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Dienstag, 25.02.2020
 
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Kulturnachrichten

Dienstag, 25. Februar 2020

Plácido Domingo gibt sexuelles Fehlverhalten zu

Nach den Vorwürfen sexueller Übergriffe gegen Plácido Domingo hat der spanische Opernstar Fehlverhalten eingestanden und sich dafür bei den betroffenen Frauen entschuldigt. "Ich möchte, dass sie wissen, dass mir der Schmerz, den ich ihnen zugefügt habe, ehrlich leid tut", erklärte Domingo mit Blick auf die Frauen, die ihm Übergriffe wie aufgezwungene Küsse und Begrapschen vorgeworfen haben. "Ich erkenne die volle Verantwortung für meine Taten an", hieß es weiter in der Erklärung, die der 79-Jährige an die spanische Nachrichtenagentur Europa Press schickte.

Prozess gegen Mesale Tolu erneut vertagt

Der Prozess gegen die deutsche Journalistin Mesale Tolu in der Türkei ist auf den 14. Juli vertagt worden. Die Staatsanwaltschaft benötige mehr Zeit, um die Verkündung ihrer Strafmaß-Forderung vorzubereiten, teilte Tolu im sozialen Netzwerk Twitter mit. Der aus Ulm stammenden Journalistin werden "Terrorpropaganda" und "Mitgliedschaft in einer Terrororganisation" vorgeworfen. Tolu war Ende April 2017 in Istanbul festgenommen worden und anschließend mehr als sieben Monate in Haft. Der Prozess gegen sie begann im Oktober 2017, rund zwei Monate später wurde die Journalistin unter Auflagen aus der Untersuchungshaft entlassen. Im August 2018 durfte sie nach Aufhebung der Ausreisesperre in ihre Heimat Deutschland zurückkehren.

Justin Bieber bricht Charts-Rekord von Elvis

Justin Bieber hat einen Charts-Rekord von Elvis Presley gebrochen. Der Sänger ist mit 25 Jahren der jüngste Solo-Künstler, der in den USA sieben Alben auf Platz eins der Charts hatte. Elvis Presley war bei seiner siebten Album-Veröffentlichung im Jahr 1961 bereits 26 Jahre alt, wie das US-Branchen-Magazin "Billboard" berichtete, das auch die Charts veröffentlicht.

Buchhändler Gui Minhai zu zehn Jahren Haft verurteilt

Ein Gericht im Osten Chinas hat gegen den Buchhändler Gui Minhai wegen der Weitergabe von Staatsgeheimnissen ans Ausland zehn Jahre Haft verhängt. Gui ist Schriftsteller und inzwischen schwedischer Staatsbürger. Über Jahre hinweg war er Mitinhaber eines Hongkonger Ladens, in dem Bücher mit Klatschgeschichten über chinesische Anführer angeboten wurden. Erstmals verschwand er im Jahr 2015. Damals soll er von chinesischen Agenten im Urlaub aus seinem Strandhaus in Thailand verschleppt worden sein. Nachdem Gui später in seiner Geburtsstadt Ningbo in den Hausarrest entlassen wurde, verhaftete ihn die Polizei 2018 erneut, als er in Begleitung zweier schwedischer Diplomaten auf dem Weg nach Peking war.

Jury spricht Weinstein schuldig

Der frühere Hollywood-Produzent Harvey Weinstein ist der Vergewaltigung und der schweren sexuellen Nötigung schuldig gesprochen worden. In zwei Anklagepunkten wegen wiederholter sexueller Angriffe wurde der 67-Jährige dagegen freigesprochen. Die Jury sprach Weinstein zudem lediglich der Vergewaltigung in einem minder schweren Fall schuldig, nicht der schweren Vergewaltigung. Weinstein war in dem in New York geführten Prozess zur Last gelegt worden, 2006 einer Produktionsassistentin Oralsex aufgezwungen und 2013 eine Jungschauspielerin vergewaltigt zu haben. Weinstein weist alle Vorwürfe zurück und spricht von einvernehmlichen sexuellen Beziehungen.

Studie: Etablierte Medien polarisieren stärker

Rund 28 Prozent der Bundesbürger empfinden mittlerweile ein grundsätzliches Misstrauen gegen die Berichterstattung etablierter Medien. Zahlen einer Langzeitstudie der Mainzer Johannes-Gutenberg-Universität belegen, dass der Anteil der skeptisch eingestellten Menschen 2019 im Vergleich zum Vorjahr noch einmal um sechs Prozentpunkte angestiegen ist. Der Anteil der Deutschen, die Medien bei wichtigen Themen grundsätzlich vertrauen, blieb mit 43 Prozent stabil, 29 Prozent wollten sich nicht eindeutig festlegen. Unter allen Medien genießen das öffentlich-rechtliche Fernsehen und regionale Zeitungen nach wie vor das höchste Vertrauen bei den Deutschen, Privatfernsehen, Nachrichten aus sozialen Netzwerken und alternative Nachrichtenseiten schnitten deutlich schlechter ab. Am geringsten ist das Vertrauen der Deutschen in Boulevardzeitungen.

"Wintermärchen" als bester Spielfilm ausgezeichnet

Die beklemmende Neonazi-Studie "Wintermärchen" von Regisseur Jan Bonny ist vom Verband der deutschen Filmkritik zum besten Spielfilm des vergangenen Jahres gekürt worden. Der Film verfolgt die Blutspur dreier junger Rechtsradikaler in Deutschland und weckt dabei immer wieder Erinnerungen an die Terrorgruppe "Nationalsozialistischer Untergrund". Als beste Darstellerin wurde Corinna Harfouch ("Lara") geehrt. Bester Schauspieler wurde Alexander Fehling ("Das Ende der Wahrheit"). Mit dem Preis der deutschen Filmkritik werden seit 1956 Filme ausgezeichnet, die laut Verband "nicht nach wirtschaftlichen, länderspezifischen oder politischen Kriterien bewertet werden, sondern ausschließlich nach künstlerischen".

Nasa-Mathematikerin Katherine Johnson gestorben

Die US-amerikanische Mathematikerin Katherine Johnson ist im Alter von 101 Jahren gestorben. Sie hatte für die Raumfahrtbehörde Nasa an der ersten bemannten Mondlandung 1969 mitgearbeitet ."Sie war eine amerikanische Heldin und eine Pionier-Legende, die nie vergessen werden wird." schrieb Nasa-Chef Jim Bridenstine per Kurznachrichtendienst Twitter. Johnson gehörte zu einer kleinen Gruppe afro-amerikanischer Frauen, die für die Nasa ab den 50er Jahren komplizierteste Berechnungen für Raumfahrt-Missionen weitgehend ohne Hilfsmittel durchführte - dafür öffentlich damals aber keinerlei Anerkennung erfuhr. Erst 2016 wurden Johnson und einige ihrer Kolleginnen durch den erfolgreichen Hollywood-Film "Hidden Figures" einer breiteren Öffentlichkeit bekannt.

Berliner Literaturpreis für Thomas Meinecke

Der in Bayern lebende Autor Thomas Meinecke ist mit dem Berliner Literaturpreis 2020 der Stiftung Preußische Seehandlung ausgezeichnet worden. Mit dem Preis in Höhe von 30.000 Euro ist auch eine Gastprofessur für deutschsprachige Poetik verbunden. Zur Begründung der Preisverleihung hieß es, der im oberbayerischen Berg wohnende Schriftsteller, Musiker und Radio-DJ habe den Diskursroman als erzählerisches Theorie-Essay neu begründet. Der Preis wurde am Abend im Roten Rathaus vom Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD) überreicht.

Filmbranche will Ökosiegel ab Sommer

Die Filmbranche will mit einem freiwilligen Ökosiegel den Klimaschutz bei Fernseh- und Kino-Produktionen vorantreiben. So sollen Filmdrehs künftig unter anderem mit Ökostrom, weniger Flug- und Pkw-Reisen und dem Verzicht auf Einwegplastik klimaverträglicher gestaltet werden. Ein entsprechendes Zertifikat solle ab Sommer bundesweit an den Start gehen, kündigten Ministerialdirektor Günter Winands, Amtschef der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, sowie der Arbeitkreis "Green Shooting" anlässlich der Berlinale an.

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