende Maria Magdalena" zurück

Das Gemälde wurde den Vorbesitzern während der Nazizeit unrechtmäßig entzogen

Die Stadt Düsseldorf hat das Gemälde "Die büßende Maria Magdalena" an die Erben der früheren Besitzer zurückgeben. Das Werk stammt aus dem Besitz der jüdischen Verlegerfamilie Mosse. Als diese 1933 ins Exil in die USA ging, versteigerten die Nazis ihr Vermögen, ohne die Familie daran zu beteiligen. Das Gemälde wird dem Niederländer Peter Paul Rubens zugeordnet. Zuletzt gehörte das als Raubkunst identifizierte Bild zum Bestand des Düsseldorfer Kunstpalastes. Oberbürgermeister Geisel erklärte, es sei eine Selbstverständlichkeit, solche Werke an die Erben zurückzugeben.

Salzburger Intendant kommt doch nicht nach Köln

Carl Philip von Maldeghem bleibt nach Kritik in Salzburg

Der als neuer Kölner Schauspielintendant vorgesehene Carl Philip von Maldeghem bleibt nun doch an seinem bisherigen Wirkungsort Salzburg. "Nach reiflicher Überlegung und seiner Intuition folgend" habe er sich für einen Verbleib am dortigen Landestheater entschieden, teilte das Land Salzburg mit. Eine Sprecherin der Stadt Köln bestätigte dies. Erst in der vergangenen Woche hatte die Stadt mitgeteilt, dass Maldeghem 2021 Nachfolger des derzeitigen Schauspielintendanten Stefan Bachmann werden solle. Es folgte eine Welle des Protests gegen die Entscheidung, der Schriftsteller Navid Kermani sprach von einer „Demütigung für Köln. Maldeghem stehe für gefällige, konventionelle Inszenierungen und könne einer Millionenstadt wie Köln keine künstlerisch interessanten Anstöße geben, monierten die Kritiker. Maldeghem argumentiert nun, in Salzburg wisse er "die Politik in Stadt und Land voll hinter dem Haus".

Schauspielerin Ursula Karusseit gestorben

Karusseit spielte sowohl am Theater, als auch in Film und Fernsehen

Die Schauspielerin Ursula Karusseit ist tot. Sie starb im Alter von 79 Jahren in einem Krankenhaus in Berlin, wie ihr Mann bestätigte. Karusseit spielte unter anderem viele Jahre in der ARD-Fernsehserie "In aller Freundschaft" mit. Geboren wurde Karusseit am 2. August 1939 im westpreußischen Elbing im heutigen Polen, in Mecklenburg ging sie zur Schule. Sie machte zunächst eine kaufmännische Ausbildung an einer Berufsschule und fand später zur Bühne. Bis 1962 studierte sie in Ost-Berlin an der Staatlichen Schauspielschule. Jahrelang trat sie an der Berliner Volksbühne auf, hatte aber auch Engagements an vielen anderen Bühnen. Im Lauf ihrer Karriere hat sie außerdem in Dutzenden bedeutenden DFF- und DEFA-Filmen ("Levins Mühle") die Hauptrolle gespielt. Zuletzt arbeitete sie an einem Buch mit dem Titel "Zugabe", das nach Angaben des Eulenspiegel-Verlags im März erscheinen soll.

Schlösserstiftung: Kein Blattgoldtourismus mehr

Neuer Generaldirektor will gegen sinkende Besucherzahlen kämpfen

Preußische Schlösser und Gärten in Berlin und Brandenburg ziehen nach Ansicht des neuen Generaldirektors der Schlösserstiftung, Christoph Martin Vogtherr, nicht mehr allein wegen ihrer Bedeutung und Namen die Besucher an. "Wir müssen uns aus dem Blattgoldtourismus befreien", sagte Vogtherr in Potsdam mit Blick auf sinkende Besucherzahlen. Erforderlich seien nun genaue Untersuchungen, welche Besuchergruppen angesprochen werden, wer und warum er in die Einrichtungen komme, sagte Vogtherr. Am kommenden Donnerstag tritt er sein Amt als Nachfolger von Martin Dorgerloh an, der zum Generalintendanten des Humboldt-Forums Berlin berufen wurde.

Merkel verlässt Facebook

Bundeskanzlerin verweist auf FB-Seite der Bundesregierung und Instagram

Bundeskanzlerin Angela Merkel verlässt Facebook. Da sie nun nicht mehr Parteivorsitzende sei, werde sie ihre Facebook-Seite schließen, kündigte sie in einem letzten Videoclip in dem sozialen Netzwerk an. Zugleich dankte sie der "Facebook-Gemeinde" für die "zahlreiche Unterstützung". Merkel warb auch darum, ihre Arbeit als Bundeskanzlerin weiter zu verfolgen. Dafür sei weiterhin die Facebook-Seite der Bundesregierung da oder man könne ihr bei der Bilderplattform Instagram folgen.

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