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Sonntag, 09.05.2021
 
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Kulturnachrichten

Freitag, 15. Januar 2021

Bulgarischer Filmemacher Marran Gosov gestorben

Der bulgarische Filmemacher, Musiker und Dichter Marran Gosov ist gestorben. Das teilte der Leiter des Marran-Gosov-Archivs in Deutschland, Bernhard Marsch, mit. In einem Facebook-Eintrag schrieb er, Gosov sei mit 87 Jahren am 12.1.2021 in Bulgarien gestorben. Gosov drehte in den 60er bis 80er Jahren Filme und Serien in Deutschland, darunter zahlreiche "Gammlerkomödien", unter anderem mit Gila von Weitershausen und Uschi Glas.

Marianne Faithfull kann womöglich nicht mehr singen

Die britische Sängerin und Schauspielerin Marianne Faithfull kann nach ihrer schweren Covid-19-Erkrankung womöglich nie mehr singen. Monate nach ihrer Infektion leide sie noch immer an den Auswirkungen der Krankheit, sagte die 74-Jährige dem "Guardian". Ihre Lunge funktioniere noch immer nicht richtig, sie müsse regelmäßig ans Sauerstoffgerät. Faithfull war im April mehrere Wochen im Krankenhaus behandelt worden. Eine Ärztin habe gesagt, dass ihre Lunge womöglich nie wieder richtig funktionieren werde. Faithful sagte, sie hoffen auf ein Wunder, um wieder singen zu können. Faithfull war eine der bekanntesten Sängerinnen der 60er Jahre, auch wegen ihrer Beziehung zu Mick Jagger von den Rolling Stones.

Keine neuen Gesetze für Minderheitenschutz

Für den Schutz von Minderheiten und ihren Sprachen in der Europäischen Union sind aus Sicht der EU-Kommission keine neuen Gesetze nötig. "Die Achtung der Rechte von Personen, die einer Minderheit angehören, ist einer der zentralen Werte der Union", sagte Vizepräsidentin Vera Jourova am Freitag. Sie reagierte damit auf eine EU-Bürgerinitiative, die auf mehr rechtlichen Schutz für sprachliche und nationale Minderheiten pocht - etwa die dänische Minderheit in Schleswig-Holstein oder Bretonen in Frankreich. "Die Kommission ist entschlossen, diese Agenda zu fördern", erklärte Jourova. Mit Umsetzung der vorhandenen Regeln würden "die Ziele der Initiative jedoch bereits stark unterstützt".

Bong Joon Ho wird Jury-Chef des Filmfests Venedig

Der südkoreanische Regisseur Bong Joon Ho wird im September die Jury des Filmfests von Venedig leiten. Das gaben die Organisatoren der Kinofestspiele in der italienischen Lagunenstadt am Freitag bekannt. Der 51-Jährige wird an der Spitze einer internationalen Jury über die Preise, darunter den Goldenen Löwen für den besten Film, entscheiden. Bong Joon Ho selbst räumte zuletzt zahlreiche Preise für seine Gesellschaftssatire "Parasite" ab, darunter vier Oscar-Trophäen. Der Filmemacher habe "begeistert zugestimmt", die Jury zu leiten, schrieb Filmfest-Direktor Alberto Barbera. Der koreanische Regisseur sei aktuell eine der ehrlichsten und originellsten Stimmen des Weltkinos. Die Kino-Biennale soll vom 1.bis zum 11. September laufen.

Der Dirigent Simon Rattle beantragt deutschen Pass

Der Dirigent Sir Simon Rattle will deutscher Staatsbürger werden. Der Pass sei bereits beantragt, sagte der Wahl-Berliner wenige Tage nach seiner Ernennung zum neuen Chefdirigenten des Symphonieorchesters des Bayrischen Rundfunks in München. Seine britische Staatsbürgerschaft will der 65-Jährige aber behalten, sonst wäre das "emotional unmöglich", sagte Rattle. Bis Mitte 2023 bleibt Rattle als Musikdirektor beim London Symphony Orchestra, dann will er zur Konzertsaison 2023/2024 in München starten. Simon Rattle war von 2002 bis 2016 Chefdirigent der Berliner Philharmoniker und lebt mit seiner Familie in Berlin.

Komponist Mithatcan Öcal erhält Hindemith-Preis

Der türkische Komponist Mithatcan Öcal (28) erhält in diesem Jahr den mit 20.000 Euro dotierten Hindemith-Preis. Öcal zeige in seinen Werken eine beeindruckende klangliche Vielschichtigkeit, begründete das Schleswig-Holstein Musik Festival in Lübeck die Entscheidung. Mittels feiner Nuanciertheit in der Instrumentation, der harmonischen Gestaltung und einem besonderen musikalischen Ausdruck berühre er sein Publikum auf unmittelbare Weise, sagte Festival-Intendant Christian Kuhnt. Öcal wurde 1992 in Iskenderun in der Südtürkei geboren und studierte Violine sowie Komposition in Izmit und Istanbul. Er ist Gründungsmitglied des Istanbuler Komponistenkollektivs. Der Hindemith-Preis soll am 23. August in Rendsburg im Rahmen des Schleswig-Holstein Musik Festivals verliehen werden. Der Preis wird seit 1990 beim vergeben und soll herausragende zeitgenössische Komponisten fördern.

Der Punk-Pionier Sylvain Sylvain ist tot

Der Musiker Sylvain Sylvain ist tot. Er starb an einer Krebserkrankung im Alter von 69 Jahren. Als Songwirter und Gitarrist seiner Band New York Dolls galt er als wichtiger Vorreiter der Punk-Musik. In Kairo geboren kam er mit seiner Familie nach Frankreich bevor er nach New York zog und dort mit den New York Dolls 1973 sein erstes Musikalbum veröffentlichte. 2011 erschien das fünfte und letzte Studioalbum der Band mit dem Titel "Dancing Backwards in Highheels". Sylvain Sylvain war außerdem auch an vielen anderen Bandprojekten beteiligt und veröffentlichte auch Solo-Kompositionen.

Einreichungen für Grimme Online Award gestartet

Zum 21. Mal wird in diesem Jahr der Grimme Online Award für herausragende deutschsprachige Online-Angebote vergeben. Bis März können Websites, Podcasts, Social-Media-Angebote oder besondere Leistungen mit publizistischem Charakter eingereicht werden, teilte das Grimme-Institut mit. Es gehe dabei nicht nur um Beiträge zu den aktuellen gesellschaftlichen Fragen, wie Populismus im Internet, sagte Grimme-Direktorin Frauke Gerlach. Auch Unterhaltendes könne publizistische Mehrwerte entfalten. Aus den eingegangenen Vorschlägen wählt eine Kommission bis zu 28 Nominierte aus - daraus wählt dann die Jury bis zu acht Preisträger in verschiedenen Kategorien. Die Bekanntgabe der Preisträger erfolgt am 17. Juni 2021 bei der Preisverleihung. Der Grimme Online Award ist eine nicht dotierte Auszeichnung für publizistische Qualität im Internet, die seit 2001 vom Grimme-Institut, das auch den renommierten Fernsehpreis Grimme-Preis verleiht, vergeben wird.

Dreharbeiten zu "Friends"-Reunion haben begonnen

Die ersten Dreharbeiten für das Special des US-Serienhits "Friends" haben nach pandemiebedingten Verzögerungen begonnen, wie der SPIEGEL auf seiner Onlineseite mitteilte. Für die einmalige Reunion-Folge aller Hauptdarsteller seien einige Szenen bereits gedreht, sagte die Schauspielerin Lisa Kudrow in der aktuellen Folge des Podcasts "Literally!". In der Serie spielt Kudrow die Masseurin Phoebe. Das Wiedersehen mit der Sitcom "Friends", bei dem die sechs Hauptdarsteller zum ersten Mal nach 15 Jahren wieder zusammen auftreten sollen, war ursprünglich für Mai 2020 angekündigt worden. Die Erfolgsserie um eine Gruppe junger Freunde in New York wurde von 1994 bis 2004 produziert und in 10 Serien-Staffeln veröffentlicht.

Bund fördert weitere Projekte für Kulturvermittlung

Kulturstaatsministerin Monika Grütters unterstützt 2021 bundesweit sechs neue Modellprojekte im Rahmen des Förderprogramms „Kulturelle Vermittlung und Integration“. Ziel der Förderung ist es, die Entwicklung nachhaltiger, strukturbildender Vorhaben im Bereich der kulturellen Vermittlung, Integration, Inklusion und Diversitätsentwicklung weiter voranzutreiben. Gerade jetzt sei erkennbar, wie wichtig kulturelle Teilhabe für den gesellschaftlichen Zusammenhalt ist, sagte Grütters. Diese sei immer auch Integrationsmotor einer Einwanderungsgesellschaft. Gefördert werden unter anderem die Münchner Kammerspiele mit dem Projekt „Zugängliches Theater“ für körperlich beeinträchtigte Menschen und das Projekt "Musik verbindet" des Beethoven-Hauses Bonn e.V., das Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund über Musik und gemeinsames Singen neben Sprachkenntnissen auch Zugang zu Neuem vermitteln will. Die Gesamtfördersumme für alle sechs Projekte beträgt rund 1,1 Millionen Euro.

Filmfestival Max Ophüls Preis nur digital

Das Filmfestival Max Ophüls Preis in Saarbrücken wird in seiner 42. Ausgabe ausschließlich als Online Variante stattfinden. Dazu hat sich die Leitung des wichtigsten Festivals für den deutschsprachigen Nachwuchsfilm angesichts der Corona Pandemie entschieden. Statt wie gewohnt die Filme in den Kinos von Saarbrücken zu zeigen, werden die 98 Filme des Programms und die Preisverleihung gestreamt. Das Festival findet vom 17. bis 22.Januar statt. Eröffnet wird es mit dem Dokumentarfilm "A black Jesus". Produzent ist Wim Wenders, der in diesem Jahr auch den Ehrenpreis des Filmfestivals erhält.

Internet-Lexikon "Wikipedia" feiert 20. Geburtstag

Das Internet-Lexikon Wikipedia feiert heute seinen 20. Geburtstag. Es war am 15. Januar 2001 von Jimmy Wales in den USA ins Leben gerufen worden. Inzwischen sind auf der Plattform mehr als 55 Millionen Artikel in 309 Sprachen zu finden. Das nicht-kommerzielle Angebot gehört zu den zehn meistgenutzten Internetseiten der Welt. Allerdings wird das Angebot immer wieder kritisiert aufgrund mangelnder Transparenz bei den Entscheidungen über umstrittene Inhalte und einer zu geringen Diversität unter den Autoren. Einen kritischen Geburtstagsgruß hat auch die Arbeitsstelle Wiki-Watch der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) geäußert: Bemängelt wird unter anderem die Zuverlässigkeit der auf der Plattform verbreiteten Informationen, die Intransparenz der Finanzierung und eine Struktur, die eine juristische Verfolgung von strafbaren und falschen Inhalten verhindere. Aus Anlass des Geburtstages erinnerte Gründer Wales an sein bereits 2006 formuliertes Ziel von 100.000 Einträgen für jede Sprache, die von mehr als einer Million Menschen genutzt wird. "Davon sind wir immer noch mindestens 20 Jahre entfernt".

Britische Musiker klagen über Zusatzkosten nach Brexit

Zahlreiche britische Musiker haben gefordert, dass das Handelsabkommen zwischen der EU und Großbritannien nachverhandelt wird. Ihre Belange seien bei den Gesprächen unter den Tisch gefallen. Deshalb habe man jetzt bei Auftritten in der EU mit zusätzlicher Bürokratie zu kämpfen, heißt es in einer Petition an die britische Regierung. Diese haben fast 260.000 Musikerinnen und Musiker unterzeichnet, darunter Laura Marling, Louis Tomlinson und Biffy Clyro. Sie fordern eine Künstlerarbeitserlaubnis. Seit dem Auslaufen der Brexit-Übergangsregeln Anfang des Jahres müssen Musiker, die in der EU auftreten, unter anderem einen gebührenpflichtigen Zollbegleitschein für ihre Ausrüstung haben. Einige Staaten verlangen sogar eine Arbeitserlaubnis.

Zwei Ehren-Oscars für humanitäre Verdienste

Im Rahmen der Oscar-Verleihung Ende April sollen in diesem Jahr erstmals zwei Ehren-Oscars für humanitäre Verdienste vergeben werden. Empfänger sind der Regisseur, Produzent und Schauspieler Tyler Perry, der sich gegen Obdachlosigkeit und soziale Ungerechtigkeit engagiert, und die Stiftung "The Motion Picture & Television Fund", die vielen Filmbeschäftigen in der Corona-Krise hilft, das teilte die Oscar-Akademie mit. Für ihr soziales Engagement erhalten sie den Jean-Hersholt-Preis, der nur in unregelmäßigen Abständen vergeben wird. Während der Corona-Pandemie habe es viel Unterstützung für Bedürftige von der Filmindustrie gegeben, hieß es zur Begründung der Verleihung an zwei Empfänger.

"Tim und Struppi"-Zeichnung erzielt Rekordpreis

In Paris ist eine Farbzeichnung der Comic-Figuren "Tim und Struppi" des belgischen Künstlers Hergé für 3,175 Millionen Euro versteigert worden. Das teilte das Auktionshaus Art Curial mit. Damit wurde der bisherige Rekordpreis für eine Comiczeichnung um mehr als eine halbe Million Euro überboten. Das Werk zeigt einen entsetzt dreinblickenden Tim mit seinem Hund Struppi in einer Vase, vor der ein riesiger roter Drache züngelt. Die Zeichnung sollte die Titelseite des fünften Tim-und-Struppi-Bandes "Der blaue Lotos" schmücken, doch dem Verlag war der Druck zu teuer. Auch die bisher teuerste Comiczeichnung stammt von Hergé. Sie kostete 2,6 Millionen Euro.

Der Magier Siegfried ist tot

Der Magier Siegfried Fischbacher, bekannt durch das Zauberduo "Siegfried und Roy", ist tot. Wie die "Bild"-Zeitung berichtete, starb Fischbacher im Alter von 81 Jahren in seiner Wahlheimat Las Vegas. "Siegfried und Roy" gelangten mit ihren weißen Königstigern zu Weltruhm. Jahrzehntelang züchteten sie in Kooperationen mit Freizeitparks die Tiere selbst. Im Jahr 2003 wurde Roy auf der Bühne von einem Tiger schwer verletzt, danach beendeten die beiden Magier ihre Karriere.

Streit um Reisefreiheit für Künstler nach Brexit

Zwischen der EU und Großbritannien ist ein Streit über visafreies Reisen für Künstler entbrannt. Die EU habe "für Journalisten, Künstler, Musiker" und andere Berufskategorien umfassende Post-Brexit-Regelungen vorgeschlagen, sagte der EU-Verhandlungsführer Michel Barnier der belgischen Zeitung "L'Echo". Aber es brauche zwei für eine Einigung. Britische Musiker wie Thom Yorke oder Dua Lipa hatten ihrer Regierung vorgeworfen, es versäumt zu haben, Musikern in den Verhandlungen mit der EU visafreies Reisen zu sichern. Die britische Regierung hatte dagegen erklärt, sie habe eine "ehrgeizige Vereinbarung" für Geschäftsreisende vorgeschlagen, "die auch Musiker abgedeckt hätte". Dies habe die EU aber ihrerseits abgelehnt, sagte ein Sprecher.

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