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Sonntag, 26.09.2021
 
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Kulturnachrichten

Montag, 15. Februar 2021

Parler ist wieder online

Das bei Anhängern des früheren Präsidenten Trump beliebte soziale Netzwerk Parler ist wieder online. Es können wieder Nachrichten abgesetzt und auch neue Accounts angelegt werden, teilte die Plattform mit. Amazon als Infrastruktur-Dienstleister hatte Parler nach der Erstürmung des Kapitols durch Anhänger Trumps im Januar von seinem Server genommen. Das Unternehmen hatte zur Begründung erklärt, dass Parler nicht entschieden gegen rassistische, hasserfüllte oder zur Gewalt anstachelnde Beiträge seiner Nutzer vorgehe. Vor Amazon hatten bereits die Konzerne Google und Apple Parler aus ihren Angeboten entfernt.

Neuer Film von Bully Herbig wird Mediensatire

Elyas M'Barek und Jonas Nay werden die Hauptrollen in Michael Bully Herbigs Mediensatire "1.000 Zeilen" spielen. Inspiriert ist der Kinofilm von Juan Morenos Buch über den Fälscherskandal beim "Spiegel". Die Produktionsfirma Ufa Fiction hatte sich bereits im Frühjahr 2019 die Rechte an Morenos Buch gesichert. Nach ihren Angaben sollen die Dreharbeiten in diesem Sommer in München, Berlin, Hamburg und Spanien stattfinden. Geplant sei eine moderne Hochstaplergeschichte als Mediensatire. Jonas Nay spielt in dem Film Lars Bogenius, den unangefochtenen Star eines großen deutschen Nachrichtenmagazins. Sein Kollege namens Romero wird von Elyas M'Barek verkörpert. Dieser entdeckt Ungereimtheiten in den preisgekrönten Reportagen von Bogenius. Mit seinen Enthüllungen löst er einen der größten deutschen Presseskandale aus, so heißt es zum Inhalt des Films weiter.

Berlin will Räume für Kultur sichern

Mit einem neuen Bündnis "Kultur Räume Berlin" will die Hauptstadt finanzierbare Arbeitsräume für Künstlerinnen und Künstler sichern. Es gehe darum, Immobilien zu akquirieren, herzurichten und auszubauen, um sie dann als Produktions- und Repräsentationsräume für Kunst zur Verfügung stellen zu können, sagte Kultursenator Klaus Lederer in Berlin. Der Verdrängungsdruck sei groß, so der Politiker der Linkspartei. Berlin war als Standort lange international für Kunst- und Kulturschaffende attraktiv. Das ändert sich aber zunehmend - auch wegen der steigenden Grundstückspreise und Immobilienspekulationen. Das Bündnis aus Verwaltung, Freier Szene und Immobilienbranche hat es sich zur Aufgabe gemacht, dass entsprechende Räume auch künftig angeboten werden können.

Medienregulierer mahnen Webportale

Medienregulierer überprüfen verstärkt Webportale in Deutschland auf journalistische Sorgfalt. Zunächst wurden elf Hinweisschreiben an Portale verschickt, wie die Landesmedienanstalt in Nordrhein-Westfalen mitteilte. Es handelt sich nicht um klassische Medienhäuser, sondern um Webportale, die auch journalistische Angebote auf ihren Seiten publizieren. Gegenstand der Hinweisschreiben sind etwa handwerkliche Verstöße gegen die journalistische Sorgfaltspflicht, wie zum Beispiel das Fehlen von Quellen in den Artikeln oder Bilder, die aus ihrem ursprünglichen Kontext genommen wurden. Der Einsatz der Medienregulierer geht auf den Ende 2020 in Kraft getretenen Medienstaatsvertrag der Bundesländer zurück, der Desinformation entgegenwirken und die journalistische Sorgfalt sicherstellen soll.

Lederer will sich nicht erpressen lassen

Berlins Kultursenator Klaus Lederer hat sich im Streit um mögliche Rückgaben und Entschädigungen gegen einen Vorstoß der Nachfahren der letzten Monarchie in Deutschland gewandt. Die Stiftung Preußischer Schlösser und Gärten und die Stiftung Preußischer Kulturbesitz könnten natürlich nicht verhindern, wenn die Hohenzollern ihre Leihgaben tatsächlich abzögen, sagte der Linke-Politiker im Kulturausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses. Die öffentliche Hand werde sich aber nicht erpressen lassen. Vertreter der Hohenzollern hatten zuletzt einen Abzug von Leihgaben aus öffentlichen Museen in Berlin und Brandenburg ins Spiel gebracht. Zwischen Bund mit Ländern und den Hohenzollern wird seit 2014 um die Objekte verhandelt, außerdem prozessieren die Parteien um enteignete Immobilien.

"Jerusalema-Challenge": Warner fordert Gebühren

Die sogenannte "Jerusalema-Challenge", bei der zum gleichnamigen Song Belegschaften von Krankenhäusern, Firmen, Polizei- oder Feuerwachen getanzt haben, hat ein teures Nachspiel: Der Konzern Warner Music hat nachträglich Lizenzgebühren gefordert. "Focus Online" zitiert einen Warner-Sprecher mit den Worten, in diesen schwierigen Zeiten sei es wichtiger denn je, dass Künstler für ihre Musik bezahlt würden. Für die betroffenen Polizeidienststellen habe man das Entgelt bereits bezahlt, bestätigte eine Sprecherin des NRW-Innenministeriums. Andere Einrichtungen haben ihre Videos wieder aus dem Netz entfernt.

Karnevalsmusik auch dieses Jahr sehr gefragt

Karnevalsmusik hat sich in diesem Jahr trotz abgesagten Sitzungs- und Straßenkarnevals großer Beliebtheit erfreut. Am vergangenen Wochenende stellten Karnevalstitel rund ein Zehntel der hundert erfolgreichsten Songs in Deutschland, wie eine Sonderauswertung von GfK Entertainment zeigt. Besonders beliebt waren demnach kölsche Hits sowie Schlager- und Volksmusikdauerbrenner. Die beiden meistgehörten Songs waren die Karnevalslieder "Kölsche Jung" und "Polka, Polka, Polka" von der Kölner Band Brings. Grundlage der Auswertung sind die Sondertrends der offiziellen deutschen Musikcharts für den Zeitraum vom 12. bis zum 14. Februar.

Peruanische Künstlerin Teresa Burga gestorben

Die peruanische Künstlerin Teresa Burga ist im Alter von 85 Jahren in Lima gestorben. Das bestätigte die Berliner Galerie Barbra Thumm, die ihr Werk vertritt. Seit den 60er Jahren arbeitete Burga an Themen wie Feminismus und Dekolonisierung. Ihre Gemälde, Skulpturen und Installationen waren der Pop-Art verwandt. 1966 gehörte Burga zu den Gründern der Arte-Nuevo-Gruppe. Von der Kunstszene entdeckt wurde sie erst mit über 70 Jahren. Sie galt als wichtige Vertreterin der lateinamerikanischen Konzeptkunst.

Soziologe und Künstler Urs Jaeggi tot

Der Soziologie und Künstler Urs Jaeggi ist tot. Der in der Schweiz geborene Wissenschaftler sei im Alter von 89 Jahren in Berlin gestorben, wie seine Familie auf Anfrage mitteilte. Jaeggi lebte abwechselnd in Berlin und Mexiko-Stadt. Mit seinem Buch "Macht und Herrschaft in der BRD" galt er als einer der wichtigsten Ideengeber der Studentenbewegung der 1960er Jahre. Der 1931 in Solothurn geborene Jaeggi hatte Kunstgeschichte, Ökonomie und Soziologie in Genf, Berlin und Bern studiert. Nach seiner Habilitation unterrichtete er in Bochum, New York und von 1972 bis 1993 am Institut für Soziologie der Freien Universität Berlin. Neben seiner wissenschaftlichen Arbeit verfasste Jaeggi auch Romane, Erzählungen und Essays. 1981 wurde er mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet. Seit 1985 nahm er an Einzel - und Gruppenausstellungen als Maler und Bildhauer teil.

Karnevals-Show im WDR jetzt mit Hinweistafel

Nach Rassismus-Kritik an einem TV-Zusammenschnitt früherer Karnevalssendungen hat der Westdeutsche Rundfunk (WDR) die entsprechende Passage mit einer Hinweistafel überdeckt. In der Sequenz ist die umstrittene und als rassistisch empfundene Praxis "Blackfacing" zu sehen: Es wurden Weiße auf der Karnevalsbühne gezeigt, die als Schwarze geschminkt waren. Die betroffene Sequenz der Sendung "Jet zo fiere! Das Beste aus der Verleihung des Ordens 'Wider den tierischen Ernst'" wird nur noch mit Ton und einer Hinweistafel gesendet, die erklärt, warum die Bilder nicht gezeigt werden. Die Sendung stand in der Nacht zu Sonntag im WDR-Fernsehen auf dem Programm. Danach kam bei Twitter Kritik auf. Daraufhin twitterte der WDR, so etwas dürfe nicht passieren, man habe noch viel zu tun. Kürzlich erst hatte es Rassismus-Vorwürfe an die WDR-Sendung "Die letzte Instanz" gegeben.

Bericht zu ermordeten Journalisten in Afghanistan

Seit Beginn der afghanischen Friedensgespräche im September 2020 sind elf Journalisten und Menschenrechtsaktivisten getötet worden. Dies geht aus Daten der UN-Mission in Afghanistan UNAMA hervor. Die gezielten Morde hätten demnach die Erwartungen der gesamten Gesellschaft an den Friedensprozess gesenkt. Selbstzensur und Flucht seien die Folge, viele Journalisten und Aktivisten hätten bereits das Land verlassen. Die Anzahl gezielter Tötungen ziviler Akteure ist UNAMA zufolge Ende 2020 sprunghaft gestiegen. In den letzten drei Jahren verzeichnete die Mission insgesamt 65 Tötungen von Medienschaffenden und Menschenrechtlern. Verdächtigt werden sowohl die Taliban, kriminelle Netzwerke als auch die Terrormiliz Islamischer Staat.

Dresdner Filmfest 2021 auf Juli verschoben

Auch das diesjährige Dresdner Filmfest wird vor dem Hintergrund der Corona-Schutzverordnung verschoben, und zwar vom Frühjahr auf den Sommer. Die 33. Ausgabe soll nach Angaben des Veranstalters nun vom 13. bis 18. Juli stattfinden. Das Filmfest Dresden mit einem internationalen und nationalen Wettbewerb zählt mit Preisen im Gesamtwert von mehr als 67 000 Euro zu den am höchsten dotierten Kurzfilmfestivals in Europa. Wegen der Ausbreitung des Coronavirus war es bereits 2020 verschoben worden und im September über die Bühne gegangen.

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Fazit

50. Art BaselEin nachgeholtes Jubiläum und mehr Ruhe
Auf zwei Holzbooten sind übergroße schwarz-weiß Porträts angebracht. (Art Basel)

Die 50. Art Basel hätte eigentlich letztes Jahr stattfinden sollen. Nun läuft sie, und immer noch ist Corona ein Thema: Nur wenige Sammler aus Amerika und Asien sind zugegen. Die Messe fühle sich an wie vor 15 Jahren, so die Kritikerin Elke Buhr.Mehr

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