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Samstag, 24.08.2019
 
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Kulturnachrichten

Samstag, 24. August 2019

Jubel für Petrenko nach Antrittskonzert in Berlin

Kirill Petrenko ist bei seinem ersten Konzert als Chefdirigent der Berliner Philharmoniker begeistert gefeiert worden. Zum Abschluss von Ludwig van Beethovens Neunter Sinfonie spendete das Publikum in der vollbesetzten Philharmonie dem russischen Dirigenten und dem Orchester minutenlangen Applaus. Die Musikkritikerin Franziska Stürz, die den Abend miterlebt hat, erklärte im Deutschlandfunk Kultur: "Petrenkos uneingeschränkter Wille zur Durchleuchtung der Partituren war auch hier zu hören, ungewöhnlich prominente Mittelstimmen, galoppierende Tempi und ein mit unaufhaltsamer Kraft sich entwickelnder Fluss gipfelten in der vom Rundfunkchor Berlin wunderbar homogen gesungenen ‚Ode an die Freude‘ mit dem brillanten Solisten-Ensemble."

Ai Weiwei zieht nach England

Nach vier Jahren in Berlin zieht der chinesische Künstler Ai Weiwei nach Cambridge um. Sein Berliner Atelier wird der 61-Jährige aber weiter betreiben. Der Umzug mit seiner Familie in die ostenglische Stadt folgt einer scharfen Kritik an Deutschland. In einem Interview kritisierte er, dass Deutschland keine "offene Gesellschaft" sei und beklagte sowohl einen Alltagsrassismus als auch den zu laschen Umgang der Regierung mit China. Dem "Guardian" sagte Ai nun, dass er auch von Großbritannien nicht viel erwarte: Das Land stecke nach der Brexit-Abstimmung in einem "Sumpf". Zudem kritisierte Ai Weiwei die fehlende Solidarität des Vereinten Königreichs mit den Demonstranten in Hongkong.

Otobong Nkanga erhält Peter-Weiss-Preis

Die nigerianische Künstlerin Otobong Nkanga erhält den mit 15 000 Euro dotierten Peter-Weiss-Kulturpreis der Stadt Bochum. Die 1974 geborene Fotografin, Performerin, Plastikerin und Autorin begreife ihre künstlerisch-anthropologischen Studien als den ganzen Menschen umfassende, konkrete Untersuchungen, lobte die Jury. Nkanga ist aktuell auf der 58. Kunstbiennale in Venedig vertreten. Die Verleihung ist für den 15. Dezember geplant. Der Preis wird seit 1990 alle zwei Jahre an Schriftsteller, Künstler, Theatermacher und Filmschaffende verliehen. Er ist nach dem Autor, Dramatiker, Maler und Filmemacher Peter Weiss (1916-1982) benannt.

Frühere Trump-Sprecherin geht zu Fox News

Die frühere Sprecherin des US-Präsidenten, Sarah Sanders, wird künftig als Expertin bei einem der Lieblings-Fernsehsender ihres einstigen Chefs auftreten. Fox News teilte mit, Sanders werde in Zukunft Kommentare und Analysen für die Berichterstattung des US-Senders liefern. Ihr erster Auftritt sei für den 6. September bei der Sendung "Fox & Friends" geplant. Als treuer Zuschauer der Sendung gilt US-Präsident Donald Trump, der dort mitunter für längliche Telefon-Interviews zugeschaltet wird. Sanders hatte Ende Juni das Weiße Haus verlassen. Sie wolle mehr Zeit mit ihrer Familie und ihren Kindern verbringen, sagte sie zur Begründung. Die 37-Jährige fiel durch ihre nach außen fast bedingungslose Loyalität zu Trump auf.

Hannelore-Elsner-Film wird fertiggestellt

Der unvollendete letzte Film von Hannelore Elsner soll noch fertiggestellt werden. Das teilte das Erste am Freitag in München mit. Die Schauspielerin hatte die Dreharbeiten wegen ihrer schweren Erkrankung abgebrochen, sie starb am 21. April im Alter von 76 Jahren. Der Nachdreh zur Tragikomödie "Lang lebe die Königin" unter der Regie von Richard Huber ist in dieser Woche in Dietramszell bei Bad Tölz zu Ende gegangen. Als Hommage an ihre verstorbene Kollegin haben fünf Schauspielerinnen ihre Rolle übernommen: Iris Berben, Hannelore Hoger, Eva Mattes, Gisela Schneeberger und Judy Winter spielten dem Ersten zufolge an je einem Drehtag eine Szene. Die Ausstrahlung des Films ist für 2020 geplant.

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