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Kulturnachrichten

Sonntag, 16. April 2017

Särge von vermutlich fünf Erzbischöfen gefunden

Versteckte Krypta bei Renovierungsarbeiten im Lambeth Palace entdeckt

Bauarbeiter haben in London bei Renovierungsarbeiten in der säkularisierten Kirche Mary-at-Lambeth eine versteckte Krypta mit den Särgen von vermutlich fünf Erzbischöfen von Canterbury gefunden. Zum Vorschein kam, laut britischen Medien, eine Gruft mit 30 Bleisärgen aus dem 17. Jahrhundert. "Wir fanden viele Särge - und auf einem stand eine goldene Krone", sagte der Baustellenleiter Karl Patten dem Sender BBC. Bei dem Objekt habe es sich um eine Bischofsmütze gehandelt, erklärte Christopher Woodward. Er leitet das Gartenmuseum, dass sich nun in dem Kirchengebäude befindet. Entdeckt wurden die Särge bereits im vergangenen Jahr, doch der Fund war bis zum Abschluss der Arbeiten geheim gehalten worden, berichtete der "Telegraph". Noch sind nicht alle Särge identifiziert.

Emeritierter Papst Benedikt XVI. feiert Geburtstag

Joseph Ratzinger beendete sein Pontifikat im Februar 2013

Der emeritierte Papst Benedikt XVI. begeht seinen 90. Geburtstag. Der Vorgänger von Papst Franziskus wurde als Joseph Ratzinger am 16. April 1927 im bayerischen Marktl geboren. Am 19. April 2005 wurde er Nachfolger von Papst Johannes Paul II. Im Februar 2013 kündigte er überraschend seinen Amtsverzicht aus Altersgründen an und vollzog ihn Ende des Monats. Vor seiner Wahl zum Papst war Ratzinger Präfekt der Glaubenskongregation und damit Hüter der katholischen Glaubenslehre. Am morgigen Ostermontag wird unter anderem eine kleine Delegation aus bayerischen Gebirgsschützen und der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer zu einem Besuch erwartet.

"Heiliges Feuer" aus Jerusalem erreicht Beirut

Liturgie des "Heiligen Feuers" ist Höhepunkt des orthodoxen Osterns in Jerusalem

Das "Heilige Feuer" ist zum Osterfest in Beirut angekommen. Das in der Grabeskirche in Jerusalem entzündete Licht kam mit zwei orthodoxen Priestern über Jordanien in den Libanon. Am Beiruter Flughafen warteten Vertreter aus Religion und Politik, um es in Empfang zu nehmen. Die am Samstagmittag gefeierte, über 1.200 Jahre alte, Liturgie des "Heiligen Feuers" gilt als Höhepunkt der orthodoxen Osterfeiern in Jerusalem. Dabei entzündet sich nach orthodoxem Volksglauben auf wundersame Weise eine Flamme an der als Grab Christi verehrten Kapelle. Das Feuer wird anschließend an die Gläubigen weitergereicht.

Grütters rechnet mit mehr Geld für Kultur in Berlin

Finanzierungsvertrag zwischen Bund und Berlin soll in Kürze unterschrieben werden

Kulturstaatsministerin Monika Grütters rechnet damit, dass der neue Hauptstadtfinanzierungsvertrag zwischen Bund und Berlin in Kürze unterschrieben wird. Für die Kultur werde es Zuwächse geben, sagte sie der "Berliner Morgenpost": "Ich denke, die Regelungen werden deutlich großzügiger sein als vor zehn Jahren." Der Bund bewilligte damals als einmalige Investitionskosten 200 Millionen Euro für die Sanierung der Staatsoper. Mit dem neuen Vertrag sollten dagegen einzelne Bereiche der Kultur strukturell gestärkt werden, sagte Grütters. Der Hauptstadtfinanzierungsvertrag regelt für jeweils zehn Jahre, wie sich der Bund an Aufgaben in Berlin beteiligt, die sich aus der Rolle als Hauptstadt ergeben. Die drei Hauptbereiche sind innere Sicherheit, Liegenschaften und Kultur.

Computer- und Internetpionier Robert Taylor gestorben

Taylor trieb die Entwicklung des Internet-Vorläufers Arpanet voran

Ein bedeutender Vordenker des Internets und des modernen Computers, Robert W. Taylor, ist tot. Er sei im Alter von 85 Jahren im kalifornischen Woodside gestorben, teilte sein Sohn der "Los Angeles Times" sowie der "New York Times" mit. Als Pentagon-Mitarbeiter trieb Taylor 1966 die Entwicklung des Arpanets voran, eines einfachen Computersystems, das Forscher an mehreren Einrichtungen landesweit verband. Aus diesem Netzwerk ging das Internet hervor. Einige Jahre später ging Taylor zur Firma Xerox und war Chef des Teams, das den Xerox Alto schuf - den ersten PC mit einer grafischen Benutzeroberfläche. In den 1990er Jahren half Taylor bei der Entwicklung von AltaVista, einer der ersten Suchmaschinen.

Datenschutzbeauftragte billigt Gesichtserkennungstest

Testläufe am Berliner Südkreuz sollen im dritten Quartal starten

Die Bundesdatenschutzbeauftragte Andrea Voßhoff billigt den von den Sicherheitsbehörden geplanten Test biometrischer Gesichtserkennung am Berliner Bahnhof Südkreuz. Das Projekt sei "für sich genommen noch nicht als schwerwiegender Eingriff zu sehen", erklärte Voßhoff auf Anfrage. Das ändere allerdings nichts an "grundsätzlichen Bedenken" gegen die Technologie. Bei dem Test werden per Videoüberwachung erfasste Gesichter mit Aufnahmen von Freiwilligen in einer Datenbank abgeglichen. Das Bundesinnenministerium will das System am Südkreuz zu Beginn des dritten Quartals ausprobieren. Der Test soll bis zu sechs Monate dauern. Es gibt aber Einschränkungen durch ein Datenschutzkonzept: Passanten wird die Möglichkeit gegeben, der Testzone auszuweichen, außerdem soll es umfassende Informationen und Löschpflichten geben.

Jamiroquai trauert um ehemaligen Keyboarder Toby Smith

Musiker starb bereits am Dienstag im Alter von 46 Jahren

Die britische Band Jamiroquai trauert um das ehemalige Mitglied Toby Smith.
Der Keyboarder starb bereits am Dienstag mit 46 Jahren. Ohne Toby Smith hätte es kein Jamiroquai gegeben - so wird Jay Kay, der Frontmann von Jamiroquai, zitiert. Smith starb der britischen Nachrichtenagentur PA zufolge am Dienstag im Alter von 46 Jahren. In einem Nachruf auf der offiziellen Facebook-Seite der Band würdigte Kay den Einfluss des Keyboarders, der von 1992 bis 2002 zu Jamiroquai gehörte. In dieser Zeit feierte die Gruppe ihre bislang größten Erfolge. Den internationalen Durchbruch schaffte die Band 1996 mit "Travelling Without Moving". Smiths Musik sei von einer "erstaunlichen Alchemie in der Akkord-Struktur, Vollendetheit im Timing und scheinbar mühelosen und virtuosen Solos" geprägt, schrieb Kay. Woran Smith genau starb, wurde zunächst nicht bekannt.

Kostenloser Eintritt für Humboldtforum nicht sicher

Berliner Kultursenator sieht Bund in der Pflicht

Der kostenlose Eintritt in das geplante Humboldt Forum im Berliner Schloss ist nach Ansicht von Landeskultursenator Klaus Lederer noch nicht beschlossene Sache. "Ich bin eigentlich dafür, alle Museen eintrittsfrei zu machen", sagte Lederer der Deutschen Presse-Agentur. "Das kostet aber Unmengen. Eine Debatte um soziale Gerechtigkeit, die eine ernsthafte Umverteilung von Reich zu Arm einschließt, wird auf Bundesebene nicht mal geführt - darüber wird im Zusammenhang mit der Finanzierungsfrage zu reden sein." Kulturstaatsministerin Monika Grütters hatte in Aussicht gestellt, den Eintritt in den ab 2019 geplanten Museumskomplex kostenfrei zu machen. Lederer sagte, dabei müssten auch die Auswirkungen auf die anderen Museen im Umkreis bedacht werden. Der Kultursenator sieht bei der Entscheidung vor allem den Bund in der Pflicht. "Wir sind bisher davon ausgegangen, dass die Einrichtungen der verschiedenen Beteiligten sich selbst tragen müssen", sagte er. "Wenn der Bund nun für das gesamte Areal Kostenfreiheit will, muss der Aufwand an anderer Stelle real gedeckt werden."

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