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Donnerstag, 21.11.2019
 
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Kulturnachrichten

Donnerstag, 21. November 2019

Beste Kurzfilme mit "Goldener Lola" geehrt

In der Hamburger Elbphilharmonie ist am Abend die "Goldene Lola" für die besten Kurzfilme verliehen worden. Insgesamt wurden Preise in 13 Kategorien verliehen. So ging die "Goldene Lola" in der Kategorie "Bester Spielfilm bis 30 Minuten" an "Der Proband" von Hannes Schilling. "Blue Boy" von Manuel Abramovich wurde als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet und "Inside me" von Maria Teixeira erhielt die Auszeichnung für den besten Animationsfilm. Der Bund verleiht den Deutschen Kurzfilmpreis bereits seit mehr als fünf Jahrzehnten, er gilt als die bedeutendste und höchstdotierte Auszeichnung für Kurzfilme in Deutschland. Insgesamt werden etwa 275.000 Euro an Preisgeldern vergeben. Die Gewinnerfilme bekommen 30.000 Euro und die "Goldene Lola".

Rapperin Lizzo ist für acht Grammys nominiert

Die Newcomerin Lizzo hat bei der Grammy-Verleihung 2020 die besten Gewinnchancen. Die 31-jährige US-Rapperin ist in acht Kategorien für den begehrten Musikpreis nominiert. Das gab die für die Verleihung verantwortliche Recording Academy bekannt. Lizzo veröffentlichte bereits 2013 ihr erstes Studioalbum. Ihren Durchbruch feierte sie jedoch erst mit ihrem aktuellen Album "Cuz I love you", das für die Grammy-Kategorie "Album des Jahres" einbrachte. Jeweils sechsmal nominiert wurden die Popsängerin Billie Eilish und der Country-Rapper Lil Nas X. Konkurrenz bei der Verleihung am 26. Januar haben die drei Newcomer unter anderem von Pop-Größen wie Beyoncé und Ariana Grande.

Hans Haacke als wichtigster Kunst-Akteur geehrt

Das Kultur-Magazin "Monopol" hat den 83 Jahre alten Künstler Hans Haacke zum wichtigsten Akteur des Kunstjahres 2019 erklärt. Der in Köln geborene und in New York lebende Haacke führt eine am Mittwoch veröffentlichte Top-100-Liste an. "Er ist unsere Nummer eins in diesem Jahr, weil er vorgemacht hat, was viele Künstlerinnen und Künstler heute bewegt: ein politisches Engagement, das Kritik am eigenen Umfeld ganz selbstverständlich mit einbezieht", begründete Chefredakteurin Elke Buhr die Entscheidung in Berlin. Haacke hatte in diesem Jahr eine Retrospektive in New York und war jüngst mit dem Arnold-Bode-Preis der "documenta"-Stadt Kassel ausgezeichnet worden. Haacke war fünfmal auf der "documenta" vertreten.

"Tagesschau" ist ab sofort auf "TikTok" vertreten

Die Tagesschau hat ihr Angebot auf der chinesischen Video-Plattform "TikTok" gestartet, die auch in Deutschland sehr erfolgreich ist. Nach eigenen Angaben will die Redaktion damit neben journalistischen Inhalten auch "einen humorvollen Blick hinter die Kulissen" bieten. Chefredakteur Bornheim erklärte, TikTok sei eine der am stärksten wachsenden Social-Media-Plattformen, vor allem bei jungen Nutzerinnen und Nutzern. "Wir haben den Auftrag, als Tagesschau die gesamte Gesellschaft zu erreichen - und sind daher auch auf Drittplattformen vertreten, die für unser Publikum relevant sind." Branchenangaben zufolge gehört "TikTok" zu den mobilen Apps, die sich am schnellsten verbreiten - mit weit über einer Milliarde Nutzern weltweit.

Nobelpreisträger Peter Handke verteidigt sich

Drei Wochen vor der Verleihung des Literaturnobelpreises hat sich der österreichische Schriftsteller Peter Handke (76) nun doch ausführlich zu seiner umstrittenen proserbischen Haltung während der Kriege im ehemaligen Jugoslawien geäußert. Im Oktober hatte er es noch abgelehnt, sich zu äußern. Österreichischen Medien sagte Handke außerdem, er werde nie wieder Journalistenfragen beantworten. Im Interview der Wochenzeitung "Die Zeit" sagte er nun, es sei um "Gerechtigkeit für Serbien" gegangen. Die Berichterstattung über Serbien sei damals monoton und einseitig gewesen. Deutschland hätte Kroatien, Slowenien und Bosnien-Herzegowina nicht anerkennen dürfen, weil auf dem Gebiet mehr als ein Drittel orthodoxe und muslimische Serben lebten, so Handke. So sei ein Bruderkrieg entstanden. Handke hatte sich damals stark mit Serbien solidarisiert und nach Ansicht von Kritikern die von Serben begangenen Kriegsverbrechen bagatellisiert oder geleugnet. Auch die Schwedische Akademie in Stockholm verteidigte ihre Entscheidung, Handke mit dem Nobelpreis für das Jahr 2019 auszuzeichnen.

Spitzweg geht zurück an jüdische Eigentümer

Das Bielefelder Familienunternehmen Dr. Oetker gibt ein weiteres Gemälde zurück an die Nachkommen jüdischer Besitzer. Vorausgegangen war den Angaben zufolge eine jahrelange Suche nach den Erben des 1939 im Konzentrationslager Buchenwald ermordeten Kunstsammlers Leo Bendel. Von den Nationalsozialisten verfolgt, musste Bendel seine Kunstsammlung 1937 an die Galerie Heinemann in München verkaufen - darunter auch das Gemälde "Der Hexenmeister" von Carl Spitzweg. Caroline Oetker, die Frau des Unternehmensgründers August Oetker, erwarb es im selben Jahr und vermachte es später ihrem Enkel Rudolf-August. Spitzweg gilt als einer der bekanntesten deutschen Künstler des Biedermeiers und der Romantik. Die Aufarbeitung der Herkunft der rund 1.700 Kunstgegenstände aus der Oetker-Sammlung läuft seit 2016 und ist noch nicht abgeschlossen.

Baltimore Museum kauft nur Kunstwerke von Frauen

Eine Studie zu Sammlungen von 18 großen Kunstmuseen in den USA hat ergeben, dass 87 Prozent der vertretenen Künstler Männer sind. Der Direktor des Museums der Künste in Baltimore, Christopher Bedford, nennt das ein Ergebnis von jahrhundertelangem Ungleichgewicht und fordert einen radiakalen Schritt. Im kommenden Jahr widmet sein Museum 22 Ausstellungen ausschließlich Künstlerinnen. Außerdem will er 2020 nur Kunstwerke von Frauen kaufen.

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