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Kulturnachrichten

Sonntag, 21. April 2019

Künstlerin Monir Shahroudi Farmanfarmaian ist tot

Die iranische Künstlerin Monir Shahroudi Farmanfarmaian ist am Samstag im Alter von 96 Jahren gestorben. Im Iran aufgewachsen, ging sie zum Studium in die USA. Ihr Werk erinnert sowohl an Op Art als auch an persische Mosaike. Über ihr Arbeit sagte Farmanfarmaian: "Ich bin nicht intellektuell. Ich bin sehr optisch. Alles, was ich schaffe, kommt von den Beobachtungen meiner Augen." Ihre Kunst war in diversen großen Häusern - darunter im Museum of Modern Art und dem Guggenheim Museum in New York sowie im Haus der Kunst in München - zu sehen. 2017 wurde Farmanfarmaian in Teheran ein eigenes Museum gewidmet. Sie überließ dem Haus mehr als 50 ihrer Werke.

Fahrradkorso für den Frieden

Mit einem Fahrradkorso von Essen nach Bochum haben Friedensaktivisten am Ostersonntag den Ostermarsch Ruhr fortgesetzt. Nach Angaben von Felix Oekentorp, Landessprecher der Deutschen Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsgegnerInnen NRW, beteiligten sich bei strahlendem Sonnenschein rund 150 Teilnehmer an der Fahrradetappe. Die Ostermarsch-Bewegung setzt sich für Frieden und Abrüstung und ein Verbot von Atomwaffen ein. Bereits am Karfreitag hatten etwa 250 bis 300 Atomkraftgegner und Friedensbewegte vor der Urananreicherungsanlage im westfälischen Gronau demonstriert. Am Ostersamstag kamen zur Hauptkundgebung in Düsseldorf nach Polizeiangaben 600 Menschen - die Aktivisten sprachen von etwa 1000 Personen. Am Montag sollen die Ostermärsche in Dortmund zu Ende gehen. Dort wollen die Friedensaktivisten mit einer Kundgebung im Stadtteil Dorstfeld ein Zeichen gegen Rechts setzen.

Cyberexperte fordert mehr Ermittler fürs Internet

Der Brandenburger Kriminologe und Cyberexperte Thomas G. Rüdiger fordert mehr Polizeipräsenz im Internet. 10 bis 15 Prozent des Personals müssten dort unterwegs sein, sagte Rüdiger der "Berliner Morgenpost". Grund seien die vielen Straftaten, die inzwischen im digitalen Raum begangen würden. Die Polizei müsse den digitalen Raum als Interaktionsraum durchdringen, sagte der Kriminologe des Instituts für Polizeiwissenschaft der Fachhochschule des Landes Brandenburg in Oranienburg. Das sei vergleichbar mit dem Straßenverkehr, wo auch Funkstreifenwagen unterwegs seien. Das heiße aber nicht, dass alle Beamten permanent im Netz sein müssten. In den Niederlanden, der Schweiz oder auch Österreich habe fast jeder Beamte ein dienstliches Smartphone. In Deutschland beschränke sich das auf Pilotprojekte einzelner Bundesländer oder Dienststellen.

Klaus Sonnenschein gestorben

Der Berliner Schauspieler Klaus Sonnenschein ist tot. Er starb am Karfreitag im Alter von 83 Jahren. Von 1972 bis 1997 leitete er das Berliner Theater ‚Tribüne‘. Neben seiner Bühnentätigkeit spielte er auch Rollen in Film und Fernsehen. Vor allem aber war er als Synchronsprecher aktiv und lieh unter anderen Morgan Freeman, Bob Hoskins und John Goodman seine Stimme. Verheiratet war er mit Edith Hancke, die vor vier Jahren verstarb.

Hans Joas kritisiert Idealisierung der Klimaproteste

Der Sozialphilosoph und Religionssoziologe Hans Joas kann die Begeisterung für die Klimastreik-Bewegung "Fridays for Future" nicht ganz nachvollziehen. Man könne den kompromisslosen Idealismus, zu dem Jugendliche neigten, in Hinsicht auf die Motivationskraft begrüßen, sagte Joas dem Berliner "Tagesspiegel". "Man entkommt aber nicht der Frage, welche Kompromisse eingegangen werden müssen, damit die Forderungen friedlich und realistisch gelebt werden können." Ihn störe es, wenn die Demonstranten die Arbeitsplatzinteressen etwa in der Lausitz nicht genügend ernst zu nehmen schienen. Es liege in der Verantwortung von Politikern und allen Erwachsenen, den Jugendlichen das entgegenzuhalten. Joas kritisiert auch die Rolle der Medien bei "Fridays for Future". Sie sollten diese Klimaproteste nicht so idealisieren, wie es in derzeit geschehe. In der Begeisterung für Greta Thunberg sieht der Sozialphilosoph ein Charisma-Phänomen. Die 16-Jährige verkörpere mit ihrer Person "in einer unbedingten Weise eine Veränderungsnotwendigkeit", so der Wissenschaftler weiter. Es gebe in allen Gesellschaften spontane Phänomene, in denen aus "Charisma-Hunger" einzelne Figuren zu Charismatikern werden. Oft sei das nur für kurze Zeit.

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Fazit

Kultursponsoring in ItalienVerdacht auf Geldwäsche
Die Außenfassade des Opernhauses "Teatro alla Scala in Mailand" (picture alliance/dpa/imageBROKER - Wilfried Wirth)

Als der Intendant der Mailänder „Scala“ im großen Stil Gelder aus Saudi-Arabien annehmen wollte, provozierte er einen Skandal. Nun ist die Debatte um ethisch einwandfreie Kulturförderung voll entbrannt - und findet nicht nur Freunde im Kulturbereich.Mehr

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